Schmerzen unterer Rücken: Ursachen, Behandlung und Vorbeugung
Schmerzen im unteren Rücken, in der Fachsprache als Lumbalgie oder Lendenwirbelsäulen-Syndrom (LWS-Syndrom) bekannt, gehören zu den häufigsten Volkskrankheiten in Deutschland. Fast jeder Mensch leidet mindestens einmal im Leben unter Beschwerden im Lendenbereich. Die Herausforderung besteht darin, den Schmerzkreislauf frühzeitig zu durchbrechen, um eine Chronifizierung zu verhindern. Eine effektive Behandlung kombiniert meist eine gezielte medikamentöse Unterstützung mit physikalischen Maßnahmen und Bewegung.
Ursachen verstehen: Warum der untere Rücken so anfällig ist
Die Lendenwirbelsäule trägt die Hauptlast unseres Körpergewichts und ist gleichzeitig sehr beweglich. Fehlhaltungen am Arbeitsplatz, mangelnde Bewegung oder einseitige Belastungen führen oft zu muskulären Verspannungen, die den typischen „dumpfen“ Rückenschmerz auslösen. Akutere Zustände wie ein Hexenschuss entstehen meist durch plötzliche Bewegungen, während Schmerzen, die ins Bein ausstrahlen, oft auf eine Reizung des Ischiasnervs hindeuten. Bei Prescriptsy helfen wir Ihnen, die medizinischen Hintergründe besser zu verstehen und die passenden Therapieoptionen zu vergleichen.
Medikamentöse Optionen: NSAR, Cox-2-Hemmer und Opioide
Die medikamentöse Therapie dient vor allem dazu, die Schmerzintensität so weit zu senken, dass eine Rückkehr zur Bewegung möglich ist. Je nach Intensität kommen verschiedene Wirkstoffe zum Einsatz:
- Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR): Klassiker wie Ibuprofen, Naproxen und Diclofenac wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd. Sie sind ideal für akute muskuläre Beschwerden.
- COX-2-Hemmer: Präparate wie Arcoxia (Etoricoxib) oder Celebrex (Celecoxib) wirken ähnlich wie NSAR, haben aber oft ein günstigeres Nebenwirkungsprofil in Bezug auf den Magen-Darm-Trakt und werden daher häufig bei länger anhaltenden Rückenschmerzen bevorzugt.
- Opioide: Bei sehr starken, akuten Schmerzzuständen, die auf herkömmliche Mittel nicht ansprechen, kann die kurzzeitige Anwendung von Tramadol medizinisch sinnvoll sein, um die akute Phase zu überbrücken.
Die Bedeutung von Bewegung und Prävention
Entgegen früherer Empfehlungen ist Bettruhe bei Schmerzen im unteren Rücken heute meist kontraproduktiv. Moderate Bewegung hilft, die Durchblutung der Muskulatur zu fördern und Blockaden zu lösen. Ergänzend können physikalische Therapien wie Wärme- oder Kälteanwendungen und gezielte Physiotherapie langfristig den Rücken stärken und vor Rückfällen schützen.






