Alles über Sodbrennen und Reflux
Sodbrennen und Reflux gehören zu den häufigsten Verdauungsbeschwerden. Etwa 20% der Bevölkerung leidet regelmäßig unter Sodbrennen. Bei der gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD) fließt Magensäure zurück in die Speiseröhre und verursacht dort Beschwerden oder Schäden. Mit den richtigen Medikamenten und Lebensstiländerungen lassen sich die Beschwerden gut kontrollieren.
Symptome
- Sodbrennen: Brennendes Gefühl hinter dem Brustbein, steigt zum Hals auf
- Saures Aufstoßen: Säure oder Mageninhalt gelangt in den Mund
- Schluckbeschwerden: Gefühl eines Kloßes im Hals
- Heiserkeit: Durch Reizung des Kehlkopfs
- Chronischer Husten: Besonders nachts
- Brustschmerzen: Können Herzschmerzen ähneln
Risikofaktoren
- Übergewicht und Fettleibigkeit
- Schwangerschaft
- Zwerchfellbruch (Hiatushernie)
- Rauchen
- Bestimmte Nahrungsmittel und Getränke
- Große, fettreiche Mahlzeiten
- Essen kurz vor dem Schlafengehen
Medikamentöse Behandlung
Protonenpumpenhemmer (PPI):
- Omeprazol, Pantoprazol, Esomeprazol, Lansoprazol, Rabeprazol
- Die wirksamsten Säureblocker – hemmen die Säureproduktion für ca. 24 Stunden
- Beste Wirkung bei Einnahme 30 Min. vor dem Frühstück
- Niedrige Dosierungen rezeptfrei, höhere verschreibungspflichtig
- Bei Dauereinnahme auf B12, Magnesium, Kalzium achten
H2-Blocker:
- Famotidin (Ranitidin ist nicht mehr erhältlich)
- Weniger stark als PPI, aber schnellere Wirkung
- Gut bei gelegentlichem Sodbrennen
Antazida:
- Rennie, Maaloxan, Gaviscon
- Neutralisieren vorhandene Säure direkt
- Schnelle, aber kurzfristige Wirkung
- Gut für akute Beschwerden
Alginate:
- Gaviscon Advance
- Bilden eine Schutzschicht auf dem Mageninhalt
- Besonders gut bei Reflux in der Schwangerschaft
Lebensstiländerungen
- Gewicht reduzieren: Besonders bei Bauchübergewicht
- Kleinere Mahlzeiten: Nicht zu viel auf einmal
- Nicht vor dem Schlafengehen essen: Letzte Mahlzeit 2-3 Stunden vorher
- Kopfende des Betts erhöhen: 10-15 cm (nicht nur Kissen!)
- Trigger-Lebensmittel meiden: Fettiges, Scharfes, Zitrusfrüchte, Tomaten, Schokolade, Pfefferminz, Alkohol, Kaffee
- Nicht rauchen
- Enge Kleidung vermeiden: Besonders um den Bauch
- Nicht nach dem Essen hinlegen
Komplikationen bei unbehandeltem Reflux
- Refluxösophagitis: Entzündung der Speiseröhre
- Barrett-Ösophagus: Gewebeveränderung, erhöhtes Krebsrisiko
- Strikturen: Verengungen durch Narbenbildung
Reflux-Medikamente online erhalten
Über seriöse Online-Arztdienste können Sie verschreibungspflichtige Reflux-Medikamente wie höher dosierte PPI erhalten. Sie füllen einen medizinischen Fragebogen aus, in dem Sie Ihre Symptome beschreiben. Ein EU-lizenzierter Arzt prüft Ihre Angaben und stellt bei Eignung ein Rezept aus. Das Medikament wird von einer zugelassenen Apotheke direkt zu Ihnen geliefert.





