Progynova

Progynova (Estradiolvalerat) ist ein orales Hormonpraeparat zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und vaginaler Trockenheit.

Es wird im Rahmen einer Hormonersatztherapie (HRT) eingesetzt, um den durch den Oestrogenmangel bedingten Beschwerden entgegenzuwirken. Die Anwendung erfolgt stets nach aerztlicher Verordnung und individueller Nutzen-Risiko-Abwaegung.

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Progynova – Oestrogenpraeparat zur Hormonersatztherapie in Deutschland

Progynova ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das den Wirkstoff Estradiolvalerat enthaelt – eine synthetische Form des koerpereigenen weiblichen Geschlechtshormons Oestradiol.

Es wird primaer zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden (klimakterischen Symptomen) eingesetzt, wenn diese die Lebensqualitaet erheblich beeintraechtigen.

In Deutschland unterliegt Progynova der Verschreibungspflicht und wird vom Bundesinstitut fuer Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) reguliert.

Eine Verordnung erfolgt in der Regel durch den Hausarzt oder den Gynaekologinnen und Gynaekologen, wobei stets eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwaegung vorgenommen wird.

Gesetzlich krankenversicherte Patientinnen koennen Progynova auf Kassenrezept erhalten, sofern die Indikation besteht.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) und das Institut fuer Qualitaet und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) haben Rahmenbedingungen fuer den Einsatz von Hormonpraeparaten in der GKV definiert.

Wirkungsmechanismus von Estradiolvalerat

Estradiolvalerat wird nach oraler Einnahme im Gastrointestinaltrakt hydrolysiert und in das biologisch aktive Oestradiol umgewandelt.

Oestradiol bindet an oestrogene Rezeptoren (ER-alpha und ER-beta) in verschiedenen Geweben, darunter Uterus, Brustdruese, Knochen, Herz-Kreislauf-System und Zentralnervensystem.

Durch diese Bindung werden spezifische Gentranskriptionsprozesse ausgeloest, die die oestrogenvermittelten physiologischen Effekte reproduzieren.

Im Hypothalamus reguliert Oestradiol die thermoregulatorischen Zentren, was die typischen vasomotorischen Symptome der Menopause (Hitzewallungen, Schweissausbrueche) lindert.

Im Urogenitaltrakt foerdert es die Proliferation des Vaginalepithels und verbessert die Lubrikation. An Knochen hemmt Oestradiol die osteoklastenvermittelte Knochenresorption und traegt so zur Erhaltung der Knochendichte bei.

Indikationen und Anwendungsgebiete

Progynova ist zugelassen fuer die Behandlung von Beschwerden, die durch den Oestrogenmangel in und nach den Wechseljahren bedingt sind. Zu den zentralen Indikationen zaehlen:

  • Vasomotorische Symptome: Hitzewallungen, Nachtschweis, Schweissausbrueche
  • Urogenitale Atrophie: Vaginale Trockenheit, Dyspareunie, rezidivierende Harnwegsinfekte
  • Psychische Symptome: Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit im Klimakterium
  • Osteoporoseproevention: Bei Patientinnen mit erhöhtem Frakturrisiko, wenn andere Therapien nicht geeignet sind

Die Entscheidung zur HRT trifft die Aerztin oder der Arzt gemeinsam mit der Patientin auf Basis des individuellen Risikoprofils, der Beschwerdeschwere und des Allgemeinzustands.

Laut aktueller Leitlinien der Deutschen Gesellschaft fuer Gynaekologie und Geburtshilfe (DGGG) sollte die HRT in der niedrigsten wirksamen Dosis und fuer den kuerzmoeglich Zeitraum eingesetzt werden.

Dosierung und Anwendung

Die Standarddosierung von Progynova betraegt 1-2 mg Estradiolvalerat taeglich als orale Tablette.

Die Behandlung beginnt ueblicherweise mit 1 mg taeglich; die Dosis kann nach aerztlicher Beurteilung auf 2 mg erhoehen werden, wenn die symptomatische Wirkung nicht ausreicht.

Bei Frauen mit erhaltenem Uterus muss Progynova stets mit einem Gestagen kombiniert werden, um das Risiko einer Endometriumhyperplasie und -karzinom zu reduzieren.

Hysterektomierte Frauen koennen Progynova als alleinige Oestrogengabe anwenden. Die Tabletten werden unzerkaut mit ausreichend Fluessigkeit geschluckt, vorzugsweise zur gleichen Tageszeit, um einen gleichmaessigen Hormonspiegel zu gewaehrleisten.

Regelmaessige Kontrolluntersuchungen (jaehrlich oder nach aerztlicher Empfehlung) sind obligatorisch.

Nebenwirkungen von Progynova

Wie alle Arzneimittel kann Progynova Nebenwirkungen verursachen. Haeufige Nebenwirkungen (bei 1 von 100 bis 1 von 10 Anwenderinnen) umfassen Uebelkeit, Brustspannungen oder -schmerzen, Kopfschmerzen, Zwischenblutungen und Gewichtszunahme.

Gelegentliche Nebenwirkungen schliessen Migraine, Bauchschmerzen, Blaehhungen, Oedeme und Stimmungsveraenderungen ein.

Seltene aber schwere unerwuenschte Wirkungen umfassen thromboembolische Ereignisse (tiefe Venenthrombose, Lungenembolie), Schlaganfall, Herzinfarkt sowie erhoehtes Brust- und Endometriumkarzinomrisiko bei Langzeitanwendung.

Sollten Symptome wie Brustschmerzen, einseitige Beinschmerzen oder -schwellung, Atemnot oder neurologische Ausfaelle auftreten, ist sofort der Notruf 112 zu waehlen oder die naechste Notaufnahme aufzusuchen.

Kontraindikationen

Progynova darf nicht angewendet werden bei:

  • Bekanntem oder vermutetem Mammakarzinom oder einer diesbezueglichen Vorgeschichte
  • Oestrogensensitivem Malignom (z. B. Endometriumkarzinom)
  • Nicht diagnostizierten vaginalen Blutungen
  • Unbehandelter Endometriumhyperplasie
  • Frueheren oder bestehenden venösen Thromboembolien (TVT, Lungenembolie)
  • Bekannten thrombophilen Stoerungen (z. B. Protein-C-, Protein-S- oder Antithrombin-Mangel)
  • Aktiver oder kuerzlicher arterieller thromboembolischer Erkrankung
  • Akuter Lebererkrankung oder Lebererkrankung in der Vorgeschichte, solange sich die Leberfunktionswerte nicht normalisiert haben
  • Porphyrie
  • Ueberempfindlichkeit gegen Estradiolvalerat oder einen der sonstigen Bestandteile

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Der Metabolismus von Estradiolvalerat wird durch Induktoren von CYP3A4 beschleunigt, was zu einer verringerten Oestrogenwirkung fuehren kann. Dazu gehoeren:

  • Antiepileptika: Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin, Primidon
  • Antimykotika / Antibiotika: Rifampicin, Rifabutin
  • Antiretrovirale Mittel: Nelfinavir, Ritonavir, Nevirapin, Efavirenz
  • Pflanzliche Praeparate: Johanniskraut (Hypericum perforatum)

CYP3A4-Inhibitoren wie Ketoconazol, Itraconazol oder Erythromycin koennen die Oestrogenspiegel erhoehen und dadurch das Nebenwirkungsrisiko steigern. Informieren Sie Ihre Aerztin oder Ihren Arzt stets ueber alle eingenommenen Medikamente, Nahrungsergaenzungsmittel und pflanzlichen Praeparate.

Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit

Progynova ist waehrend der Schwangerschaft und in der Stillzeit kontraindiziert. Sollte eine Schwangerschaft unter der Behandlung eintreten, ist Progynova sofort abzusetzen und eine Aerztin oder ein Arzt aufzusuchen.

Obwohl die bisherigen epidemiologischen Daten kein erhoehtes Fehlbildungsrisiko bei versehentlicher Exposition zeigen, gilt Vorsicht.

Oestradiol tritt in die Muttermilch ueber und kann die Milchproduktion hemmen; eine Anwendung waehrend der Stillzeit ist daher nicht empfohlen.

Aufbewahrungshinweise

Progynova-Tabletten sind bei Raumtemperatur (15-25 Grad Celsius) in der Originalverpackung aufzubewahren, vor Licht und Feuchtigkeit geschuetzt. Das Arzneimittel ist ausserhalb der Sichtweite und Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Nach Ablauf des auf der Packung aufgedruckten Verfallsdatums darf das Produkt nicht mehr verwendet werden.

Nicht verwendete Arzneimittel sind gemaess den lokalen Vorschriften zu entsorgen – keinesfalls ueber das Abwasser oder den Hausmuell.

Haeufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich Progynova ohne Rezept kaufen?

Nein. Progynova unterliegt in Deutschland der Verschreibungspflicht. Es ist ausschliesslich auf aerztliche Verordnung in der Apotheke erhaeltlich. Eine Beratung und Untersuchung durch Ihre Gynaekologin oder Ihren Gynaekologin ist vor Therapiebeginn obligatorisch.

Wie lange dauert es, bis Progynova wirkt?

Erste Verbesserungen bei Hitzewallungen und Schlafstörungen koennen nach 2-4 Wochen eintreten. Fuer eine vollstaendige symptomatische Kontrolle sind haeufig 8-12 Wochen erforderlich. Bei urogenitalen Atrophiesymptomen kann die Besserung laenger dauern.

Muss ich bei intaktem Uterus ein Gestagen einnehmen?

Ja. Bei Frauen mit erhaltenem Uterus ist die kombinierte Gabe eines Gestagens zwingend erforderlich, um das durch Oestrogen bedingte Risiko einer Endometriumhyperplasie und eines Endometriumkarzinoms zu minimieren. Hysterektomierte Frauen benoetigen kein Gestagen.

Was passiert, wenn ich eine Tablette vergesse?

Nehmen Sie die vergessene Tablette so bald wie moeglich ein, sofern der naechste Einnahmezeitpunkt nicht in weniger als 12 Stunden liegt. Nehmen Sie niemals zwei Tabletten gleichzeitig ein.

Bei haeufigem Vergessen sprechen Sie mit Ihrer Aerztin oder Ihrem Arzt ueber Alternativen.

Erhoeht Progynova das Krebsrisiko?

Langzeitdaten zeigen ein leicht erhoehtes Risiko fuer Brustkrebs bei kombinierter HRT und ein erhoehtes Endometriumkrebsrisiko bei alleiniger Oestrogengabe ohne Gestagen bei intaktem Uterus.

Das individuelle Risiko haengt von der Anwendungsdauer, der Dosis und persoenlichen Risikofaktoren ab. Ihre Aerztin oder Ihr Arzt wird dieses Thema mit Ihnen besprechen.

Kann ich Progynova bei Osteoporose anwenden?

Progynova kann zur Praevention postmenopausaler Osteoporose eingesetzt werden, insbesondere wenn gleichzeitig klimakterische Symptome vorliegen. Fuer die alleinige Osteoporosebehandlung ohne Wechseljahresbeschwerden sollten jedoch alternative, spezifisch zugelassene Praeparate bevorzugt werden. Die Entscheidung trifft Ihre Aerztin oder Ihr Arzt nach DXA-Knochendichtemessung.

Gibt es Alternativen zu Progynova?

Ja. Zu den Alternativen gehoeren andere HRT-Praeparate mit verschiedenen Applikationswegen (transdermale Pflaster, Gele, Vaginalringe) sowie nicht-hormonelle Optionen wie Phytooestrogene, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) oder Clonidin. Sprechen Sie mit Ihrer Aerztin oder Ihrem Arzt ueber die fuer Sie geeignete Option.

Lebensqualitaet und Alltagsmanagement waehrend der HRT

Eine Hormonersatztherapie mit Progynova beeinflusst nicht nur koerperliche Symptome, sondern kann die allgemeine Lebensqualitaet erheblich verbessern.

Studien belegen, dass Frauen unter wirksamer HRT haeufig ueber besseren Schlaf, stabilere Stimmung, verbesserte Konzentrationsfaehigkeit und hoeheres allgemeines Wohlbefinden berichten.

Dennoch sind Alltagsmassnahmen ergaenzend wichtig: Eine kalorienbewusste, kalziumreiche Ernaehrung (Milchprodukte, gruenes Gemuese) unterstuetzt den Knochenerhalt.

Regelmaessige koerperliche Aktivitaet, insbesondere gewichtsbelastende Uebungen wie Spazierengehen, Tanzen oder leichtes Krafttraining, staerkt Knochen und Muskeln und reduziert das Osteoporoserisiko.

Nikotinverzicht und massvoller Alkoholkonsum tragen zur Verminderung des kardiovaskulaeren und Brustkrebsrisikos bei. Stressmanagement und ausreichend Erholung sind ebenfalls relevant, da chronischer Stress klimakterische Symptome verstaerken kann.

Die Begleitung durch Fachpersonal, z. B. gynaekologische Pflegefachkraefte oder Hebammen, kann den Therapieerfolg verbessern.

Monitoring und Verlaufskontrollen bei Progynova

Jaehrliche Kontrolluntersuchungen sind bei der HRT-Anwendung von Progynova obligatorisch. Dabei werden Blutdruck, Koerpergewicht, Brustbefund (ggf. Mammographie) und Gebaermutterbefund (ggf. transvaginale Sonographie bei intaktem Uterus) beurteilt.

Die Aerztin oder der Arzt bewertet die weitere Notwendigkeit der HRT und diskutiert etwaige neue Risikofaktoren. Labortests koennen Leberfunktion, Gerinnungsparameter und ggf. Hormonspiegel umfassen.

Frauen mit Risikofaktoren fuer Thrombose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden engmaschiger kontrolliert.

Die Dauer der HRT wird individuell festgelegt; bei Frauen mit klimakterischen Symptomen, die laenger als 5-7 Jahre bestehen, sollte die Indikation sorgfaeltig reevaluiert werden.

Quellen und weiterfuehrende Informationen

  • Bundesinstitut fuer Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de
  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de
  • Institut fuer Qualitaet und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de
  • Gelbe Liste Online: www.gelbe-liste.de
  • Deutsche Gesellschaft fuer Gynaekologie und Geburtshilfe (DGGG) – Leitlinie Peri- und Postmenopause: www.dggg.de
  • Europaeische Arzneimittel-Agentur (EMA) – Produktinformation Progynova: www.ema.europa.eu

Medizinische Informationen

Progynova ist ein rezeptpflichtiges Medikament. Das bedeutet, dass Sie es normalerweise nur mit einem Rezept von Ihrem Arzt in einer Apotheke erhalten können. Jetzt über Online-Beratung erhältlich.

Viele Frauen bevorzugen die Möglichkeit, Progynova über eine Online-Beratung zu beziehen, da dies eine diskrete und bequeme Alternative zum traditionellen Arztbesuch darstellt.

Dies kann besonders nützlich sein, wenn es schwierig ist, einen Termin zu vereinbaren, oder wenn Sie Bedenken hinsichtlich der Vertraulichkeit haben.

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Dosierung

Dosierung von Progynova

Progynova wird als orale Tablette in den Staerken 1 mg und 2 mg Estradiolvalerat angeboten. Die uebliche Initialdosis betraegt 1 mg taeglich.

Ist die Symptomkontrolle nach 4-8 Wochen nicht ausreichend, kann die Dosis auf 2 mg taeglich erhoehen werden. Die niedrigste wirksame Dosis fuer den kuerzestmoeglichen Behandlungszeitraum ist anzustreben.

Frauen mit intaktem Uterus benoetigen eine kombinierte Gestagen-Therapie. Die Tabletten werden unzerkaut mit Wasser eingenommen, vorzugsweise zur gleichen Tageszeit.

Regelmaessige aerztliche Kontrollen (jaehrlich) sind obligatorisch, um die Notwendigkeit der Fortfuehrung zu beurteilen und Nebenwirkungen fruehzeitig zu erkennen. Selbstaendige Dosisaenderungen ohne Ruecksprache mit dem Arzt sind zu vermeiden.

Bei Vergessen einer Dosis: Nachnahme so bald wie moeglich, aber keine Doppeldosis einnehmen.

Besondere Patientengruppen

Bei aelteren Patientinnen (ueber 65 Jahre) sollte Progynova mit der niedrigsten verfuegbaren Dosis begonnen und die Vertraeglichkeit engmaschig beobachtet werden, da das kardiovaskualaere und onkologische Risiko mit dem Alter ansteigt.

Bei Frauen mit Lebererkrankungen ist Vorsicht geboten; in diesen Faellen kann eine nichtleberwirksame Applikationsform (transdermal) bevorzugt werden. Nierenschwaeche erfordert in der Regel keine Dosisanpassung.

Bei Auftreten von Nebenwirkungen oder neuen Risikofaktoren sollte die Dosis reduziert oder die Therapie beendet werden.

Die Kombination mit einem Gestagen ist bei Frauen mit Uterus unverzichtbar; Art und Dosis des Gestagens bestimmt die Aerztin oder der Arzt individuell.

Nebenwirkungen und Warnhinweise

Nebenwirkungen von Progynova

Haeufige Nebenwirkungen (mehr als 1 von 100 Patientinnen): Brustspannungen und -schmerzen, Uebelkeit, Kopfschmerzen, Zwischenblutungen oder Schmierblutungen, Gewichtsveraenderungen, Stimmungsschwankungen.

Gelegentliche Nebenwirkungen (1 von 100 bis 1 von 1.000): Bauchschmerzen, Blaehhungen, Erbrechen, Oedeme (Fluessigkeitseinlagerungen), Migrane, Schwindel, Depressive Verstimmungen, Libidoveraenderungen, Hautreaktionen wie Ausschlag oder Juckreiz, Kontaktlinsenunvertraeglichkeit.

Seltene und sehr seltene Nebenwirkungen: Thromboembolische Ereignisse (tiefe Venenthrombose, Lungenembolie), Schlaganfall, Herzinfarkt, Gallenerkrankungen, Lebererkrankungen, Choreatik, Erythema nodosum oder multiforme, Endometriumhyperplasie. Bei Langzeitanwendung: erhoehtes Brust- und Endometriumkrebsrisiko.

Umgang mit Nebenwirkungen im Alltag: Leichte Uebelkeit kann durch Einnahme zu den Mahlzeiten gemindert werden. Brustspannungen sind haeufig in den ersten Behandlungswochen am ausgepraegt und nehmen danach ab.

Schmierblutungen in den ersten 3-6 Monaten sind bei zyklischer HRT normal; persistierende oder unerwartete Blutungen muessen aerztlich abgeklaert werden.

Oedeme koennen durch regelmaessige Bewegung und salzarme Ernaehrung reduziert werden. Bei anhaltenden oder belastenden Nebenwirkungen bitte die Aerztin oder den Arzt kontaktieren, um die Therapie anzupassen.

Sofortiger Arztbesuch oder Notruf 112 bei: Ploetzlichem Brustschmerz, einseitiger Beinschwellung oder -schmerz, Atemnot, Sehverlust, Sprachstoerungen oder Lahmungserscheinungen – diese koennen auf eine Thrombose oder einen Schlaganfall hinweisen.

Wichtige Warnhinweise zu Progynova

Regelmassige Kontrolluntersuchungen: Vor Therapiebeginn und jaehrlich sind Gesamtgesundheitsanamnese, Blutdruck, Brust- und Genitalbefund sowie bei Indikation Mammographie und Endometriumbiopsie durchzufuehren.

Thromboembolierisiko: HRT erhoert das Risiko venoser Thromboembolien. Bei Risikopatientinnen (Adipositas, Immobilitaet, Thrombophilie, Rauchen) ist das Risiko besonders sorgfaeltig abzuwaegen. Bei laengerer Immobilitaet (z. B. Operationen, Flugreisen) sollte die Behandlung ggf. pausiert werden.

Kardiovaskualaeres Risiko: Oestrogen-Gestagenkombinationen koennen das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko leicht erhoehen. Patientinnen mit kardiovaskualaeren Vorerkrankungen sind besonders zu ueberwachen.

Krebsrisiko: Das Brustkrebs- und Endometriumkrebsrisiko ist bei bestimmten Patientinnengruppen erhoert. Frauen mit Mammakarzinom in der Eigenanamnese oder der nahen Verwandtschaft sind besonders sorgfaeltig zu evaluieren.

Lebererkrankungen: Progynova darf bei aktiver Lebererkrankung nicht angewendet werden. Leberfunktionswerte sollten bei Risikopersonen ueberwacht werden.

Gallenwegserkrankungen: Hormonersatztherapie kann das Risiko von Gallensteinen und Gallenblasenerkrankungen erhoehen. Bei Auftreten von Oberbauchschmerzen, Ikterus oder Fieber sollte umgehend eine aerztliche Abklaerung erfolgen.

Demenz: Daten aus der WHI-Studie zeigten bei Frauen ueber 65 Jahren ein leicht erhoehtes Demenzrisiko unter kombinierter HRT. Junge postmenopausale Frauen scheinen dieses Risiko nicht zu tragen; aktuelle Studien deuten eher auf einen neuroprotektiven Effekt einer fruehzeitigen HRT hin.

Notruf Deutschland: Bei akuten, lebensbedrohlichen Beschwerden waehlen Sie sofort 112.

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