Microgynon 30

Microgynon 30 ist ein kombiniertes orales Kontrazeptivum (Pille), das die Wirkstoffe Levonorgestrel und Ethinylestradiol enthält und in Deutschland zur hormonellen Empfängnisverhütung eingesetzt wird.

Das Präparat hemmt zuverlässig den Eisprung und verändert zusätzlich den Zervixschleim sowie die Gebärmutterschleimhaut.

Bei korrekter Anwendung gehört Microgynon 30 zu den sichersten verfügbaren Verhütungsmethoden mit einem Pearl-Index unter 1.

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Microgynon 30: Umfassender Leitfaden für Patientinnen in Deutschland

Microgynon 30 ist eines der am häufigsten verordneten kombinierten oralen Kontrazeptiva in Deutschland und zählt zur Gruppe der Einphasenpillen der zweiten Generation.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) und das BfArM haben das Präparat im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Frauen bis zum vollendeten 22.

Lebensjahr als erstattungsfähig eingestuft, wenn die Verordnung zur Empfängnisverhütung erfolgt.

Microgynon 30 enthält 30 Mikrogramm Ethinylestradiol und 150 Mikrogramm Levonorgestrel pro Dragee und wird in einem 21-Tage-Schema ohne Einnahmepause eingenommen, gefolgt von 7 tablettenfreien Tagen.

Dieser Leitfaden informiert umfassend über Wirkungsweise, Anwendung, Risiken und praktische Hinweise zur sicheren Verhütung.

Wirkungsmechanismus

Microgynon 30 entfaltet seine kontrazeptive Wirkung durch drei sich ergänzende Mechanismen.

Der wichtigste Effekt ist die Hemmung der Ovulation: Ethinylestradiol und Levonorgestrel unterdrücken über eine negative Rückkopplung im Hypothalamus-Hypophysen-System die Ausschüttung von Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH) und damit die LH- und FSH-Sekretion der Hypophyse.

Ohne den Anstieg des luteinisierenden Hormons (LH) findet kein Eisprung statt. Zusätzlich verdichtet Levonorgestrel den Zervixschleim, was das Eindringen von Spermien in die Gebärmutter erheblich erschwert.

Als dritter Mechanismus wird die Endometriumentwicklung so verändert, dass eine Einnistung einer befruchteten Eizelle deutlich unwahrscheinlicher wird.

Diese Dreifachwirkung erklärt den hohen kontrazeptiven Schutz mit einem Pearl-Index von unter 1 bei typischer Anwendung.

Indikationen

Microgynon 30 ist zugelassen zur Empfängnisverhütung bei Frauen im gebärfähigen Alter. Darüber hinaus werden kombinierte orale Kontrazeptiva dieses Typs häufig auch bei folgenden gynäkologischen Erkrankungen eingesetzt, wenngleich dies je nach Produkt als Off-label-Anwendung gelten kann:

  • Dysmenorrhoe (schmerzhafte Regelblutungen)
  • Menorrhagie (verstärkte Regelblutungen) und Anämie infolge starker Blutungen
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS)
  • Endometriose-assoziierte Schmerzen (supportiv)
  • Funktionelle Ovarialzysten (begleitend)

Ob Microgynon 30 im Einzelfall für diese Zusatzindikationen geeignet ist, entscheidet Ihre Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt im persönlichen Gespräch.

Dosierung und Anwendung

Microgynon 30 wird als 21-Tage-Packung angeboten. Die Einnahme erfolgt täglich zur gleichen Tageszeit, vorzugsweise abends, über 21 aufeinanderfolgende Tage.

Danach folgt eine 7-tägige Pause, in der die Abbruchblutung einsetzt. Nach den 7 Pausetagen beginnt eine neue Packung, unabhängig davon, ob die Blutung noch anhält.

Beginn der Einnahme:

  • Ohne vorherige hormonelle Verhütung: Einnahme am 1. Tag des Zyklus (erster Blutungstag); bei Beginn am 2.-5. Tag sind in den ersten 7 Tagen zusätzliche Verhütungsmassnahmen (z.B. Kondom) erforderlich.
  • Wechsel von einem anderen kombinierten Kontrazeptivum: Einnahme unmittelbar nach dem letzten aktiven Dragee des Vorgängerpräparats, ohne Pause.
  • Wechsel von Minipille, Hormonspirale oder Implantat: Gemäss Anweisung der Ärztin / des Arztes, in der Regel am selben Tag oder am Tag der Entfernung.
  • Nach Entbindung (ohne Stillen): Beginn frühestens am 21.-28. Tag post partum.
  • Nach Abort im ersten Trimester: Beginn noch am selben Tag möglich.

Vergessene Tablette: Liegt die vergessene Einnahme weniger als 12 Stunden zurück, nehmen Sie die Tablette sofort ein und setzen den Einnahmeplan wie gewohnt fort.

Bei mehr als 12 Stunden Verspätung ist der Verhütungsschutz möglicherweise vermindert; weitere Massnahmen richten sich nach dem Zeitpunkt im Einnahmezyklus (erste, zweite oder dritte Woche).

Nebenwirkungen

Kombinierte orale Kontrazeptiva wie Microgynon 30 werden von der Mehrheit der Anwenderinnen gut vertragen. Dennoch können Nebenwirkungen auftreten, die in den ersten Einnahmemonaten häufiger vorkommen und sich oft im Verlauf zurückbilden.

Sehr häufig bis häufig:

  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Übelkeit, insbesondere in den ersten Einnahmewochen
  • Brustspannen oder -schmerzen
  • Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmung
  • Zwischenblutungen (Spotting), insbesondere in den ersten 3 Monaten
  • Libidoveränderungen
  • Gewichtszunahme
  • Kontaktlinsenunverträglichkeit durch Hornhautveränderungen

Seltene, aber ernst zu nehmende Nebenwirkungen:

  • Venöse Thromboembolie (VTE): tiefe Venenthrombose oder Lungenembolie. Das Risiko ist unter kombinierten Pillen der zweiten Generation geringer als unter Pillen der dritten und vierten Generation.
  • Arterielle thrombotische Ereignisse: Schlaganfall, Herzinfarkt, insbesondere bei Raucherinnen über 35 Jahren erhöhtes Risiko.
  • Hypertonie
  • Leberfunktionsstörungen und in seltenen Fällen gutartige Lebertumoren
  • Geringe Erhöhung des Brustkrebsrisikos, kehrt nach Absetzen auf das Basalrisiko zurück.

Kontraindikationen

Microgynon 30 darf nicht angewendet werden bei:

  • Bestehender oder stattgehabter venöser Thromboembolie
  • Arterielle Gefässerkrankungen (Schlaganfall, Herzinfarkt, koronare Herzerkrankung)
  • Schwerer unkontrollierter Hypertonie
  • Migräne mit Aura
  • Diabetes mellitus mit Gefässbeteiligung
  • Bekannter Thrombophilie (z.B. Faktor-V-Leiden-Mutation, Protein-C/S-Mangel)
  • Schweren Lebererkrankungen und Lebertumoren
  • Hormonabhängigen Malignomen (z.B. Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs)
  • Ungeklärten Vaginalblutungen
  • Schwangerschaft
  • Stillen in den ersten 6 Wochen nach der Geburt
  • Rauchen bei Frauen über 35 Jahren

Wechselwirkungen

Verschiedene Arzneimittel können die Wirksamkeit von Microgynon 30 beeinträchtigen. Besonders relevant sind:

  • CYP3A4-Induktoren wie Rifampicin, bestimmte Antiepileptika (Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital, Topiramat, Oxcarbazepin), Johanniskraut und HIV-Medikamente können den Abbau der Hormondosis beschleunigen und den Verhütungsschutz aufheben. Während und bis zu 28 Tage nach der Einnahme solcher Mittel sind zusätzliche Verhütungsmassnahmen erforderlich.
  • Breitbandantibiotika: Die frühere Annahme einer Wirkungsabschwächung durch Antibiotika gilt für die meisten Substanzen als widerlegt; eine zusätzliche Verhütung ist nach aktuellen Leitlinien nur noch bei Rifampicin und Rifabutin zwingend erforderlich.
  • Lamotrigin: Kombinierte orale Kontrazeptiva können die Plasmaspiegel von Lamotrigin senken und Krampfanfälle bei Epileptikerinnen begünstigen.
  • Ascorbinsäure (Vitamin C) in hoher Dosis: Kann kurzfristig die Östrogenwirkung verstärken.

Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit

Microgynon 30 ist in der Schwangerschaft kontraindiziert. Wenn eine Schwangerschaft unter der Einnahme eingetreten ist, muss das Kontrazeptivum sofort abgesetzt werden.

Epidemiologische Studien haben keinen Hinweis auf teratogene Wirkungen von Levonorgestrel und Ethinylestradiol beim Menschen ergeben, jedoch ist die Weiteranwendung während der Schwangerschaft grundsätzlich nicht indiziert.

In der Stillzeit, insbesondere in den ersten 6 Wochen nach der Entbindung, ist Microgynon 30 kontraindiziert, da Ethinylestradiol die Milchproduktion hemmen und über die Muttermilch auf den Säugling übergehen kann.

Ab dem 6. Wochenbett und nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung kann eine Anwendung erwogen werden; Gestagenmonopräparate gelten in der Stillzeit als geeigneter.

Aufbewahrung

Microgynon 30 ist bei Raumtemperatur (unter 30 Grad Celsius) zu lagern, geschützt vor Feuchtigkeit und direktem Licht. Das Arzneimittel darf nicht im Badezimmer aufbewahrt werden.

Stets ausser Reichweite von Kindern lagern. Abgelaufene oder nicht mehr benötigte Packungen bitte in der Apotheke abgeben.

Häufig gestellte Fragen

Ab wann schützt Microgynon 30 sicher vor Schwangerschaft? . Wenn mit der Einnahme am 1. Zyklustag (erster Blutungstag) begonnen wird, besteht ab dem ersten Tag Schutz.

Bei späterem Beginn (2.-5. Zyklustag) sind in den ersten 7 Einnahmetagen zusätzliche Verhütungsmethoden wie Kondome empfohlen.

Was passiert, wenn ich eine Tablette vergesse? . Bei weniger als 12 Stunden Verspätung nehmen Sie die Tablette sofort und fahren wie gewohnt fort.

Bei mehr als 12 Stunden: die Tablette nachholen, aber in den folgenden 7 Tagen zusätzlich verhüten.

In der dritten Einnahmewoche beginnen Sie direkt mit der neuen Packung ohne Pause. Details finden Sie im Beipackzettel.

Beeinflusst Erbrechen oder Durchfall die Wirksamkeit? . Ja. Bei schwerem Erbrechen oder Durchfall innerhalb von 3-4 Stunden nach der Tabletteneinnahme kann die Aufnahme des Wirkstoffs vermindert sein.

In diesem Fall nehmen Sie die nächste Tablette so bald wie möglich und verhüten Sie für die folgenden 7 Tage zusätzlich.

Nehme ich an Gewicht zu durch Microgynon 30? . Gewichtszunahme wird von manchen Anwenderinnen berichtet, ist aber als Nebenwirkung nicht bei allen Frauen zu erwarten.

Kontrollierte Studien zeigen nur einen geringen, wenn überhaupt nachweisbaren Effekt kombinierter Pillen der zweiten Generation auf das Körpergewicht.

Ist Microgynon 30 von der gesetzlichen Krankenkasse erstattungsfähig? . In Deutschland übernimmt die GKV die Kosten für verschreibungspflichtige Kontrazeptiva bis zum vollendeten 22. Lebensjahr. Ab dem 22.

Geburtstag müssen Patientinnen die Kosten in der Regel selbst tragen, es sei denn, es liegt eine medizinische Indikation vor (z.B. Endometriose).

Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse nach den aktuellen Erstattungsregeln.

Kann ich die Pille ohne Pause durchnehmen, um die Menstruation zu verschieben? .

Ja, in der Regel ist es möglich, direkt nach der letzten Tablette einer Packung die nächste zu beginnen, ohne Einnahmepause. Dies führt zu einem vorübergehenden Ausbleiben der Abbruchblutung.

Sprechen Sie dies aber mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab, insbesondere bei längeren Zeiträumen.

Erhöht Microgynon 30 das Thromboserisiko? . Kombinierte orale Kontrazeptiva erhöhen das Risiko für venöse Thromboembolien.

Levonorgestrel-haltige Präparate der zweiten Generation wie Microgynon 30 gelten im Vergleich zu Pillen mit Desogestrel, Gestoden oder Drospirenon (dritte und vierte Generation) als risikoärmer.

Das absolute Risiko ist für gesunde Frauen ohne Risikofaktoren gering, steigt jedoch bei Rauchen, Übergewicht, familiärer Vorbelastung und Immobilisierung.

Quellen

  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): Fachinformation Microgynon 30. www.bfarm.de
  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Arzneimittel-Richtlinie, Anlage I (OTC-Ausnahmen). www.g-ba.de
  • Gelbe Liste Pharmindex: Microgynon 30. www.gelbe-liste.de
  • Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG): Leitlinie Hormonelle Kontrazeption.
  • European Medicines Agency (EMA): Combined hormonal contraceptives and risk of thrombosis.
  • IQWiG, Gesundheitsinformation.de: Verhütung mit der Pille. www.iqwig.de

Medizinische Informationen

Microgynon 30 ist eine der am häufigsten verschriebenen kombinierten Antibabypillen und enthält Ethinylestradiol (30 µg) und Levonorgestrel.

Levonorgestrel ist das am besten untersuchte Gestagen und weist unter den kombinierten Pillen das niedrigste venöse Thromboserisiko auf, weshalb Microgynon 30 als Referenzpille für die Risikobewertung anderer Kontrazeptiva gilt.

Die ärztliche Beurteilung umfasst Thromboseanamnese, Blutdruck, BMI, Raucherstatus und Alter. Kontraindikationen wie Thrombophilie, Migräne mit Aura, östrogenabhängige Tumoren und schwere Lebererkrankungen werden geprüft. Auch Wechselwirkungen mit Antiepileptika, Johanniskraut oder bestimmten Antibiotika werden berücksichtigt.

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Dosierung

Dosierung und Einnahme von Microgynon 30

Microgynon 30 enthält 21 Dragees pro Packung. Jedes Dragee enthält 150 Mikrogramm Levonorgestrel und 30 Mikrogramm Ethinylestradiol. Die Einnahme erfolgt nach einem festen 21-7-Schema.

Standardeinnahme

  • Täglich 1 Dragee zur gleichen Tageszeit (vorzugsweise abends)
  • 21 Tage lang eingenommen, dann 7 Tage Pause
  • Während der 7-tägigen Pause tritt die Abbruchblutung auf
  • Nach 7 Tagen neue Packung beginnen, unabhängig ob Blutung noch andauert

Beginn der Einnahme

  • Kein vorheriges Verhütungsmittel: 1. Tag der Regelblutung = sofortiger Schutz. Ab 2.-5. Tag: 7 Tage Zusatzverhütung erforderlich.
  • Wechsel von anderer Pille: Am Tag nach dem letzten Wirkstoff-Dragee beginnen, keine Pause einhalten.
  • Wechsel von Minipille: An einem beliebigen Tag, aber 7 Tage Zusatzverhütung.
  • Nach Entbindung (nicht stillend): Tag 21-28 post partum; bei späterem Beginn 7 Tage Zusatzverhütung.
  • Nach Abort im 1. Trimester: Am gleichen Tag beginnen, sofortiger Schutz.
  • Nach Abort im 2. Trimester: Tag 21-28 nach dem Eingriff.

Vergessene Dragees

Der Verhütungsschutz kann bei versäumter Einnahme beeinträchtigt sein. Die Massnahmen hängen davon ab, wie lange die Einnahme versäumt wurde und in welcher Woche des Zyklus die vergessene Tablette liegt:

  • Weniger als 12 Stunden zu spät: Dragee sofort nehmen, weiter wie gewohnt; kein Schutzverlust.
  • Mehr als 12 Stunden zu spät in Woche 1 (Tag 1-7): Dragee nachholen, 7 Tage Zusatzverhütung. Bei ungeschütztem Sex in der Vorwoche: Notfallverhütung erwägen.
  • Mehr als 12 Stunden zu spät in Woche 2 (Tag 8-14): Dragee nachholen, weiter einnehmen; in der Regel kein Schutzverlust wenn die vorigen 7 Tage korrekt eingenommen wurden.
  • Mehr als 12 Stunden zu spät in Woche 3 (Tag 15-21): Dragee nachholen, Packung zu Ende einnehmen, neue Packung ohne Pause beginnen; keine Abbruchblutung in dieser Pause abwarten.

Anwendungshinweis

Die Dragees können mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Eine feste Tageszeit (z.B. immer abends um 21 Uhr) hilft, die Einnahme nicht zu vergessen. App-Erinnerungen oder ein Handy-Alarm sind praktische Hilfsmittel. Bei Übelkeit empfiehlt sich die Einnahme zum Abendessen.

Nebenwirkungen und Warnhinweise

Nebenwirkungen von Microgynon 30

Die folgende Übersicht enthält Nebenwirkungen, die aus klinischen Studien und Spontanmeldungen für kombinierte orale Kontrazeptiva bekannt sind. Nicht jede Anwenderin erlebt alle oder überhaupt Nebenwirkungen.

Häufige Nebenwirkungen (betreffen bis zu 1 von 10 Anwenderinnen)

  • Kopfschmerzen, oft in den ersten Einnahmewochen, häufig abklingend
  • Übelkeit, besonders in den ersten 1-3 Monaten; Einnahme zum Abendessen kann helfen
  • Brustspannen oder -schmerzen (Mastodynie)
  • Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmung oder Reizbarkeit
  • Zwischenblutungen (Durchbruchblutungen, Schmierblutungen) in den ersten Einnahmezyklen
  • Libidoverminderung oder -veränderung
  • Gewichtsveränderungen

Gelegentliche Nebenwirkungen (1 von 100 bis 1 von 1.000)

  • Vaginalinfektionen (Pilzinfektionen, Kolpitis)
  • Kontaktlinsenunverträglichkeit durch verändertes Hornhautprofil
  • Erhöhter Blutdruck (Hypertonie)
  • Flüssigkeitseinlagerungen (Ödeme)
  • Hautreaktionen: Akne, Chloasma (Pigmentflecken, insbesondere bei Sonnenlichtexposition)
  • Verminderter Menstruationsblutung oder Ausbleiben der Abbruchblutung

Seltene, aber ernste Nebenwirkungen

  • Venöse Thromboembolie (VTE): Tiefe Beinvenenthrombose mit Schwellung, Rötung, Schmerzen im Bein; Lungenembolie mit plötzlichem Atemnot, Brustschmerz und Herzrasen. Sofort Notruf 112 anrufen.
  • Arterielle Thrombosen: Schlaganfall (plötzliche Sprachstörung, einseitige Lähmung), Herzinfarkt (starker Brustschmerz). Sofort Notruf 112 anrufen.
  • Arterielle Hypertonie als dauerhafte Nebenwirkung
  • Benigne Lebertumoren (hepatozelluläres Adenom), sehr selten
  • Cholestase und Cholelithiasis (Gallensteine), erhöhtes Risiko bei vorbestehender Veranlagung
  • Verschlechterung einer Migräne mit Aura, sofortige Pille absetzen und Ärztin/Arzt aufsuchen

Wann sofort medizinische Hilfe suchen

Rufen Sie sofort den Notruf 112 an oder suchen Sie die nächste Notaufnahme auf bei:

  • Plötzlicher Atemnot, Brustschmerz oder Herzrasen (mögliche Lungenembolie)
  • Starken Schmerzen, Schwellung oder Wärme in einem Bein (mögliche Thrombose)
  • Plötzlichen Seh- oder Sprachstörungen, einseitiger Schwäche oder Taubheit (möglicher Schlaganfall)
  • Plötzlichen starken Kopfschmerzen, die sich von bekannten Kopfschmerzen unterscheiden
  • Starken Oberbauchschmerzen (mögliche Leberprobleme)

Nebenwirkungen können dem BfArM über das Online-Formular auf www.bfarm.de gemeldet werden.

Wichtige Warnhinweise zu Microgynon 30

Thromboembolierisiko

Kombinierte orale Kontrazeptiva erhöhen das Risiko für venöse und arterielle Thrombosen.

Das absolute Risiko ist bei gesunden Nicht-Raucherinnen unter 35 Jahren ohne Risikofaktoren gering, aber messbar erhöht im Vergleich zu Frauen, die keine hormonelle Verhütung anwenden.

Levonorgestrel-haltige Produkte der zweiten Generation gelten als risikoärmer als Pillen der dritten und vierten Generation.

Rauchen ist der stärkste additiv-synergistische Risikofaktor: Raucherinnen über 35 Jahren sollten kombinierte Kontrazeptiva nicht anwenden.

Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über jede familiäre Thrombosevorgeschichte, Gerinnungsstörungen, Übergewicht und geplante längere Immobilisierung (lange Flugreisen, Operationen).

Regelmässige Kontrollen

Blutdruckmessungen sollten vor Beginn und in regelmässigen Abständen (mindestens einmal jährlich) durchgeführt werden. Bei neu aufgetretenem oder verschlechtertem Bluthochdruck muss Microgynon 30 abgesetzt werden. Gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen (Abstrich, Tastuntersuchung) sollten regelmässig wahrgenommen werden.

Krebsrisiko

Langzeitanwenderinnen von kombinierten Kontrazeptiva haben ein geringfügig erhöhtes Risiko für Zervix- und Brustkrebs. Das Brustkrebsrisiko kehrt nach dem Absetzen über einige Jahre auf das altersübliche Niveau zurück.

Demgegenüber schützen kombinierte Pillen vor Endometrium- und Ovarialkarzinom. Die individuelle Nutzen-Risiko-Bilanz sollte mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen werden.

Migräne

Bei Migräne mit Aura ist die Anwendung kombinierter Kontrazeptiva kontraindiziert, da das Schlaganfallrisiko deutlich erhöht ist. Migräne ohne Aura erfordert eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung.

Berichten Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie während der Einnahme erstmals Migräne mit visuellen Störungen (Aura) entwickeln.

Laborwerte

Orale Kontrazeptiva können eine Reihe von Laborwerten verändern: Erhöhung von Gerinnungsfaktoren, Schilddrüsenbindungsglobulin, Cortisolbindungsglobulin und Triglyzeriden; Erniedrigung von freiem T4, Antithrombin III und SHBG.

Informieren Sie das Laborpersonal und behandelnde Fachärztinnen und -ärzte über die Einnahme, damit Laborwerte korrekt interpretiert werden können.

STI-Schutz

Microgynon 30 schützt nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen (STI) wie HIV, Chlamydien, Gonorrhoe oder Herpes. Bei wechselnden Sexualpartnern oder unbekanntem STI-Status ist zusätzlich ein Kondom zu verwenden.

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