Alles über Schmerzmittel
Nicht-opioid-Schmerzmittel sind die am häufigsten verwendeten Medikamente zur Schmerzbehandlung. Sie wirken ohne die suchtfördernden Eigenschaften von Opioid-Schmerzmitteln und sind bei leichten bis mittelschweren Schmerzen sehr wirksam. Zu dieser Gruppe gehören verschiedene Wirkstoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften.
Gruppen von nicht-opioiden Schmerzmitteln
- NSAIDs (Nicht-steroidale Antirheumatika):
- Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen, Aspirin
- Wirken schmerzlindernd UND entzündungshemmend
- Ideal bei entzündlichen Schmerzen
- Vorsicht bei Magenerkrankungen
- Paracetamol (Acetaminophen):
- Wirkt schmerzlindernd und fiebersenkend
- NICHT entzündungshemmend
- Magenfreundlich
- Vorsicht bei Lebererkrankungen oder Alkoholkonsum
- Maximaldosis: 4g pro Tag bei Erwachsenen
- Metamizol (Novaminsulfon, Novalgin):
- Stark wirksames Schmerzmittel
- Auch fiebersenkend und krampflösend
- Verschreibungspflichtig
- Selten: Agranulozytose (schwere Blutbildveränderung)
- COX-2-Hemmer:
- Celecoxib, Etoricoxib
- Magenfreundlicher als klassische NSAIDs
- Vorsicht bei Herzerkrankungen
Anwendungsgebiete
- Kopfschmerzen und Migräne: Paracetamol, Ibuprofen, Aspirin
- Zahnschmerzen: Ibuprofen, Paracetamol
- Menstruationsschmerzen: Ibuprofen, Naproxen (auch entzündungshemmend)
- Rückenschmerzen: NSAIDs bei entzündlicher Komponente
- Gelenkschmerzen (Arthrose, Arthritis): NSAIDs
- Fieber: Paracetamol, Ibuprofen
- Erkältungsschmerzen: Kombinationspräparate
Wichtige Hinweise zur Einnahme
- NSAIDs:
- Nach dem Essen einnehmen (Magenschutz)
- Nicht langfristig ohne ärztliche Kontrolle
- Kontraindiziert bei aktiven Magengeschwüren
- Vorsicht bei Herz-, Nieren- und Lebererkrankungen
- Paracetamol:
- Maximaldosis nicht überschreiten
- Vorsicht bei Lebererkrankungen
- Kein Alkohol bei Einnahme












