Behandlungskategorien

COPD

Medikamente gegen COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Langwirksame Bronchodilatatoren und Kortikosteroid-Inhalatoren.

22 verfügbare behandlungen

COPD verstehen — Der Ratgeber Ihrer Hausärztin

<p>Viele meiner Patienten kommen besorgt zu mir in die Praxis, weil sie plötzlich merken, dass ihnen beim Treppensteigen die Puste ausgeht oder sie morgens von einem hartnäckigen Husten geplagt werden. Als Hausärztin weiß ich aus unzähligen Gesprächen, wie beängstigend es sein kann, wenn das Atmen schwerfällt und die Luft knapp wird. Die Diagnose COPD klingt für viele zunächst wie ein endgültiges Urteil, aber ich möchte Ihnen gleich zu Beginn eine große Sorge nehmen: Wir haben heute hervorragende Möglichkeiten, Ihre Lebensqualität zu erhalten und zu verbessern.</p><p>COPD ist eine chronische Erkrankung, bei der die Atemwege dauerhaft verengt sind. Im Praxisalltag sehe ich oft, dass Patienten ihre Symptome anfangs als "normale Alterserscheinung" oder "Raucherhusten" abtun und sich stillschweigend anpassen. Doch gerade bei der Lunge gilt: Je früher wir handeln und die Entzündung bremsen, desto mehr gesundes Gewebe können wir für Ihre Zukunft retten.</p><p>Mit der richtigen Kombination aus modernen Inhalatoren, gezielten Atemübungen und kleinen Anpassungen Ihres Lebensstils sehe ich täglich Patienten, die trotz COPD ein sehr aktives und erfülltes Leben führen. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, welcher therapeutische Weg für Sie persönlich der beste ist.</p>

Behandlungsleitfaden für COPD

Verfügbare Behandlungsoptionen

Die moderne COPD-Therapie stützt sich auf verschiedene Arten von Inhalatoren, die die Atemwege erweitern und Entzündungen hemmen. Als Basistherapie empfehle ich oft langwirksame Bronchodilatatoren. Hierzu gehören Medikamente wie Spiriva , Incruse , Seebri und Eklira sowie Serevent und Onbrez .

Für Patienten, die eine stärkere Atemwegserweiterung benötigen, greife ich gerne zu Kombinationspräparaten wie Anoro oder Ultibro , die zwei Wirkstoffe vereinen.

Wenn zusätzlich eine asthmatische Komponente vorliegt oder häufige Verschlechterungen auftreten, kommen inhalative Kortikosteroide ins Spiel. Hier verordne ich regelmäßig Symbicort , Seretide , Relvar , Foster oder Flutiform .

Reine Kortison-Inhalatoren wie Pulmicort , Flixotide oder Budesonid werden bei reiner COPD seltener als alleinige Therapie eingesetzt, können aber in speziellen Fällen wichtig sein. Für die akute Atemnot müssen meine Patienten immer ein schnell wirksames Spray griffbereit haben.

Der Klassiker ist Salbutamol (auch bekannt als Ventolin oder Aerodur ), aber auch Atrovent oder Bricanyl leisten hervorragende Dienste. Kleodina findet ebenfalls in bestimmten Behandlungsplänen seinen Platz. Mein klinischer Tipp: Nicht jeder Inhalator passt zu jedem.

Jemand mit Arthrose in den Händen kommt mit einem Pulverinhalator oft besser zurecht als mit einem Dosieraerosol, das viel Fingerkraft erfordert.

Was Sie von der Behandlung erwarten können

Ehrlichkeit ist mir in der Sprechstunde wichtig: COPD ist derzeit nicht heilbar, aber hervorragend behandelbar. Wenn Sie eine neue Dauertherapie beginnen, erwarten Sie bitte keine Wunder über Nacht.

Aus Erfahrung weiß ich, dass es oft zwei bis vier Wochen dauert, bis sich die Lunge an die regelmäßige Weitung gewöhnt hat und Sie spürbar mehr Energie im Alltag haben.

Ein wichtiger Aspekt, den ich meinen Patienten immer erkläre: Das Ziel der Erhaltungstherapie ist nicht nur, dass Sie heute besser atmen können, sondern vor allem, dass wir gefährliche Lungenentzündungen und akute Schübe im kommenden Winter verhindern.

Selbstfürsorge und Prävention

Medikamente sind nur die halbe Miete. Der absolute Grundpfeiler ist der Rauchstopp – und ich weiß aus unzähligen Gesprächen, wie schwer das ist. Ein wertvoller Ratschlag, den Sie in vielen Broschüren nicht direkt finden: Trinken Sie ein Glas lauwarmes Wasser, bevor Sie versuchen, zähen Schleim abzuhusten.

Das Wasser hydriert den Schleim von innen und macht das Abhusten deutlich schonender für Ihre Lungenbläschen. Zudem empfehle ich wärmstens die "Lippenbremse" (Ausatmen gegen die locker aufeinanderliegenden Lippen).

Diese einfache Technik erhöht den Druck in den Atemwegen und verhindert, dass diese beim Ausatmen in sich zusammenfallen. Bleiben Sie aktiv, denn ein gezieltes Krafttraining für den Oberkörper hilft Ihrer Atemhilfsmuskulatur immens.

Häufig gestellte Fragen

Medizinisch geprüftDr. Claire Phipps(GMC: 7014359)

Therapie und Alltag mit COPD: Ein umfassender ärztlicher Ratgeber

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