Mirena

Mirena ist ein hormonelles Intrauterinpessar (IUP), das Levonorgestrel freisetzt und zur Langzeitverhütung sowie zur Behandlung einer starken Menstruation eingesetzt wird.

Das Präparat bietet bis zu fünf Jahre zuverlässigen Schutz und wird in Deutschland von Gynäkologen eingesetzt und von der GKV unter bestimmten Voraussetzungen erstattet.

Bei Fragen zur Anwendung empfiehlt sich ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt.

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Einleitung

Mirena ist ein hormonelles Intrauterinpessar (IUP) des Herstellers Bayer, das den Wirkstoff Levonorgestrel in einer täglichen Dosis von initial etwa 20 Mikrogramm freisetzt.

Das Gerät besteht aus einem T-förmigen Kunststoffrahmen mit einem Hormonreservoir und wird von einem Gynäkologen in die Gebärmutter eingesetzt.

In Deutschland ist Mirena seit vielen Jahren zugelassen und gilt als eine der wirksamsten reversiblen Verhütungsmethoden überhaupt.

Die Zulassung durch die zuständigen europäischen Behörden umfasst sowohl die Empfängnisverhütung als auch die Behandlung der Hypermenorrhoe, also einer übermäßig starken Regelblutung, sowie die Prävention einer Endometriumhyperplasie im Rahmen einer Hormonersatztherapie.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die entsprechenden Fachinformationen geprüft und veröffentlicht.

Für Patientinnen, die eine langzeitige, zuverlässige und weitgehend alltagstaugliche Verhütungsmethode suchen, stellt Mirena häufig eine empfehlenswerte Option dar.

Die folgende Information richtet sich an interessierte Patientinnen und ersetzt nicht das persönliche Gespräch mit dem behandelnden Arzt.

Wirkungsmechanismus

Mirena entfaltet seine empfängnisverhütende Wirkung durch mehrere komplementäre Mechanismen.

Die lokale Freisetzung von Levonorgestrel bewirkt eine Verdickung des Zervixschleims, was das Eindringen von Spermien in den Uterus erheblich erschwert.

Gleichzeitig führt das Hormon zu einer Suppression des Endometriums, sodass die Gebärmutterschleimhaut deutlich dünner und weniger empfängnisbereit wird.

Bei einem Teil der Anwenderinnen wird auch die Ovulation gehemmt, obwohl Mirena primär als lokales System wirkt und die systemischen Hormonspiegel im Blut deutlich niedriger sind als bei kombinierten oralen Kontrazeptiva.

Der Intrauterinpessareffekt selbst trägt zusätzlich zur kontrazeptiven Wirkung bei, indem er die Nidation erschwert.

Diese Kombination aus lokaler Hormonwirkung und mechanischem Effekt erklärt den Pearl-Index von unter 0,2, der Mirena in die Kategorie der sichersten verfügbaren Verhütungsmittel einordnet.

Für die Behandlung der Hypermenorrhoe ist die Unterdrückung des Endometriums der entscheidende Wirkmechanismus: Die meisten Anwenderinnen berichten nach einigen Monaten von einer deutlich reduzierten Blutungsstärke, bei einem relevanten Anteil tritt sogar eine vollständige Amenorrhoe auf.

Indikationen

Mirena ist in Deutschland für drei Hauptindikationen zugelassen. Erstens dient es der Empfängnisverhütung für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren.

Zweitens ist es zur Behandlung der idiopathischen Menorrhagie indiziert, also einer Regelblutung, die medizinisch nicht auf eine andere Grunderkrankung zurückgeführt werden kann und für die Patientin eine relevante Beeinträchtigung darstellt.

Drittens wird Mirena zur Prävention einer Endometriumhyperplasie während einer Östrogenersatztherapie eingesetzt, wenn eine Patientin in den Wechseljahren Östrogene erhält und gleichzeitig ihren Uterus noch besitzt.

In der gynäkologischen Praxis wird Mirena auch bei Endometriose-Patientinnen diskutiert, da die lokale Gestagenexposition die endometriotischen Herde günstig beeinflussen kann, wenngleich dies in Deutschland nicht die primäre Zulassungsindikation darstellt.

Die Entscheidung, ob Mirena im individuellen Fall geeignet ist, trifft der behandelnde Gynäkologe nach eingehender Anamnese und gynäkologischer Untersuchung.

Dosierung und Anwendung

Mirena wird ausschließlich von einem approbierten Arzt, in der Regel einem Gynäkologen, in die Gebärmutterhöhle eingesetzt.

Die Insertion erfolgt idealerweise während der Menstruation oder kurz danach, wenn der Muttermund leicht geöffnet ist, kann aber grundsätzlich zu jedem Zeitpunkt des Zyklus vorgenommen werden, sofern eine Schwangerschaft ausgeschlossen ist.

Der Eingriff selbst dauert nur wenige Minuten, kann jedoch von kurzzeitigen krampfartigen Schmerzen begleitet sein, die mit einem nicht-steroidalen Antirheumatikum vorbeugend behandelt werden können.

Nach der Insertion wird empfohlen, nach vier bis zwölf Wochen eine Kontrolluntersuchung wahrzunehmen, damit der Arzt die korrekte Lage des IUP und den Sitz der Kontrollsfäden überprüfen kann.

Mirena ist für eine Liegedauer von bis zu fünf Jahren zugelassen; für die Indikation der Hypermenorrhoe gilt ebenfalls diese Frist.

Nach Ablauf der Tragedauer kann Mirena in derselben Sitzung durch ein neues System ersetzt werden.

Die Entfernung des IUP erfolgt durch sanften Zug an den Kontrollfäden und ist in der Regel unkompliziert. Nach der Entfernung kehrt die Fertilität rasch zurück.

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann auch Mirena Nebenwirkungen verursachen, die jedoch nicht bei jeder Anwenderin auftreten müssen.

Sehr häufig, also bei mehr als einer von zehn Anwenderinnen, kommt es in den ersten Monaten zu unregelmäßigen Blutungen oder Schmierblutungen (Spotting).

Diese normalisieren sich in der Regel mit der Zeit, und viele Anwenderinnen entwickeln im weiteren Verlauf eine sehr schwache Menstruation oder eine Amenorrhoe.

Häufige Nebenwirkungen umfassen Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Unterbauchschmerzen und Akne.

Ovarialzysten werden bei einem relevanten Anteil der Anwenderinnen beobachtet, sind in der Mehrzahl der Fälle jedoch asymptomatisch und bilden sich spontan zurück.

Gelegentlich berichten Anwenderinnen über eine Gewichtszunahme, Libidoveränderungen oder Haarausfall.

Eine seltene, aber ernste Komplikation ist die Uterusperforation während der Insertion, die bei weniger als einer von tausend Anwenderinnen auftritt.

Weitere seltene Komplikationen sind die Ausstoßung des IUP (Expulsion) und eine aufsteigende Infektion.

Bei Auftreten von starken Unterleibsschmerzen, Fieber oder Ausfluss mit ungewöhnlichem Geruch sollten Patientinnen umgehend ärztliche Hilfe suchen; im Notfall ist die 112 zu rufen.

Kontraindikationen

Mirena darf nicht angewendet werden bei bestehender oder vermuteter Schwangerschaft, bei aktiven oder rezidivierenden Beckeninflammationen (Pelvic Inflammatory Disease, PID), bei einer ungeklärten vaginalen Blutung, bei bekanntem oder vermutetem Gebärmutter- oder Zervixkarzinom, bei einer Uterusfehlbildung oder Myomen, die die Gebärmutterhöhle verformen, sowie bei einer Levonorgestrel-Überempfindlichkeit.

Auch bei akuten Lebererkrankungen oder Lebertumoren ist die Anwendung kontraindiziert.

Frauen, die in der Vergangenheit eine ektope Schwangerschaft erlitten haben, sollten mit ihrem Arzt besprechen, ob Mirena für sie geeignet ist, da das Risiko einer Eileiterschwangerschaft zwar insgesamt niedrig ist, bei einer ungewollten Schwangerschaft mit liegendem IUP jedoch erhöht sein kann.

Der behandelnde Gynäkologe wird vor der Insertion eine sorgfältige Anamnese erheben und die Gebärmutterhöhle ausmessen, um die individuelle Eignung zu prüfen.

Wechselwirkungen

Da Mirena lokal in der Gebärmutter wirkt und nur geringe Mengen Levonorgestrel in den Blutkreislauf gelangen, sind klinisch relevante Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln seltener als bei systemisch wirksamen Hormonen.

Dennoch können Enzyminduktoren wie bestimmte Antiepileptika (Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital), Rifampicin und einige antiretrovirale Medikamente theoretisch die Wirksamkeit beeinflussen, wenngleich die klinische Relevanz bei einem lokalen IUP-System geringer eingeschätzt wird als bei oralen Kontrazeptiva.

Patientinnen, die Dauermedikamente einnehmen, sollten ihren Gynäkologen vollständig über alle eingenommenen Präparate informieren, damit die individuelle Situation bewertet werden kann.

Wechselwirkungen mit Antibiotika, die früher für orale Kontrazeptiva diskutiert wurden, sind für Mirena nicht belegt. Der Arzt oder Apotheker kann im Zweifelsfall eine genaue Prüfung der Medikamentenliste vornehmen.

Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit

Mirena ist während einer bestehenden Schwangerschaft kontraindiziert.

Wird unter liegendem IUP eine Schwangerschaft festgestellt, sollte das System so schnell wie möglich entfernt werden, sofern die Kontrollfäden sichtbar sind, da ein verbleibendes IUP das Risiko eines Spontanaborts, einer Frühgeburt und einer Infektion erhöht.

Ist eine Entfernung nicht möglich, muss die Patientin über die Risiken aufgeklärt werden und engmaschig überwacht werden.

Nach einer Geburt oder einem Schwangerschaftsabbruch im zweiten Trimester sollte vor der Insertion mindestens sechs Wochen gewartet werden, bis sich der Uterus vollständig zurückgebildet hat.

In der Stillzeit kann Mirena angewendet werden; die Menge an Levonorgestrel, die in die Muttermilch übergeht, gilt als klinisch nicht relevant für das gestillte Kind.

Der Gynäkologe wird im Einzelfall die Nutzen-Risiko-Abwägung individuell besprechen.

Aufbewahrung

Mirena wird steril verpackt geliefert und darf nicht über 30 Grad Celsius gelagert werden.

Die Originalverpackung schützt das System vor Feuchtigkeit und Beschädigung und sollte bis unmittelbar vor der Insertion geschlossen bleiben.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist auf der Verpackung aufgedruckt; abgelaufene Produkte dürfen nicht verwendet werden.

Da Mirena ausschließlich vom Arzt eingesetzt wird, liegt die Verantwortung für die korrekte Lagerung in der Regel bei der Arztpraxis oder Apotheke.

Patientinnen müssen das Gerät selbst nicht zu Hause aufbewahren.

Häufig gestellte Fragen

Wie sicher ist Mirena als Verhütungsmittel? . Mirena gehört zu den sichersten reversiblen Verhütungsmethoden, die derzeit verfügbar sind.

Der Pearl-Index liegt unter 0,2, was bedeutet, dass bei 1000 Anwenderinnen in einem Jahr weniger als zwei ungewollte Schwangerschaften auftreten.

Diese Zuverlässigkeit ist vergleichbar mit einer Sterilisation, jedoch vollständig reversibel.

Schmerzt die Einlage von Mirena? . Viele Frauen berichten während der Insertion von krampfartigen Schmerzen, die denen einer starken Menstruationsblutung ähneln. Die Intensität variiert individuell.

Der Gynäkologe kann vorab ein Schmerzmittel empfehlen. In den Stunden nach der Insertion können Beschwerden anhalten, klingen aber in der Regel ab.

Wann kehrt die Fruchtbarkeit nach dem Entfernen zurück? . Die Fertilität kehrt nach der Entfernung von Mirena rasch zurück.

Die meisten Frauen sind bereits im ersten Monat nach der Entfernung wieder ovulationsfähig.

Klinische Daten zeigen, dass die Schwangerschaftsraten nach Mirena-Entfernung mit denen von Frauen vergleichbar sind, die nie ein IUP getragen haben.

Kann Mirena bei nulliparen Frauen eingesetzt werden? . Ja, Mirena kann grundsätzlich auch bei Frauen eingesetzt werden, die noch keine Geburt hatten (nullipar).

Der Gynäkologe wird die Uterusgröße vorab messen und prüfen, ob die Cavumlänge ausreichend ist.

In manchen Fällen kann die Insertion etwas schwieriger sein, ist aber in der Regel erfolgreich durchführbar.

Was passiert, wenn die Menstruation unter Mirena ausbleibt? . Eine Amenorrhoe unter Mirena ist eine bekannte und häufige Begleiterscheinung und gilt medizinisch nicht als besorgniserregend.

Sie ist Folge der lokalen Suppression des Endometriums. Wenn die Menstruation ausbleibt und eine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen werden kann, sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.

Ansonsten ist die Amenorrhoe unter Mirena für die meisten Frauen als angenehme Nebenerscheinung zu bewerten.

Wird Mirena von der GKV erstattet? . In Deutschland erstatten die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) Mirena bei Frauen bis zum vollendeten 22.

Lebensjahr, wenn das IUP zur Verhütung eingesetzt wird.

Für ältere Frauen übernimmt die GKV die Kosten in der Regel nur bei medizinischer Indikation, etwa bei Hypermenorrhoe oder im Rahmen einer Hormonersatztherapie.

Die genauen Erstattungsmodalitäten sollten vorab mit der Krankenkasse und dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Welche Kontrollen sind nach der Einlage notwendig? . Nach der Insertion von Mirena wird empfohlen, nach vier bis zwölf Wochen eine Kontrolluntersuchung beim Gynäkologen wahrzunehmen.

Dabei prüft der Arzt die korrekte Lage des IUP und kontrolliert die Kontrollfäden.

Danach sind in der Regel jährliche gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen ausreichend, es sei denn, es treten Beschwerden auf.

Quellen

  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de
  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de
  • Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de
  • Gelbe Liste Pharmindex: www.gelbe-liste.de
  • Bayer AG: Fachinformation Mirena, aktuelle Fassung

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