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Atemwegserkrankungen

Medikamente bei Atemwegserkrankungen. Behandlungen für Bronchitis, Lungenentzündung und chronischen Husten.

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Atemwegserkrankungen verstehen — Ein Ratgeber Ihrer Hausärztin

<p>Viele meiner Patienten kommen besorgt zu mir in die Praxis, wenn der Husten einfach nicht verschwinden will oder sie beim Treppensteigen plötzlich nach Luft schnappen müssen. Als Hausärztin (MBBS MRCGP) sehe ich täglich, wie stark Atemwegserkrankungen wie Asthma, chronische Bronchitis oder COPD den Alltag und die Lebensqualität einschränken können. Oft ist es die Angst vor dem nächsten Atemnot-Anfall, die meine Patienten am meisten belastet.</p><p>Oft sind es chronische Entzündungen oder Verengungen der Bronchien, die diese Beschwerden auslösen. Ein wichtiger Einblick aus meiner Praxis: Viele Patienten gewöhnen sich schleichend an ihre Atemnot und passen ihren Lebensstil unbewusst an – sie meiden Sport oder gehen langsamer spazieren – anstatt sich medizinische Hilfe zu holen. Das muss nicht sein, denn eine eingeschränkte Atmung ist kein normaler Begleitumstand des Älterwerdens.</p><p>Die gute Nachricht ist: Die moderne Medizin bietet hervorragende, zielgerichtete Behandlungen. Gemeinsam können wir Ihre Lungenfunktion stabilisieren, akute Schübe verhindern und Ihnen Ihre Lebensqualität zurückgeben. In diesem Leitfaden teile ich meine medizinischen Erfahrungen mit Ihnen, damit Sie Ihre Erkrankung besser verstehen und optimal behandeln können.</p>

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Behandlungsleitfaden für Atemwegserkrankungen

Verfügbare Behandlungsoptionen

Die Therapie von Atemwegserkrankungen ist sehr individuell. In meiner Praxis teile ich die Medikamente für meine Patienten oft in verschiedene Kategorien ein, damit sie genau verstehen, was sie einnehmen und warum.

Bedarfsmedikamente (Reliever) wie Salbutamol , Ventolin , Salbubronch , Bricanyl und Aerodur erweitern die Atemwege bei akuter Atemnot innerhalb von Minuten. Basistherapeutika (Preventer), meist inhalative Kortikosteroide, bekämpfen die zugrunde liegende Entzündung.

Hierzu zählen Budesonid , Pulmicort , Alvesco , Flixotide , Flutide und Qvar . Für eine einfachere Anwendung verschreibe ich oft Kombinationspräparate, die entzündungshemmende und langzeit-atemwegserweiternde Wirkstoffe vereinen, wie Symbicort , Foster , Seretide , Relvar , Flutiform , Kleodina und Enriqa .

Spezielle Medikamente für COPD und schweres Asthma umfassen Ultibro , Anoro , Eklira , Incruse , Onbrez , Seebri , Spiriva , Atrovent und Serevent . Zusätzlich gibt es Tabletten wie Montelukast zur Asthmakontrolle bei bestimmten Triggern oder Capval als Hustenstiller bei trockenem, unproduktivem Reizhusten.

Allergospasmin N kann bei allergisch bedingten Atemwegskrämpfen helfen. Bei bakteriellen Infektionen der Atemwege (wie einer Lungenentzündung) greife ich auf Antibiotika wie Amoxicillin , Amoxiclav , Co Amoxiclav oder Clarithromycin zurück.

Für Patienten mit schweren systemischen Allergien, die ein Anschwellen der Atemwege (Anaphylaxie) verursachen können, ist ein Fastjekt (Adrenalin-Autoinjektor) absolut lebensrettend. Ein wichtiger klinischer Rat: Wenn Sie Ihr Bedarfsmedikament häufiger als zweimal pro Woche benötigen, ist Ihre Basistherapie nicht ausreichend eingestellt und muss von uns Ärzten angepasst werden.

Was Sie von der Behandlung erwarten können

Eine realistische Erwartungshaltung ist entscheidend für den Therapieerfolg. Während Notfallsprays sofort wirken, benötigen kortisonhaltige Basis-Inhalatoren oft 2 bis 4 Wochen regelmäßiger Anwendung, bis sie ihre volle entzündungshemmende Wirkung entfalten.

Brechen Sie die Therapie also nicht ab, nur weil Sie nach drei Tagen noch keine Wunder erleben. Viele Patienten leiden unter einer gewissen 'Kortison-Phobie'. Ich beruhige sie dann immer: Inhalatives Kortison wirkt lokal direkt in der Lunge.

Die Dosis ist verschwindend gering im Vergleich zu Kortisontabletten, weshalb die gefürchteten systemischen Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme bei Inhalatoren extrem selten sind.

Selbstfürsorge und Prävention

Medikamente sind nur die halbe Miete. Die richtige Inhalationstechnik ist das A und O. Eine klinische Beobachtung, die ich leider immer wieder mache: Über die Hälfte der Patienten macht Fehler bei der Inhalation, sodass das Medikament im Rachen landet und nicht in der Lunge.

Mein Tipp: Gurgeln Sie nach der Benutzung eines kortisonhaltigen Inhalators immer mit Wasser und spucken Sie es aus – das verhindert zuverlässig Pilzinfektionen (Soor) im Mundraum. Wenn Sie eine Vorschaltkammer (Spacer) verwenden, reinigen Sie diese wöchentlich mit etwas Spülmittel und lassen Sie sie an der Luft trocknen.

Rubbeln Sie sie niemals mit einem Handtuch trocken! Das erzeugt eine statische Aufladung, wodurch das Medikamentenpulver an den Wänden des Spacers kleben bleibt, anstatt in Ihre Lunge zu gelangen.

Häufig gestellte Fragen

Medizinisch geprüftDr. Claire Phipps(GMC: 7014359)

Atemwegserkrankungen richtig behandeln: Medizinische Einblicke & Therapien

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