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Insulin

Insulin und Injektionshilfen für Diabetes. Schnell-, Lang- und Mischinsuline wie Lantus, NovoRapid und Humalog.

6 verfügbare behandlungen

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Insulin ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Wir verweisen auf legale Online-Arztdienste für eine Online-Konsultation. Regelmäßige Blutzuckerkontrollen sind erforderlich.

Alles über Insulin

Insulin ist ein lebenswichtiges Hormon, das den Blutzucker reguliert. Bei Typ-1-Diabetes und fortgeschrittenem Typ-2-Diabetes ist eine Insulintherapie notwendig, da der Körper kein oder zu wenig eigenes Insulin produziert. Dank moderner Insuline und Verabreichungssysteme ist die Insulintherapie heute einfacher und flexibler als je zuvor.

Insulinarten

Nach Wirkdauer:

  • Kurzwirksame Insuline (Normal-/Altinsulin): Wirkt nach 30-60 Min., Wirkdauer 4-8 Stunden. Injektion 15-30 Min. vor dem Essen.
  • Schnellwirksame Analoga: Insulin lispro (Humalog), aspart (NovoRapid), glulisin (Apidra). Wirken nach 10-20 Min., Wirkdauer 2-5 Stunden. Injektion direkt zum Essen möglich.
  • Mittelwirksame Insuline (NPH-Insulin): Verzögerungsinsulin mit 12-16 Stunden Wirkdauer. Trübe Flüssigkeit, vor Gebrauch mischen.
  • Langwirksame Analoga: Insulin glargin (Lantus, Toujeo), detemir (Levemir), degludec (Tresiba). Gleichmäßige Wirkung über 24 Stunden oder länger. Einmal täglich.
  • Mischinsuline: Kombinationen aus kurz- und langwirksam. Praktisch, aber weniger flexibel.

Insulintherapie-Schemata

  • Konventionelle Therapie: 1-2 Injektionen Mischinsulin pro Tag. Einfach, aber weniger flexibel.
  • Intensivierte Therapie (Basis-Bolus): Langwirksames Basalinsulin + schnellwirksames Insulin zu den Mahlzeiten. Flexibler, bessere Einstellung möglich.
  • Insulinpumpe: Kontinuierliche subkutane Insulininfusion. Besonders bei Typ-1-Diabetes, ermöglicht sehr feine Steuerung.

Injektion und Verabreichung

  • Insulinpens: Vorgefüllte oder wiederverwendbare Pens mit Patronen. Einfache Dosiseinstellung.
  • Spritzen: Klassisch, heute selten verwendet.
  • Insulinpumpen: Tragen ein kleines Gerät, das kontinuierlich Insulin abgibt.
  • Injektionsstellen: Bauch (schnellste Aufnahme), Oberschenkel, Oberarm, Gesäß. Stellen regelmäßig wechseln!

Blutzuckerkontrolle

  • Selbstmessung: Mehrmals täglich mit Blutzuckermessgerät
  • CGM (kontinuierliche Glukosemessung): Sensor unter der Haut misst kontinuierlich, besonders bei intensivierter Therapie und Pumpentherapie
  • HbA1c: Langzeitwert, zeigt durchschnittlichen Blutzucker der letzten 2-3 Monate. Ziel meist unter 7%.

Unterzuckerung (Hypoglykämie)

Das wichtigste Risiko der Insulintherapie:

  • Symptome: Zittern, Schweißen, Hunger, Herzrasen, Konzentrationsprobleme, Verwirrtheit
  • Maßnahme: Sofort schnelle Kohlenhydrate (Traubenzucker, Saft, Cola)
  • Prävention: Regelmäßige Mahlzeiten, Anpassung bei Sport, Alkohol mit Vorsicht
  • Notfall: Bei Bewusstlosigkeit Glukagon-Spritze (Angehörige schulen!)

Insulin online erhalten

Über seriöse Online-Arztdienste können Sie Ihr Insulin nachbestellen. Sie füllen einen medizinischen Fragebogen aus, in dem Sie Ihre aktuelle Therapie und Blutzuckerwerte angeben. Ein EU-lizenzierter Arzt prüft Ihre Angaben und stellt bei Eignung ein Rezept aus. Diese Methode eignet sich für Folgerezepte bei stabiler Einstellung – regelmäßige Kontrollen beim Diabetologen bleiben wichtig.

Häufig gestellte Fragen