Behandlungsleitfaden für COPD
Verfügbare Behandlungsoptionen
Die moderne COPD-Therapie stützt sich auf verschiedene Arten von Inhalatoren, die die Atemwege erweitern und Entzündungen hemmen. Als Basistherapie empfehle ich oft langwirksame Bronchodilatatoren. Hierzu gehören Medikamente wie Spiriva , Incruse , Seebri und Eklira sowie Serevent und Onbrez .
Für Patienten, die eine stärkere Atemwegserweiterung benötigen, greife ich gerne zu Kombinationspräparaten wie Anoro oder Ultibro , die zwei Wirkstoffe vereinen.
Wenn zusätzlich eine asthmatische Komponente vorliegt oder häufige Verschlechterungen auftreten, kommen inhalative Kortikosteroide ins Spiel. Hier verordne ich regelmäßig Symbicort , Seretide , Relvar , Foster oder Flutiform .
Reine Kortison-Inhalatoren wie Pulmicort , Flixotide oder Budesonid werden bei reiner COPD seltener als alleinige Therapie eingesetzt, können aber in speziellen Fällen wichtig sein. Für die akute Atemnot müssen meine Patienten immer ein schnell wirksames Spray griffbereit haben.
Der Klassiker ist Salbutamol (auch bekannt als Ventolin oder Aerodur ), aber auch Atrovent oder Bricanyl leisten hervorragende Dienste. Kleodina findet ebenfalls in bestimmten Behandlungsplänen seinen Platz. Mein klinischer Tipp: Nicht jeder Inhalator passt zu jedem.
Jemand mit Arthrose in den Händen kommt mit einem Pulverinhalator oft besser zurecht als mit einem Dosieraerosol, das viel Fingerkraft erfordert.
Was Sie von der Behandlung erwarten können
Ehrlichkeit ist mir in der Sprechstunde wichtig: COPD ist derzeit nicht heilbar, aber hervorragend behandelbar. Wenn Sie eine neue Dauertherapie beginnen, erwarten Sie bitte keine Wunder über Nacht.
Aus Erfahrung weiß ich, dass es oft zwei bis vier Wochen dauert, bis sich die Lunge an die regelmäßige Weitung gewöhnt hat und Sie spürbar mehr Energie im Alltag haben.
Ein wichtiger Aspekt, den ich meinen Patienten immer erkläre: Das Ziel der Erhaltungstherapie ist nicht nur, dass Sie heute besser atmen können, sondern vor allem, dass wir gefährliche Lungenentzündungen und akute Schübe im kommenden Winter verhindern.
Selbstfürsorge und Prävention
Medikamente sind nur die halbe Miete. Der absolute Grundpfeiler ist der Rauchstopp – und ich weiß aus unzähligen Gesprächen, wie schwer das ist. Ein wertvoller Ratschlag, den Sie in vielen Broschüren nicht direkt finden: Trinken Sie ein Glas lauwarmes Wasser, bevor Sie versuchen, zähen Schleim abzuhusten.
Das Wasser hydriert den Schleim von innen und macht das Abhusten deutlich schonender für Ihre Lungenbläschen. Zudem empfehle ich wärmstens die "Lippenbremse" (Ausatmen gegen die locker aufeinanderliegenden Lippen).
Diese einfache Technik erhöht den Druck in den Atemwegen und verhindert, dass diese beim Ausatmen in sich zusammenfallen. Bleiben Sie aktiv, denn ein gezieltes Krafttraining für den Oberkörper hilft Ihrer Atemhilfsmuskulatur immens.






















