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Malaria

Malaria-Medikamente zur Prophylaxe und Behandlung. Malarone, Doxycyclin und Lariam für Reisen in Malariagebiete.

6 verfügbare behandlungen

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Malaria-Prophylaxe-Medikamente sind verschreibungspflichtig. Wir verweisen auf legale Online-Arztdienste für eine Online-Konsultation vor Ihrer Reise.

Alles über Malariaprophylaxe

Malaria ist eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten weltweit und wird durch Plasmodien-Parasiten verursacht, die von Anopheles-Mücken übertragen werden. Jährlich erkranken etwa 200 Millionen Menschen, und die Krankheit fordert über 600.000 Todesfälle – hauptsächlich in Afrika südlich der Sahara. Für Reisende in Malariagebiete ist die richtige Vorbeugung lebensrettend.

Malariagebiete

Malaria kommt in tropischen und subtropischen Regionen vor:

  • Hohes Risiko: Subsahara-Afrika, Papua-Neuguinea, Salomon-Inseln
  • Mittleres Risiko: Teile Südostasiens, Indien, Südamerika, Zentralamerika
  • Niedriges Risiko: Städte in Asien und Südamerika, Nordafrika

Vor jeder Reise sollten Sie die aktuellen Empfehlungen für Ihr Reiseziel prüfen (z.B. beim Tropeninstitut oder Auswärtigem Amt).

Malaria-Arten

  • Malaria tropica (P. falciparum): Die gefährlichste Form. Kann ohne Behandlung innerhalb weniger Tage tödlich verlaufen. Verursacht die meisten Todesfälle.
  • Malaria tertiana (P. vivax, P. ovale): Weniger schwer, kann aber Rückfälle verursachen, da Parasiten in der Leber überdauern.
  • Malaria quartana (P. malariae): Selten, milderer Verlauf.
  • P. knowlesi: In Südostasien, kann schwer verlaufen.

Symptome

Die Inkubationszeit beträgt 7-30 Tage (manchmal länger bei Malaria tertiana). Typische Symptome:

  • Hohes Fieber, oft mit Schüttelforst
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Bei Malaria tropica: Bewusstseinsstörungen, Organversagen möglich

Wichtig: Bei Fieber nach Tropenaufenthalt immer an Malaria denken – auch Wochen oder Monate später!

Malaria-Prophylaxe

Die Vorbeugung besteht aus zwei Säulen:

  • Expositionsprophylaxe (Mückenschutz):
    • Mückenspray mit DEET oder Icaridin
    • Lange, helle Kleidung ab der Dämmerung
    • Moskitonetz über dem Bett (imprägniert)
    • Klimatisierte Räume
  • Chemoprophylaxe (Medikamente): In Hochrisikogebieten zusätzlich zum Mückenschutz empfohlen

Malaria-Medikamente zur Prophylaxe

  • Atovaquon/Proguanil (Malarone): Das am häufigsten verwendete Prophylaxe-Medikament. 1-2 Tage vor Einreise beginnen, täglich einnehmen, 7 Tage nach Verlassen des Gebiets fortführen. Gut verträglich, relativ teuer.
  • Doxycyclin: Antibiotikum mit Malaria-Prophylaxe-Wirkung. 1-2 Tage vorher beginnen, täglich, 4 Wochen nachher fortführen. Günstiger, aber macht lichtempfindlich (Sonnenbrand!) und ist in der Schwangerschaft kontraindiziert.
  • Mefloquin (Lariam): Wöchentliche Einnahme. 1-3 Wochen vorher beginnen, 4 Wochen nachher fortführen. Kann psychiatrische Nebenwirkungen verursachen (Alpträume, Angst, Depression). Nicht bei psychischen Vorerkrankungen.

Standby-Notfalltherapie

In Gebieten mit niedrigerem Risiko oder wenn keine Prophylaxe gewählt wird, kann eine Notfallmedikation mitgeführt werden:

  • Atovaquon/Proguanil: 4 Tabletten pro Tag für 3 Tage
  • Artemether/Lumefantrin (Riamet): 6 Dosen über 3 Tage

Die Standby-Therapie ist nur für den Notfall gedacht, wenn kein Arzt innerhalb von 24 Stunden erreichbar ist. Danach trotzdem schnellstmöglich zum Arzt!

Nebenwirkungen der Prophylaxe

  • Atovaquon/Proguanil: Meist gut verträglich. Gelegentlich Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Mundgeschwüre.
  • Doxycyclin: Photosensibilität (öfter Sonnenbrand!), Magen-Darm-Beschwerden, Scheidenpilz bei Frauen. Nicht bei Kindern unter 8 Jahren und in der Schwangerschaft.
  • Mefloquin: Lebhafte Träume, Schlafstörungen, Schwindel. Selten schwere psychiatrische Reaktionen. Beim ersten Mal am besten 2-3 Wochen vor Reise testen.

Reisemedizinische Beratung

Vor einer Reise in Malariagebiete sollten Sie sich beraten lassen:

  • Tropeninstitute und reisemedizinische Beratungsstellen
  • Hausärzte mit reisemedizinischer Qualifikation
  • Apotheken mit Reiseimpfberatung

Malaria-Prophylaxe online erhalten

Über seriöse Online-Arztdienste können Sie Malaria-Prophylaxe-Medikamente wie Malarone oder Doxycyclin erhalten. Sie füllen einen medizinischen Fragebogen aus, in dem Sie Ihr Reiseziel, die Reisedauer und Ihre Vorerkrankungen angeben. Ein EU-lizenzierter Arzt prüft Ihre Angaben, berücksichtigt aktuelle Empfehlungen für Ihr Reiseziel und stellt bei Eignung ein Rezept aus. Das Medikament wird von einer zugelassenen Apotheke rechtzeitig vor Ihrer Reise zu Ihnen geliefert.

Häufig gestellte Fragen