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Abhängigkeit

Medikamente zur Behandlung von Alkohol- und Nikotinabhängigkeit. Entwöhnungsmittel wie Champix und andere bewährte Präparate zur Suchtbehandlung.

5 verfügbare behandlungen

Abhängigkeit verstehen — Der Ratgeber Ihrer Hausärztin

<p>Viele meiner Patienten kommen mit großer Scham und einem Gefühl der Niederlage zu mir, wenn sie spüren, dass sie die Kontrolle über ihren Konsum verloren haben. Als Hausärztin möchte ich Ihnen gleich zu Beginn eine wichtige Last nehmen: Abhängigkeit ist keine Willensschwäche und kein moralisches Versagen. Es ist eine anerkannte, chronische Erkrankung, die jeden treffen kann und die das Belohnungssystem in unserem Gehirn tiefgreifend verändert.</p><p>Egal, ob es sich um Nikotin, Alkohol, starkes emotionales Essen oder Medikamente handelt – der erste Schritt zur Besserung ist das Eingeständnis, dass man Unterstützung braucht. In meiner Praxis in Großbritannien begleite ich täglich Menschen auf diesem mutigen Weg. Die moderne Medizin bietet uns heute sehr gezielte Möglichkeiten, um den Entzug zu erleichtern und das oft überwältigende Verlangen zu dämpfen.</p><p>Bitte wissen Sie: Sie sind mit diesem Problem nicht allein. Es gibt hochwirksame, wissenschaftlich fundierte Behandlungen, die Ihnen helfen können, die Kontrolle über Ihr Leben zurückzugewinnen. Auf dieser Seite erkläre ich Ihnen, welche medizinischen Optionen uns zur Verfügung stehen und wie wir gemeinsam Ihren Weg in die Unabhängigkeit gestalten können.</p>

Behandlungsleitfaden für Abhängigkeitserkrankungen

Verfügbare Behandlungsoptionen

Als Ärztin ist es mir wichtig, ehrlich über Medikamente zu sprechen. Sie sind keine Zaubermittel, aber sie können das körperliche Verlangen so weit dämpfen, dass Therapien überhaupt erst greifen können.

Für die Behandlung der Alkoholabhängigkeit setze ich häufig Campral (Acamprosat) ein. Mein klinischer Hinweis dazu: Es macht Sie nicht krank, wenn Sie trinken (wie ältere Präparate), sondern es beruhigt die Überaktivität im Gehirn und dämpft das ständige "Hintergrundrauschen" des Verlangens.

Bei der Raucherentwöhnung vergleiche ich oft Zyban (Bupropion) und Vareniclin . Vareniclin ist oft meine erste Wahl, da es als partieller Rezeptor-Antagonist die Nikotinrezeptoren im Gehirn besetzt – es lindert den Entzug und nimmt der Zigarette gleichzeitig die belohnende Wirkung.

Zyban hingegen ist ein Antidepressivum, das sich besonders eignet, wenn Patienten beim Raucherentzug zu depressiven Verstimmungen neigen.

Ein weiteres Medikament in dieser Kategorie ist Mysimba, das wir bei starkem, suchtähnlichem Essverhalten und Adipositas einsetzen. Es reguliert das Belohnungszentrum im Gehirn gezielt in Bezug auf Nahrung.

Ein sehr kritisches Thema ist Zolpidem . Obwohl es ein Schlafmittel ist, erwähne ich es hier aus einem bestimmten Grund: Viele Patienten suchen Hilfe wegen einer Zolpidem-Abhängigkeit. Manchmal wird es in der akuten Entzugsphase anderer Substanzen für maximal 3 bis 5 Tage verschrieben, um schwere Schlafstörungen abzufangen.

Ich verschreibe es jedoch extrem restriktiv, da das Risiko einer Kreuztoleranz und einer neuen Abhängigkeit massiv ist.

Was Sie von der Behandlung erwarten können

Seien wir realistisch: Der Weg aus der Abhängigkeit ist ein Marathon, kein Sprint. Die ersten 72 Stunden sind meist geprägt von körperlichen Entzugssymptomen. Nach etwa zwei bis drei Wochen beginnt die eigentliche psychologische Arbeit.

Eine wichtige Erkenntnis aus meiner jahrelangen Erfahrung: Ein Rückfall ist kein Versagen und bedeutet nicht, dass Sie wieder bei null anfangen. Er ist oft ein notwendiger Teil des Lernprozesses.

Medikamente wie Vareniclin oder Campral benötigen oft ein bis zwei Wochen, um ihren vollen Spiegel aufzubauen – geben Sie der Therapie diese Zeit.

Selbstfürsorge und Prävention

Neben der medikamentösen Therapie ist Ihr Alltag entscheidend. Ich bringe meinen Patienten immer das HALT-Akronym bei. Vermeiden Sie diese vier gefährlichen Zustände, die laut meiner Erfahrung die häufigsten Auslöser für Rückfälle sind:

  • Hungry (Hungrig): Ein niedriger Blutzuckerspiegel schwächt die Impulskontrolle drastisch.
  • Angry (Wütend): Starke emotionale Belastungen verlangen nach dem alten, ungesunden "Ventil".
  • Lonely (Einsam): Isolation ist der stärkste Treiber für Suchtverhalten. Suchen Sie Gesellschaft.
  • Tired (Müde): Erschöpfung mindert Ihre psychische Widerstandskraft gegen das Verlangen.

Bauen Sie zudem neue, gesunde Routinen auf, die Ihr Gehirn mit natürlichen Glückshormonen versorgen. Die Kombination aus medizinischer Unterstützung und bewusster Lebensführung ist der Schlüssel zu Ihrer langfristigen Unabhängigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Medizinisch geprüftDr. Claire Phipps(GMC: 7014359)

Medizinische Unterstützung auf dem Weg zur Unabhängigkeit

Wichtig: Prescriptsy verbindet Sie mit unabhängigen, EU-registrierten Ärzten. Wir verkaufen keine Medikamente direkt. Alle Behandlungen werden von einem Arzt verschrieben und diskret zu Ihnen nach Hause geliefert.