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Herz-Kreislauf-System

Medikamente für das Herz-Kreislauf-System. Blutdrucksenker, Cholesterinsenker, Blutverdünner und Herzmedikamente.

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Das Herz-Kreislauf-System verstehen — Der Ratgeber Ihrer Hausärztin

<p>Viele meiner Patienten kommen besorgt zu mir in die Praxis, wenn sie zum ersten Mal von einem erhöhten Blutdruck oder ungünstigen Cholesterinwerten erfahren. Als Hausärztin verstehe ich diese Ängste vollkommen – schließlich ist das Herz unser wichtigster Motor. Oft herrscht die unbegründete Sorge, dass eine solche Diagnose das Ende eines aktiven Lebens bedeutet oder man nun ein Leben lang durch Medikamente eingeschränkt ist.</p><p>Das Herz-Kreislauf-System ist ein faszinierendes, aber sensibles Netzwerk. Wenn dieses System durch Ablagerungen in den Gefäßen oder einen zu hohen Druck aus dem Gleichgewicht gerät, arbeiten Herz und Adern gegen einen ständigen Widerstand. Aus meiner täglichen Praxis weiß ich: Die heimtückischste Eigenschaft von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist, dass man sie anfangs oft gar nicht spürt. Sie arbeiten im Verborgenen, weshalb regelmäßige Check-ups so essenziell sind.</p><p>Ich möchte Ihnen jedoch Mut machen. Die moderne Medizin bietet uns heute hervorragende Möglichkeiten. Mit der richtigen Kombination aus Lebensstilanpassungen und wirksamen Medikamenten können wir Ihr Risiko für ernsthafte Folgen drastisch senken. Sie sind diesem Prozess nicht hilflos ausgeliefert – wir können das gemeinsam sehr gut in den Griff bekommen.</p>

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Behandlungsleitfaden für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Verfügbare Behandlungsoptionen

Die Auswahl an Medikamenten ist groß, und das ist ein Segen, da wir die Therapie maßschneidern können. Bei hohem Cholesterin setze ich häufig Statine wie Atorvastatin , Crestor , Fluvastatin , Rosuvastatin oder Simvastatin ein.

Für den Blutdruck beginne ich meist mit ACE-Hemmern oder Sartanen, da diese die Nieren gut schützen. Hierzu zählen Enalapril , Candesartan , Captopril , Irbesartan , Lisinopril , Losartan , Perindopril , Ramilich , Ramipril , Telmisartan und Valsartan .

Betablocker wie Bisoprolol , Carvedilol , Atenolol , Bisohexal , Beloc Zok , Metoprololtartrat , Nebivolol , Metoprolol und Propranolol verschreibe ich heutzutage seltener als erste Wahl bei reinem Bluthochdruck, es sei denn, der Patient leidet zusätzlich unter Stress, Migräne oder Vorhofflimmern.

Calciumkanalblocker wie Amlodipin oder Lercanidipin sind exzellent bei isolierter systolischer Hypertonie älterer Menschen. Wenn Wasser eingelagert wird, helfen Diuretika wie Hygroton , Indapamid , Furosemid , Hydrochlorothiazid , Spironolacton oder Torasemid .

Oft verschreibe ich Kombinationspräparate, um die Tablettenlast zu senken, wie Co Diovan , Atacand Plus oder Exforge . Zur Blutverdünnung und Schlaganfallprophylaxe, etwa bei Vorhofflimmern, greifen wir auf moderne Antikoagulanzien wie Eliquis , Lixiana oder Xarelto zurück.

In spezielleren Fällen nutzen wir Medikamente wie Clonidin oder Moxonidin (zentral wirksame Blutdrucksenker), Cordes Vas , oder Omega-3-Fettsäuren wie Omacor . Auch Präparate wie Onefra können Teil des Plans sein.

Interessanterweise kreuzen sich manchmal Fachgebiete: Femikadin (ein Kontrazeptivum) beeinflusst das Thromboserisiko, was ich bei der Herz-Kreislauf-Anamnese streng beachte. Cyklokapron wird zur Blutstillung genutzt, was bei Patienten auf Blutverdünnern relevant sein kann.

Und Limptar N (Chinin) wurde früher oft bei nächtlichen Wadenkrämpfen verschrieben, die Patienten fälschlicherweise für Durchblutungsstörungen hielten – hier ist heute eine sehr strenge Indikationsstellung nötig.

Was Sie von der Behandlung erwarten können

Medikamente für das Herz-Kreislauf-System wirken oft im Hintergrund. Sie werden sich nach der Einnahme einer Blutdrucktablette nicht sofort 'gesünder' fühlen. Das Ziel ist Prävention und der Schutz Ihrer Organe über Jahrzehnte hinweg.

Eine klinische Beobachtung aus meiner Praxis: Viele Patienten haben Angst vor Muskelschmerzen bei Statinen, da sie viel darüber gelesen haben (der sogenannte Nocebo-Effekt). Echte Myopathien sind selten. Wenn ein Patient leichte Muskelschmerzen meldet, wechsle ich oft das Präparat (z.B.

von Simvastatin auf Rosuvastatin) oder passe das Dosierungsintervall an, was in fast 90% der Fälle das Problem löst, ohne den Gefäßschutz aufzugeben.

Selbstfürsorge und Prävention

Medikamente sind nur die halbe Miete. Die Ernährung spielt eine riesige Rolle. Mein Insider-Tipp aus der Praxis: Jeder redet von Salzreduktion, aber Kalium ist der heimliche Held der Blutdruckkontrolle.

Eine kaliumreiche Ernährung mit Spinat, Bananen und Avocados hilft dem Körper, überschüssiges Natrium auszuscheiden und entspannt die Gefäßwände. Zudem rate ich meinen Patienten oft, zumindest eines ihrer Blutdruckmedikamente abends vor dem Schlafengehen einzunehmen.

Meine klinische Erfahrung zeigt, dass dies den gefährlichen morgendlichen Blutdruckanstieg dämpft und das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse spürbar senkt.

Häufig gestellte Fragen

Medizinisch geprüftDr. Claire Phipps(GMC: 7014359)

Blutdruck, Cholesterin & Co.: Wie wir Ihr Herz schützen

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