Gabapentin
Gabapentin ist ein Antiepileptikum und Analgetikum, das in Deutschland zur Behandlung fokaler Anfaelle bei Epilepsie sowie neuropathischer Schmerzen (z. B. diabetische Polyneuropathie, postherpetische Neuralgie) zugelassen ist.
Seit 2021 unterliegt Gabapentin in Deutschland der Betaeubungsmittelverschreibungsverordnung (BtMVV) aufgrund seines Missbrauchspotenzials. Informationen zu Zulassung, Verordnung und Sicherheit finden sich auf bfarm.de und gelbe-liste.de.
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Gabapentin, Antiepileptikum und Analgetikum bei neuropathischen Schmerzen
Gabapentin ist ein Antiepileptikum und Analgetikum, das in Deutschland zur Behandlung bestimmter Formen der Epilepsie sowie bei neuropathischen Schmerzen eingesetzt wird.
Es ist seit den 1990er-Jahren auf dem deutschen Markt und zaehlt zu den am haeufigsten verordneten Antikonvulsiva.
Das Bundesinstitut fuer Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat Gabapentin in Deutschland zugelassen; ausfuehrliche Produktinformationen sind auf bfarm.de und gelbe-liste.de verfuegbar.
Gabapentin wird als Kapseln, Tabletten und Loesungen angeboten und ist unter verschiedenen Handelsnamen sowie als Generikum erhaeltlich.
Es handelt sich um ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das der Betaeubungsmittelverschreibungsverordnung in Deutschland seit 2021 unterliegt, da Missbrauchspotenzial erkannt wurde.
Wirkstoff Gabapentin und sein Wirkmechanismus
Gabapentin ist ein strukturelles Analogon der inhibitorischen Neurotransmitter-Substanz gamma-Aminobuttersaeure (GABA), bindet aber nicht an GABA-Rezeptoren oder beeinfluss GABAerge Neurotransmission direkt.
Stattdessen bindet Gabapentin selektiv an die alpha-2-delta-Untereinheit spannungsabhaengiger Calciumkanaele, insbesondere in der Dorsalwurzel des Rueckenmarks und im Hirngewebe.
Diese Bindung reduziert den Calciumeinstrom in erregte Neurone und verringert dadurch die Freisetzung exzitatorischer Neurotransmitter (z. B. Glutamat, Substanz P, Noradrenalin).
Der genaue Mechanismus der antiepileptischen und analgetischen Wirkung ist noch nicht vollstaendig aufgeklaert; es wird angenommen, dass die Hemmung pathologisch erhoehter neuronaler Erregbarkeit zentral steht.
Gabapentin hat keine Wirkung auf Natrium- oder GABA-A-Rezeptoren, was es von anderen Antikonvulsiva wie Carbamazepin oder Benzodiazepinen unterscheidet.
Zugelassene Indikationen in Deutschland
Gabapentin ist in Deutschland fuer folgende Indikationen zugelassen: erstens als Zusatztherapie oder Monotherapie bei partiellen Anfaellen mit oder ohne sekundaere Generalisierung bei Erwachsenen und Kindern ab sechs Jahren (Epilepsie); zweitens zur Behandlung peripherer neuropathischer Schmerzen bei Erwachsenen, insbesondere bei diabetischer Polyneuropathie und postherpetischer Neuralgie.
Off-label (d. h. ausserhalb der Zulassung) wird Gabapentin auch bei anderen neuropathischen Schmerzsyndromen, Restless-Legs-Syndrom, Angststoerungen und anderen Indikationen eingesetzt, was aerztlich im Einzelfall sorgfaeltig abzuwaegen ist.
Die Erstattungsfaehigkeit off-label verordneter Anwendungen durch die GKV ist eingeschraenkt und setzt spezifische Voraussetzungen voraus.
Aktuelle Leitlinienempfehlungen sind bei der Deutschen Gesellschaft fuer Neurologie (DGN) sowie auf iqwig.de verfuegbar.
Dosierung und Einleitung der Therapie
Die Dosierung von Gabapentin wird individuell titriert und haengt von der Indikation, dem Ansprechen auf die Therapie und der Nierenfunktion des Patienten ab.
Bei Epilepsie betraegt die uebliche Zieldosis fuer Erwachsene 900 bis 3600 mg pro Tag in drei Einzeldosen (alle acht Stunden).
Die Therapie sollte einschleichend begonnen werden: Am ersten Tag 300 mg einmal, am zweiten Tag 300 mg zweimal, ab dem dritten Tag 300 mg dreimal.
Bei neuropathischen Schmerzen liegt die uebliche Zieldosis ebenfalls bei 1800 bis 3600 mg pro Tag in drei Einzelgaben.
Auch hier ist eine einschleichende Dosierung empfehlenswert, um Nebenwirkungen zu minimieren.
Bei eingeschraenkter Nierenfunktion (reduzierte Kreatinin-Clearance) muss die Dosis erheblich reduziert werden; der Arzt oder die Fachinformation gibt hierzu genaue Anweisungen. Aeltere Patienten benoetigen in der Regel niedrigere Dosen.
Gabapentin sollte nicht abrupt abgesetzt werden, sondern schrittweise reduziert werden, um Entzugssymptome oder Anfallsrezidive zu vermeiden.
Pharmakokinetik von Gabapentin
Gabapentin wird nach oraler Einnahme durch einen saettigbaren Aminosaeuretransporter im Duenndarm resorbiert; die Bioverfuegbarkeit ist dosisabhaengig und nimmt mit steigender Dosis ab (bei 300 mg ca.
60 Prozent, bei 1200 mg ca. 34 Prozent). Nahrungsmittel verzoegern die Resorption geringfuegig, erhoehen aber die maximale Konzentration leicht.
Gabapentin wird nicht an Plasmaproteine gebunden und verteilt sich gut im Koerper, einschliesslich des Zentralnervensystems.
Es wird nicht hepatisch metabolisiert und unveraendert renal ausgeschieden; die Halbwertzeit betraegt fuenf bis sieben Stunden.
Bei Niereninsuffizienz verlaengert sich die Halbwertzeit proportional zur Abnahme der Kreatinin-Clearance; Dosisanpassungen sind unbedingt erforderlich, da sonst toxische Konzentrationen entstehen koennen.
Gabapentin kann durch Dialyse entfernt werden; nach jeder Dialysesitzung ist eine Supplementierungsdosis erforderlich.
Nebenwirkungen von Gabapentin
Gabapentin kann eine Reihe von Nebenwirkungen verursachen, von denen viele dosisabhaengig und zu Beginn der Therapie am ausgepraegsten sind und sich mit der Zeit bessern.
Sehr haeufige Nebenwirkungen (mehr als 1 von 10 Patienten) umfassen Schwindel, Somnolenz (Schlafrigkeit), Erschoepfung und Ataxie (Gleichgewichts- und Koordinationsprobleme).
Haeufige Nebenwirkungen (1 bis 10 von 100 Patienten) sind Uebelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Doppelbilder (Diplopie), Zittern (Tremor), Gewichtszunahme, Gedaechtnisstoerungen, Bewegungsunschaerfen und Mundtrockenheit.
Gelegentliche Nebenwirkungen umfassen emotionale Labilita, Verwirrung, Depressionen, Schlaflosigkeit sowie periphere Oedeme (Schwellungen der Haende und Fuesse).
Seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkungen koennen Anfallshaeufung (paradoxe Wirkung), akute Pankreatitis, schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom) und hepatotoxische Reaktionen einschliessen.
Besonders wichtig ist seit 2021 das Missbrauchspotenzial von Gabapentin: Es kann bei entsprechender Disposition zu Abhaengigkeit fuehren, weshalb es in Deutschland der BTM-Verschreibungspflicht unterliegt.
Missbrauchspotenzial und BtMVV-Pflicht
Gabapentin unterliegt in Deutschland seit Oktober 2021 der Betaeubungsmittelverschreibungsverordnung (BtMVV).
Hintergrund ist, dass Gabapentin in hohen Dosen euphorisierende und sedierende Wirkungen erzeugen kann und von bestimmten Personengruppen, insbesondere von Personen mit bekannter Abhaengigkeitserkrankung, missbr aeucht wird.
Berichte aus dem Ausland und nationale Daten des BfArM haben ein signifikantes Missbrauchs- und Abhaengigkeitspotenzial belegt.
Aerzte, die Gabapentin verschreiben, muessen daher die speziellen BTM-Rezeptvorgaben beachten und bei Verdacht auf Missbrauch entsprechend handeln.
Patienten sollten ueber das Abhaengigkeitspotenzial informiert werden und Gabapentin stets gemaess aerztlicher Verordnung anwenden. Die Apotheke kontrolliert BTM-Rezepte besonders sorgfaeltig; eine Weitergabe von Gabapentin an Dritte ist strafbar.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Gabapentin interagiert mit einer Reihe anderer Substanzen.
Zentraldaempfende Mittel wie Benzodiazepine, Opioid-Analgetika, Alkohol und andere Sedativa verstaerken zusammen mit Gabapentin die zentralnervoes daempfenden Effekte erheblich; diese Kombination ist mit einem erhoehten Risiko schwerer Atemdepression verbunden und sollte generell vermieden oder nur unter engmaschiger Ueberwachung eingesetzt werden.
Antazida, die Magnesium oder Aluminium enthalten, koennen die Resorption von Gabapentin um bis zu 20 Prozent verringern; ein zeitlicher Abstand von mindestens zwei Stunden ist empfehlenswert.
Morphin kann die Gabapentin-Plasma-Konzentrationen erhoehen. Metformin hat keine relevante Wechselwirkung mit Gabapentin.
Die Kombination mit anderen Antiepileptika ist haeufig, wobei pharmakokinetische Wechselwirkungen mit Gabapentin gering sind, Gabapentin induziert keine Leberenzyme und wird nicht hepatisch metabolisiert.
Alle Komedikationen sollten dem Arzt mitgeteilt werden.
Kontraindikationen und Vorsichtsmassnahmen
Gabapentin ist kontraindiziert bei bekannter Ueberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der Hilfsstoffe.
Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Niereninsuffizienz (Dosisanpassung erforderlich), aelteren Patienten (erhoehtes Sturz- und Sedationsrisiko) sowie bei Patienten mit bekannter Abhaengigkeitsanamnese (Alkohol, Drogen, Medikamente).
Kinder unter sechs Jahren sollten Gabapentin nicht erhalten (keine ausreichende Datenlage).
In der Schwangerschaft ist Gabapentin mit einem moeglichen Risiko fuer fetale Fehlbildungen assoziiert; Frauen im gebaerfaehigen Alter sollten eine sichere Verhuetung verwenden und die Therapie vor einer geplanten Schwangerschaft mit dem Arzt besprechen.
Waehrend der Stillzeit wird Gabapentin in die Muttermilch ausgeschieden; Stillen ist waehrend der Therapie nach individueller Nutzen-Risiko-Abwaegung moeglich.
Suizidgedanken koennen unter antiepileptischer Therapie auftreten; Patienten und Angehoerige sollten darauf hingewiesen und bei entsprechenden Zeichen sofort medizinische Hilfe gesucht werden.
Gabapentin bei Epilepsie
Bei Epilepsie kann Gabapentin als Zusatztherapie zu anderen Antikonvulsiva oder als Monotherapie bei partiellen Anfaellen eingesetzt werden.
Die Deutsche Gesellschaft fuer Neurologie (DGN) und die europaeischen Epilepsieleitlinien (ILAE) empfehlen Gabapentin als Option bei fokaler Epilepsie, wenn andere Erstlinientherapeutika nicht ausreichend wirksam sind oder nicht vertragen werden.
Regelmassige Verlaufskontrollen beim Neurologen und ggf. EEG-Kontrollen sind erforderlich, um Therapieerfolg und Vertraeglichkeit zu ueberwachen.
Patienten sollten darauf hingewiesen werden, Gabapentin nicht abrupt zu beenden, da dies Anfallsrezidive ausloesen kann. Ergaenzende Informationen finden sich auf bfarm.de, iqwig.de und bei der Deutschen Epilepsievereinigung.
Gabapentin bei neuropathischen Schmerzen
Gabapentin gilt als Erstlinien- oder Zweitlinientherapie bei verschiedenen neuropathischen Schmerzsyndromen.
Die DGN-Leitlinie zur Therapie neuropathischer Schmerzen empfiehlt Gabapentin bei diabetischer Polyneuropathie und postherpetischer Neuralgie, basierend auf gut dokumentierter Evidenz aus randomisierten kontrollierten Studien.
Das IQWiG hat den Nutzen von Gabapentin bei neuropathischen Schmerzen bewertet (iqwig.de); Ergebnisse zeigen eine signifikante Schmerzreduktion bei einem Teil der Patienten.
Bei unzureichendem Ansprechen oder starken Nebenwirkungen sollte die Umstellung auf alternative Praeparate (z. B. Pregabalin, trizyklische Antidepressiva, SNRI) in Betracht gezogen werden.
Die Therapiedauer richtet sich nach Ansprechen und zugrundeliegender Erkrankung; eine regelmaessige Reevaluation der Schmerzintensitaet und Lebensqualitaet ist empfehlenswert.
GKV-Erstattung und Verordnungsbesonderheiten
Gabapentin ist in Deutschland als Generikum in grosser Vielfalt erhaeltlich und wird bei zugelassenen Indikationen von der GKV erstattet.
Da Gabapentin der BtMVV unterliegt, muss der Arzt ein spezielles BTM-Rezept ausstellen; in der Apotheke wird das Rezept entsprechend sorgfaeltig kontrolliert.
Privat Krankenversicherte reichen das Rezept bei ihrer Versicherung ein oder tragen die Kosten im Rahmen ihres Versicherungsvertrags selbst.
Informationen zu Festbetraegen, Verordnungseinschraenkungen und Nutzenbewertung sind auf g-ba.de und iqwig.de verfuegbar. Fachinformationen fuer einzelne Gabapentin-Praeparate sind auf bfarm.de und gelbe-liste.de abrufbar.
Aufbewahrung und praktische Hinweise
Gabapentin sollte bei Raumtemperatur (15 bis 25 Grad Celsius) und in der Originalverpackung aufbewahrt werden.
Es muss ausser Reichweite von Kindern gehalten werden; aufgrund des Missbrauchspotenzials und der BtMVV-Pflicht ist eine sichere Aufbewahrung besonders wichtig.
Nicht mehr benoet igte oder abgelaufene Praeparate sollten ueber die Apotheke entsorgt werden und nicht in den Hausmuell oder Abwasser gelangen.
Das Praeparat sollte regelmaessig auf das Ablaufdatum kontrolliert werden. Bei Suizidgedanken, starker Verwirrtheit, Atemschwierigkeiten oder anderen schwerwiegenden Symptomen ist sofort der Notruf 112 zu waehlen.
Weitere Informationen zur sicheren Anwendung und Lagerung sind in der Packungsbeilage und auf gelbe-liste.de zu finden. Patienten sollten regelmaessig Arzttermine wahrnehmen und keine Dosisaenderungen ohne aerztliche Absprache vornehmen.
Medizinische Informationen
Gabapentin ist ein Antikonvulsivum und Analgetikum, das strukturell dem Neurotransmitter GABA ähnelt, aber an spannungsabhängige Calciumkanäle (Alpha-2-Delta-Untereinheit) bindet und so die Freisetzung erregender Neurotransmitter hemmt.
Es wird bei neuropathischen Schmerzen (z. B. postherpetischer Neuralgie, diabetischer Neuropathie), als Zusatztherapie bei fokalen Epilepsien und beim Restless-Legs-Syndrom eingesetzt.
Der Arzt beurteilt die spezifische Indikation, Nierenfunktion (da Gabapentin renal eliminiert wird und die Dosis entsprechend angepasst werden muss), psychiatrische Vorgeschichte und das Missbrauchspotential. Auch Wechselwirkungen mit Opioiden und zentral dämpfenden Substanzen sowie die langsame Dosistitrierung werden berücksichtigt.
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- Ärztliche Beurteilung – Ein registrierter Arzt wählt die geeignete Gabapentin-Dosierung und das Titrationsschema.
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Dosierung
Dosierung von Gabapentin
Die Dosierung von Gabapentin ist individuell und wird einschleichend titriert, um Nebenwirkungen zu minimieren.
Bei Erwachsenen mit Epilepsie oder neuropathischen Schmerzen betraegt die uebliche Zieldosis 1800 bis 3600 mg pro Tag, aufgeteilt in drei Einzelgaben im Abstand von jeweils acht Stunden.
Die Therapie beginnt in der Regel mit 300 mg am ersten Tag, 600 mg am zweiten Tag (zweimal 300 mg) und wird ab dem dritten Tag auf dreimal 300 mg erhoeh; danach kann die Dosis nach Vertraeglichkeit und Wirksamkeit schrittweise gesteigert werden.
Bei Nierenfunktionseinschraenkung ist eine erhebliche Dosisreduktion notwendig: bei einer Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min betraegt die Hoechstdosis 600 mg/Tag oder weniger; nach Dialyse ist eine Supplementierungsdosis erforderlich.
Aeltere Patienten benoetigen oft niedrigere Dosen. Gabapentin darf nicht abrupt abgesetzt werden; bei Therapieende erfolgt eine schrittweise Dosisreduktion ueber mindestens eine Woche.
Genaue Anweisungen finden sich in der Fachinformation auf bfarm.de und gelbe-liste.de.
Nebenwirkungen und Warnhinweise
Nebenwirkungen von Gabapentin
Sehr haeufige Nebenwirkungen (mehr als 1 von 10 Patienten) sind Schwindel, Schlafrigkeit (Somnolenz), Erschoepfung, Kopfschmerzen und Ataxie (Gleichgewichtsstoerungen). Haeufige Nebenwirkungen (1 bis 10 von 100) umfassen Uebelkeit, Erbrechen, Gewichtszunahme, Doppelbilder, Gedaechtnisstoerungen, Zittern, Mundtrockenheit und periphere Oedeme. Gelegentliche Nebenwirkungen koennen Stimmungsschwankungen, Depressionen, Verwirrtheit, Schlaflosigkeit, Muskelschmerzen und verschwommenes Sehen einschliessen. Seltene, aber schwere Nebenwirkungen sind Pankreatitis, Stevens-Johnson-Syndrom, schwere allergische Reaktionen und Leberfunktionsstoerungen. Bei gleichzeitiger Einnahme von Opioiden, Benzodiazepinen oder Alkohol erhoeh sich das Risiko einer schweren Atemdepression erheblich. Gabapentin hat Missbrauchspotenzial und unterliegt seit 2021 der BtMVV in Deutschland. Bei Suizidgedanken, schwerem Schwindel, Atemnot oder anderen bedrohlichen Symptomen ist sofort der Notruf 112 zu waehlen. Die vollstaendige Nebenwirkungsliste ist in der Fachinformation auf gelbe-liste.de und bfarm.de einsehbar.
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen fuer Gabapentin
Gabapentin unterliegt seit Oktober 2021 der Betaeubungsmittelverschreibungsverordnung (BtMVV) in Deutschland; eine Weitergabe an Dritte ist strafbar. Die Kombination mit Opioiden, Benzodiazepinen oder Alkohol erhoeh das Risiko einer lebensbedrohlichen Atemdepression und ist moeglichst zu vermeiden. Gabapentin darf nicht abrupt abgesetzt werden; ein schrittweises Ausschleichen ueber mindestens eine Woche ist erforderlich, um Anfallsrezidive oder Entzugssymptome zu vermeiden. Bei Niereninsuffizienz ist eine Dosisanpassung obligat. Aeltere Patienten haben ein erhoehtes Sturz- und Sedationsrisiko. Gabapentin kann die Fahrtuechtigkeit beeintraechtigen; Patienten sollten keine Kraftfahrzeuge fuehren oder gefaehrliche Maschinen bedienen, bis sie wissen, wie das Praeparat auf sie wirkt. Frauen im gebaerfaehigen Alter sollten eine sichere Verhuetung anwenden, da ein moegliches Risiko fuer fetale Fehlbildungen besteht. Bei Suizidgedanken, Stimmungsverschlechterung oder anderen psychischen Veraenderungen ist sofort ein Arzt aufzusuchen; Notfall: 112 waehlen. Regelmaessige Arzttermine (Neurologe, Hausarzt) sind zur Ueberwachung des Therapieerfolgs und der Vertraeglichkeit notwendig. Informationen auf bfarm.de, g-ba.de und iqwig.de sind empfehlenswert.
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