Mounjaro

Mounjaro (Tirzepatid) ist ein dualer GIP- und GLP-1-Rezeptoragonist, der zur Behandlung von Typ-2-Diabetes mellitus und zur Gewichtsreduktion bei Erwachsenen eingesetzt wird.

Das Präparat wird einmal wöchentlich als subkutane Injektion verabreicht und erzielt in klinischen Studien signifikante Verbesserungen der Blutzuckereinstellung sowie eine ausgeprägte Gewichtsreduktion.

In Deutschland ist Mounjaro verschreibungspflichtig und wird nach Diagnosestellung durch den Haus- oder Facharzt verordnet.

Möchten Sie Mounjaro ohne Rezept kaufen?

Über Prescriptsy können Sie Mounjaro mit einer Online-Konsultation bestellen. Unsere lizenzierten Partnerapotheken liefern Originalmedikamente mit diskretem Versand.

Mounjaro bei Prescriptsy

Mounjaro wird auf Prescriptsy als unabhängige Produktinformation beschrieben.

Hier lesen Sie, wie die Online-Konsultation funktioniert, welche medizinischen Prüfungen Partnerkliniken durchführen und welche Faktoren Sie vor der Auswahl eines Anbieters vergleichen sollten.

Wir verkaufen selbst keine Medikamente, sondern helfen Ihnen, zugelassene Anbieter nach Preis, Lieferzeit, Service und Zuverlässigkeit zu vergleichen.

Einleitung

Mounjaro ist der Markenname des Wirkstoffs Tirzepatid, der von Eli Lilly entwickelt wurde und zur Klasse der dualen Inkretinrezeptoragonisten gehört.

Tirzepatid ist das erste Arzneimittel, das sowohl den Glucoseabhängigen Insulinotropen Polypeptid-Rezeptor (GIP-Rezeptor) als auch den Glucagon-ähnlichen Peptid-1-Rezeptor (GLP-1-Rezeptor) aktiviert.

Diese duale Wirkung unterscheidet Mounjaro grundlegend von den reinen GLP-1-Agonisten wie Semaglutid oder Liraglutid.

In der Europäischen Union hat Mounjaro die Zulassung für die Behandlung von Typ-2-Diabetes mellitus bei Erwachsenen erhalten, und in Deutschland wurde zusätzlich die Zulassung für das Gewichtsmanagement unter dem Markennamen Mounjaro (für Diabetes) erteilt.

Ein weiteres Produkt des gleichen Wirkstoffs, Zepbound, ist für die Gewichtsindikation zugelassen, aber in Deutschland noch nicht verfügbar.

Das BfArM, der G-BA und das IQWiG haben die klinischen Daten zu Tirzepatid eingehend bewertet.

Angesichts der erheblichen medizinischen und pharmakopolitischen Bedeutung von Mounjaro in Deutschland, insbesondere bezüglich der GKV-Erstattung und des Off-Label-Use bei Adipositas ohne Diabetes, gibt die folgende Information einen umfassenden Überblick über das Präparat.

Wirkungsmechanismus

Tirzepatid ist ein synthetisches Peptid, das als Agonist sowohl am GIP-Rezeptor als auch am GLP-1-Rezeptor wirkt.

Beide Rezeptoren gehören zur Familie der G-Protein-gekoppelten Rezeptoren und werden auf Betazellen der Bauchspeicheldrüse, in Gehirnregionen, die Sättigung und Energiehomöostase regulieren, sowie in Fettgewebe und Magen-Darm-Trakt exprimiert.

Die gleichzeitige Aktivierung beider Rezeptoren bewirkt eine synergistische Steigerung der glukoseabhängigen Insulinsekretion, eine Suppression der Glukagonsekretion, eine Verlangsamung der Magenentleerung, eine Reduktion des Appetits und des Kalorienverbrauchs sowie eine Verbesserung der Insulinsensitivität.

Gegenüber reinen GLP-1-Agonisten erzielt Tirzepatid in Studien stärkere Effekte auf die HbA1c-Reduktion und auf das Körpergewicht, was auf die zusätzliche GIP-Rezeptoragonisierung zurückgeführt wird.

Die genauen Mechanismen der GIP-Komponente sind noch Gegenstand der wissenschaftlichen Forschung, aber aktuelle Daten deuten auf additive Effekte auf die Betazellfunktion und den Fettstoffwechsel hin.

Indikationen

Mounjaro ist in Deutschland zugelassen zur Behandlung von Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes mellitus zur Verbesserung der Blutzuckereinstellung, wenn Diät und Bewegung allein nicht ausreichen.

Es kann als Monotherapie (wenn Metformin nicht vertragen wird) oder in Kombination mit anderen Antidiabetika eingesetzt werden.

Zudem ist Mounjaro in der EU als ergänzende Therapie zu einer kalorienreduzierten Ernährung und gesteigerter körperlicher Aktivität zur Gewichtsreduktion bei Erwachsenen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von mindestens 30 kg/m2 oder einem BMI von mindestens 27 kg/m2 in Verbindung mit mindestens einer gewichtsbezogenen Komorbidität (z.

B. Typ-2-Diabetes, Hypertonie, Dyslipidämie) zugelassen. In Deutschland ist die GKV-Erstattung für die Adipositas-Indikation aktuell eingeschränkt; Patienten sollten die Erstattungssituation mit ihrer Krankenkasse klären.

Dosierung und Anwendung

Mounjaro wird einmal pro Woche als subkutane Injektion verabreicht, vorzugsweise in Bauch, Oberschenkel oder Oberarm.

Die Behandlung beginnt mit einer Einstiegsdosis von 2,5 mg pro Woche für vier Wochen.

Danach wird die Dosis schrittweise um 2,5 mg alle vier Wochen erhöht, bis die empfohlene Erhaltungsdosis von 5 mg, 10 mg oder 15 mg pro Woche erreicht ist.

Die Titration folgt dem individuellen Ansprechen und der Verträglichkeit. Die maximale empfohlene Dosis beträgt 15 mg pro Woche.

Mounjaro ist als Fertigpen erhältlich; die Patienten werden vom Arzt oder in der Diabetesberatung in die korrekte Injektionstechnik eingewiesen. Die Injektionsstelle sollte jede Woche gewechselt werden.

Die wöchentliche Injektion kann an jedem Wochentag erfolgen, sollte aber stets am gleichen Wochentag gegeben werden.

Wenn eine Injektion vergessen wurde, kann sie innerhalb von vier Tagen nachgeholt werden; danach wird zur nächsten planmäßigen Injektion übergegangen.

Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen von Mounjaro betreffen den Gastrointestinaltrakt. Sehr häufig (mehr als 1 von 10 Patienten) sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Verstopfung, besonders in der Aufdosierungsphase.

Diese Symptome sind in der Regel vorübergehend und nehmen mit fortgesetzter Therapie ab.

Häufige Nebenwirkungen (1 bis 10 von 100 Patienten) umfassen Bauchschmerzen, verminderter Appetit, Dyspepsie, Aufstoßen, Sodbrennen, Haarausfall sowie Reaktionen an der Injektionsstelle (Rötung, Schwellung, Juckreiz).

In klinischen Studien trat Hypoglykämie vor allem in Kombination mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen auf. Seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkungen umfassen akute Pankreatitis, Cholezystitis (Gallenblasenentzündung) und Gallensteinkrankheit.

Bei starken anhaltenden Bauchschmerzen, die in den Rücken ausstrahlen, muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden, da dies ein Zeichen einer Pankreatitis sein kann. Im Notfall: 112 anrufen.

Kontraindikationen

Mounjaro ist kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Tirzepatid oder einen der sonstigen Bestandteile. Es darf nicht bei Typ-1-Diabetes mellitus oder diabetischer Ketoazidose angewendet werden.

Auch für Patienten mit einer persönlichen oder familiären Vorgeschichte einer medullären Schilddrüsenkarzinomserkrankung oder einem Multiplen Endokrinen Neoplasie-Syndrom Typ 2 (MEN 2) ist Mounjaro aufgrund tierexperimenteller Befunde kontraindiziert.

Eine schwere gastrointestinale Erkrankung, die die Magenentleerung beeinträchtigt (z. B. schwere Gastroparese), stellt ebenfalls eine Kontraindikation dar.

Die Anwendung bei Schwangeren und Stillenden ist nicht empfohlen; Frauen im gebärfähigen Alter sollten eine effektive Verhütung anwenden.

Wechselwirkungen

Tirzepatid verlangsamt die Magenentleerung und kann dadurch die Resorptionsgeschwindigkeit oral eingenommener Arzneimittel beeinflussen.

Besonders relevant ist die mögliche Beeinflussung der Wirksamkeit oraler Kontrazeptiva: Frauen, die hormonelle Empfängnisverhütungsmittel in oraler Form einnehmen, sollten während der ersten vier Wochen nach Beginn einer Mounjaro-Behandlung und nach jeder Dosiserhöhung für vier weitere Wochen zusätzlich eine Barrieremethode verwenden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Insulin oder Insulinsekretagoga (Sulfonylharnstoffe) ist das Hypoglykämierisiko erhöht; eine Dosisreduktion dieser Präparate kann erforderlich sein. Patienten mit Antikoagulanzientherapie (z. B.

Warfarin) sollten engmaschiger überwacht werden, da Veränderungen der Magenentleerungszeit die INR-Stabilität beeinflussen können.

Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit

Mounjaro sollte mindestens einen Monat vor einer geplanten Schwangerschaft abgesetzt werden, da Tirzepatid aufgrund seiner langen Halbwertszeit noch einige Wochen nach der letzten Injektion im Körper nachweisbar ist.

Tierexperimentelle Studien zeigen bei hohen Dosen teratogene Effekte, wenngleich die klinische Relevanz für den Menschen unklar ist. Da keine ausreichenden Humandaten vorliegen, ist Mounjaro in der Schwangerschaft kontraindiziert.

Bei einer ungewollt eingetretenen Schwangerschaft unter Mounjaro muss die Patientin sofort den behandelnden Arzt informieren.

In der Stillzeit wird Mounjaro nicht empfohlen, da nicht bekannt ist, ob Tirzepatid in die Muttermilch übergeht. Frauen im gebärfähigen Alter sollten eine wirksame Verhütung anwenden.

Aufbewahrung

Mounjaro-Fertigpens müssen im Kühlschrank bei 2 bis 8 Grad Celsius aufbewahrt werden. Sie dürfen nicht eingefroren werden; ein gefrorener Pen darf nicht verwendet werden.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Mounjaro kann für bis zu 21 Tage ausserhalb des Kühlschranks bei Temperaturen bis zu 30 Grad Celsius aufbewahrt werden, danach ist er zu verwerfen.

Der Pen sollte vor direktem Sonnenlicht geschützt werden.

Nach der ersten Verwendung muss der Pen nach Ablauf von 21 Tagen entsorgt werden, auch wenn noch Wirkstoff darin vorhanden ist.

Gebrauchte Pens und Nadeln sind über einen Kanülenentsorgungsbehälter zu entsorgen.

Häufig gestellte Fragen

Was unterscheidet Mounjaro von Ozempic? . Ozempic enthält den Wirkstoff Semaglutid und ist ein reiner GLP-1-Agonist. Mounjaro enthält Tirzepatid und aktiviert zusätzlich den GIP-Rezeptor.

In direkten Vergleichsstudien (SURPASS-2) erzielte Tirzepatid eine stärkere HbA1c-Senkung und einen grösseren Gewichtsverlust als Semaglutid 1 mg. Dennoch ist die individuelle Verträglichkeit und das Ansprechen patientenabhängig.

Wird Mounjaro von der GKV erstattet? .

Fuer die Indikation Typ-2-Diabetes mellitus kann Mounjaro bei entsprechender Indikation durch den behandelnden Arzt verordnet und von der GKV erstattet werden, sofern die Therapie den Leitlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft entspricht.

Fuer die Indikation Adipositas ohne Diabetes besteht aktuell keine GKV-Erstattung; Patienten müssen die Kosten in diesem Fall selbst tragen oder eine private Krankenversicherung anfragen.

Die Erstattungssituation kann sich ändern; aktuelle Informationen liefert der behandelnde Arzt oder die Krankenkasse.

Wie viel Gewicht kann ich mit Mounjaro verlieren? .

In der SURMOUNT-1-Studie verloren Patienten ohne Diabetes unter Tirzepatid 15 mg nach 72 Wochen durchschnittlich etwa 20 Prozent ihres Ausgangskörpergewichts.

Diese Ergebnisse sind deutlich höher als die mit reinen GLP-1-Agonisten erzielten Werte.

Der individuelle Gewichtsverlust hängt jedoch von vielen Faktoren ab, darunter Ausgangskörpergewicht, Ernaehrungs- und Bewegungsverhalten sowie individuelle Stoffwechsellage.

Muss ich meine Ernaehrung während der Mounjaro-Therapie umstellen? . Mounjaro wird als Ergaenzung zu einer kalorienreduzierten Ernährung und gesteigerter körperlicher Aktivität eingesetzt, nicht als Ersatz dafür.

Eine gesunde Ernährung und regelmässige Bewegung potenzieren den therapeutischen Effekt. Diabetologen und Ernährungsberater können individuelle Ernährungsempfehlungen erarbeiten, die auf die Therapie abgestimmt sind.

Kann ich Mounjaro selbst zu Hause injizieren? . Ja. Mounjaro ist als Fertigpen konzipiert, der für die Selbstinjektion durch den Patienten geeignet ist.

Nach einer Einweisung durch den Arzt oder die Diabetesberatung können Patienten die wöchentliche Injektion selbst vornehmen.

Die Injektionstechnik, die korrekte Lagerung und die Entsorgung gebrauchter Nadeln werden in der Schulung erläutert.

Was tue ich, wenn ich eine Injektion vergesse? .

Wenn die Injektion innerhalb von vier Tagen nach dem regulären Injektionstag nachgeholt werden kann, sollte dies so bald wie möglich geschehen.

Liegt die vergessene Injektion mehr als vier Tage zurück, wird die nächste reguläre Dosis zum geplanten Wochentag eingenommen. Eine doppelte Dosis darf nicht gegeben werden.

Welche Kontrollen sind bei Mounjaro-Therapie notwendig?
Regelmässige ärztliche Kontrollen umfassen HbA1c-Messungen alle drei Monate (oder seltener bei stabiler Einstellung), Gewichtskontrolle, Nierenfunktionswerte, Blutdruckmessung sowie Untersuchungen auf Zeichen einer Pankreatitis oder Gallenblasenerkrankung, wenn entsprechende Symptome auftreten. Der Hausarzt koordiniert die Verlaufsbeobachtung.

Quellen

  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de
  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de
  • Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de
  • Gelbe Liste Pharmindex: www.gelbe-liste.de
  • Eli Lilly: Fachinformation Mounjaro, aktuelle Fassung
  • Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG): Leitlinien Diabetologie, aktuelle Fassung

Vergleichen Sie ähnliche Medikamente

Abasaglar Abasaglar ist ein langwirksames Biosimilar-Insulin (Insulin glargin) zur einmal taeglichen Behandlung von Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2.

Es sorgt fuer eine gleichmaes Diamicron Diamicron (Wirkstoff: Gliclazid) ist ein orales Antidiabetikum aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe und wird zur Behandlung von Typ-2-Diabetes mellitus bei Erwachsenen e Gliclazid Gliclazid ist ein oraler Blutzuckersenker aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe, der zur Behandlung des Typ-2-Diabetes mellitus eingesetzt wird, wenn Diät und Bewegung al Janumet Janumet ist eine orale Fixkombination aus Sitagliptin (DPP-4-Inhibitor) und Metformin zur Behandlung von Typ-2-Diabetes mellitus bei Erwachsenen, wenn eine Monotherapie z Jardiance Jardiance (Empagliflozin) ist ein SGLT2-Hemmer zur Behandlung von Typ-2-Diabetes mellitus und symptomatischer chronischer Herzinsuffizienz bei Erwachsenen.

Das verschreib Jentadueto Jentadueto ist eine Fixdosiskombination aus Linagliptin (DPP-4-Hemmer) und Metformin (Biguanid) zur Behandlung von Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes mellitus, wenn eine Metf Lantus Lantus (Insulinglargin 100 Einheiten/ml) ist ein langwirksames Basalinsulin fuer Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren mit Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2.

Es wird einmal Levemir Levemir (Insulindetemir) ist ein langwirksames Insulinanalogon zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 bei Erwachsenen sowie Kindern ab zwei Jahren.

Als Basa

Behandlungskategorien

Weiter navigieren