Abasaglar
Abasaglar ist ein langwirksames Biosimilar-Insulin (Insulin glargin) zur einmal taeglichen Behandlung von Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2.
Es sorgt fuer eine gleichmaessige Blutzuckersenkung ueber 24 Stunden ohne ausgepragte Wirkungsspitzen.
Das verschreibungspflichtige Praeparat ist in Deutschland zugelassen und wird in der Regel von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet.
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Einleitung
Abasaglar ist ein Biosimilar-Insulinpraeparat, das den Wirkstoff Insulin glargin enthaelt und zur Behandlung von Diabetes mellitus bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 2 Jahren zugelassen ist.
Als langwirksames Basalinsulin sorgt Abasaglar fuer eine gleichmaessige, lang anhaltende Blutzuckersenkung ohne ausgepragte Wirkungsspitzen, was es besonders geeignet fuer die einmal taegliche Anwendung macht.
Das Praeparat ist von der Europaeischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassen und entspricht in Qualitaet, Wirksamkeit und Sicherheit dem Referenzpraeparat Lantus.
In Deutschland ist Abasaglar verschreibungspflichtig und wird in der Regel von Diabetologen oder Hausaerzten verordnet.
Wirkungsmechanismus
Insulin glargin, der Wirkstoff in Abasaglar, ist ein rekombinantes Humaninsulinanalogon mit einer modifizierten Aminosaeureschnittfolge.
Diese Modifikation fuehrt dazu, dass sich Insulin glargin nach der subkutanen Injektion zu Mikropraezipitaten zusammenlagert, die den Wirkstoff langsam und kontinuierlich ins Blut abgeben.
Der Wirkmechanismus entspricht dem des koerpereigenen Insulins: Insulin glargin bindet an den Insulinrezeptor und aktiviert dabei intrazellulaere Signalwege, die die Glukoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen foerdern und gleichzeitig die hepatische Glukoseproduktion hemmen.
Im Gegensatz zu kurzwirksamen Insulinen weist Abasaglar kein ausgepraegtes Wirkungsmaximum auf, sondern entfaltet seine blutzuckersenkende Wirkung flach und gleichmaessig ueber etwa 24 Stunden.
Indikationen
Abasaglar ist zugelassen zur Behandlung von:
- Diabetes mellitus Typ 1 bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 2 Jahren
- Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen, wenn eine orale Therapie allein nicht ausreicht
Das Praeparat wird typischerweise als Basalinsulin im Rahmen einer Basis-Bolus-Therapie eingesetzt, kann aber auch als alleiniges Insulin bei bestimmten Patienten mit Typ-2-Diabetes verwendet werden. Die Verordnung erfolgt nach individueller Nutzen-Risiko-Abwaegung durch den behandelnden Arzt.
Dosierung und Anwendung
Abasaglar wird einmal taeglich subkutan injiziert, vorzugsweise immer zur gleichen Tageszeit. Die Initialdosis und eventuelle Dosisanpassungen werden individuell vom behandelnden Arzt festgelegt.
Bei Typ-1-Diabetes betraegt die typische Tagesdosis etwa ein Drittel des gesamten taeglichen Insulinbedarfs; der verbleibende Bedarf wird durch kurzwirksames Insulin zu den Mahlzeiten gedeckt.
Geeignete Injektionsstellen sind der Bauch, der Oberschenkel oder der Oberarm. Innerhalb der gewaehlten Region sollte die genaue Einstichstelle bei jeder Injektion gewechselt werden, um Lipodystrophien zu vermeiden.
Abasaglar darf nicht intravenoes oder intramuskulaer injiziert werden und darf nicht mit anderen Insulinen oder Arzneimitteln gemischt werden.
Die Injektion erfolgt mit dem mitgelieferten KwikPen. Vor jeder Anwendung ist zu pruefen, ob die Loesung klar und farblos ist. Das Produkt darf nicht verwendet werden, wenn es trueb oder verfaerbt erscheint oder Partikel enthaelt.
Nebenwirkungen
Die haeufigste Nebenwirkung aller Insulintherapien ist die Hypoglykamie (Unterzuckerung). Anzeichen einer Hypoglykamie sind unter anderem Zittern, Schwitzen, Herzrasen, Heisshunger, Blaeasse, Konzentrationsstoerungen und in schweren Faellen Bewusstlosigkeit. Patienten und Angehoerige sollten im Umgang mit einer Hypoglykamie geschult sein.
An der Injektionsstelle koennen lokale Reaktionen auftreten, darunter Roetungen, Schwellungen, Juckreiz und Schmerzen. Seltener kommt es zu Lipodystrophien (Veraenderungen des Unterhautfettgewebes), die durch regelmaessigen Wechsel der Injektionsstelle vermieden werden koennen.
Weitere moegliche Nebenwirkungen umfassen:
- Sehstoerungen zu Beginn der Therapie (voruebergehend)
- Oedeme (Wassereinlagerungen) besonders bei Therapiebeginn
- Allergische Reaktionen, selten bis sehr selten systemische allergische Reaktionen (Anaphylaxie)
- Gewichtszunahme
Bei Auftreten schwerer unerwnschter Wirkungen sollten Patienten umgehend den behandelnden Arzt kontaktieren oder den Notruf 112 anrufen.
Kontraindikationen
Abasaglar darf nicht angewendet werden bei:
- Ueberempfindlichkeit gegen Insulin glargin oder einen der sonstigen Bestandteile
- Hypoglykamie (Abasaglar darf nicht zur Hypoglykamiebehandlung eingesetzt werden)
Bei Niereninsuffizienz, Leberinsuffizienz, Erkrankungen der Nebennieren, Hypophyse oder Schilddruese ist besondere Vorsicht geboten, da sich der Insulinbedarf veraendern kann. Gleiches gilt in Zeiten koerperlicher Belastung oder veraenderten Essgewohnheiten.
Wechselwirkungen
Verschiedene Arzneimittel koennen die blutzuckersenkende Wirkung von Abasaglar beeinflussen. Zu den Substanzen, die die Insulinwirkung verstaerken und das Hypoglykamierisiko erhoehen koennen, gehoeren:
- Orale Antidiabetika, GLP-1-Rezeptoragonisten
- ACE-Hemmer, Disopyramid, Fibrate, Fluoxetin, MAO-Hemmer, Pentoxifyllin, Propoxyphen
- Salicylate, Sulfonamid-Antibiotika
- Alkohol
Substanzen, die die blutzuckersenkende Wirkung abschwaerchen koennen:
- Kortikosteroide, Danazol, Diazoxid, Diuretika
- Glukagon, Isoniazid, Oestrogene und Gestagene
- Phenothiazine, Somatotropin, Sympathomimetika, Schilddruesenhormone
- Atypische Antipsychotika (z. B. Olanzapin, Clozapin)
Beta-Blocker, Clonidin, Lithiumsalze und Alkohol koennen sowohl staerken als auch abschwaerchen und ausserdem die Warnsymptome einer Hypoglykamie maskieren. Patienten sollten ihren Arzt ueber alle eingenommenen Medikamente informieren.
Schwangerschaft und Stillzeit
Waehrend der Schwangerschaft ist eine sorgfaeltige Blutzuckereinstellung besonders wichtig. Fuer Insulin glargin liegen begrenzte Daten aus kontrollierten klinischen Studien in der Schwangerschaft vor.
Humaninsulin gilt in der Schwangerschaft als Mittel der Wahl; Abasaglar kann nach sorgfaeltiger Nutzen-Risiko-Abwaegung durch den behandelnden Arzt eingesetzt werden.
Der Insulinbedarf kann sich im Verlauf der Schwangerschaft erheblich veraendern und erfordert engmaschige Ueberwachung.
Es ist nicht bekannt, ob Insulin glargin in die Muttermilch uebergeht; eine Gefaehrdung des Saeuglings ist jedoch unwahrscheinlich, da Insulin im Magen-Darm-Trakt des Saeuglings abgebaut wird.
Stillen kann den Insulinbedarf der Mutter veraendern.
Aufbewahrung
Nicht geoeffnete Abasaglar KwikPens sind im Kuehlschrank (2 Grad C bis 8 Grad C) zu lagern, nicht einzufrieren und nicht neben das Gefriergeraet zu legen.
Einmal angebrochen kann der KwikPen bei Raumtemperatur (bis zu 30 Grad C) bis zu 28 Tage aufbewahrt werden. Das Praeparat ist vor direktem Licht und Waerme zu schuetzen.
Arzneimittel sind ausser Reichweite und Sichtweite von Kindern aufzubewahren. Nach Ablauf des Verfallsdatums darf das Praeparat nicht mehr verwendet werden.
Haeufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen Abasaglar und Lantus? . Abasaglar ist ein Biosimilar von Lantus.
Beide Praeparate enthalten den Wirkstoff Insulin glargin und sind in Wirksamkeit und Sicherheit vergleichbar.
Als Biosimilar ist Abasaglar nach dem Auslaufen des Patentschutzes von Lantus zugelassen worden und in der Regel kostenguenstiger.
Kann ich Abasaglar mit anderen Insulinen mischen?
Nein. Abasaglar darf nicht mit anderen Insulinen oder Arzneimitteln gemischt werden, da dies die Wirkungskinetik unvorhersehbar veraendern kann.
Was soll ich tun, wenn ich eine Dosis vergessen habe?
Bei vergessener Dosis sollten Sie Ihren Arzt oder Diabetesberater kontaktieren, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Injizieren Sie auf keinen Fall die doppelte Dosis.
Wie erkenne ich eine Hypoglykamie und wie verhalte ich mich richtig? . Typische Zeichen sind Zittern, Schweissausbrueche, Herzrasen, Blaeasse, Heisshunger und Konzentrationsprobleme.
Bei leichter Unterzuckerung nehmen Sie sofort schnell verfuegbare Kohlenhydrate zu sich (z. B. Traubenzucker, Fruchtsaft). Bei Bewusstlosigkeit rufen Sie sofort den Notruf 112 an.
Kann ich mit Abasaglar Auto fahren?
Unterzuckerung kann die Reaktionsfaehigkeit beeintraechtigen. Vor Antritt einer Fahrt sollte der Blutzucker kontrolliert werden. Falls Warnsymptome auftreten, ist das Fahren sofort zu unterbrechen.
Uebernimmt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) die Kosten? . Abasaglar ist verschreibungspflichtig und wird bei entsprechender Indikation in der Regel von der GKV erstattet.
Ihr Hausarzt oder Diabetologe kann Ihnen dazu genaue Auskunft geben. Es kann je nach Krankenkasse zu Zuzahlungen kommen.
Quellen
- Bundesinstitut fuer Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA)
- Institut fuer Qualitaet und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
- Gelbe Liste, Insulin glargin
- Europaeische Arzneimittel-Agentur (EMA), Abasaglar EPAR
Klinische Studien und Evidenz
Die Zulassung von Abasaglar als Biosimilar zu Lantus (Insulin glargin, Sanofi) basierte auf einem umfassenden Vergleichsprogramm, das physikochemische, biologische, pharmakodynamische und klinische Studien umfasste.
Die pivotale klinische Studie (ELEMENT 1 und ELEMENT 2) zeigte bei Patienten mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes eine vergleichbare glykämische Kontrolle (gemessen am HbA1c), eine vergleichbare Hypoglykämierate und ein vergleichbares Sicherheitsprofil wie Lantus.
Immunogenität (Antikörperbildung gegen Insulin glargin) war in beiden Gruppen ähnlich und klinisch nicht relevant.
Die EMA und das BfArM haben auf Grundlage dieser Datenlage die Substituierbarkeit von Abasaglar gegenüber Lantus anerkannt. In der GKV-Versorgung in Deutschland ist Abasaglar als kosteneffiziente Alternative zu Lantus etabliert, was für viele Patienten eine erhebliche Kostenentlastung bedeutet.
Praktische Hinweise für Patienten
- Injektionsstellen rotieren: Injizieren Sie Abasaglar stets an wechselnden Stellen im Rahmen desselben Körperbereichs (z. B. Bauch, Oberschenkel, Oberarm). Spritzen Sie nie zweimal hintereinander in dieselbe Stelle, um Lipodystrophien zu vermeiden, die die Insulinresorption verändern.
- Niemals intravenös: Abasaglar ist ausschließlich für die subkutane Injektion bestimmt. Eine intravenöse Gabe kann zu schweren Hypoglykämien führen und ist strikt verboten.
- Lagerung: Nicht angebrochene Pens und Patronen sind im Kühlschrank (2-8 °C) zu lagern. Nach dem ersten Gebrauch kann der Pen bei Raumtemperatur (bis 25 °C) für maximal 28 Tage aufbewahrt werden. Nicht einfrieren.
- Hypoglykämie erkennen: Symptome wie Zittern, Schwitzen, Herzrasen, Heißhunger und Konzentrationsschwäche können auf einen Unterzucker hinweisen. Behandeln Sie leichte Hypoglykämien mit schnell verfügbarem Traubenzucker (15-20 g). Bei Bewusstlosigkeit rufen Sie sofort den Notruf 112 und geben Sie Glukagon, wenn verfügbar.
- Blutzuckertagebuch: Führen Sie regelmäßige Blutzuckermessungen durch und dokumentieren Sie die Werte. Moderne Continuous Glucose Monitoring (CGM)-Systeme können von der GKV erstattet werden und erleichtern die Therapiekontrolle erheblich.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Darf mein Arzt Abasaglar auf Lantus umstellen ohne mein Einverständnis?
- In Deutschland ist eine aut-idem-Substitution bei Biologika und Biosimilars, anders als bei klassischen Generika, nicht ohne weiteres zulässig. Der Arzt muss die Umstellung aktiv verordnen und den Patienten informieren. Sprechen Sie mit Ihrem Diabetologen, wenn Sie eine Umstellung erhalten haben oder Bedenken haben.
- Was ist der Unterschied zwischen Abasaglar und Lantus?
- Abasaglar ist ein zugelassenes Biosimilar von Lantus. Beide enthalten denselben Wirkstoff (Insulin glargin 100 IE/ml) und haben nachweislich vergleichbare Wirksamkeit und Sicherheit. Der wesentliche Unterschied liegt im Preis: Biosimilars sind in der Regel kostengünstiger, was die GKV-Ausgaben senkt und Patientenzuzahlungen beeinflussen kann.
- Kann Abasaglar mit anderen Insulinen gemischt werden?
- Nein. Abasaglar darf nicht mit anderen Insulinen oder Arzneimitteln gemischt werden. Das Mischen verändert das Wirkprofil unkontrollierbar. Kurz wirksame Insuline werden separat mit einem anderen Pen injiziert.
Quellen und weiterführende Informationen
- BfArM und EMA: Beurteilung Abasaglar als Biosimilar zu Lantus
- Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG): Praxisempfehlungen zur Insulintherapie
- AWMF S3-Leitlinie: Therapie des Typ-1-Diabetes (Registernummer 057-013)
- Blevins TC et al. (ELEMENT 2): Diabetes Care 2015; 38(9): 1576-1582
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