Hydrocortison

Hydrocortison ist das synthetische Pendant zum korpereigenen Cortisol und wird in Deutschland sowohl zur Substitutionstherapie bei Nebenniereninsuffizienz (Morbus Addison) als auch topisch bei entzundlichen Hauterkrankungen eingesetzt.

Als lebensnotwendiges Hormonpraparat bei Nebenniereninsuffizienz unterliegt es der Verschreibungspflicht und wird uber das Kassenrezept von der GKV erstattet.

Fur Fachinformationen besuchen Sie bfarm.de oder sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder Endokrinologen.

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Hydrocortison, Medizinische Fachinformation fur Patienten in Deutschland

Hydrocortison ist das synthetisch hergestellte Pendant zum korpereigenen Cortisol, dem wichtigsten Glucocorticoid des menschlichen Korpers.

Es wird in Deutschland in verschiedenen Darreichungsformen eingesetzt: als Tabletten zur systemischen Behandlung von Nebennierenrindeninsuffizienz, als Creme oder Salbe zur topischen Therapie entzundlicher Hauterkrankungen sowie als Injektion fur intraartikulare und andere lokale Anwendungen.

Die Zulassung und Uberwachung aller Hydrocortison-Praparate erfolgt durch das BfArM im Einklang mit dem deutschen Arzneimittelgesetz (AMG).

Als Glucocorticoid besitzt Hydrocortison kraftige entzundungshemmende, immunsuppressive und antiallergische Eigenschaften. Es beeinflusst den Kohlenhydrat-, Protein- und Fettstoffwechsel und spielt eine zentrale Rolle bei der Stressreaktion des Korpers.

Bei der Substitutionstherapie der Nebennierenrindeninsuffizienz (Morbus Addison, kongenitale Nebennierenhyperplasie) dient Hydrocortison als lebensnotwendiger Hormonersatz. Informationen zur Nutzenbewertung finden Sie auf g-ba.de und iqwig.de.

Pharmakologische Grundlagen und Wirkungsmechanismus

Hydrocortison entfaltet seine Wirkung durch Bindung an intrazellulare Glucocorticoidrezeptoren.

Nach Eindringen in die Zelle bindet der Wirkstoff an den zytosolischen Glucocorticoidrezeptor und bildet einen Wirkstoff-Rezeptor-Komplex, der in den Zellkern transportiert wird.

Dort beeinflusst er die Transkription zahlreicher Gene, die an Entzundungs- und Immunprozessen beteiligt sind.

Die Entzundungshemmung erfolgt durch Hemmung der Synthese von Prostaglandinen, Leukotrienen und anderen Entzundungsmediatoren.

Gleichzeitig werden die Produktion proinflammatorischer Zytokine (wie Interleukin-1 und TNF-alpha) reduziert und entzundungshemmende Proteine (wie Lipocortin/Annexin) gefordert.

Diese vielfaltigen molekularen Mechanismen erklaren die breite therapeutische Anwendbarkeit von Hydrocortison bei entzundlichen und allergischen Erkrankungen.

Anwendungsgebiete systemischer Hydrocortison-Praparate

Hydrocortison-Tabletten sind in Deutschland zugelassen fur die Substitutionstherapie bei primarer Nebennierenrindeninsuffizienz (Morbus Addison), sekundarer Nebennierenrindeninsuffizienz (hypophysar oder hypothalamisch bedingt), kongenitaler Nebennierenhyperplasie (CAH) sowie als Stresssubstitution bei Patienten mit Nebenniereninsuffizienz in Belastungssituationen.

Systemisches Hydrocortison wird auch bei schweren allergischen Reaktionen (anaphylaktischer Schock, in Kombination mit Adrenalin und Antihistaminika), schwerem Asthma bronchiale, Kollagenosen und anderen schweren Autoimmunerkrankungen sowie bei Organtransplantationen zur Immunsuppression eingesetzt.

Die kurzfristige Hochdosistherapie bei akuten Zustandsbildern erfordert stets sorgfaltige arztliche Uberwachung. Ausfuhrliche Informationen auf bfarm.de.

Topische Anwendungsgebiete von Hydrocortison

Hydrocortison in topischer Form (Cremes, Salben, Lotionen) ist in Deutschland rezeptfrei in niedrigen Konzentrationen (0,5 % und 1 %) sowie auf Rezept in hoheren Konzentrationen erhaltlich.

Topisches Hydrocortison wird eingesetzt bei atopischer Dermatitis (Neurodermitis), Kontaktdermatitis, seborrhoischem Ekzem, Lichen simplex chronicus, Insektenstichen mit ausgepragt entzundlicher Reaktion sowie pruritischen Hauterkrankungen.

Bei der topischen Anwendung ist darauf zu achten, dass Hydrocortison nur auf die betroffenen Hautbereiche aufgetragen und nicht uber einen langeren Zeitraum auf grossen Flachen oder unter Okklusion angewendet wird.

Im Gesicht und auf empfindlichen Hautpartien (Achseln, Leiste, Genital) ist besondere Vorsicht geboten. Kinder sollten auch bei niedrig konzentrierten Praparaten nur nach arztlicher Anweisung behandelt werden.

Substitutionstherapie bei Nebenniereninsuffizienz

Bei Morbus Addison und anderen Formen der Nebennierenrindeninsuffizienz ist die Hydrocortison-Substitution lebensnotwendig.

Die physiologische Substitutionsdosis betragt beim Erwachsenen typischerweise 15-25 mg Hydrocortison pro Tag, aufgeteilt auf zwei bis drei Einnahmen.

Die grosste Dosis wird morgens eingenommen, um den naturlichen zirkadianen Rhythmus der Cortisol-Sekretion nachzuahmen.

In Stresssituationen, bei fieberhaften Erkrankungen, Operationen, Verletzungen oder anderen korperlichen oder emotionalen Belastungen, muss die Hydrocortison-Dosis erhoht werden (Stresssubstitution).

Patienten mit Nebenniereninsuffizienz sollten stets einen Notfallausweis sowie Hydrocortison-Ampullen zur intramuskularen Injektion bei sich fuhren.

Im Falle einer Addison-Krise (akute Nebenniereninsuffizienz) rufen Sie sofort den Notruf 112 an, da dieser Zustand lebensbedrohlich ist.

Nebenwirkungen der Langzeittherapie mit hohen Dosen

Die systemische Langzeittherapie mit hohen Hydrocortison-Dosen (supraphysiologische Dosen) kann eine Vielzahl von Nebenwirkungen verursachen, die als sogenanntes iatrogenes Cushing-Syndrom bezeichnet werden.

Dazu gehoren Gewichtszunahme mit typischer Fettumverteilung (Vollmondgesicht, Buftellocker), Muskelabbau (Muskelschwache), Osteoporose (Knochenschwund), Hautatrophie (dunner werdende, verletzliche Haut), Strie (Dehnungsstreifen) und verzogerte Wundheilung.

Weitere Nebenwirkungen umfassen Hypertonie (Bluthochdruck), Hyperglykamie (Diabetes mellitus), Hyperlipidamie, erhohtes Infektionsrisiko (durch Immunsuppression), Katarakt (grauer Star) und Glaukom (groner Star).

Psychische Nebenwirkungen wie Stimmungsschwankungen, Euphorie, Schlafstorungen und in seltenen Fallen Psychosen sind ebenfalls beschrieben. Diese Risiken mussen gegen den therapeutischen Nutzen abgewogen werden.

Osteoporosepravention bei Langzeittherapie

Eine der wichtigsten Nebenwirkungen der Langzeittherapie mit systemischen Glucocorticoiden ist der Knochenschwund (Osteoporose). Glucocorticoide hemmen die Knochenbildung und fordern den Knochenabbau, was zu einem erhohten Frakturrisiko fuhrt. Bereits nach wenigen Wochen einer Hochdosistherapie kann ein messbarer Knochendichteabfall eintreten.

Zur Osteoporosepravention empfehlen medizinische Leitlinien die Einnahme von Calcium (1.000-1.500 mg/Tag) und Vitamin D (800-1.000 IE/Tag) bei allen Patienten unter Langzeit-Glucocorticoidtherapie. Knochendichtemessungen (DXA-Scan) sollten regelmasig durchgefuhrt werden.

Bei ausgepragter Osteoporose oder hohem Frakturrisiko kommen zusatzlich Bisphosphonate oder andere Osteoporose-Medikamente zum Einsatz. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt uber praventive Massnahmen.

Infektionsrisiko und Immunsuppression

Glucocorticoide wie Hydrocortison supprimieren das Immunsystem und erhohen dadurch das Risiko fur Infektionen. Patienten unter systemischer Hydrocortison-Therapie sind anfalliger fur bakterielle, virale, pilzliche und parasitare Infektionen. Bestehende Infektionen konnen maskiert werden, da Hydrocortison die typischen Entzundungszeichen (Fieber, Rotung, Schwellung) unterdruckt.

Patienten, die noch keine Windpocken hatten, sollten bei Kontakt mit Windpocken- oder Gurtelrose-Patienten sofort ihren Arzt kontaktieren, da die Infektion unter Glucocorticoidtherapie besonders schwer verlaufen kann.

Lebendimpfungen (MMR, Varizellen) sind unter immunsuppressiver Glucocorticoidtherapie kontraindiziert. Totimpfungen (Influenza, Pneumokokken) sind hingegen empfehlenswert. Besprechen Sie Ihren Impfstatus mit Ihrem Arzt.

Absetzen von Hydrocortison, Ausschleichen wichtig

Nach einer Langzeittherapie mit supraphysiologischen Hydrocortison-Dosen muss die Dosis langsam reduziert werden (ausgeschlichen werden), um einer Nebennierenrindeninsuffizienz durch Suppression der endogenen Cortisolproduktion vorzubeugen.

Ein abruptes Absetzen kann zu einer Nebennierenrindenkrise fuhren, die sich durch schwere Schwache, Hypotonie, Erbrechen, Hypoglykamie und Bewusstlosigkeit manifestieren kann.

Das Ausschleichschema wird von Ihrem Arzt individuell festgelegt und kann je nach Dauer und Hohe der vorherigen Therapie Wochen bis Monate dauern.

Brechen Sie die Behandlung niemals eigenmachtig ab.

Informieren Sie jeden Arzt, der Sie behandelt (auch Zahnarzte und Anasthesisten), uber Ihre Hydrocortison-Therapie, da dies bei medizinischen Eingriffen und Narkosen relevant ist.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Hydrocortison kann mit zahlreichen Arzneimitteln in Wechselwirkung treten. CYP3A4-Induktoren (wie Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin und bestimmte HIV-Medikamente) konnen den Hydrocortison-Spiegel senken und die Wirksamkeit reduzieren. CYP3A4-Inhibitoren (wie Ketoconazol, Ritonavir) konnen den Hydrocortison-Spiegel erhohen und Cushing-artige Nebenwirkungen verstarken.

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) erhohen in Kombination mit Glucocorticoiden das Risiko gastrointestinaler Ulzera und Blutungen. Antidiabetika konnen in ihrer Wirksamkeit beeinflusst werden (Hydrocortison erhoht den Blutzucker).

Diuretika verstarken den Kaliumverlust. Impfstoffe (insbesondere Lebendimpfstoffe) sind unter Immunsuppression kontraindiziert. Informieren Sie Ihren Arzt und Apotheker vollstandig uber alle Ihre Medikamente. Details auf gelbe-liste.de.

Schwangerschaft und Stillzeit

Hydrocortison kann bei vitaler Indikation (insbesondere bei Nebenniereninsuffizienz) auch wahrend der Schwangerschaft eingesetzt werden, da eine unbehandelte Nebenniereninsuffizienz fur Mutter und Kind gefahrlicher ist als die Behandlung. Physiologische Substitutionsdosen bei Morbus Addison gelten als relativ sicher in der Schwangerschaft.

Hydrocortison geht in geringen Mengen in die Muttermilch uber. Bei physiologischen Substitutionsdosen ist eine Gefahrdung des Sauglings unwahrscheinlich. Bei hoheren therapeutischen Dosen sollte uber einen Abstillversuch nachgedacht werden.

Alle Entscheidungen zu Hydrocortison in der Schwangerschaft und Stillzeit sollten in enger Abstimmung mit Ihrem Arzt, idealerweise einem Spezialisten fur Endokrinologie und Hochrisikoschwangerschaften, getroffen werden.

Weitere Informationen und Beratungsressourcen

Detaillierte Fachinformationen zu Hydrocortison-Praparaten sind auf bfarm.de verfugbar. Die Deutsche Gesellschaft fur Endokrinologie (DGE) veroffentlicht aktuelle Leitlinien zur Diagnose und Therapie der Nebenniereninsuffizienz.

Das IQWiG unter iqwig.de und der G-BA unter g-ba.de bieten wissenschaftliche Bewertungen zu Glucocorticoid-Praparaten. Auf gelbe-liste.de finden Sie Informationen zu spezifischen Hydrocortison-Handelspraparten.

Fur Patienten mit Morbus Addison oder anderen Formen der Nebenniereninsuffizienz bietet die Deutsche Morbus Addison Gesellschaft (DMAG) wertvolle Informationen und Patientenunterstutzung. Im medizinischen Notfall (Addison-Krise) rufen Sie sofort 112 an. Ausserhalb der Praxisoffnungszeiten erreichen Sie den arztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117. Ihre GKV-Krankenkasse kann Ihnen bei Fragen zur Kostenerstattung und speziellen Versorgungsleistungen helfen.

Hydrocortison in der Notfallmedizin

In der Notfallmedizin spielt Hydrocortison eine wichtige Rolle bei der Behandlung lebensbedrohlicher Zustande. Bei der anaphylaktischen Reaktion (schwere allergische Reaktion, anaphylaktischer Schock) wird Hydrocortison intravenous als Drittlinienmedikament nach Adrenalin und Antihistaminika eingesetzt, um die Entzundungsreaktion zu dampfen und eine biphasische Reaktion (verzogerte allergische Reaktion nach initialem Abklingen) zu verhindern. Bei schweren Asthmaanfallen, die auf Bronchodilatatoren nicht ansprechen, ist systemisches Hydrocortison ein unverzichtbarer Bestandteil der Therapie.

Bei septischem Schock kann Hydrocortison als adjuvante Therapie eingesetzt werden, wenn der Patient trotz adaquater Flussigkeitsresuscitation und Vasopressortherapie hamodynamisch instabil bleibt.

Aktuelle Leitlinien der Deutschen Gesellschaft fur Anasthesiologie und Intensivmedizin (DGAI) und der Deutschen Sepsis-Gesellschaft geben Orientierung zum Einsatz von Glucocorticoiden beim septischen Schock.

Im Notfall immer zuerst 112 rufen.

Hydrocortison bei entzundlichen Gelenkerkrankungen

Intraartikulare Injektionen von Hydrocortison (und anderen Corticosteroiden) werden in der Rheumatologie und Orthopadie zur lokalen Behandlung entzundlicher Gelenkerkrankungen eingesetzt.

Bei rheumatoider Arthritis, Gicht, Pseudogicht, Arthrose mit entzundlichem Schub sowie anderen entzundlichen Arthropathien kann eine intraartikulare Corticosteroidinjektion schnelle und wirksame Schmerzlinderung und Entzundungshemmung bewirken.

Diese lokale Anwendung minimiert systemische Nebenwirkungen, da nur geringe Mengen des Wirkstoffs in den Blutkreislauf gelangen.

Die Anzahl der Injektionen in dasselbe Gelenk ist begrenzt (in der Regel maximal 3-4 pro Jahr), da wiederholte intraartikulare Injektionen den Gelenkknorpel schadigen konnen.

Die Injektion erfolgt unter aseptischen Bedingungen durch einen geschulten Arzt (Rheumatologen, Orthopaden oder Hausarzt mit entsprechender Erfahrung). Nach der Injektion sollte das Gelenk fur 24-48 Stunden entlastet werden.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob eine intraartikulare Hydrocortison-Injektion fur Sie geeignet ist.

Erkrankungen der Lunge, Einsatz bei Asthma und COPD

Inhalative Corticosteroide (ICS) sind die Basistherapie des persistierenden Asthma bronchiale und werden als eigenstandige Substanzklasse separat betrachtet, unterscheiden sich jedoch in ihrem Wirkprinzip nicht grundlegend von systemischem Hydrocortison.

Bei schweren Asthmaanfallen, die auf inhalative Therapien nicht ansprechen, ist systemisches Hydrocortison (intravenous oder oral) ein zentraler Therapiebaustein.

Auch bei akuten COPD-Exazerbationen (Verschlechterungen der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung) werden kurzfristig systemische Corticosteroide eingesetzt, um die Erholungszeit zu verkurzen und das Risiko des Therapieversagens zu reduzieren.

Die Entscheidung, wann systemisches Hydrocortison bei Asthma oder COPD eingesetzt wird und wie lange, richtet sich nach internationalen und deutschen Leitlinien (GINA, Global Initiative for Asthma; GOLD, Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease; Leitlinien der Deutschen Gesellschaft fur Pneumologie). Ihr Pneumologe oder Hausarzt wird die fur Sie geeignete Therapie individuell festlegen. Ausfuhrliche Informationen zu Glucocorticoiden bei Atemwegserkrankungen finden Sie auf bfarm.de und iqwig.de.

Medizinische Informationen

Hydrocortison ist ein mildes topisches Kortikosteroid (Klasse I), das dem körpereigenen Cortisol entspricht und bei leichten bis mittelschweren entzündlichen Hauterkrankungen wie Ekzemen, Kontaktdermatitis, Insektenstichen und leichter Psoriasis eingesetzt wird. Es hemmt Entzündungsmediatoren, reduziert Rötung, Schwellung und Juckreiz und eignet sich aufgrund seiner milden Wirkstärke auch für empfindliche Hautbereiche.

Der Arzt beurteilt die Hauterkrankung, die betroffene Körperregion, die geplante Anwendungsdauer und das Alter des Patienten. Im Gesicht und an Hautfalten sollte Hydrocortison nur kurzfristig angewendet werden.

Hautinfektionen, Rosacea und periorale Dermatitis sind Kontraindikationen. Bei Kindern unter zwei Jahren ist besondere Zurückhaltung geboten.

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  3. Ärztliche Beurteilung – Ein registrierter Arzt prüft, ob Hydrocortison für Ihre Hauterkrankung geeignet ist.
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Dosierung

Dosierung von Hydrocortison

Substitutionstherapie bei Nebenniereninsuffizienz (Erwachsene): Die physiologische Tagesdosis betragt typischerweise 15-25 mg, aufgeteilt auf 2-3 Einnahmen: morgens die grosste Dosis (z.B. 10-15 mg), mittags (z.B.

5 mg) und gegebenenfalls am fruhen Nachmittag (z.B. 5 mg). Eine Abendeinnahme sollte vermieden werden, da sie den Schlaf storen kann.

Stresssubstitution (Regelregel): Bei leichten Erkrankungen mit Fieber unter 38 Grad Celsius: Verdopplung der Tagesdosis.

Bei mittelschweren Erkrankungen (Fieber uber 38 Grad, Erbrechen, Durchfall): Verdrei- bis Vervierfachung der Tagesdosis (40-80 mg/Tag).

Bei schwerer Erkrankung, Operation oder Bewusstlosigkeit: sofortige intramuskulare Injektion von 100 mg Hydrocortison und Notruf 112.

Topische Anwendung: Hydrocortison-Cremes und -Salben (0,5 % bis 2,5 %) werden ein- bis zweimal taglich dunnschichtig auf die betroffenen Hautbereiche aufgetragen. Die Therapiedauer sollte so kurz wie moglich gehalten werden. Nicht unter Okklusivverbanden anwenden (ausser auf arztliche Anweisung). Im Gesicht maximal 5-7 Tage anwenden.

Nebenwirkungen und Warnhinweise

Nebenwirkungen von Hydrocortison

Bei physiologischer Substitutionstherapie (15-25 mg/Tag) treten in der Regel keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auf, da die Dosis dem naturlichen Cortisolspiegel entspricht. Gelegentlich konnen Schlafstorungen auftreten, wenn Hydrocortison zu spat am Tag eingenommen wird.

Bei supraphysiologischen Dosen (Langzeittherapie mit hohen Dosen): Sehr haufig sind Gewichtszunahme, Vollmondgesicht, Stammfettsucht (Fettansammlung am Stamm), Osteoporose, Muskelschwache, Hautausdunnung und Blutergussneigung (Hamatome). Erhohte Infektanfalligkeit (durch Immunsuppression) und Verschlechterung eines Diabetes sind ebenfalls sehr haufig.

Haufige Nebenwirkungen der Hochdosistherapie: Hypertonie (Bluthochdruck), Hyperglykamie (erhohter Blutzucker), Hypokaliamie (Kaliummangel), Wachstumshemmung bei Kindern, Katarakt (grauer Star), Glaukom (groner Star), Magengeschwure (insbesondere in Kombination mit NSAR), Striae (Dehnungsstreifen), Akne und psychische Veranderungen (Euphorie, Stimmungsschwankungen, Schlafstorungen, Depression).

Topische Nebenwirkungen: Bei langerfristiger Anwendung auf grosseren Flachen oder unter Okklusion: Hautatrophie (Hautverdunnung), Teleangiektasien, periorale Dermatitis, Steroidakne. Bei Anwendung im Gesicht erhoites Risiko. Kontaktieren Sie Ihren Arzt bei anhaltenden Hautveranderungen.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen fur Hydrocortison

Addison-Krise: Bei Patienten mit Nebenniereninsuffizienz kann eine unzureichende Stresssubstitution zu einer lebensbedrohlichen Addison-Krise fuhren. Patienten sollten stets einen Notfallausweis und Notfallmedikamente (Hydrocortison-Ampullen) bei sich tragen. Im Notfall 112 rufen.

Nicht abrupt absetzen: Nach Langzeittherapie mit hohen Dosen muss Hydrocortison schrittweise reduziert werden (ausgeschlichen werden). Ein abruptes Absetzen kann eine Nebenniereninsuffizienz auslosen.

Infektionsrisiko: Unter Immunsuppression konnen Infektionen atypisch verlaufen und schwerer sein. Lebendimpfungen sind kontraindiziert. Kontaktieren Sie Ihren Arzt bei Infektionszeichen.

Osteoporosepravention: Bei Langzeittherapie sollten Calcium, Vitamin D und regelmasige Knochendichtemessungen erfolgen.

Topische Anwendung: Nicht uber langere Zeit auf grosse Flachen oder im Gesicht auftragen. Bei Kindern sind niedrige Konzentrationen und kurze Therapiedauer wichtig.

Im Notfall 112 rufen. Nebenwirkungen an BfArM (bfarm.de) melden.

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