Symbicort

Symbicort ist ein inhalatives Kombinationspräparat aus Budesonid und Formoterol, das zur Langzeitbehandlung von Asthma bronchiale und der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) eingesetzt wird.

Es wirkt entzündungshemmend und bronchodilatatorisch zugleich und ermöglicht vielen Patienten eine bessere Lungenfunktion und eine deutliche Reduktion von Exazerbationen.

Symbicort ist in Deutschland verschreibungspflichtig und wird im Rahmen der GKV-Therapie nach den Vorgaben des G-BA erstattet.

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Einleitung: Symbicort als Kombinationstherapie bei Atemwegserkrankungen

Symbicort ist ein inhalatives Arzneimittel, das zwei Wirkstoffe in einem Inhalator vereint: das inhalative Kortikosteroid Budesonid und den langwirksamen Beta-2-Agonisten Formoterol.

Die Kombination dieser beiden pharmakologischen Wirkprinzipien erlaubt eine gleichzeitige Kontrolle der Atemwegsentzündung und eine zuverlässige Bronchodilatation.

Das Präparat wird in Deutschland von AstraZeneca vertrieben und ist sowohl als Turbuhaler (Pulverinhalator) als auch als Druckgasinhalator (pMDI) verfügbar.

In der deutschen Versorgungsrealität spielt Symbicort eine zentrale Rolle in der Stufentherapie des Asthma bronchiale sowie bei der COPD-Langzeittherapie gemäß den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat Symbicort auf Basis umfassender klinischer Studien zugelassen.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bewertet die Zweckmäßigkeit im Rahmen der frühen Nutzenbewertung, und das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) analysiert die klinische Evidenz.

Gesetzlich Versicherte (GKV) erhalten Symbicort auf Rezept ihres Hausarztes oder Pneumologen gegen Zahlung der gesetzlichen Zuzahlung.

Asthma bronchiale betrifft in Deutschland schätzungsweise 8 bis 10 Prozent der Erwachsenen, und COPD ist die vierthäufigste Todesursache weltweit. Beide Erkrankungen erfordern eine kontinuierliche, individuell angepasste Pharmakotherapie.

Symbicort bietet durch die fixe Kombinationsformulierung den praktischen Vorteil, dass Patienten nur einen einzigen Inhalator benutzen müssen, was die Adhärenz erfahrungsgemäß verbessert.

Klinische Studien wie FACET, CLIMB und die COMPASS-Studienreihe belegen die Überlegenheit der Kombination gegenüber den Einzelkomponenten hinsichtlich Exazerbationsrate und Lungenfunktion.

Dieser Artikel gibt Ihnen als Patient oder Angehoeriger einen umfassenden Überblick über Wirkung, Anwendung, Sicherheit und praktische Aspekte der Therapie mit Symbicort.

Wirkungsmechanismus: Wie Budesonid und Formoterol zusammenwirken

Symbicort kombiniert zwei komplementäre Wirkmechanismen, die synergistisch auf das Atemwegsepithel und die glatte Bronchialmuskulatur einwirken. Budesonid ist ein synthetisches Glukokortikoid mit hoher topischer Aktivität.

Es bindet an intrazellulare Glukokortikoidrezeptoren und moduliert die Transkription zahlreicher pro- und antiinflammatorischer Gene.

Die Folge ist eine Hemmung der Freisetzung von Entzündungsmediatoren wie Leukotrienen, Prostaglandinen, Histamin und Zytokinen, eine Reduktion der eosinophilen Infiltration der Bronchialschleimhaut sowie eine Abnahme der bronchialen Hyperreagibilität.

Durch systemische Resorption entstehen bei inhalativer Anwendung deutlich geringere Nebenwirkungen als bei oral applizierten Kortikosteroiden.

Formoterol ist ein selektiver, langwirksamer Beta-2-Adrenozeptoragonist (LABA).

Es aktiviert die adenylylcyclasegekoppelten Beta-2-Rezeptoren in der glatten Atemwegsmuskulatur, erhöht den intrazellulären cAMP-Spiegel und bewirkt dadurch eine Relaxation der Bronchialmuskulatur mit rascher und lang anhaltender Bronchodilatation.

Anders als Salmeterol zeigt Formoterol einen schnellen Wirkungseintritt (vergleichbar mit Salbutamol), was es auch als Bedarfsmedikament bei Asthma geeignet macht, dies ist die Grundlage des SMART-Konzepts (Single inhaler Maintenance And Reliever Therapy).

Die Kombination von Budesonid und Formoterol erzeugt zudem pharmakodynamische Synergieeffekte: Kortikosteroide erhöhen die Expression von Beta-2-Rezeptoren und verhindern deren Desensibilisierung; Formoterol wiederum verstaerkt die antiinflammatorischen Effekte des Kortikosteroids.

Indikationen: Wann wird Symbicort verordnet?

Symbicort ist in Deutschland fuer mehrere klar definierte Indikationen zugelassen.

Bei Asthma bronchiale kommt Symbicort ab Therapiestufe 3 der nationalen Asthmaleitlinie zum Einsatz, wenn die Therapie mit einem inhalativen Kortikosteroid allein nicht ausreicht.

Es ist sowohl fuer die kontinuierliche Erhaltungstherapie (Maintenance) als auch im Rahmen des SMART-Konzepts zugelassen, bei dem derselbe Inhalator sowohl zur regelmaessigen Therapie als auch im Bedarfsfall verwendet wird.

Das SMART-Konzept ist ausschliesslich fuer Symbicort Turbuhaler 80/4,5 und 160/4,5 zugelassen und fuer Patienten ab 18 Jahren.

Bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) ist Symbicort Turbuhaler 160/4,5 und 320/9 fuer die symptomatische Behandlung von Patienten mit einer FEV1 unter 70 Prozent des Sollwerts und haeufigen Exazerbationen indiziert, die trotz regelmaessiger bronchodilatatorischer Therapie persistierende Symptome aufweisen.

Der G-BA hat im Rahmen der Nutzenbewertung den Zusatznutzen von Symbicort bei bestimmten COPD-Subgruppen anerkannt.

Die Indikationsstellung sollte stets durch einen Facharzt fuer Pneumologie oder zumindest durch einen in der Atemwegstherapie erfahrenen Hausarzt erfolgen, da eine korrekte Diagnose mittels Spirometrie Voraussetzung fuer eine rationale Therapieentscheidung ist.

Nicht zugelassen und nicht indiziert ist Symbicort bei akuten Asthmaanfaellen, die eine sofortige Bronchodilatation erfordern und nicht auf Symbicort SMART ansprechen, sowie bei Kindern unter 6 Jahren (Turbuhaler) bzw.

unter 12 Jahren (pMDI). Bei akuten lebensbedrohlichen Atemnotsituationen ist sofort der Notruf 112 zu waehlen.

Dosierung und Anwendung: Richtige Inhalationstechnik und Dosierungsschemata

Die Dosierung von Symbicort richtet sich nach der Indikation, dem Schweregrad der Erkrankung und der individuellen Therapieantwort. Grundsaetzlich gilt: Die niedrigste wirksame Dosis sollte angestrebt werden.

Fuer die Erhaltungstherapie bei Asthma stehen folgende Staerken zur Verfuegung: Symbicort Turbuhaler 80/4,5 Mikrogramm/Hub (2 Hübe zweimal taeglich), 160/4,5 Mikrogramm/Hub (1-2 Hübe zweimal taeglich) und 320/9 Mikrogramm/Hub (1 Hub zweimal taeglich).

Im SMART-Schema erhalten Patienten 1-2 Hübe als Erhaltungsdosis zweimal taeglich plus 1 Hub bei Bedarf, maximal 8 Hübe pro Tag.

Bei COPD werden haeufig Symbicort Turbuhaler 160/4,5 (2 Hübe zweimal taeglich) oder 320/9 (1 Hub zweimal taeglich) verordnet.

Die Anwendung erfordert eine korrekte Inhalationstechnik, um eine optimale Lungendeposition zu gewaehrleisten.

Beim Turbuhaler sind folgende Schritte entscheidend: Inhalator senkrecht halten beim Aufdrehen, langsam und tief einatmen (nicht stossartig wie bei pMDI), Luft 5-10 Sekunden anhalten, Mund mit Wasser ausspuelen nach der Inhalation (reduziert Mundsoor-Risiko).

Beim pMDI ist der Einsatz einer Inhalationshilfe (Spacer) besonders empfehlenswert, da sie die oropharyngeale Deposition reduziert und die Lungendeposition verbessert.

Patientenschulungen zur Inhalationstechnik sind integraler Bestandteil eines modernen Asthmamanagements und werden von Pneumologen sowie spezialisierten Asthmaschwestern angeboten.

Vergessene Dosen sollten so bald wie moeglich nachgeholt werden, es sei denn, der Zeitpunkt fuer die naechste Dosis naehert sich. Doppeldosen sind zu vermeiden.

Eine abrupte Dosisreduktion oder das abrupte Absetzen von Symbicort ohne aerztliche Rücksprache kann zu einer Verschlechterung der Asthmakontolle fuehren und ist zu vermeiden.

Nebenwirkungen: Haeufige und seltene unerwuenschte Wirkungen

Wie alle Arzneimittel kann Symbicort Nebenwirkungen hervorrufen, die jedoch nicht bei jedem Patienten auftreten.

Die haeufigsten Nebenwirkungen (betreffen mehr als 1 von 100 Patienten) sind lokaler Natur und entstehen durch Ablagerung des Wirkstoffs im Oropharynx: Mundsoor (oropharyngeale Kandidose), Heiserkeit (Dysphonie) und Reizhusten.

Diese Nebenwirkungen lassen sich durch regelmaessiges Mundausspuelen nach der Inhalation und durch die Verwendung eines Spacers erheblich reduzieren.

Kopfschmerzen und Zittern (Tremor) durch Formoterol treten ebenfalls gelegentlich auf, sind meist mild und vergehen mit der Zeit.

Gelegentliche Nebenwirkungen (1 von 100 bis 1 von 1.000 Patienten) umfassen Palpitationen und Tachykardie durch die sympathomimetische Wirkung von Formoterol, leichte Hypokalaemie (klinisch meist irrelevant, aber bei kardialen Risikopatienten zu beachten), Schlaflosigkeit, Angstzustaende und Unruhe.

Bei hoch dosierten inhalativen Kortikosteroiden ueber laengere Zeitraeume koennen systemische Kortikosteroideffekte auftreten, darunter eine Verringerung der Knochendichte (bei Langzeitanwendung), Nebennierensuppression (selten bei empfohlenen Dosen), Grauer Star (Katarakt) und Wachstumsverzoegerung bei Kindern.

Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 Patienten) wurden paradoxe Bronchospasmen beschrieben, die unmittelbar nach der Inhalation auftreten und sofortige Massnahmen erfordern.

Bei Auftreten einer akuten Atemnot, Urtikaria, Angiooedem oder anaphylaktischen Reaktionen ist umgehend der Notruf 112 zu verstaendigen. Schwerwiegende unerwuenschte Wirkungen erfordern immer eine sofortige aerztliche Beurteilung.

Alle Nebenwirkungen sollten dem BfArM ueber das Meldesystem gemeldet werden, um die Arzneimittelsicherheit kontinuierlich zu verbessern.

Kontraindikationen: Wann darf Symbicort nicht verwendet werden?

Symbicort darf nicht angewendet werden bei bekannter Ueberempfindlichkeit gegen Budesonid, Formoterol oder einen der sonstigen Bestandteile des Praeparats (Laktose, die geringe Mengen Milchprotein enthalten kann, relevant fuer Personen mit schwerer Milchprotein-Allergie).

Eine weitere absolute Kontraindikation besteht nicht, jedoch gibt es wichtige Einschraenkungen und Warnhinweise.

Relative Kontraindikationen und Vorsichtsmassnahmen betreffen Patienten mit schweren kardiovaskulaeren Erkrankungen wie schwerer Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen oder frischem Myokardinfarkt, da Formoterol tachykard wirken und Arrhythmien verstaerken kann.

Ebenso ist Vorsicht geboten bei Hyperthyreose, Phaeochromozytom, Diabetes mellitus (Formoterol kann Blutzucker erhoehen), unkontrollierter Hypokalaemie und bei der gleichzeitigen Anwendung von MAO-Hemmern oder trizyklischen Antidepressiva.

Symbicort sollte bei Patienten mit aktiver oder ruhender Tuberkulose, Pilzinfektionen der Atemwege oder anderen schweren Atemwegsinfektionen nur nach sorgfaeltiger Nutzen-Risiko-Abwaegung eingesetzt werden, da Kortikosteroide immunsuppressiv wirken koennen.

Symbicort ist nicht fuer die Behandlung akuter Bronchospasmen geeignet, wenn keine SMART-Therapie etabliert wurde. In diesem Fall ist ein kurz wirksamer Beta-2-Agonist (SABA) wie Salbutamol zu verwenden. Die Indikationsstellung und Nutzen-Risiko-Abwaegung obliegt stets dem behandelnden Arzt.

Wechselwirkungen: Interaktionen mit anderen Arzneimitteln

Symbicort unterliegt verschiedenen pharmakodynamischen und pharmakokinetischen Wechselwirkungen, ueber die Sie Ihren Arzt und Apotheker informieren sollten. Budesonid wird ueber das Cytochrom-P450-Isoenzym CYP3A4 metabolisiert.

Starke CYP3A4-Inhibitoren wie Ketoconazol, Itraconazol, HIV-Proteasehemmer (Ritonavir, Cobicistat) und Clarithromycin koennen die systemische Exposition gegenueber Budesonid erheblich erhoehen und das Risiko systemischer Kortikosteroidnebenwirkungen steigern.

Die gleichzeitige Anwendung sollte vermieden oder nur mit engmaschiger Überwachung erfolgen.

Formoterol interagiert mit anderen adrenergen Substanzen (additive sympathomimetische Effekte), mit Betablockern (gegenseitige Wirkungsabschwaechung, nicht-selektive Betablocker sind kontraindiziert), mit Xanthinderivaten (Theophyllin, erhoehtes Hypokalaemierisiko), mit Diuretika (Hypokalaemie-Verstaerkung) und mit QT-Verlaengernden Arzneimitteln (Antiarrhythmika, Antipsychotika, Antihistaminika der ersten Generation).

Informieren Sie Ihren Arzt stets vollstaendig ueber alle eingenommenen Arzneimittel, einschliesslich frei verkaeuflicher Praeparate, Vitaminpraeparate und pflanzlicher Arzneimittel.

Systemische Kortikosteroide und inhalative Kortikosteroide koennen sich in ihren Nebenwirkungen addieren, wenn sie gleichzeitig angewendet werden.

Dies ist bei der Behandlung von Exazerbationen, die eine systemische Kortisontherapie erfordern, besonders zu beachten.

Auch die Anwendung zusammen mit anderen inhalativen Kortikosteroiden oder langwirksamen Bronchodilatatoren bedarf einer individuellen Nutzen-Risiko-Bewertung durch den Arzt.

Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit

Die Datenlage zur Anwendung von Symbicort in der Schwangerschaft ist begrenzt, jedoch deuten die verfuegbaren Daten fuer inhalative Kortikosteroide bei therapeutischen Dosen nicht auf ein erhoehtes Fehlbildungsrisiko hin.

Ein unkontrolliertes Asthma bronchiale stellt fuer Mutter und Kind ein erhebliches Risiko dar, sodass die Therapie in der Schwangerschaft in der Regel fortgefuehrt werden sollte.

Das Praeparat der Wahl bei schwangeren Asthmapatientinnen ist in Deutschland bevorzugt Budesonid als Monopraeparat (aufgrund der laengsten Erfahrung), aber auch die Weiterführung einer gut eingestellten Symbicort-Therapie ist vertretbar.

Formoterol passiert die Plazenta und tierexperimentelle Studien zeigen bei sehr hohen Dosen Fehlbildungen; beim Menschen gibt es keine belastbaren Hinweise auf Teratogenitaet bei therapeutischen Dosen.

Die Entscheidung zur Fortfuehrung oder Umstellung der Therapie in der Schwangerschaft sollte in Abstimmung mit dem behandelnden Gynaekologen und dem Pneumologen erfolgen, unter Beruecksichtigung des Schweregrads der Atemwegserkrankung.

In der Stillzeit geht Budesonid in geringen Mengen in die Muttermilch ueber, aber bei inhalativer Anwendung ist die systemische Exposition der Mutter minimal, sodass eine Schaedigung des Saeuglings unwahrscheinlich ist.

Fuer Formoterol liegen keine ausreichenden Stillzeitdaten vor; der Arzt sollte Nutzen und Risiko individuell abwaegen.

Aufbewahrung: Lagerungshinweise fuer Symbicort

Symbicort Turbuhaler sollte bei Raumtemperatur (nicht ueber 30 Grad Celsius) und vor Feuchtigkeit geschuetzt gelagert werden.

Die Schutzkappe sollte stets fest verschlossen sein, wenn der Inhalator nicht benutzt wird. Der Inhalator darf nicht eingefroren werden.

Symbicort pMDI (Druckgasinhalator) darf ebenfalls nicht ueber 25 Grad Celsius gelagert werden und nicht in die Naehe von offenen Flammen oder Waermequellen gebracht werden, da der Inhalt unter Druck steht.

Verbrauchte oder abgelaufene Inhalatoren sollten nicht in den Hausmuell gegeben werden; die Apotheke nimmt alte Arzneimittel kostenlos zurueck.

Das Ablaufdatum auf der Verpackung ist stets zu beachten; abgelaufene Praeparate sollten nicht verwendet werden. Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Haeufig gestellte Fragen zu Symbicort

Kann ich Symbicort als alleiniges Notfallmedikament bei einem Asthmaanfall einsetzen? .

Nur wenn Sie explizit auf das SMART-Schema eingestellt sind (Symbicort Turbuhaler 80/4,5 oder 160/4,5), duerfen Sie Symbicort auch im Bedarfsfall einsetzen.

Wenn Sie auf ein anderes Symbicort-Schema eingestellt sind oder wenn die SMART-Therapie keinen ausreichenden Effekt zeigt, benoetigen Sie ein separates Notfallmedikament (SABA wie Salbutamol).

Schwere Anfaelle mit persistierender Atemnot erfordern sofort den Notruf 112.

Warum soll ich nach der Inhalation den Mund ausspuelen? . Budesonid, das im Mund- und Rachenbereich verbleibt, kann Pilzinfektionen (Mundsoor durch Candida) und Heiserkeit verursachen.

Das Ausspuelen mit Wasser nach jeder Inhalation entfernt Wirkstoffreste aus dem Oropharynx und reduziert dieses Risiko erheblich.

Wie lange dauert es, bis Symbicort wirkt? . Formoterol entfaltet seine bronchodilatatorische Wirkung sehr rasch (innerhalb von 1-3 Minuten), aehnlich schnell wie Salbutamol.

Die antiinflammatorische Wirkung von Budesonid baut sich ueber Tage bis Wochen auf. Patienten sollten daher nicht erwarten, dass sich alle Aspekte ihrer Erkrankung sofort bessern.

Kann ich Symbicort gleichzeitig mit anderen Inhalatoren verwenden?
Das haengt von Ihrer spezifischen Therapie ab. Manche Patienten benoetigen zusaetzlich einen langwirksamen Muskarinantagonisten (LAMA) oder andere Praeparate. Besprechen Sie die Kombination mit Ihrem Arzt, um Doppelgaben von Wirkstoffen zu vermeiden.

Ist Symbicort kortison-haltig und muss ich mir Sorgen machen? . Ja, Symbicort enthaelt das Kortikosteroid Budesonid.

Bei inhalativer Anwendung sind die systemischen Effekte jedoch erheblich geringer als bei oralen Kortikosteroiden, da die Dosen sehr niedrig sind und der Wirkstoff direkt an den Bronchien wirkt.

Die bei korrekter Anwendung erreichbare Krankheitskontrolle ueberwiegt bei weitem das Risiko systemischer Nebenwirkungen.

Wird Symbicort von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet? . Ja, Symbicort ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und wird bei entsprechender Indikation von der GKV erstattet.

Es faellt unter die gesetzliche Zuzahlung (in der Regel 5 bis 10 Euro je Packung, je nach Packungsgroesse).

Ihr Arzt stellt das Rezept aus; ob Generika oder Biosimilars verfuegbar sind, klaert Ihre Apotheke.

Was soll ich tun, wenn sich mein Zustand trotz Symbicort verschlechtert? .

Wenn Sie merken, dass Sie Ihren Bedarfsinhalator haeufiger einsetzen muessen, Ihre Symptome zunehmen oder Sie nachts haeufiger aufwachen, sollten Sie zeitnah Ihren Arzt aufsuchen.

Eine zunehmende Atemnot oder ein Anfall, der nicht auf die Inhalation anspricht, erfordert sofort den Notruf 112.

Quellen und weiterfuehrende Informationen

  • Bundesinstitut fuer Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de
  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA), Nutzenbewertungsverfahren: www.g-ba.de
  • Institut fuer Qualitaet und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de
  • Gelbe Liste Pharmindex: www.gelbe-liste.de
  • Deutsche Gesellschaft fuer Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), S2k-Leitlinie Asthma bronchiale
  • GINA (Global Initiative for Asthma), Jahresbericht 2024
  • Fachinformation Symbicort Turbuhaler und pMDI, AstraZeneca GmbH, aktuelle Fassung

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