Alles über Prostatavergrößerung
Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist eine gutartige Vergrößerung der Prostata, die bei den meisten Männern mit zunehmendem Alter auftritt. Ab dem 50. Lebensjahr ist etwa jeder zweite Mann betroffen, ab 80 Jahren sogar über 80%. Die vergrößerte Prostata kann die Harnröhre einengen und zu Beschwerden beim Wasserlassen führen. Glücklicherweise gibt es heute wirksame Medikamente, die die Symptome deutlich lindern können.
Abklärung und Diagnose
Vor Beginn einer Therapie sollten andere Ursachen ausgeschlossen werden:
- PSA-Wert (Prostata-spezifisches Antigen) zum Ausschluss von Prostatakrebs
- Rektale Tastuntersuchung
- Ultraschall der Prostata und Restharnbestimmung
- Harnflussmessung (Uroflowmetrie)
- IPSS-Fragebogen zur Erfassung der Symptomschwere
Medikamentöse Behandlung
Alpha-1-Blocker:
- Tamsulosin: Der am häufigsten verschriebene Wirkstoff. Entspannt die glatte Muskulatur der Prostata und Blase. Schnelle Wirkung innerhalb von Tagen.
- Alfuzosin, Silodosin, Terazosin: Weitere Alpha-Blocker mit ähnlicher Wirkung.
- Nebenwirkungen: Blutdruckabfall, Schwindel, Ejakulationsstörungen (besonders Silodosin), verstopfte Nase.
5-Alpha-Reduktase-Hemmer:
- Finasterid, Dutasterid: Hemmen die Umwandlung von Testosteron in DHT, das für das Prostatawachstum verantwortlich ist. Können die Prostata verkleinern.
- Wirkungseintritt: Langsam, volle Wirkung erst nach 6-12 Monaten.
- Nebenwirkungen: Sexuelle Funktionsstörungen (Libidoverlust, erektile Dysfunktion), Brustschwellung.
- PSA-Wert: Wird etwa halbiert – wichtig für die Interpretation bei der Krebsvorsorge.
Kombinationstherapie:
Bei mäßig vergrößerter Prostata und stärkeren Beschwerden ist die Kombination von Alpha-Blocker und 5-Alpha-Reduktase-Hemmer wirksamer als die Einzelsubstanzen.
Weitere Medikamente:
- Tadalafil: Der PDE-5-Hemmer (bekannt für erektile Dysfunktion) ist auch bei BPH zugelassen. Besonders geeignet bei gleichzeitiger Erektionsstörung.
- Anticholinergika: Bei überwiegend irritativen Symptomen (Drangsymptomatik).
- Pflanzliche Präparate: Sägepalme, Kürbissamen, Brennnesselwurzel – Wirksamkeit nicht eindeutig belegt, aber wenig Nebenwirkungen.
Lebensstiltipps bei BPH
- Flüssigkeitsaufnahme über den Tag verteilen, abends weniger trinken
- Koffein und Alkohol in Maßen (wirken harntreibend)
- Blase beim Toilettengang vollständig entleeren
- Regelmäßige Bewegung
- Kälte vermeiden (kann Symptome verschlimmern)
BPH-Medikamente online erhalten
Über seriöse Online-Arztdienste können Sie Ihre BPH-Medikamente wie Tamsulosin bequem nachbestellen. Sie füllen einen medizinischen Fragebogen aus, in dem Sie Ihre Symptome, Diagnose und aktuellen PSA-Wert angeben. Ein EU-lizenzierter Arzt prüft Ihre Angaben und stellt bei Eignung ein Rezept aus. Das Medikament wird von einer zugelassenen Apotheke diskret zu Ihnen geliefert. Diese Methode eignet sich für Folgerezepte bei bereits diagnostizierter BPH.









