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Antihistaminika

Antihistaminika zur Linderung von Allergiesymptomen. Moderne, nicht-müde machende Präparate wie Cetirizin, Loratadin und Fexofenadin.

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Viele Antihistaminika sind rezeptfrei erhältlich. Für stärkere Präparate verweisen wir auf legale Online-Arztdienste für eine Online-Konsultation.

Alles über Antihistaminika

Antihistaminika gehören zu den am häufigsten verwendeten Medikamenten bei Allergien. Sie blockieren die Wirkung von Histamin – einem Botenstoff, den der Körper bei allergischen Reaktionen freisetzt und der für die typischen Allergiesymptome verantwortlich ist. In Deutschland leidet etwa jeder Dritte an einer Allergie, und Antihistaminika bieten schnelle und effektive Linderung.

Generationen von Antihistaminika

Man unterscheidet drei Generationen, die sich hauptsächlich in ihren Nebenwirkungen unterscheiden:

  • 1. Generation (sedierend): Diphenhydramin, Clemastin, Dimetinden – überqueren die Blut-Hirn-Schranke und machen müde. Werden heute hauptsächlich als Schlafmittel oder bei akuten allergischen Reaktionen eingesetzt.
  • 2. Generation (nicht-sedierend): Cetirizin, Loratadin – wirken überwiegend peripher und machen kaum bis nicht müde. Standard bei der Behandlung von Allergien.
  • 3. Generation (weiterentwickelt): Desloratadin, Fexofenadin, Levocetirizin, Bilastin – aktive Metaboliten oder Weiterentwicklungen mit noch besserer Verträglichkeit und längerer Wirkdauer.

Wichtige Antihistaminika im Überblick

  • Cetirizin: Bewährtes Antihistaminikum der 2. Generation. Einmal täglich, kann bei manchen Menschen leichte Müdigkeit verursachen. Rezeptfrei erhältlich.
  • Loratadin: Kaum sedierend, gut verträglich. Einmal täglich, rezeptfrei.
  • Desloratadin (Aerius): Aktiver Metabolit von Loratadin. Etwas stärker und länger wirksam, verschreibungspflichtig.
  • Levocetirizin (Xusal): Aktives Enantiomer von Cetirizin. Wirksamer bei gleicher oder niedrigerer Dosis.
  • Fexofenadin (Telfast): Macht praktisch nicht müde. Gut geeignet für Menschen, die völlige Alertheit benötigen.
  • Bilastin: Neueres Antihistaminikum. Nicht sedierend, keine Wechselwirkung mit Grapefruitsaft (im Gegensatz zu Fexofenadin).
  • Rupatadin: Wirkt auch gegen PAF (Platelet Activating Factor), zusätzlich entzündungshemmend.

Anwendungsgebiete

Antihistaminika werden bei verschiedenen allergischen Erkrankungen eingesetzt:

  • Heuschnupfen (allergische Rhinitis): Lindern Niesen, Juckreiz, laufende Nase
  • Allergische Bindehautentzündung: Reduzieren juckende, tränende Augen
  • Nesselsucht (Urtikaria): Unterdrücken Quaddeln und Juckreiz – oft ist eine höhere Dosis nötig
  • Neurodermitis/Ekzeme: Lindern den Juckreiz
  • Insektenstiche: Reduzieren Schwellung und Juckreiz
  • Allergische Hautreaktionen: Bei Kontaktallergien oder Medikamentenallergien

Richtige Anwendung

  • Bei saisonalen Allergien: Am besten schon vor Beginn der Pollensaison starten
  • Regelmäßige Einnahme ist wirksamer als Einnahme bei Bedarf
  • Einmal täglich ist meist ausreichend (lange Wirkdauer)
  • Kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden
  • Bei Nesselsucht: Dosis kann nach ärztlicher Rücksprache bis auf das 4-fache erhöht werden

Nebenwirkungen

Moderne Antihistaminika sind im Allgemeinen gut verträglich. Mögliche Nebenwirkungen:

  • Müdigkeit: Bei neueren Präparaten selten, kann bei Cetirizin auftreten
  • Mundtrockenheit: Gelegentlich
  • Kopfschmerzen: Selten
  • Magen-Darm-Beschwerden: Selten

Bei der 1. Generation zusätzlich: Starke Müdigkeit, Beeinträchtigung der Reaktionsfähigkeit (kein Autofahren!), Mundtrockenheit, Verstopfung, Harnverhalt.

Wechselwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen

  • Alkohol: Kann die sedierende Wirkung verstärken, besonders bei älteren Antihistaminika
  • Grapefruitsaft: Kann die Wirkung von Fexofenadin verringern
  • Schwangerschaft: Loratadin und Cetirizin gelten als relativ sicher, dennoch ärztliche Rücksprache empfohlen
  • Stillzeit: Einige Antihistaminika gehen in die Muttermilch über
  • Nieren- und Leberfunktionsstörungen: Dosisanpassung kann erforderlich sein

Antihistaminika vs. andere Allergiemedikamente

Antihistaminika sind oft Teil einer Kombinationstherapie:

  • Kortikosteroid-Nasensprays: Wirksamer bei verstopfter Nase, brauchen aber einige Tage bis zur vollen Wirkung
  • Abschwellende Nasensprays: Für akute Verstopfung, maximal 7 Tage
  • Cromoglicinsäure: Mastzellstabilisator, vorbeugend wirksam
  • Hyposensibilisierung: Einzige ursächliche Behandlung, langfristig

Antihistaminika online erhalten

Viele Antihistaminika sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich (Cetirizin, Loratadin). Stärkere oder neuere Präparate wie Desloratadin oder Fexofenadin sind verschreibungspflichtig. Über seriöse Online-Arztdienste können Sie diese verschreibungspflichtigen Antihistaminika erhalten. Sie füllen einen medizinischen Fragebogen aus, ein EU-lizenzierter Arzt prüft Ihre Angaben und stellt bei Eignung ein Rezept aus. Das Medikament wird von einer zugelassenen Apotheke direkt zu Ihnen geliefert.

Häufig gestellte Fragen

Verfügbare Antihistaminika