Meloxicam

Meloxicam ist ein verschreibungspflichtiges nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR), das zur Behandlung von Schmerzen und Entzundungen bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt wird.

Es hemmt selektiv das Enzym Cyclooxygenase-2 (COX-2) und reduziert dadurch die Prostaglandinsynthese.

In Deutschland wird Meloxicam unter arztlicher Aufsicht bei Arthrose, rheumatoider Arthritis und Morbus Bechterew angewendet.

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Einleitung: Meloxicam als modernes Antirheumatikum

Meloxicam gehort zur Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) und wird in Deutschland zur Behandlung schmerzhafter und entzundlicher Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt.

Das Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat Meloxicam fur den deutschen Markt zugelassen, und die Substanz ist fester Bestandteil der Therapieleitlinien fur rheumatische Erkrankungen.

Als selektiver COX-2-Hemmer bietet Meloxicam gegenuber alteren NSAR ein gunstigeres gastrointestinales Verträglichkeitsprofil, ohne vollstandig auf eine Magenschutzmedikation zu verzichten.

Die Verschreibungspflicht in Deutschland stellt sicher, dass die Anwendung unter arztlicher Kontrolle erfolgt und individuelle Risikofaktoren berucksichtigt werden.

Im deutschen Gesundheitssystem (GKV) ist Meloxicam uber die gesetzliche Krankenversicherung erstattungsfahig, wenn die entsprechenden Indikationen vorliegen und keine Kontraindikationen bestehen.

Die Dosierung und Behandlungsdauer werden vom behandelnden Hausarzt oder Rheumatologen individuell festgelegt. Patienten sollten immer das vollstandige Beipackzettel lesen und Fragen direkt mit ihrem Arzt oder Apotheker besprechen.

Wirkungsmechanismus von Meloxicam

Meloxicam wirkt als praferentieller Cyclooxygenase-2-Inhibitor. Die Cyclooxygenase-Enzyme (COX-1 und COX-2) sind entscheidend fur die Synthese von Prostaglandinen, die als Mediatoren von Schmerz, Entzundung und Fieber wirken.

COX-1 ist ubiquitar exprimiert und schutzt unter anderem die Magenschleimhaut sowie die Thrombozytenfunktion. COX-2 hingegen wird vor allem bei Entzundungsreaktionen hochreguliert.

Meloxicam hemmt COX-2 starker als COX-1, was dazu buhrt, dass die entzundliche Prostaglandinsynthese starker unterdruckt wird als die protektiven COX-1-vermittelten Effekte.

Dadurch werden Schmerz und Entzundung effektiv reduziert, wahrend das Risiko gastrointestinaler Nebenwirkungen im Vergleich zu nicht-selektiven NSAR wie Ibuprofen oder Diclofenac etwas geringer ausfallt.

Die maximale Plasmakonzentration wird nach oraler Einnahme nach etwa 5 bis 6 Stunden erreicht; die Halbwertszeit betragt rund 20 Stunden, was eine einmalige tagliche Einnahme ermoglicht.

Die analgetische und antiphlogistische Wirkung setzt bei regelmasiger Einnahme innerhalb weniger Tage ein, wahrend der vollstandige therapeutische Effekt erst nach 1 bis 2 Wochen zu beobachten ist. Diese pharmakokinetischen Eigenschaften machen Meloxicam besonders fur die Dauertherapie chronisch-entzundlicher Gelenkerkrankungen geeignet.

Indikationen: Wann wird Meloxicam eingesetzt?

Das BfArM hat Meloxicam fur folgende Indikationen zugelassen:

  • Osteoarthrose (Arthrose): Behandlung von Schmerzen und Entzundungen bei degenerativen Gelenkerkrankungen, insbesondere der Knie-, Huft- und Handgelenke.
  • Rheumatoide Arthritis: Adjuvante Therapie zur Linderung von Schmerzen und Morgensteifigkeit bei der chronisch-entzundlichen Gelenkerkrankung.
  • Morbus Bechterew (ankylosierende Spondylitis): Langzeittherapie der entzundlichen Wirbelsaulenerkrankung zur Schmerzreduktion und Verbesserung der Beweglichkeit.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bewertet NSAR regelmassig im Rahmen der fruhen Nutzenbewertung.

Das Institut fur Qualitat und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat verschiedene Metaanalysen zu NSAR erstellt, die die Wirksamkeit von Meloxicam bei den genannten Indikationen bestatigen.

Meloxicam ist nicht fur die Behandlung akuter Schmerzzustande gedacht, bei denen ein schneller Wirkeintritt erforderlich ist, da die Substanz aufgrund ihrer langen Halbwertszeit keine sofortige Wirkung entfaltet.

Dosierung und Anwendung

Die empfohlene Tagesdosis von Meloxicam betragt bei Erwachsenen:

  • Osteoarthrose: 7,5 mg einmal taglich; bei Bedarf kann die Dosis auf 15 mg erhoht werden.
  • Rheumatoide Arthritis und Morbus Bechterew: 15 mg einmal taglich; bei guter Vertraglichkeit kann auf 7,5 mg reduziert werden.
  • Altere Patienten und Patienten mit erhohtem Risiko: Die Startdosis betragt 7,5 mg taglich.

Meloxicam wird als Tablette oder Kapsel eingenommen und sollte zum Essen eingenommen werden, um gastrointestinale Reizungen zu minimieren.

Die Tablette sollte mit ausreichend Flussigkeit (mindestens einem Glas Wasser) eingenommen werden. Die maximale Tagesdosis von 15 mg darf nicht uberschritten werden.

Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz ist Meloxicam kontraindiziert; bei leichter bis mittelschwerer Einschrankung der Nierenfunktion ist eine Dosisanpassung erforderlich.

Ihr Hausarzt wird die optimale Dosis fur Sie festlegen und regelmasige Kontrolluntersuchungen einplanen, um die Nieren- und Leberfunktion sowie den Blutdruck zu uberwachen.

Nehmen Sie Meloxicam nicht langer ein, als von Ihrem Arzt verordnet, und brechen Sie die Therapie nicht eigenstandig ab.

Nebenwirkungen von Meloxicam

Wie alle NSAR kann Meloxicam Nebenwirkungen verursachen. Die Haufigkeit der Nebenwirkungen wird nach der EU-Definition klassifiziert (sehr haufig: mehr als 1 von 10, haufig: 1 bis 10 von 100 usw.).

Haufige Nebenwirkungen (1 bis 10 von 100 Patienten):

  • Verdauungsstorungen (Dyspepsie), Bauchschmerzen, Ubelkeit, Erbrechen, Blahungen
  • Durchfall oder Verstopfung
  • Erytheme und andere Hautreaktionen
  • Odeme (Wasseransammlungen), insbesondere in den Beinen

Gelegentliche Nebenwirkungen (1 bis 10 von 1.000 Patienten):

  • Magengeschwure oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt
  • Ererhohung der Leberenzyme (AST, ALT)
  • Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstorungen
  • Hypertonie (Bluthochdruck)
  • Anamie

Seltene und schwerwiegende Nebenwirkungen:

  • Schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse), bei Auftreten sofort den Arzt aufsuchen
  • Anaphylaktische Reaktionen
  • Herzinfarkt oder Schlaganfall bei langfristiger Anwendung in hohen Dosen
  • Nierenversagen

Bei Anzeichen einer schwerwiegenden Nebenwirkung, insbesondere bei Blutungen (z. B. schwarzer Stuhl, Blut im Erbrochenen), starken Brustschmerzen oder plotzlichen Schwacheanfallen, rufen Sie sofort den Notruf 112 an.

Kontraindikationen

Meloxicam darf nicht eingenommen werden bei:

  • Bekannter Uberempfindlichkeit gegen Meloxicam oder andere NSAR (einschliesslich Aspirin-Uberempfindlichkeit, die sich als Asthma, Nesselsucht oder Rhinitis manifestiert)
  • Schwerwiegenden Erkrankungen der Magenschleimhaut oder aktiven Magengeschwuren
  • Schwerer Herzinsuffizienz (NYHA Klasse IV)
  • Schwerer Leberinsuffizienz oder aktiver Lebererkrankung
  • Schwerer Niereninsuffizienz (GFR unter 30 ml/min) ohne Dialyse
  • Schwangerschaft ab dem 6. Monat (3. Trimester)
  • Stillzeit
  • Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren (fur diese Altersgruppe liegen keine ausreichenden Daten vor)

Ihr Arzt wird vor der Verschreibung eine sorgfaltige Nutzen-Risiko-Abwagung vornehmen und mogliche Kontraindikationen prufen. Informieren Sie Ihren Arzt uber alle bestehenden Erkrankungen und Medikamente, die Sie einnehmen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Meloxicam kann mit zahlreichen anderen Arzneimitteln wechselwirken. Besonders relevante Interaktionen sind:

  • Andere NSAR und Aspirin: Die gleichzeitige Einnahme erhoht das Risiko gastrointestinaler Nebenwirkungen erheblich. Niedrigdosiertes Aspirin zur Herzprophylaxe kann jedoch in Absprache mit dem Arzt fortgefuhrt werden.
  • Antikoagulanzien (Marcumar, neue orale Antikoagulanzien): Erhohtes Blutungsrisiko; regelmasige INR-Kontrollen sind bei gleichzeitiger Einnahme erforderlich.
  • ACE-Hemmer und AT1-Antagonisten: Mogliche Verminderung der blutdrucksenkenden Wirkung und erhohtes Risiko einer Nierenfunktionsverschlechterung.
  • Diuretika: Risiko einer verminderten Diuretikawirkung und Nierenfunktionsverschlechterung.
  • Lithium: Meloxicam kann den Lithiumspiegel im Blut erhohen; Lithiumkontrollen sind erforderlich.
  • Methotrexat: Erhohte Methotrexat-Toxizitat moglich; Blutbildkontrollen sind notwendig.
  • Kortikosteroide: Additives Risiko von Magen-Darm-Blutungen.

Informieren Sie Ihren Arzt und Apotheker uber alle Arzneimittel, Nahrungserganzungsmittel und pflanzlichen Praparate, die Sie einnehmen, um Wechselwirkungen zu vermeiden.

Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit

Meloxicam ist in der Schwangerschaft mit grosser Vorsicht anzuwenden.

Im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel sollte Meloxicam nur dann eingenommen werden, wenn dies absolut notwendig ist und keine sicherere Alternative zur Verfugung steht. Ab dem 6.

Schwangerschaftsmonat (drittes Trimester) ist Meloxicam streng kontraindiziert, da NSAR in dieser Periode den Ductus arteriosus des Foten vorzeitig verschliessen konnen, was zu schwerwiegenden Herzproblemen beim Neugeborenen fuhren kann.

Ausserdem kann es zu Nierenfunktionsstorungen beim Foten und einer Verlangerung der Blutungszeit kommen.

Wahrend der Stillzeit sollte Meloxicam nicht eingenommen werden, da die Substanz in die Muttermilch ubergeht und beim Saugling Nebenwirkungen verursachen konnte. Besprechen Sie mogliche Alternativen mit Ihrem Arzt, falls eine Schmerztherapie wahrend der Stillzeit erforderlich ist.

Aufbewahrung

Meloxicam-Tabletten sollten bei Raumtemperatur (15 bis 25 Grad Celsius) aufbewahrt werden, geschutzt vor Feuchtigkeit und direktem Sonnenlicht. Das Arzneimittel sollte ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Verwenden Sie Meloxicam nicht nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum (EXP).

Nicht verwendete oder abgelaufene Tabletten durfen nicht uber den Hausabfluss oder den Mullimer entsorgt werden, fragen Sie in Ihrer Apotheke nach sachgerechter Entsorgung.

In Deutschland gibt es ein flachendeckendes Rucknahmesystem uber Apotheken.

Hinweise fur besondere Patientengruppen

Altere Patienten: Altere Patienten haben ein erhohtes Risiko fur Nieren- und Herzprobleme sowie gastrointestinale Nebenwirkungen. Regelmassige arztliche Kontrollen sind besonders wichtig. Die Startdosis betragt 7,5 mg taglich.

Patienten mit Herzerkrankungen: Bei kardiovaskularen Vorerkrankungen oder Risikofaktoren wie Bluthochdruck, hohem Cholesterin oder Diabetes sollte Meloxicam nur nach eingehender Nutzen-Risiko-Abwagung eingesetzt werden.

Klinische Studien zeigen, dass alle NSAR das kardiovaskulare Risiko leicht erhohen konnen, besonders bei langfristiger Anwendung in hohen Dosen.

Patienten mit Diabetes: NSAR konnen die blutzuckersenkende Wirkung von Antidiabetika beeinflussen; engmaschige Blutzuckerkontrollen sind ratsam.

Vergleich mit anderen NSAR

Im Vergleich zu nicht-selektiven NSAR wie Ibuprofen oder Diclofenac weist Meloxicam ein etwas gunstigeres gastrointestinales Sicherheitsprofil auf, was auf die praferentielle COX-2-Hemmung zuruckzufuhren ist.

Allerdings hebt dieser Vorteil die Notwendigkeit eines Magenschutzes (z. B. mit Protonenpumpeninhibitoren) bei gefahrdeten Patienten nicht auf.

Gegenuber stark selektiven COX-2-Hemmern (Coxiben) hat Meloxicam ein gunstigeres Kostenprofil und ist in Deutschland als Generikum weit verbreitet.

Das IQWiG hat in verschiedenen Berichten die Evidenz fur NSAR bei rheumatischen Erkrankungen bewertet und festgestellt, dass die Unterschiede zwischen den einzelnen NSAR-Subklassen fur die meisten Patienten klinisch moderat sind.

Haufig gestellte Fragen zu Meloxicam

Kann ich Meloxicam mit Ibuprofen kombinieren?
Nein. Die gleichzeitige Einnahme von Meloxicam und Ibuprofen oder anderen NSAR ist kontraindiziert, da dies das Risiko von Nebenwirkungen, insbesondere Magenblutungen und Nierenproblemen, erheblich erhoht. Besprechen Sie mogliche Schmerzalternativen mit Ihrem Arzt.

Wie lange darf ich Meloxicam einnehmen? . Meloxicam ist fur die Langzeittherapie chronisch-entzundlicher Erkrankungen zugelassen. Die Behandlungsdauer wird individuell festgelegt.

Ihr Arzt sollte regelmasig evaluieren, ob die Therapie mit Meloxicam noch notwendig ist und ob die Risiken den Nutzen nicht uberwiegen.

Darf ich Alkohol trinken, wahrend ich Meloxicam nehme?
Der gleichzeitige Konsum von Alkohol und Meloxicam erhoht das Risiko von Magenblutungen und Nierenproblemen. Es wird empfohlen, wahrend der Therapie keinen oder nur sehr wenig Alkohol zu trinken.

Was soll ich tun, wenn ich eine Dosis vergessen habe? .

Nehmen Sie die vergessene Dosis so bald wie moglich ein, aber nicht, wenn es fast Zeit fur die nachste Dosis ist.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, um eine vergessene Dosis nachzuholen.

Ist Meloxicam in Deutschland auf Rezept erhaltlich?
Ja. Meloxicam ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Sie benotigen ein Rezept von Ihrem Arzt. Kassenpatienten konnen Meloxicam uber die GKV erstattet bekommen, wenn die Indikation gegeben ist und keine gunstigere Alternative verfugbar ist.

Kann Meloxicam meinen Blutdruck beeinflussen?
Ja. NSAR, einschliesslich Meloxicam, konnen den Blutdruck erhohen und die Wirksamkeit von Blutdruckmitteln vermindern. Bei Patienten mit Bluthochdruck sind regelmassige Blutdruckkontrollen wahrend der Therapie wichtig.

Welche Alternativen zu Meloxicam gibt es? .

Als Alternative zu Meloxicam kommen andere NSAR (Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen), COX-2-Hemmer (Celecoxib, Etoricoxib) oder nicht-medikamentose Therapien (Physiotherapie, Krankengymnastik, physikalische Therapie) in Betracht.

Paracetamol bietet eine schwachere analgetische Alternative ohne antiinflammatorische Wirkung. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt uber die fur Sie beste Option.

Quellen

  • Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de, Zulassungsinformationen und Sicherheitsberichte zu Meloxicam
  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de, Richtlinien zur Arzneimittelversorgung
  • Institut fur Qualitat und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de, Nutzenbewertungen von NSAR
  • Gelbe Liste Pharmindex: www.gelbe-liste.de, Arzneimittelinformationen fur Fachkreise und Patienten
  • European Medicines Agency (EMA): Zusammenfassung der Produktmerkmale (SmPC) fur Meloxicam-haltige Arzneimittel

Medizinische Informationen

Meloxicam ist ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR) aus der Oxicam-Gruppe, das bevorzugt die Cyclooxygenase-2 (COX-2) hemmt und dadurch entzündungshemmend, schmerzlindernd und fiebersenkend wirkt.

Es wird bei Arthrose, rheumatoider Arthritis und ankylosierender Spondylitis (Morbus Bechterew) eingesetzt. Die COX-2-Präferenz bietet ein tendenziell besseres gastrointestinales Verträglichkeitsprofil als unselektive NSAIDs.

Die ärztliche Beurteilung umfasst die gastrointestinale Vorgeschichte, kardiovaskuläre Risikofaktoren, Nierenfunktion, Asthmaanamnese und die gleichzeitige Einnahme von Antikoagulanzien, ASS oder anderen NSAIDs.

Bei älteren Patienten und Langzeitanwendung kann ein begleitender Magenschutz mit PPI erforderlich sein. Die niedrigste wirksame Dosis für die kürzeste notwendige Dauer wird angestrebt.

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Dosierung

Dosierungsempfehlungen fur Meloxicam

Die Dosierung von Meloxicam richtet sich nach der Indikation, dem Alter und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten. Ihr Arzt legt die individuell geeignete Dosis fest.

Erwachsene Standarddosierung

  • Osteoarthrose: 7,5 mg einmal taglich; Steigerung auf 15 mg moglich bei ungenugendem Ansprechen
  • Rheumatoide Arthritis: 15 mg einmal taglich; bei guter Vertraglichkeit Reduktion auf 7,5 mg
  • Ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew): 15 mg einmal taglich
  • Maximale Tagesdosis: 15 mg, diese darf nicht uberschritten werden

Besondere Patientengruppen

  • Altere Patienten (uber 65 Jahre): Startdosis 7,5 mg taglich empfohlen; erhohte Uberwachung der Nierenfunktion
  • Patienten mit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz: 7,5 mg taglich; Meloxicam ist bei schwerer Niereninsuffizienz (GFR unter 30 ml/min) kontraindiziert
  • Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz: Keine Dosisanpassung erforderlich, aber engmaschige Uberwachung
  • Patienten mit Dialysepflichtigkeit: Maximaldosis 7,5 mg taglich
  • Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren: Nicht zugelassen

Einnahmehinweise

Meloxicam sollte stets zum Essen eingenommen werden, um die Magenvertraglichkeit zu verbessern. Nehmen Sie die Tablette mit einem vollen Glas Wasser (mindestens 200 ml) ein.

Die Einnahme sollte zur gleichen Tageszeit erfolgen, um einen gleichmassigen Wirkspiegel zu gewahrleisten.

Zerbeissen oder zerdrucken Sie die Tablette nicht, es sei denn, Sie verwenden eine Schmelztablette oder Suspension, die dafur geeignet ist.

Magenschutz

Ihr Arzt kann einen Protonenpumpeninhibitor (PPI) wie Omeprazol oder Pantoprazol parallel zu Meloxicam verschreiben, besonders wenn Sie zu einer Risikogruppe fur gastrointestinale Komplikationen gehoren (altere Patienten, Patienten mit Magengeschwur-Vorgeschichte, gleichzeitige Einnahme von Kortikosteroiden oder Antikoagulanzien).

Nebenwirkungen und Warnhinweise

Nebenwirkungen von Meloxicam

Meloxicam kann wie alle NSAR Nebenwirkungen verursachen. Die folgende Ubersicht orientiert sich an den Haufigkeitsangaben gemas der SmPC und dem europaischen Klassifizierungssystem.

Sehr haufige Nebenwirkungen (mehr als 1 von 10)

Keine bekannten sehr haufigen Nebenwirkungen bei empfohlener Dosierung.

Haufige Nebenwirkungen (1 bis 10 von 100)

  • Verdauungsstorungen (Dyspepsie, Sodbrennen, Bauchschmerzen)
  • Ubelkeit und Erbrechen
  • Durchfall oder Verstopfung
  • Blahungen (Flatulenz)
  • Periphere Odeme (Knochel, Beine)
  • Hautroten und Juckreiz

Gelegentliche Nebenwirkungen (1 bis 10 von 1.000)

  • Magengeschwure (Ulcus ventriculi oder duodeni) mit oder ohne Blutung
  • Anstieg der Leberenzyme (GPT/ALT, GOT/AST)
  • Schwindel und Kopfschmerzen
  • Schlafstorungen, Benommenheit
  • Hypertonie (Blutdruckerhorung)
  • Anamie (Blutarmut)
  • Erhohte Kreatininwerte (Nierenfunktionsstorung)

Seltene und schwerwiegende Nebenwirkungen

  • Perforiertes Magengeschwur oder schwere Magen-Darm-Blutung
  • Schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse), sofortige arztliche Behandlung erforderlich
  • Anaphylaktischer Schock
  • Bronchospasmus bei aspirin-sensitiven Asthmatikern
  • Herzinfarkt und Schlaganfall (bei langfristiger Anwendung hoher Dosen)
  • Akutes Nierenversagen
  • Hepatitis und Leberversagen (sehr selten)

Was tun bei Nebenwirkungen?

Bei leichten Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden konnen Sie versuchen, Meloxicam zum Essen einzunehmen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Nebenwirkungen anhalten oder Sie belasten.

Bei schwerwiegenden Symptomen wie Blut im Stuhl, schwarzem Teerstuhl, starken Bauchschmerzen, Atemnot, Brustschmerzen oder Hautausschlage mit Blasenbildung rufen Sie sofort den Notruf 112 an oder suchen Sie die nachste Notaufnahme auf.

Melden Sie Nebenwirkungen auch dem BfArM unter www.bfarm.de/nebenwirkungen.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen fur Meloxicam

Vor und wahrend der Behandlung mit Meloxicam sind folgende Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen zu beachten:

Kardiovaskulare Risiken

Alle NSAR, einschliesslich Meloxicam, konnen das Risiko schwerwiegender thrombotischer kardiovaskularer Ereignisse wie Herzinfarkt oder Schlaganfall erhohen. Dieses Risiko steigt mit der Dosis und der Dauer der Anwendung.

Patienten mit bekannter Herzerkrankung, Schlaganfall in der Vorgeschichte oder bedeutenden kardiovaskularen Risikofaktoren (Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck, erhohte Blutfette) haben ein besonders hohes Risiko.

Diskutieren Sie dies ausfuhrlich mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit Meloxicam beginnen.

Gastrointestinale Risiken

Meloxicam kann zu Magengeschwuren, Blutungen und Perforationen des Magen-Darm-Trakts fuhren, auch ohne vorherige Warnsymptome.

Das Risiko ist erhort bei alteren Patienten, bei gleichzeitiger Einnahme von Kortikosteroiden oder Antikoagulanzien sowie bei Patienten mit vorbestehenden gastrointestinalen Erkrankungen.

Informieren Sie Ihren Arzt sofort, wenn Sie Zeichen einer Magenblutung bemerken (dunkler oder blutiger Stuhl, Blut im Erbrochenen).

Nieren- und Leberfunktion

NSAR konnen die Nierenfunktion beeintrachtigen, insbesondere bei Patienten mit bereits eingeschrankter Nierenfunktion, Herzinsuffizienz oder Lebererkrankungen, bei alteren Patienten oder bei gleichzeitiger Einnahme von Diuretika oder ACE-Hemmern.

Regelmasige Uberwachung der Nierenwerte (Kreatinin, Harnstoff) und der Leberenzyme ist erforderlich. Bei schwerer Niereninsuffizienz ist Meloxicam kontraindiziert.

Allergische Reaktionen

Patienten mit bekannter NSAR-Uberempfindlichkeit oder Aspirin-Asthma sollten Meloxicam nicht einnehmen. Bei ersten Anzeichen einer allergischen Reaktion (Hautausschlag, Atemnot, Schwellung von Gesicht oder Rachen) rufen Sie sofort den Notruf 112 an.

Schwangerschaft und Stillzeit

Meloxicam ist ab dem 6. Schwangerschaftsmonat absolut kontraindiziert. Im ersten und zweiten Trimester nur nach strenger Indikationsstellung. In der Stillzeit sollte Meloxicam nicht eingenommen werden.

Wechselwirkungen, Zusammenfassung der wichtigsten Risiken

Die gleichzeitige Einnahme mit anderen NSAR, Antikoagulanzien, Kortikosteroiden, Lithium, Methotrexat, ACE-Hemmern, AT1-Antagonisten oder Diuretika erfordert besondere Vorsicht und arztliche Uberwachung. Informieren Sie immer Ihren Arzt und Apotheker uber alle Medikamente, die Sie einnehmen.

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