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Gicht

Medikamente gegen Gicht. Allopurinol, Colchicin und entzündungshemmende Präparate zur Senkung der Harnsäure.

6 verfügbare behandlungen

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Die meisten Gicht-Medikamente sind verschreibungspflichtig. Wir verweisen auf legale Online-Arztdienste für eine Online-Konsultation. Nach ärztlicher Prüfung wird ein Rezept ausgestellt.

Alles über Gicht

Gicht ist eine schmerzhafte Stoffwechselerkrankung, bei der sich Harnsäurekristalle in den Gelenken ablagern und heftige Entzündungen verursachen. In Deutschland sind etwa 1-2% der Bevölkerung betroffen, Männer deutlich häufiger als Frauen. Mit der richtigen Behandlung und Ernährungsumstellung lässt sich Gicht gut kontrollieren.

Symptome eines Gichtanfalls

Der klassische Gichtanfall:

  • Beginnt meist nachts oder frühmorgens
  • Extreme Schmerzen, oft am Großzehengrundgelenk (Podagra)
  • Starke Rötung, Schwellung, Überwärmung
  • Selbst leichte Berührung ist unerträglich
  • Ohne Behandlung dauert ein Anfall Tage bis Wochen

Neben dem Großzeh können auch Sprunggelenk, Knie, Hand- und Fingergelenke betroffen sein.

Behandlung des akuten Gichtanfalls

  • NSAR: Ibuprofen, Naproxen, Indometacin – schnelle Schmerzlinderung und Entzündungshemmung. Nicht bei Nierenproblemen.
  • Colchicin: Klassisches Gichtmittel, besonders wirksam wenn früh gegeben. Niedrige Dosierung ausreichend. Magen-Darm-Nebenwirkungen möglich.
  • Kortikosteroide: Prednisolon als Tabletten oder Injektion ins Gelenk, wenn NSAR nicht geeignet sind.
  • Kühlen: Eisbeutel lindern die Schmerzen.
  • Ruhe: Das betroffene Gelenk schonen und hochlagern.

Dauerhafte Harnsäuresenkung

Um weitere Anfälle zu verhindern, sollte der Harnsäurespiegel dauerhaft gesenkt werden:

  • Allopurinol: Das Standardmedikament. Hemmt die Harnsäurebildung. Einschleichend dosieren! Kann zu Beginn Gichtanfälle provozieren – daher immer mit Colchicin oder NSAR zur Anfallsprophylaxe starten.
  • Febuxostat: Alternative zu Allopurinol, wenn dieses nicht vertragen wird.
  • Benzbromaron, Probenecid: Fördern die Harnsäureausscheidung über die Niere. Nur bei ausreichender Nierenfunktion.

Zielwert: Harnsäure unter 6 mg/dl (unter 5 mg/dl bei schwerem Verlauf), um die Kristalle aufzulösen.

Ernährung bei Gicht

Die Ernährungsumstellung ist ein wichtiger Teil der Therapie:

  • Meiden: Innereien, Hering, Sardinen, Muscheln, Fleischextrakt, Bier
  • Einschränken: Fleisch und Wurst (max. 100g/Tag), Alkohol (besonders Bier und Spirituosen)
  • Bevorzugen: Milchprodukte, Eier, Gemüse, Obst (Kirschsaft soll helfen), Vollkornprodukte
  • Trinken: Viel Wasser (mindestens 2 Liter täglich), ungesüßte Getränke. Kaffee ist erlaubt und kann sogar helfen.
  • Gewicht: Langsam abnehmen bei Übergewicht (keine Crashdiäten!)

Komplikationen

Unbehandelt kann Gicht zu schweren Komplikationen führen:

  • Chronische Gicht: Dauerhafte Gelenkschäden und Bewegungseinschränkungen
  • Gichttophi: Harnsäureablagerungen unter der Haut, besonders an Ohren und Gelenken
  • Nierensteine: Harnsäuresteine
  • Nierenschädigung: Bei chronisch erhöhter Harnsäure

Gichtmedikamente online erhalten

Über seriöse Online-Arztdienste können Sie Ihre Gichtmedikamente wie Allopurinol oder Colchicin nachbestellen. Sie füllen einen medizinischen Fragebogen aus, in dem Sie Ihre Diagnose und aktuelle Harnsäurewerte angeben. Ein EU-lizenzierter Arzt prüft Ihre Angaben und stellt bei Eignung ein Rezept aus. Das Medikament wird von einer zugelassenen Apotheke direkt zu Ihnen geliefert.

Häufig gestellte Fragen