Malarone

Malarone (Atovaquon/Proguanil) ist ein Kombinationsarzneimittel zur Prophylaxe und Behandlung der unkomplizierten Malaria tropica.

Es eignet sich besonders für kurzfristige Reisen in Hochrisikogebiete, da es nur 1 bis 2 Tage vor Abreise begonnen und 7 Tage nach Rückkehr fortgesetzt werden muss.

Malarone ist verschreibungspflichtig und in Deutschland vom BfArM zugelassen.

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Malarone (Atovaquon/Proguanil) - Malariaprophylaxe und Behandlung der unkomplizierten Malaria tropica

Malarone ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Vorbeugung und Behandlung der Malaria.

Es enthält die beiden Wirkstoffe Atovaquon und Proguanil-Hydrochlorid, die in Kombination synergistisch gegen den Malariaerreger Plasmodium falciparum wirken.

Malarone ist in Deutschland vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassen und gilt als eines der bevorzugten Mittel zur Malariaprophylaxe für Reisende in Hochrisikogebiete.

Es ist in zwei Dosierungsstärken erhältlich: Malarone (für Erwachsene) und Malarone Junior (für Kinder).

Wirkmechanismus der Kombination Atovaquon und Proguanil

Malarone wirkt durch die Kombination zweier Wirkstoffe, die an verschiedenen Angriffspunkten im Plasmodium-Stoffwechsel eingreifen und dadurch eine synergistische antiparasitäre Wirkung entfalten:

Atovaquon hemmt den Elektronentransport in den Mitochondrien des Plasmodiums. Es bindet an den Cytochrom-bc1-Komplex (Komplex III) der Atmungskette und verhindert so die Bildung des für den Parasiten lebensnotwendigen Pyrimidins. Dies führt zum Absterben des Erregers.

Proguanil wird im menschlichen Körper zu Cycloguanil metabolisiert, das die Dihydrofolat-Reduktase des Parasiten hemmt. Dies stört die Folsäuresynthese des Plasmodiums und damit die DNA-Replikation. Proguanil verstärkt ausserdem die Wirkung von Atovaquon auf das mitochondriale Membranpotenzial.

Die Kombination beider Wirkstoffe wirkt gegen die Leberstadien (Exoerythrozytäre Stadien) und die Blutstadien (Erythrozytäre Stadien) des Parasiten. Dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen Malariamitteln und ermöglicht eine kürzere Einnahmedauer nach Rückkehr aus einem Malariagebiet.

Anwendungsgebiete

  • Malariaprophylaxe: Vorbeugung der Malaria, insbesondere der durch Plasmodium falciparum verursachten Malaria tropica, bei Reisen in Endemiegebiete
  • Behandlung der unkomplizierten Malaria tropica: Behandlung von unkomplizierter akuter Malaria tropica bei Erwachsenen und Kindern

Dosierung und Einnahme bei Malariaprophylaxe

Erwachsene und Jugendliche ab 40 kg Körpergewicht:

Eine Malarone-Tablette (250 mg Atovaquon / 100 mg Proguanil) täglich zur gleichen Zeit, beginnend 1 bis 2 Tage vor der Einreise in das Malariagebiet.

Die Einnahme wird während des gesamten Aufenthalts im Malariagebiet und 7 Tage nach Verlassen des Gebiets fortgesetzt. Die maximale Anwendungsdauer für die Prophylaxe beträgt 28 Tage.

Kinder (Malarone Junior, 62,5 mg Atovaquon / 25 mg Proguanil):

  • 11 bis 20 kg: 1 Kindertablette täglich
  • 21 bis 30 kg: 2 Kindertabletten täglich
  • 31 bis 40 kg: 3 Kindertabletten täglich

Dosierung bei Behandlung der unkomplizierten Malaria tropica

Erwachsene (ab 40 kg): 4 Malarone-Tabletten täglich als Einzeldosis oder in zwei Einzelgaben über 3 aufeinanderfolgende Tage.

Kinder: Die Dosis richtet sich nach dem Körpergewicht, ebenfalls über 3 Tage.

Malarone muss immer zusammen mit Nahrung oder einem Milchgetränk eingenommen werden, um die Resorption des Atovaquons zu verbessern. Atovaquon hat eine sehr geringe und variable Bioverfügbarkeit nüchtern (ca.

23 %), die mit fettreicher Mahlzeit auf über 50 % gesteigert werden kann.

Reisemedizinische Beratung und Indikationsstellung

Ob Malarone das richtige Malariaprophylaktikum für Sie ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Reiseziel und Malariarisiko (Hochrisiko, mittleres Risiko, kein Risiko)
  • Resistenzlage vor Ort (Chloroquinresistenz, Mefloquinresistenz)
  • Reisedauer und Reisestil
  • Begleiterkrankungen und Medikamente
  • Individuelle Verträglichkeit und frühere Erfahrungen mit Malariamitteln

Malarone ist besonders geeignet für kurze Reisen in Hochrisikogebiete, da es erst 1 bis 2 Tage vor Abreise begonnen und nur 7 Tage nach Rückkehr fortgesetzt werden muss.

Dies ist ein Vorteil gegenüber Mefloquin, das 10 Tage vor Abreise begonnen werden muss und 4 Wochen nach Rückkehr fortgeführt wird.

Lassen Sie sich vor Antritt einer Reise in ein Malariagebiet von einem Reisemediziner oder Tropenmediziner beraten. Aktuelle Empfehlungen zur Malariaprophylaxe in verschiedenen Ländern sind beim Deutschen Institut für Tropenmedizin und Öffentliche Gesundheit (DTG) und bei tropimed.eu erhältlich.

Resistenzen und Wirksamkeitsgrenzen

Resistenzen gegen Atovaquon/Proguanil bei Plasmodium falciparum sind bisher selten, aber es gibt Berichte über Resistenzfälle, besonders in Subsahara-Afrika. Die Kombination ist daher weiterhin sehr wirksam gegen chloroquinresistente Stämme.

Dennoch sollte beachtet werden, dass keine Malariaprophylaxe einen 100-prozentigen Schutz bietet. Ergänzende Massnahmen zum Mückenschutz (Repellentien, imprägnierte Moskitonetze, lange Kleidung) sind unbedingt erforderlich.

Wechselwirkungen

  • Rifampicin und Rifabutin: Können die Plasmaspiegel von Atovaquon erheblich senken und die Wirksamkeit von Malarone reduzieren. Gleichzeitige Anwendung vermeiden.
  • Metoclopramid: Kann die Resorption von Atovaquon vermindern. Alternative Antiemetika bevorzugen.
  • Tetracycline: Können den Atovaquon-Spiegel senken.
  • Warfarin/Vitamin-K-Antagonisten: Malarone kann die Antikoagulation verstärken. Engmaschige INR-Kontrolle erforderlich.
  • Indinavir: Gleichzeitige Anwendung kann die Atovaquon-Exposition reduzieren.

Malaria-Symptome erkennen und handeln

Malaria ist eine lebensbedrohliche Erkrankung. Auch bei korrekter Prophylaxe mit Malarone kann in seltenen Fällen eine Malaria auftreten. Typische Symptome sind:

  • Fieber (meist über 38 Grad Celsius), oft mit Schüttelfrost
  • Kopfschmerzen
  • Muskel- und Gliederschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Müdigkeit und Schwäche

Fieber innerhalb von einem Jahr nach Rückkehr aus einem Malariagebiet muss immer als mögliche Malaria behandelt werden, auch wenn Sie eine Prophylaxe durchgeführt haben.

Suchen Sie sofort einen Arzt auf oder fahren Sie in die Notaufnahme. Im Notfall rufen Sie den Notruf 112 an. Informieren Sie den Arzt über Ihre Reise.

Besondere Patientengruppen

Schwangerschaft: Die Sicherheit von Malarone in der Schwangerschaft ist nicht ausreichend belegt. Die Anwendung sollte vermieden werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt eindeutig das Risiko.

Schwangere sollten Reisen in Hochrisikogebiete wenn möglich vermeiden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und einem Tropenmediziner.

Stillzeit: Atovaquon geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Die Anwendung während der Stillzeit sollte nur nach sorgfältiger Abwägung durch den Arzt erfolgen.

Kinder unter 5 kg: Malarone und Malarone Junior sollten bei Kindern unter 5 kg Körpergewicht nicht angewendet werden, da keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit vorliegen.

Nierenfunktionsstörung: Bei schwerer Niereninsuffizienz (GFR unter 30 ml/min) sollte Malarone nicht zur Prophylaxe eingesetzt werden. Die Anwendung zur Behandlung der Malaria kann in diesem Fall trotzdem erwogen werden.

Haeufig gestellte Fragen zu Malarone

Wie sicher ist Malarone als Malariaprophylaxe?

Malarone hat in klinischen Studien eine Wirksamkeit von über 98 % gegen Plasmodium falciparum gezeigt. Es ist eines der zuverlässigsten Malariaprophylaktika für Hochrisikogebiete. Dennoch bietet keine Prophylaxe einen absoluten Schutz, weshalb ergänzende Schutzmassnahmen gegen Mückenstiche unerlässlich sind.

Kann ich Malarone zur Selbstbehandlung (Notfallselbsttherapie) mitführen?

Malarone kann als Notfallselbsttherapie (standby emergency treatment, SBET) für Reisende in abgelegene Gebiete empfohlen werden, wo kein zeitnaher Zugang zu ärztlicher Versorgung besteht.

Dies muss individuell mit dem Arzt besprochen werden. Eine selbst durchgeführte Behandlung ersetzt nicht die ärztliche Diagnose und Nachuntersuchung.

Warum muss Malarone zu den Mahlzeiten eingenommen werden?

Atovaquon wird bei nüchterner Einnahme sehr schlecht resorbiert. Die gleichzeitige Einnahme mit Nahrung, besonders fettreicher Nahrung, erhöht die Resorption erheblich und stellt die Wirksamkeit sicher. Wenn Sie nach der Einnahme erbrechen, müssen Sie die Dosis wiederholen.

Was soll ich tun, wenn ich Malarone erbrochen habe?

Wenn Sie innerhalb von einer Stunde nach der Einnahme erbrochen haben, nehmen Sie so bald wie möglich eine weitere Dosis ein. Wenn das Erbrechen anhält, suchen Sie einen Arzt auf.

Kann ich Malarone zusammen mit anderen Malariamitteln einnehmen?

Die Kombination von Malarone mit anderen Malariamitteln ist in der Regel nicht erforderlich und kann das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen. Die gleichzeitige Anwendung mit anderen Antiparasitika sollte nur auf ausdrückliche ärztliche Anweisung erfolgen.

Bietet Malarone auch Schutz gegen andere Malariaarten ausser Plasmodium falciparum?

Malarone ist gegen alle Plasmodium-Spezies (falciparum, vivax, malariae, ovale) wirksam, allerdings mit Einschränkungen.

Bei Plasmodium vivax und ovale können hypnozoite Ruhestadien in der Leber verbleiben, die nicht von Malarone erreicht werden. Reisende in Gebiete mit P. vivax oder P.

ovale, die Malarone zur Prophylaxe eingenommen haben, sollten nach Rückkehr mit dem Arzt besprechen, ob eine Nachbehandlung mit Primaquin (gegen Hypnozoiten) erforderlich ist.

Malariaprophylaxe im Vergleich: Malarone vs. andere Optionen

Es gibt verschiedene zugelassene Malariaprophylaktika in Deutschland. Die Wahl hängt vom Reiseziel, der Reisedauer, dem Resistenzprofil vor Ort und den individuellen Patientenfaktoren ab:

  • Malarone (Atovaquon/Proguanil): Beginn 1 bis 2 Tage vor Reise, Ende 7 Tage nach Rückkehr. Sehr gut verträglich, keine neuropsychiatrischen Nebenwirkungen. Teurer als andere Optionen. Maximale Prophylaxedauer 28 Tage (für Langzeitreisende weniger geeignet).
  • Doxycyclin: Beginn 1 bis 2 Tage vor Reise, Ende 4 Wochen nach Rückkehr. Günstig, auch bei anderen Tropenkrankheiten (z.B. Leptospirose) wirksam. Photosensibilisierung, Magen-Darm-Beschwerden und Wechselwirkungen mit Kontrazeptiva sind zu beachten.
  • Mefloquin (Lariam): Beginn 10 Tage bis 3 Wochen vor Reise, Ende 4 Wochen nach Rückkehr. Einmal wöchentliche Einnahme. Potenzial für schwere neuropsychiatrische Nebenwirkungen (Schwindel, Alpträume, Psychosen, Krampfanfälle). Nicht für Personen mit psychiatrischen Erkrankungen geeignet.
  • Chloroquin: Nur noch in Gebieten ohne Chloroquinresistenz wirksam (zunehmend selten). Nicht mehr für die meisten Tropenreisen geeignet.

Reisevorbereitungen und ergänzende Schutzmassnahmen gegen Malaria

Malarone ist ein wichtiger Baustein im Schutz vor Malaria, aber kein alleiniger Schutz. Folgende ergänzende Massnahmen sind unbedingt zu beachten:

  • Mückenschutzmittel (Repellentien): Mittel mit den Wirkstoffen DEET (Diethyltoluamid), Icaridin (Picaridin) oder IR3535 sind empfohlen. DEET in Konzentrationen von 20 bis 50 % bietet den stärksten Schutz. Repellentien auf alle unbedeckten Körperstellen auftragen.
  • Kleidung: Lange Hosen und langärmelige Hemden besonders in der Dämmerung und Nacht. Imprägnierung der Kleidung mit Permethrin erhöht den Schutz erheblich.
  • Mosquitonetz: Insektizidimprägnierten Mosquitonetzen (LLIN, long-lasting insecticidal net) bieten zuverlässigen Schutz während des Schlafs. Stellen Sie sicher, dass das Netz keine Risse aufweist und richtig befestigt ist.
  • Klimaanlagen und Fliegengitter: Räume mit Klimaanlage oder gut vergitterten Fenstern reduzieren das Expositionsrisiko erheblich.
  • Zeitliche Einschränkung von Aktivitäten im Freien: Anopheles-Mücken stechen bevorzugt in der Dämmerung und Nacht. In dieser Zeit sollte Aufenthalt im Freien minimiert werden.

Aufbewahrung

Malarone bei Raumtemperatur (unter 25 Grad Celsius), trocken und lichtgeschützt aufbewahren. Nicht im Badezimmer oder in der Küche in der Nähe des Herdes aufbewahren. Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Regulatorische Informationen und Quellen

Malarone ist in Deutschland vom BfArM (bfarm.de) zugelassen. Aktuelle Empfehlungen zur Malariaprophylaxe und -behandlung sind beim Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG, iqwig.de) und bei Reisemedizinischen Zentren erhältlich. Informationen zur Erstattungsfähigkeit beim G-BA (g-ba.de). Produktinformationen auf gelbe-liste.de.

Medizinische Informationen

Malarone enthält die Wirkstoffkombination Atovaquon und Proguanilhydrochlorid zur Vorbeugung und Behandlung von Malaria, insbesondere der durch Plasmodium falciparum verursachten Form.

Atovaquon hemmt die mitochondriale Elektronentransportkette des Parasiten, während Proguanil als Folsäureantagonist wirkt. Die Kombination ist synergistisch und hat eine niedrige Resistenzrate in den meisten Malariagebieten.

Die ärztliche Beurteilung umfasst das Reiseziel und dessen Malariarisikoprofil, die Reisedauer, Nierenfunktion (bei schwerer Niereninsuffizienz kontraindiziert für die Prophylaxe), Körpergewicht und mögliche Wechselwirkungen mit Metoclopramid, Tetracyclinen oder Rifampicin.

Die Prophylaxe beginnt ein bis zwei Tage vor der Reise und wird sieben Tage nach Rückkehr fortgesetzt.

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Dosierung

Dosierung von Malarone (Atovaquon/Proguanil)

Malariaprophylaxe - Erwachsene und Jugendliche ab 40 kg

  • 1 Malarone-Tablette (250 mg / 100 mg) einmal täglich
  • Beginn: 1 bis 2 Tage vor Einreise in das Malariagebiet
  • Dauer: während des gesamten Aufenthalts + 7 Tage nach Verlassen des Gebiets
  • Maximale Prophylaxedauer: 28 Tage

Malariaprophylaxe - Kinder (Malarone Junior, 62,5 mg / 25 mg)

  • 11 bis 20 kg Körpergewicht: 1 Kindertablette täglich
  • 21 bis 30 kg Körpergewicht: 2 Kindertabletten täglich
  • 31 bis 40 kg Körpergewicht: 3 Kindertabletten täglich
  • Beginn und Dauer wie bei Erwachsenen

Behandlung der unkomplizierten Malaria tropica - Erwachsene (ab 40 kg)

  • 4 Malarone-Tabletten täglich für 3 aufeinanderfolgende Tage
  • Täglich zur gleichen Zeit einnehmen

Behandlung - Kinder (nach Körpergewicht, 3 Tage)

  • 5 bis unter 9 kg: 2 Kindertabletten täglich
  • 9 bis unter 11 kg: 3 Kindertabletten täglich
  • 11 bis unter 21 kg: 1 Erwachsenentablette täglich
  • 21 bis unter 31 kg: 2 Erwachsenentabletten täglich
  • 31 bis unter 40 kg: 3 Erwachsenentabletten täglich
  • ab 40 kg: 4 Erwachsenentabletten täglich

Wichtige Einnahmehinweise

Malarone muss stets zusammen mit Nahrung oder einem Milchgetränk eingenommen werden, da Atovaquon nüchtern nur schlecht resorbiert wird. Wenn nach der Einnahme innerhalb einer Stunde Erbrechen auftritt, muss die Dosis wiederholt werden. Nehmen Sie Malarone immer zur gleichen Tageszeit ein.

Nebenwirkungen und Warnhinweise

Nebenwirkungen von Malarone (Atovaquon/Proguanil)

Malarone wird von den meisten Reisenden gut vertragen. Nebenwirkungen sind im Vergleich zu anderen Malariamitteln (insbesondere Mefloquin) in der Regel mild. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Nebenwirkungen auftreten oder anhalten.

Häufige Nebenwirkungen (betreffen 1 bis 10 von 100 Patienten)

  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Durchfall
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Schlaflosigkeit
  • Appetitlosigkeit

Gelegentliche Nebenwirkungen

  • Träume, lebhafte Träume (deutlich seltener als bei Mefloquin)
  • Juckreiz, Hautausschlag
  • Erhöhte Leberenzymwerte (in der Regel vorübergehend)
  • Mundulzerationen (Mundsoor)

Seltene Nebenwirkungen

  • Allergische Reaktionen einschliesslich Anaphylaxie
  • Angioödem (Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge) - Notruf 112
  • Schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom)
  • Leberfunktionsstörungen, Hepatitis
  • Krampfanfälle

Neuropsychiatrische Nebenwirkungen

Im Vergleich zu Mefloquin sind neuropsychiatrische Nebenwirkungen unter Malarone selten. Berichte über Schlafstörungen, Alpträume und Stimmungsveränderungen existieren jedoch. Wenn Sie solche Symptome bemerken, informieren Sie Ihren Arzt.

Notfall

Bei schweren allergischen Reaktionen, Bewusstlosigkeit, schwerem Krampfanfall oder Zeichen einer Malaria trotz Prophylaxe (Fieber): sofort Notruf 112 anrufen oder Notaufnahme aufsuchen.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen für Malarone

Malaria ist ein medizinischer Notfall

Fieber nach Rückkehr aus einem Malariagebiet ist ein medizinischer Notfall. Suchen Sie sofort einen Arzt auf oder rufen Sie den Notruf 112 an. Auch wenn Sie Malarone korrekt eingenommen haben, schliessen Sie eine Malaria nicht aus. Informieren Sie den Arzt immer über Ihre Reise in ein Malariagebiet.

Kein Ersatz für Mückenschutz

Malarone schützt nicht zu 100 % vor Malaria.

Zusätzliche Massnahmen sind unbedingt erforderlich: Repellentien mit DEET oder Icaridin, imprägnierte Moskitonetze, lange Kleidung (Arme und Beine bedecken), mückenabweisende Kleidung, Aufenthalt in klimatisierten oder gut vergitterten Räumen besonders in der Dämmerungs- und Nachtzeit.

Erbrechen nach Einnahme

Wenn Sie innerhalb einer Stunde nach Einnahme erbrechen, wiederholen Sie die Dosis. Bei anhaltendem Erbrechen suchen Sie einen Arzt auf, da die Wirksamkeit des Präparats durch unzureichende Resorption beeinträchtigt sein kann.

Nierenfunktion

Bei schwerer Niereninsuffizienz (GFR unter 30 ml/min) sollte Malarone nicht zur Prophylaxe eingesetzt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über geeignete Alternativen.

Schwangerschaft

Die Sicherheit von Malarone in der Schwangerschaft ist nicht ausreichend belegt. Schwangere sollten Reisen in Malaria-Hochrisikogebiete nach Möglichkeit vermeiden. Bei unvermeidbarer Reise muss die Risiko-Nutzen-Abwägung durch einen Tropenmediziner erfolgen.

Regulatorische Informationen

Malarone ist in Deutschland vom BfArM (bfarm.de) zugelassen. Aktuelle Malariainformationen und Prophylaxeempfehlungen sind beim IQWiG (iqwig.de) und auf den Seiten des G-BA (g-ba.de) sowie der Gelben Liste (gelbe-liste.de) zu finden.

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