Seebri
Seebri (Glycopyrronium) ist ein langwirksamer Anticholinergikum-Bronchodilatator (LAMA), der zur Bronchialerweiterung bei Erwachsenen mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) eingesetzt wird.
Der Wirkstoff Glycopyrroniumchlorid wird einmal taeglich inhaliert und hemmt die Bronchokonstriktion, indem er muskarinerge M3-Rezeptoren in der glatten Muskulatur der Atemwege blockiert.
In Deutschland ist Seebri als Breezhaler und in Kombinationspraeparaten (z.B. Ultibro) erhaeltlich und kann im Rahmen der GKV verordnet werden.
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Seebri (Glycopyrronium), Umfassender medizinischer Ratgeber zur COPD-Behandlung
Seebri ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Behandlung der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) bei Erwachsenen.
Der Wirkstoff Glycopyrroniumchlorid (50 Mikrogramm pro Kapsel) ist ein langwirksamer Anticholinergikum-Bronchodilatator (LAMA, Long-Acting Muscarinic Antagonist), der einmal taeglich inhaliert wird.
Seebri ist in Deutschland durch die Europaeische Arzneimittelagentur (EMA) zugelassen und steht als Einzelpraeparat (Seebri Breezhaler) sowie als Kombinationspraeparat mit Indacaterol (einem LABA) unter dem Namen Ultibro Breezhaler zur Verfuegung.
Wirkungsmechanismus
Glycopyrronium ist ein kompetitiver Antagonist an muskarinergen Acetylcholinrezeptoren, insbesondere an den M3-Rezeptoren in der glatten Muskulatur der Atemwege.
Durch die Blockade dieser Rezeptoren wird die cholinerge Bronchokonstriktion gehemmt, die Verengung der Bronchien durch den Parasympathikus wird unterdrueckt und die Atemwege weiten sich.
Im Vergleich zu anderen LAMA-Substanzen wie Tiotropium (Spiriva) zeichnet sich Glycopyrronium durch einen rascheren Wirkungseintritt aus, der innerhalb von 5 Minuten nach der Inhalation messbar ist.
Die bronchodilatatorische Wirkung haelt ueber 24 Stunden an, was die einmal taegliche Anwendung ermoeglicht. Durch die Erweiterung der Atemwege verbessert Seebri die Lungenfunktion (FEV1 und FVC), reduziert die Ueberblahung der Lunge und erleichtert damit die Atmung bei COPD-Patienten im Alltag.
Indikationen
Seebri ist indiziert als Bronchodilatations-Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patienten mit COPD. Es ist nicht fuer die Behandlung von Asthma bronchiale zugelassen.
Gemaess der deutschen Versorgungsleitlinie COPD und den Empfehlungen des G-BA wird Seebri als LAMA-Monotherapie in der COPD-Gruppe A und B sowie als Teil einer dualen LAMA/LABA-Therapie in Gruppe B bis D eingesetzt.
Die Entscheidung fuer Seebri oder ein anderes LAMA-Praeparat wird in der Regel vom behandelnden Lungenfacharzt (Pneumologen) oder Hausarzt auf Basis der individuellen Patientensituation, Komorbiditaeten und Praeferenzen getroffen.
Seebri ist grundsaetzlich im GKV-Leistungskatalog verordnungsfaehig, unterliegt jedoch den Beschluessen des G-BA und den Wirtschaftlichkeitsvorgaben der Kassenvertraege.
Dosierung und Anwendung
Die Standarddosis betraegt eine Kapsel (50 Mikrogramm Glycopyrroniumchlorid) einmal taeglich, inhaliert mit dem Seebri Breezhaler.
Es ist wichtig, die Kapseln ausschliesslich mit dem Breezhaler zu inhalieren und sie nicht zu schlucken.
Der Breezhaler ist ein Einzeldosis-Trockenpulverinhalator, der einfach zu bedienen ist und durch das charakteristische Rattern der Kapsel bestaetigt, dass eine korrekte Inhalation stattfindet.
Nebenwirkungen
Die haeufigsten Nebenwirkungen von Seebri sind anticholinerger Natur und umfassen Mundtrockenheit, Harnwegsinfektion und Verstopfung. Bei bestimmungsgemaessem Gebrauch sind die Nebenwirkungen im Allgemeinen mild bis moderat.
Schwerwiegendere Nebenwirkungen wie paradoxer Bronchospasmus oder schwere allergische Reaktionen sind selten, erfordern aber sofortiges aerztliches Handeln.
Kontraindikationen
Seebri ist kontraindiziert bei Patienten mit Ueberempfindlichkeit gegen Glycopyrronium oder Laktose sowie bei der Behandlung von Asthma. Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit engwinkeligen Glaukom, Prostatahyperplasie oder Blasenhalsobstruktion.
Wechselwirkungen
Die gleichzeitige Anwendung von Seebri mit anderen anticholinergen Arzneimitteln kann zu einer Verstaerkung der anticholinergen Nebenwirkungen fuehren.
Dazu gehoeren trizyklische Antidepressiva, Antihistaminika der ersten Generation, Antipsychotika und andere inhalative Anticholinergika wie Tiotropium oder Aclidinium. Eine Kombination mit anderen LAMA-Praeparaten ist zu vermeiden.
Ihre aktuelle Medikamentenliste sollte Ihrem Arzt und Apotheker bekannt sein.
Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit
Die Datenlage zur Anwendung von Glycopyrronium in der Schwangerschaft beim Menschen ist begrenzt. Tierexperimentelle Daten haben keine direkten schaedlichen Auswirkungen in Bezug auf Reproduktionstoxizitaet gezeigt.
Da die systemische Exposition nach Inhalation sehr gering ist, wird das Risiko als niedrig eingeschaetzt, jedoch sollte eine Anwendung nur nach sorgfaeltiger aerztlicher Abwaegung erfolgen.
In der Stillzeit ist nicht bekannt, ob Glycopyrronium in die Muttermilch uebergeht. Aufgrund des theoretischen Risikos sollte die Anwendung in der Stillzeit nur nach aerztlicher Empfehlung erfolgen.
Aufbewahrung
Die Kapseln fuer den Seebri Breezhaler sind bei Raumtemperatur (nicht ueber 25 Grad Celsius) in der Originalverpackung aufzubewahren, um die Kapseln vor Feuchtigkeit zu schuetzen.
Der Breezhaler selbst darf nicht gewaschen werden; bei Bedarf kann er mit einem trockenen Tuch gereinigt werden.
Nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfalldatum sollte das Praeparat nicht mehr verwendet werden.
Haeufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Seebri und Spiriva (Tiotropium)?
Beide Praeparate gehoeren zur Klasse der LAMA-Bronchodilatoren, unterscheiden sich aber in einigen Punkten. Seebri (Glycopyrronium) hat einen schnelleren Wirkungseintritt (innerhalb von 5 Minuten) als Tiotropium.
Klinische Studien zeigen eine vergleichbare Wirksamkeit bei COPD. Die Wahl zwischen beiden haengt von den individuellen Patientenpraeferenzen, dem Inhalationsgeraet und Begleiterkrankungen ab.
Ihr Lungenfacharzt kann die fuer Sie geeignetste Therapie empfehlen.
Kann Seebri bei Asthma angewendet werden?
Nein. Seebri ist nicht fuer die Behandlung von Asthma bronchiale zugelassen. Fuer Asthmapatienten stehen andere zugelassene Medikamente zur Verfuegung. Die Diagnose COPD muss durch spirometrische Untersuchung gesichert sein, bevor Seebri verordnet wird.
Was mache ich, wenn ich bei einem COPD-Anfall Seebri genommen habe, aber keine Besserung eintritt?
Seebri ist keine Notfallmedikation und wirkt nicht schnell genug fuer akute Atemnot. Bei einem COPD-Anfall sollten Sie Ihr kurzwirksames Bronchodilatator-Spray (SABA, z.B. Salbutamol) verwenden.
Wenn sich Ihre Atemnot trotzdem nicht bessert oder schwer wird, rufen Sie sofort den Notruf 112 an.
Wird Seebri von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet?
Ja, Seebri kann in Deutschland im Rahmen der GKV verordnet werden. Der G-BA hat den Zusatznutzen von Glycopyrronium im COPD-Bereich bewertet. Die konkrete Erstattungsfaehigkeit und eventuelle Zuzahlungen richten sich nach dem individuellen Versicherungsvertrag und der jeweiligen Krankenkasse.
Kann ich den Breezhaler verwenden, wenn ich eine Laktoseintoleranz habe?
Die Kapseln fuer den Seebri Breezhaler enthalten Laktose als Hilfsstoff.
Die Menge ist sehr gering und wird in der Regel auch von Patienten mit Laktoseintoleranz gut vertragen, da das Pulver inhaliert und nicht geschluckt wird.
Wenn Sie jedoch eine schwere Milchproteinallergie haben, sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrem Arzt.
Wie oft sollte ich den Breezhaler reinigen?
Der Breezhaler sollte mindestens einmal pro Woche gereinigt werden. Verwenden Sie ein trockenes Tuch oder Papier, um das Mundstuck und die Kapselkammer zu reinigen.
Verwenden Sie kein Wasser, da der Inhalator nicht nass werden darf. Der Breezhaler wird mit jeder neuen Packung Seebri ausgetauscht.
Welche Symptome deuten darauf hin, dass meine COPD sich verschlechtert?
Typische Zeichen einer COPD-Exazerbation sind zunehmende Atemnot, verstaerkter Husten, erhoehte Schleimproduktion und moegliche Verfaerbung des Auswurfs (gelblich oder gruenlich). Auch Fieber, Schweissausbrueche oder ein allgemeines Unwohlsein koennen auftreten.
Bei einer akuten Verschlechterung sollten Sie umgehend Ihren Arzt aufsuchen oder bei schwerer Atemnot den Notruf 112 anrufen.
COPD-Versorgung in Deutschland
In Deutschland leiden gemaess Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) und des Bundesgesundheitssurveys rund 5 bis 10 % der Erwachsenen an COPD; viele Faelle bleiben lange unerkannt.
Die Diagnose wird durch Spirometrie gesichert: Ein Tiffeneau-Index (FEV1/FVC) unter 0,70 nach Bronchodilatation ist das diagnostische Kriterium fuer eine obstruktive Ventilationsstoerung.
Die COPD wird nach der GOLD-Klassifikation (Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease) in Schwergrade I bis IV eingeteilt.
Die Behandlung von COPD in Deutschland erfolgt gemaess der S2k-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft fuer Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) und dem Deutschen Institut fuer Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI).
Seebri ist als Teil der medikamentoesen Stufentherapie anerkannt. Hausaerzte und Pneumologen koennen Seebri im Rahmen der GKV verordnen.
Disease-Management-Programme (DMP) fuer COPD bieten eine strukturierte Versorgung und regelmaessige Verlaufskontrollen fuer GKV-Patienten.
Rauchstopp als wichtigste Praevention
Der Rauchstopp ist die wirksamste und wichtigste Massnahme, um das Fortschreiten einer COPD zu verlangsamen.
Seebri kann zwar die Symptome lindern und die Lungenfunktion verbessern, aber kein Medikament kann den Schaden durch weiteres Rauchen vollstaendig aufhalten.
Patienten, die rauchen, sollten unbedingt einen Rauchstoppprogramm in Betracht ziehen.
In Deutschland bieten viele Krankenkassen im Rahmen von Praventionsprogrammen gemaess Paragraf 20 SGB V Zuschueffe oder kostenlose Teilnahme an zertifizierten Rauchstoppprogrammen an.
Die Bundeszentrale fuer gesundheitliche Aufklaerung (BZgA) bietet unter www.rauchfrei.de kostenlose Beratung an.
Rehabilitation und Lungensport sind weitere wichtige Bausteine der COPD-Therapie. Pulmonale Rehabilitation verbessert die Lebensqualitaet, reduziert Exazerbationen und foerdert die koerperliche Leistungsfaehigkeit. Patientenorganisationen wie die Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V. bieten Beratung und Unterstuetzung fuer COPD-Betroffene in Deutschland.
Selbstmanagement und Monitoring bei COPD
Patienten mit COPD, die Seebri anwenden, profitieren von einem aktiven Selbstmanagement.
Dazu gehoert die regelmaessige Messung der Lungenfunktion mit einem Peak-Flow-Meter oder einem Spirometer fuer zu Hause, das Fuehren eines Symptom-Tagebuchs und das Beachten von fruehen Warnzeichen einer Exazerbation.
Viele Pneumologen und Hausaerzte empfehlen strukturierte COPD-Schulungen, bei denen Patienten lernen, wie sie ihren Zustand einschaetzen und eigenstaendig reagieren koennen.
Telemedizinische Angebote nehmen in der deutschen COPD-Versorgung zu.
Einige Krankenkassen bieten digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) an, die gemaess Paragraf 33a SGB V als Leistung der GKV erstattet werden koennen und COPD-Patienten bei Selbstmonitoring und Therapieadhraenz unterstuetzen.
Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Krankenkasse nach geeigneten zertifizierten digitalen Angeboten.
Quellen und weiterfuehrende Informationen
- Bundesinstitut fuer Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA), Nutzenbewertung Glycopyrronium
- Institut fuer Qualitaet und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
- Gelbe Liste, Glycopyrronium
- Europaeische Arzneimittelagentur (EMA), Seebri Breezhaler EPAR
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