Zolpidem
Zolpidem ist ein Schlafmittel aus der Gruppe der Nicht-Benzodiazepin-Hypnotika (Z-Substanzen), das zur kurzfristigen Behandlung von Schlaflosigkeit (Insomnia) eingesetzt wird.
Der Wirkstoff wirkt durch positive allosterische Modulation des GABA-A-Rezeptors und verkuerzt die Einschlafzeit.
Zolpidem ist in Deutschland verschreibungspflichtig, dem Betaeubungsmittelgesetz (BtMG) unterstellt und sollte nicht laenger als vier Wochen eingenommen werden.
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Einleitung: Zolpidem als kurzfristiges Schlafmittel
Zolpidem ist ein verschreibungspflichtiges Schlafmittel aus der Gruppe der Z-Substanzen (Nicht-Benzodiazepin-Hypnotika), das zur kurzfristigen Behandlung von Schlaflosigkeit (Insomnia) zugelassen ist.
Es wirkt aehnlich wie Benzodiazepine am GABA-A-Rezeptor, bindet jedoch selektiver an die Alpha-1-Untereinheit. Zolpidem untersteht in Deutschland dem Betaeubungsmittelgesetz (BtMG) aufgrund seines Missbrauchspotenzials.
Insomnien betreffen schaetzungsweise 10 bis 15 Prozent der deutschen Bevoelkerung. Das BfArM (Bundesinstitut fuer Arzneimittel und Medizinprodukte) hat Zolpidem zugelassen und gibt Sicherheitshinweise heraus.
Der G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss) und das IQWiG (Institut fuer Qualitaet und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) stellen evidenzbasierte Informationen zu Schlafmitteln bereit.
Kognitive Verhaltenstherapie fuer Insomnie (KVT-I) gilt als die wirksamste Langzeitbehandlung und sollte vorrangig oder begleitend eingesetzt werden.
Personen mit bekannter Abhaengigkeitsanamnese sollten Zolpidem nur mit besonderer Vorsicht und unter engmaschiger aerztlicher Begleitung einnehmen.
Wirkungsmechanismus von Zolpidem
Zolpidem wirkt als positiver allosterischer Modulator des GABA-A-Rezeptors. Durch Bindung an die Benzodiazepinbindungsstelle verstaerkt es die Wirkung von GABA (Gamma-Aminobuttersaeure), dem wichtigsten inhibitorischen Neurotransmitter des zentralen Nervensystems.
Der Chloridkanal oeffnet haeufiger und laenger, das Resultat ist eine Hyperpolarisierung der Neuronenmembran und erhoehte Hemmung.
Im Gegensatz zu klassischen Benzodiazepinen bindet Zolpidem bevorzugt an GABA-A-Rezeptoren mit der Alpha-1-Untereinheit, was die vorrangig sedative und schlafforderernde Wirkung erklaert; anxiolytische, muskelrelaxierende und antikonvulsive Effekte sind bei hoeheren Dosen aber nicht ausgeschlossen.
Klinisch verkuerzt Zolpidem die Einschlafzeit und kann die Schlafdauer verlaengern. Verglichen mit aelteren Benzodiazepinen beeinflusst es den Tiefschlaf (Slow-Wave-Sleep) weniger stark, kann aber den REM-Schlaf veraendern. Nach Absetzen koennen Rebound-Insomnien auftreten, die meist nach wenigen Tagen abklingen.
Indikationen fuer Zolpidem
Zolpidem ist in Deutschland zur kurzfristigen Behandlung der Insomnie zugelassen. Die Indikation umfasst Einschlafstorungen sowie Durchschlafstorungen, wenn diese als bedeutsam und belastend eingestuft werden. Die maximale Behandlungsdauer betraegt in der Regel vier Wochen einschliesslich der Ausschleichphase.
Zolpidem ist kein Mittel der ersten Wahl bei Insomnie. Laut aktuellen Leitlinien (u. a.
der Deutschen Gesellschaft fuer Schlafforschung und Schlafmedizin, DGSM) sollte die Kognitive Verhaltenstherapie fuer Insomnie (KVT-I) als Erstbehandlung bevorzugt werden.
Zolpidem kann als Ueberbrueckungstherapie oder bei akuten situativen Schlafstoerungen sinnvoll sein. Eine laengere Anwendung ist nicht empfohlen und sollte durch aerztliche Ueberwachung begleitet werden.
Zolpidem ist nicht zur Behandlung anderer Erkrankungen wie Angststoerungen, Epilepsie oder Schmerzzustaende geeignet. Off-label-Anwendungen erfordern eine individuelle aerztliche Entscheidung und sind in der Regel nicht erstattungsfaehig.
Dosierung und Anwendung von Zolpidem
Standarddosierung Erwachsene: 10 mg kurz vor dem Schlafengehen.
Das Praeparat sollte nur eingenommen werden, wenn sichergestellt ist, dass eine zusammenhaengende Schlafdauer von mindestens sieben bis acht Stunden moeglich ist.
Eine Einnahme spaet in der Nacht erhoet das Risiko von Schlaefentrunkenheit am naechsten Morgen sowie von Sturzunfaellen.
Aeltere Patienten (ab 65 Jahren): empfohlene Dosierung 5 mg. Aeltere Menschen sind empfindlicher gegenueber Benzodiazepinrezeptor-Agonisten und haben ein erhoehtes Sturzrisiko. Daher ist die niedrigstmoegliche wirksame Dosis anzuwenden.
Eingeschraenkte Leberfunktion: Dosisreduktion auf 5 mg; Zolpidem wird primaer hepatisch metabolisiert. Bei schwerer Lebererkrankung ist die Anwendung kontraindiziert.
Zolpidem nicht auf nuechterner oder nach Fettreicher Mahlzeit direkt, da dies die Resorptionskinetik beeinflusst.
Behandlungsdauer: Maximal vier Wochen. Absetzen sollte ausgeschlichen werden (schrittweise Dosisreduktion), um Rebound-Insomnien zu minimieren. Zolpidem ausschliesslich nach aerztlicher Verschreibung und nur so kurz wie noetig einnehmen.
Nebenwirkungen von Zolpidem
Sehr haeufige Nebenwirkungen (mehr als 1 von 10): Schlaefentrunkenheit (Somnolenz), Benommenheit und Beeintraechtigung der Reaktionsfaehigkeit am naechsten Tag, insbesondere bei hoehen Dosen oder langen Schlafzeiten unter 7-8 Stunden.
Haeufige Nebenwirkungen (1 von 10 bis 1 von 100): Kopfschmerzen, Schwindel, Gedaechtnisprobleme (anterograde Amnesie), Alptraeume, Durchfall, Rueckenschmerzen.
Anterograde Amnesie: Zolpidem kann nach der Einnahme zu Gedaechtnisluecken fuehren, was bedeutet, dass Handlungen oder Gespraeche nach der Einnahme nicht erinnert werden, auch wenn die Person scheinbar wach war.
Seltene, aber ernste Nebenwirkungen: Schlafs wandeln und komplexe Schlafverhaltensstoerungen (Schlafessen, Schlaffahren) wurden unter Zolpidem beschrieben, diese koennen gefaehrlich sein.
Paradoxe Reaktionen (Unruhe, Agitation, Feindseligkeit, Halluzinationen) koennen besonders bei aelteren Patienten auftreten. Abhaengigkeit und Toleranzentwicklung sind bei laengerer Anwendung moeglich, das BfArM hat spezifische Sicherheitshinweise herausgegeben.
Schwerere Nebenwirkungen: Atemdepression bei hohen Dosen oder Kombination mit anderen ZNS-Depressiva (Alkohol, Opioide, andere Sedativa), Notruf 112 sofort waehlen.
Kontraindikationen fuer Zolpidem
Zolpidem darf nicht eingenommen werden bei: Ueberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder sonstige Bestandteile, schwerer Lebererkrankung (hepatische Enzephalopathie), schwerer Ateminsuffizienz oder Schlafapnoe-Syndrom (Zolpidem kann die Atmung weiter hemmen), Myasthenia gravis (Muskelerkrankung, bei der muskelrelaxierende Effekte gefahrlich sind) und bekannter Missbrauchs- oder Abhaengigkeitsanamnese fuer Alkohol, Benzodiazepine oder andere psychotrope Substanzen.
Kontraindiziert in der Schwangerschaft (besonders im dritten Trimester, Risiko fuer neonatale Entzugssymptome und Atemdepression) und bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren.
Relative Kontraindikationen: Depression (Suizidalitaetsrisiko), psychiatrische Erkrankungen (Psychosen), chronische Atemwegserkrankungen, aeltere Patienten mit erhoehtem Sturzrisiko (mit Vorsicht und reduzierter Dosis).
Personen, die am naechsten Tag Fahrzeuge fuehren oder Maschinen bedienen muessen, sollten Zolpidem nicht oder nur nach Ruecksprache mit der Fachkraft einnehmen.
Wechselwirkungen von Zolpidem
Alkohol: Starke Wechselwirkung, verstaerkt die sedierende Wirkung von Zolpidem erheblich und erhoet das Risiko einer Atemdepression. Gleichzeitiger Alkoholkonsum ist absolut zu vermeiden.
Andere ZNS-Depressiva (Benzodiazepine, Opioide, Antihistaminika mit sedierender Wirkung, Antipsychotika, Antidepressiva, Antiepileptika): additive Sedierung und erhoehtes Atemdepressionsrisiko, mit Vorsicht kombinieren oder vermeiden.
CYP3A4-Hemmer (z. B. Ketoconazol, Clarithromycin, Grapefruitsaft) koennen den Zolpidem-Spiegel erhoehen und die Wirkung und Nebenwirkungen verstaerken. CYP3A4-Induktoren (z. B. Rifampicin, Johanniskraut) koennen die Wirksamkeit von Zolpidem abschwaechen.
Ciprofloxacin kann den Zolpidem-Abbau verlangsamen. Vollstaendige Wechselwirkungsinformationen sind in der Fachinformation, unter www.bfarm.de und www.gelbe-liste.de verfuegbar. Alle eingenommenen Medikamente muessen der Aerztin oder dem Arzt mitgeteilt werden.
Zolpidem in Schwangerschaft und Stillzeit
Zolpidem ist in der Schwangerschaft nicht empfohlen. Im dritten Trimester kann es beim Neugeborenen Entzugssymptome (Atemdepression, Hypotonie, Trinkschwaeche, Floppy-Infant-Syndrom) verursachen. Im ersten Trimester fehlen ausreichende Humanstudien. Bei Insomnie in der Schwangerschaft sind nicht-pharmakologische Methoden (Schlafhygiene, KVT-I) zu bevorzugen.
Zolpidem geht in die Muttermilch ueber. Stillende sollten Zolpidem nicht einnehmen oder das Stillen fuer mindestens zwoelf Stunden unterbrechen. Aerztliche Beratung ist zwingend. Nach der Geburt normalisiert sich der Schlaf bei vielen Frauen schrittweise.
Aufbewahrung von Zolpidem
Zolpidem bei Raumtemperatur (15-25 Grad Celsius) aufbewahren, vor Feuchtigkeit, Waerme und direktem Licht schuetzen.
Da Zolpidem dem BtMG untersteht, muss es besonders sicher und ausserhalb der Reichweite von Kindern und anderen Personen gelagert werden. Tabletten in der Originalverpackung aufbewahren.
Verfallsdatum beachten, abgelaufene Tabletten sachgerecht entsorgen. Reste nicht im Hausmuell oder in der Toilette entsorgen, sondern ueber die Apotheke zurueckgeben.
Nichtbenoetigte Mengen sicher aufbewahren oder unverzueglich entsorgen, um Missbrauch zu vermeiden.
Haeufig gestellte Fragen zu Zolpidem (FAQ)
Frage 1: Wie schnell wirkt Zolpidem? . Zolpidem wirkt in der Regel innerhalb von 15 bis 30 Minuten nach der Einnahme.
Es sollte deshalb direkt vor dem Zubettgehen eingenommen werden. Eine Einnahme bei vollem Magen kann die Wirkstoffaufnahme verzogern.
Zuvor sollte sichergestellt sein, dass eine zusammenhaengende Schlafzeit von mindestens sieben bis acht Stunden moeglich ist.
Frage 2: Kann ich Zolpidem dauerhaft einnehmen? . Nein. Zolpidem ist ausschliesslich fuer die kurzfristige Behandlung (bis zu vier Wochen) zugelassen.
Eine laengere Anwendung fuehrt zu Toleranzentwicklung (nachlassende Wirkung) und physischer sowie psychischer Abhaengigkeit. Bei chronischer Insomnie ist die Kognitive Verhaltenstherapie fuer Insomnie (KVT-I) die Behandlung der Wahl.
Frage 3: Darf ich nach der Einnahme von Zolpidem Auto fahren? . Nein. Zolpidem beeintraechtigt die Reaktionsfaehigkeit und Konzentrationsfaehigkeit, insbesondere am naechsten Morgen.
Das Fuehren von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen am naechsten Tag ist verboten, wenn noch Resteffekte spuerbar sind. Alkohol verstaerkt diese Beeintraechtigung erheblich.
Frage 4: Was ist eine Rebound-Insomnie? . Eine Rebound-Insomnie bezeichnet eine voruebergehende Verschlimmerung der Schlafstoerungen nach dem Absetzen von Zolpidem.
Sie ist ein bekanntes Phaenomen bei Schlafmitteln und klingt in der Regel nach wenigen Naechten ab.
Um sie zu minimieren, sollte Zolpidem ausgeschlichen werden, das heisst, die Dosis schrittweise reduziert werden.
Frage 5: Was tun, wenn die Einnahme vergessen wurde? . Wenn die Einnahme vergessen wurde und noch mindestens sieben Stunden Schlaf moeglich sind, kann Zolpidem noch eingenommen werden.
Ist diese Zeit nicht mehr gegeben, die Dosis weglassen. Nicht nachholen, wenn das Aufwachen kurz bevorsteht, Tagessedierung und Fahrtuechtigkeit-Beeintraechtigung drohen sonst.
Frage 6: Gibt es Alternativen zu Zolpidem ohne Abhaengigkeitsrisiko? . Ja. Die Kognitive Verhaltenstherapie fuer Insomnie (KVT-I) wird in Leitlinien als Erstbehandlung empfohlen und ist die wirksamste Langzeitoption.
Weitere Methoden: Schlafhygiene, Stimuluskontrolltherapie, Entspannungsverfahren (progressive Muskelentspannung), Schlafrestriktionstherapie. Diese wirken langfristig ohne Abhaengigkeitsrisiko.
Quellen und weiterfuehrende Informationen zu Zolpidem
- Bundesinstitut fuer Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de, Fachinformationen, BtMG-Hinweise und Sicherheitsbewertungen zu Zolpidem
- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de, Erstattungsentscheidungen fuer Schlafmittel
- Institut fuer Qualitaet und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de, Patienteninformationen zu Schlafmitteln und Insomnie
- Gelbe Liste Pharmaindex: www.gelbe-liste.de, Fachinformation und Wechselwirkungscheck fuer Zolpidem
- Deutsche Gesellschaft fuer Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), Leitlinie Insomnie-Therapie
- GKV, Erstattungsfaehigkeit von Zolpidem fuer GKV-Versicherte
- Notruf 112, Bei Atemdepression, Bewusstseinsstoerung oder Vergiftung sofort den Notruf waehlen
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