Siofor
Siofor ist ein Metformin-haltiges Antidiabetikum der Firma Berlin-Chemie und wird zur Behandlung des Typ-2-Diabetes mellitus eingesetzt.
Es senkt den Blutzucker vorrangig durch Hemmung der hepatischen Glukoneogenese und verbessert die Insulinsensitivitat, ohne eine Hypoglykamie zu verursachen.
Siofor ist in Deutschland verschreibungspflichtig und wird bei Indikation von der GKV erstattet.
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Siofor, Metformin zur Therapie des Typ-2-Diabetes mellitus
Siofor ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel des deutschen Pharmaunternehmens Berlin-Chemie AG und enthalt als Wirkstoff Metforminhydrochlorid.
Siofor ist in verschiedenen Dosierungen erhaltlich: Siofor 500, Siofor 850 und Siofor 1000 (500 mg, 850 mg und 1000 mg Metformin).
Siofor gehort zur Klasse der Biguanide und ist seit Jahrzehnten das am haufigsten eingesetzte orale Antidiabetikum weltweit.
In Deutschland ist Siofor durch das Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassen und wird bei entsprechender Indikation von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erstattet.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) und das Institut fur Qualitat und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) haben Metformin als Therapieoption der ersten Wahl beim Typ-2-Diabetes eingestuft.
Siofor senkt den Blutzucker effektiv, ist kostensparend und verursacht keine Gewichtszunahme, ein wesentlicher Vorteil gegenuber vielen anderen Antidiabetika.
Wirkungsmechanismus von Metformin (Siofor)
Metformin wirkt uber mehrere molekulare Mechanismen blutzuckersenkend.
Der wichtigste Mechanismus ist die Hemmung der hepatischen Glukoneogenese (Zuckerneubildung in der Leber): Metformin aktiviert das Enzym AMP-aktivierte Proteinkinase (AMPK) in den Leberzellen, was zur Unterdruckung der Gluconeogenese und Glykogenolyse fuhrt und die Leber-Glukoseproduktion deutlich reduziert.
Dadurch sinkt der Nuchternblutzucker. Zusatzlich verbessert Metformin die periphere Insulinsensitivitat, Muskel- und Fettzellen sprechen besser auf Insulin an und nehmen mehr Glukose auf.
Metformin verlangert auch die intestinale Glukoseresorption und kann uber Veranderungen des Mikrobioms positive Effekte vermitteln.
Im Gegensatz zu Sulfonylharnstoffen oder Insulin stimuliert Metformin die Insulinsekretion nicht, daher ist das Hypoglykamierisiko bei Monotherapie minimal.
Metformin hat zudem gunstige Effekte auf die Blutfette und besitzt potenzielle kardioprotektive Eigenschaften.
Zugelassene Indikationen
Siofor (Metformin) ist in Deutschland zur Behandlung des Typ-2-Diabetes mellitus bei Erwachsenen zugelassen, insbesondere wenn die Blutzuckerkontrolle durch Diat und korperliche Aktivitat allein nicht ausreicht.
Siofor kann als Monotherapie oder in Kombination mit anderen oralen Antidiabetika (z.B. Sulfonylharnstoffe, DPP-4-Hemmer, SGLT-2-Hemmer, Thiazolidindione) oder mit Insulin eingesetzt werden.
Die nationalen und europaischen Leitlinien (DDG, DGK) empfehlen Metformin als Basismedikament der ersten Wahl beim Typ-2-Diabetes, sofern keine Kontraindikationen vorliegen.
Metformin ist auch bei ubergewichtigen und adiposen Diabetikern besonders geeignet, da es das Korpergewicht nicht erhoht und leicht senken kann. Bei Typ-1-Diabetes ist Metformin nicht zugelassen.
Dosierung und Anwendung
Die Behandlung mit Siofor beginnt mit einer niedrigen Dosis, um gastrointestinale Nebenwirkungen zu minimieren. Die ubliche Startdosis betragt 500 mg oder 850 mg einmal taglich zu einer Mahlzeit.
Die Dosis wird uber 2-4 Wochen schrittweise erhoht, je nach Vertraglichkeit und Blutzuckerkontrolle. Die ubliche Erhaltungsdosis liegt bei 1500-2000 mg pro Tag, aufgeteilt auf 2-3 Einnahmen taglich.
Die maximale Tagesdosis betragt 3000 mg (3 g) bei Siofor 1000 bzw. entsprechend bei anderen Starken.
Siofor sollte stets zu oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden, um die gastrointestinale Vertraglichkeit zu verbessern. Die Tabletten sollten unzerkaut mit ausreichend Wasser geschluckt werden.
Bei geplanten Operationen oder Eingriffen mit Kontrastmittelgabe ist Siofor vor dem Eingriff abzusetzen (in der Regel 48 Stunden vorher) und erst nach gesicherter Nierenfunktion wieder anzusetzen.
Regelmassige Kontrollen von Blutglukose, HbA1c und Nierenfunktion (eGFR) sind unbedingt erforderlich.
Nebenwirkungen
Gastrointestinale Beschwerden sind die haufigsten Nebenwirkungen von Siofor: Ubelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitlosigkeit treten vor allem zu Therapiebeginn bei bis zu 20-30 Prozent der Patienten auf.
Diese Symptome sind in der Regel vorbergehend und lassen bei langsamer Dosissteigerung und Einnahme zur Mahlzeit deutlich nach.
Langfristig kann Metformin die intestinale Resorption von Vitamin B12 beeintrachtigen, was zu einem Vitamin-B12-Mangel und einer Anamie fuhren kann; regelmasige B12-Kontrollen werden empfohlen.
Die schwerwiegendste, aber sehr seltene Nebenwirkung ist die Laktazidose (Milchsaureazidose), eine lebensbedrohliche metabolische Azidose, die vor allem bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz oder Lebererkrankung auftreten kann.
Bei Zeichen einer Laktazidose (starke Schwache, Erbrechen, Bauchschmerzen, Muskelkrampfe, schnelle oder schwere Atmung) rufen Sie sofort den Notruf 112. Eine Hypoglykamie bei Metformin-Monotherapie ist sehr unwahrscheinlich.
Kontraindikationen
Siofor ist kontraindiziert bei: eingeschrankter Nierenfunktion (eGFR unter 30 ml/min, bei eGFR 30-45 ml/min mit Vorsicht und engmaschiger Kontrolle), akuten Zustanden, die zu einer Niereninsuffizienz fuhren konnen (Dehydratation, schwere Infektionen, Schock), Leberinsuffizienz, akutem oder chronischem Alkoholismus, akuter Alkoholvergiftung, klinisch manifester Herzinsuffizienz, kurzlichen Herzinfarkten, akuter diabetischer Ketoazidose oder diabetischem Pra-Koma sowie Uberempfindlichkeit gegenuber Metformin oder Hilfsstoffen.
Siofor muss vor Kontrastmitteluntersuchungen und Operationen in Vollnarkose abgesetzt werden (Rucksprache mit Arzt).
Wechselwirkungen
Alkohol verstarkt die Metformin-assoziierte Laktazidose-Gefahr und sollte vermieden werden. Jodhaltige Kontrastmittel konnen akutes Nierenversagen verursachen und damit das Laktazidose-Risiko erhohen; Siofor ist vor solchen Untersuchungen abzusetzen.
Bestimmte Arzneimittel konnen die Metformin-Exposition erhohen (z.B. Cimetidin, Ranolazin, Dolutegravir) oder uber Nierenschadigung das Laktazidose-Risiko steigern (NSAR, ACE-Hemmer in Kombination mit Diuretika).
Kortikosteroide, Sympathomimetika und Diuretika konnen den blutzuckersenkenden Effekt abschwachen. Informieren Sie Ihren Arzt vollstandig uber alle eingenommenen Medikamente.
Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit
Siofor ist wahrend der Schwangerschaft nicht die Standardtherapie; die Behandlung des Diabetes mellitus in der Schwangerschaft erfolgt in Deutschland primar mit Insulin.
Metformin kann in besonderen Fallen nach sorgfaltiger Nutzen-Risiko-Abwagung und unter arztlicher Aufsicht eingesetzt werden (z.B. Gestationsdiabetes), da Daten eine relative Sicherheit zeigen.
Die Leitlinien der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) empfehlen die Besprechung mit dem behandelnden Diabetologen oder Gynakol ogen.
Metformin geht in die Muttermilch uber; die Anwendung in der Stillzeit sollte nur nach arztlicher Abwagung erfolgen.
Aufbewahrung
Siofor-Tabletten sollten bei Raumtemperatur (unter 25 Grad Celsius), trocken und lichtgeschutzt gelagert werden. Halten Sie das Arzneimittel ausserhalb der Reichweite von Kindern.
Verwenden Sie das Praparat nicht nach dem Verfallsdatum auf der Packung. Entsorgen Sie nicht benotige Tabletten sachgerecht uber Ihre Apotheke.
Lebensstil und Diabetes-Management
Siofor ist keine Ersatztherapie fur einen gesunden Lebensstil.
Diatetische Massnahmen (ausgewogene Ernahrung, Reduktion von einfachen Kohlenhydraten und gesattigten Fetten), regelmasige korperliche Aktivitat (mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche) und Gewichtsreduktion bei Ubergewicht sind integraler Bestandteil der Typ-2-Diabetes-Therapie und sollten die medikamentose Behandlung begleiten.
Regelmassige Blutzuckerselbstmessungen und HbA1c-Kontrollen beim Hausarzt sind essenziell fur die Therapiebewertung. Schulungsprogramme fur Diabetiker (z.B.
Disease-Management-Programme der GKV) konnen helfen, den Umgang mit der Erkrankung zu erlernen und zu optimieren.
Haufig gestellte Fragen
Kann Siofor zu einem zu niedrigen Blutzucker (Hypoglykamie) fuhren?
Bei Monotherapie mit Siofor ist eine Hypoglykamie sehr selten, da Metformin die Insulinausschuttung nicht stimuliert. Das Risiko steigt jedoch bei Kombination mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin.
Nehme ich mit Siofor zu?
Nein. Siofor ist gewichtsneutral oder kann bei manchen Patienten sogar zu einer leichten Gewichtsabnahme fuhren. Dies ist ein Vorteil gegenuber Sulfonylharnstoffen und Insulin.
Muss ich vor einer Operation Siofor absetzen?
Ja. Siofor sollte vor geplanten Operationen (in der Regel 48 Stunden vorher) und vor Untersuchungen mit jodhaltigen Kontrastmitteln abgesetzt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Kann ich Siofor zusammen mit anderen Diabetes-Medikamenten einnehmen?
Ja, Siofor wird haufig in Kombination mit anderen Antidiabetika eingesetzt. Ihr Arzt wird die geeignete Kombination entsprechend Ihren individuellen Bedurfnissen wahlen.
Was ist Laktazidose und wie erkenne ich sie?
Laktazidose ist eine sehr seltene, aber lebensbedrohliche Komplikation: Zeichen sind starke Schwache, Bauchschmerzen, Muskelkrampfe, schwere Atmung und allgemeines Unwohlsein. Bei diesen Symptomen rufen Sie sofort den Notruf 112.
Wie lange dauert es, bis Siofor wirkt?
Eine Blutzuckersenkung ist bereits nach wenigen Tagen messbar. Der volle Effekt auf den HbA1c-Wert zeigt sich nach 8-12 Wochen regelmasiger Einnahme.
Wird Siofor von der Krankenkasse bezahlt?
Ja. Siofor wird bei der Indikation Typ-2-Diabetes von der GKV erstattet, abzuglich der gesetzlichen Zuzahlung. Sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse oder Ihrem Arzt.
Siofor im Vergleich zu anderen Antidiabetika
Im Spektrum der oralen Antidiabetika nimmt Metformin (Siofor) eine herausragende Stellung ein. Im Vergleich zu Sulfonylharnstoffen (z.B. Glibenclamid, Glimepirid) verursacht Metformin keine Hypoglykamien und fuhrt nicht zur Gewichtszunahme.
Gegenuber DPP-4-Hemmern (z.B. Sitagliptin, Saxagliptin) punktet Metformin durch seinen niedrigen Preis und die jahrzehntelange Sicherheitserfahrung. SGLT-2-Hemmer (z.B. Empagliflozin, Dapagliflozin) und GLP-1-Rezeptoragonisten (z.B.
Semaglutid, Liraglutid) bieten zusatzliche kardio- und nephroprotektive Vorteile und werden in der Kombination mit Metformin eingesetzt, wenn der HbA1c-Zielwert nicht erreicht wird.
Insulin bleibt die ultima ratio bei fortgeschrittenem Typ-2-Diabetes oder absolutem Insulinmangel.
Die Auswahl des geeigneten Antidiabetikums oder der Kombinationstherapie ist individuell und wird von Ihrem Hausarzt oder Diabetologen unter Berucksichtigung der deutschen und europaischen Leitlinien (DDG, DGK, EASD) sowie Ihrer individuellen Risikofaktoren und Komorbiditaten getroffen.
GKV-Patienten konnen im Rahmen der Disease-Management-Programme (DMP Diabetes mellitus Typ 2) strukturiert betreut werden.
Siofor und Langzeitergebnisse: Was sagt die Forschung?
Metformin (Siofor) ist das einzige Antidiabetikum, fur das in der UKPDS-Studie (UK Prospective Diabetes Study) eine signifikante Reduktion von Herzinfarkten bei ubergewichtigen Typ-2-Diabetikern gezeigt wurde, bei vergleichbarer Blutzuckerkontrolle wie andere Medikamente.
Metformin senkt den HbA1c im Durchschnitt um 1-2 Prozentpunkte.
Neuere Analysen zeigen mogliche Vorteile von Metformin auf die Gesamtsterblichkeit und potenzielle onkologische Schutzeffekte, wenngleich diese Befunde noch weiterer Bestatigung bedurfen.
Die Sicherheitserfahrung mit Metformin erstreckt sich uber mehr als 60 Jahre klinischer Anwendung weltweit und macht es zu einem der am besten untersuchten Medikamente uberhaupt.
Das BfArM und internationale Behordern bewerten Metformin weiterhin als sicher und wirksam bei korrekter Indikationsstellung und Uberwachung.
Quellen
- Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de
- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de
- Institut fur Qualitat und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de
- Gelbe Liste Pharmindex: www.gelbe-liste.de
- Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG): www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de
- Fachinformation Siofor, Berlin-Chemie AG
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