Selgamis

Selgamis (Umeclidinium) ist ein langwirksamer Anticholinergikum-Bronchodilatator (LAMA) zur Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD).

Der Wirkstoff Umeclidiniumbromid (62,5 Mikrogramm) wird einmal taeglich mit dem Ellipta-Inhalationsgeraet inhaliert und bewirkt durch die Blockade von M3-Muskarinrezeptoren eine anhaltende Bronchialerweiterung.

In Deutschland ist Selgamis sowohl als Monotherapie als auch in Kombination (Anoro Ellipta) erhaeltlich und kann im Rahmen der GKV verordnet werden.

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Selgamis (Umeclidinium), Umfassender medizinischer Ratgeber zur COPD-Behandlung

Selgamis ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Behandlung der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) bei Erwachsenen.

Der Wirkstoff Umeclidiniumbromid (62,5 Mikrogramm) gehoert zur Klasse der langwirksamen Anticholinergika (LAMA) und wird einmal taeglich mithilfe des Ellipta-Inhalationsgeraets angewendet.

In Deutschland ist Selgamis durch die Europaeische Arzneimittelagentur (EMA) zugelassen und wird vom BfArM reguliert.

Neben der Monotherapie steht Umeclidinium auch als Kombinationsprodukt mit dem LABA Vilanterol unter dem Handelsnamen Anoro Ellipta zur Verfuegung.

Wirkungsmechanismus

Umeclidinium ist ein langwirkender, kompetitiver Antagonist an muskarinergen Rezeptoren. Der Wirkstoff zeigt eine hohe Selektivitaet fuer M3-Rezeptoren in der glatten Muskulatur der Bronchien.

Durch die Blockade dieser Rezeptoren wird die cholinerge Bronchokonstriktion effektiv gehemmt.

Der Wirkungseintritt ist rasch und das kinetosch-selektive Bindungsverhalten von Umeclidinium an Muskarinrezeptoren erlaubt eine prolongierte Wirkdauer von mindestens 24 Stunden.

Im Vergleich zu kurzwirkenden Anticholinergika (SAMA) wie Ipratropium bietet Umeclidinium den Vorteil einer einmal taeglichen Anwendung und einer anhaltenden Bronchialerweiterung.

Die verbesserte FEV1 (Einsekundenkapazitaet) und FVC (forcierte Vitalkapazitaet) reduzieren die Luftnot und das Gefuehl der Atemeinschraenkung, das COPD-Patienten im Alltag stark belastet.

Indikationen

Selgamis ist indiziert als Bronchodilatations-Erhaltungstherapie zur Linderung der Symptome bei erwachsenen COPD-Patienten.

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der COPD-Erkrankung (GOLD-Einstufung A bis D) und den individuellen Symptomen.

Gemaess der S2k-Leitlinie COPD der Deutschen Gesellschaft fuer Pneumologie (DGP) und den Empfehlungen des G-BA wird eine LAMA-Monotherapie wie Selgamis primaer bei Patienten der Gruppe A und B eingesetzt.

In Deutschland ist Selgamis als verordnungsfaehiges GKV-Arzneimittel eingestuft. Der G-BA hat die Nutzenbewertung fuer Umeclidinium durchgefuehrt.

Die konkrete Erstattungsstaerke und eventuelle Zuzahlungsverpflichtungen haengen vom jeweiligen Kassenvertrag und dem Versicherungsstatus des Patienten ab.

Der behandelnde Arzt oder Pneumologe kann Informationen zu den aktuell geltenden Erstattungsmodalitaeten geben.

Dosierung und Anwendung

Die empfohlene Dosis betraegt eine Inhalation (62,5 Mikrogramm Umeclidiniumbromid) einmal taeglich aus dem Selgamis Ellipta-Inhalationsgeraet.

Das Ellipta-Geraet ist ein Einzeldosis-Trockenpulverinhalator, der als benutzerfreundlich gilt und bei korrekter Anwendung eine zuverlaessige Wirkstoffabgabe in die Lunge gewaehrleistet.

Nach der Inhalation sollte der Mund mit Wasser gespuelt werden, um moegliche lokale Irritationen zu reduzieren.

Nebenwirkungen

Selgamis ist im Allgemeinen gut vertraeglich. Die haeufigsten Nebenwirkungen sind Nasopharyngitis, Harnwegsinfektion und Mundtrockenheit, die alle auf den anticholinergen Wirkungsmechanismus zurueckgefuehrt werden koennen. Seltene, aber potentiell ernste Nebenwirkungen umfassen paradoxe Bronchospasmen und allergische Reaktionen.

Kontraindikationen

Selgamis ist kontraindiziert bei bekannter Ueberempfindlichkeit gegen Umeclidinium oder Laktose. Besondere Vorsicht ist bei Patienten mit engwinkeligen Glaukom, Prostatahyperplasie oder schwerwiegenden Herzerkrankungen geboten.

Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Anwendung von Selgamis mit anderen Anticholinergika kann zu additiven Effekten fuehren und ist zu vermeiden.

Die Verabreichung zusammen mit Betablockern ist bei COPD-Patienten grundsaetzlich kritisch zu beurteilen. Monoaminoxidase-Inhibitoren (MAO-Hemmer) und trizyklische Antidepressiva koennen die kardiovaskulaeren Effekte von Umeclidinium potenzieren.

Der Arzt und Apotheker sollten ueber alle aktuell eingenommenen Medikamente informiert werden.

Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit

Zur Anwendung von Selgamis in der Schwangerschaft beim Menschen liegen nur begrenzte Daten vor. Praeklinische Studien zeigten keine foetotoxischen Effekte bei therapeutisch relevanten Expositionen.

Dennoch sollte die Anwendung in der Schwangerschaft nur nach aerztlicher Nutzen-Risiko-Abwaegung erfolgen.

In der Stillzeit ist unklar, ob Umeclidinium in die Muttermilch uebergeht; Vorsicht ist geboten und eine aerztliche Beratung empfohlen.

Aufbewahrung

Selgamis Ellipta-Inhalatoren sind bei Raumtemperatur (nicht ueber 30 Grad Celsius) und in der Originalverpackung aufzubewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schuetzen.

Der Inhalator sollte nach dem ersten Oeffnen der Verpackung innerhalb von 6 Wochen aufgebraucht sein.

Das Arzneimittel darf nicht eingefroren werden und sollte nach Ablauf des Verfalldatums entsorgt werden.

Haeufig gestellte Fragen

Was unterscheidet Selgamis von anderen LAMA-Praeparaten wie Spiriva oder Seebri?

Selgamis (Umeclidinium), Spiriva (Tiotropium) und Seebri (Glycopyrronium) sind alle LAMA-Bronchodilatoren zur einmal taeglichen Inhalation bei COPD. Klinische Studien zeigen eine vergleichbare bronchodilatatorische Wirksamkeit.

Unterschiede bestehen im Inhalationsgeraet (Ellipta vs. Handihaler/Respimat vs. Breezhaler) und im Nebenwirkungsprofil. Ihr Arzt wird auf Basis Ihrer individuellen Situation und Praeferenzen das geeignetste Praeparat empfehlen.

Muss ich Selgamis auch nehmen, wenn ich keine Atemnot verspuere?

Ja. Selgamis ist ein Erhaltungspraeparat, das taeglich angewendet werden sollte, unabhaengig davon, ob akute Symptome vorhanden sind oder nicht.

Die Bronchialerweiterung wirkt vorbeugend und langfristig; sie verbessert die Lungenfunktion und reduziert das Risiko von Exazerbationen.

Wenn Sie das Medikament absetzen moechten, sprechen Sie dies zuvor mit Ihrem Arzt ab.

Kann ich Selgamis mit einem anderen Inhalationsgeraet verwenden?

Nein. Selgamis ist speziell fuer den Ellipta-Inhalator konzipiert. Das Praeparat darf nur mit dem mitgelieferten Ellipta-Geraet inhaliert werden. Ein anderes Inhalationsgeraet koennte die korrekte Wirkstoffabgabe beeintraechtigen und die Therapie unwirksam machen.

Wie reinige ich den Ellipta-Inhalator?

Der Aussenbereich des Ellipta-Mundstucks kann bei Bedarf mit einem trockenen Tuch oder einem trockenen Wattestaebchen gereinigt werden. Der Inhalator darf nicht mit Wasser gereinigt werden. Ein neuer Inhalator wird mit jeder neuen Arzneimittelpackung mitgeliefert.

Was ist zu tun, wenn sich meine COPD-Symptome trotz Selgamis verschlechtern?

Eine Verschlechterung trotz Therapie mit Selgamis kann auf eine COPD-Exazerbation hinweisen. Typische Zeichen sind zunehmende Atemnot, verstaerkter Husten, mehr oder verfaerbter Auswurf sowie Fieber.

In diesem Fall sollten Sie sofort Ihren Arzt aufsuchen. Bei schwerer Atemnot oder Bewusstlosigkeit rufen Sie den Notruf 112. Eine Intensivierung der COPD-Therapie (z.B.

Systemsteroide, Antibiotika) kann notwendig sein.

Kann Selgamis mit Cortison-Inhalatoren kombiniert werden?

Ja. Bei COPD-Patienten der GOLD-Gruppe D (haeufige Exazerbationen, schwere Symptome) wird eine Triple-Therapie aus LAMA + LABA + ICS (inhalierten Kortikosteroiden) empfohlen. Selgamis kann dabei als LAMA-Komponente fungieren.

Ihr behandelnder Pneumologe entscheidet ueber die optimale Kombinationstherapie entsprechend den aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft fuer Pneumologie (DGP).

Kann ich Selgamis bei gleichzeitiger Einnahme von Herzmedikamenten verwenden?

Bei gleichzeitiger Einnahme von bestimmten Herzmedikamenten wie Betablockern oder Antiarrhythmika sollte die Behandlung besonders sorgfaeltig vom Arzt ueberwacht werden. Informieren Sie Ihren Arzt und Apotheker vollstaendig ueber alle Medikamente, die Sie einnehmen, einschliesslich freiverkaeuflicher Praeparate und Nahrungsergaenzungsmittel.

COPD-Exazerbationen: Erkennen und Handeln

Eine COPD-Exazerbation ist eine akute Verschlechterung der Atemwegsymptome, die ueber die normale taeglich Variabilitaet hinausgeht und eine Intensivierung der Therapie erfordert.

Typische Anzeichen einer Exazerbation sind zunehmende Dyspnoe (Atemnot), erhoehter Husten, Verfaerbung und Vergroesserung der Schleimmenge sowie in einigen Faellen Fieber.

Selgamis ist eine Erhaltungstherapie und keine Akutmedikation; bei einer Exazerbation muss der behandelnde Arzt kontaktiert werden.

Schwere Exazerbationen erfordern haeufig eine Krankenhausbehandlung. Eine Einweisung kann bei stark eingeschraenkter Atmung, Sauerstoffentsaettigung unter 90 %, Bewusstseinsveraenderungen oder fehlender Verbesserung auf ambulante Therapie notwendig sein.

In einem Notfall ist der Notruf 112 zu waehlen. Regelmaessige Impfungen gegen Influenza und Pneumokokken koennen das Exazerbationsrisiko senken und werden von der DGP fuer COPD-Patienten empfohlen.

Selgamis im deutschen Versorgungskontext

In Deutschland ist COPD eine der haeufigsten Erkrankungen bei aelteren Menschen; Schatzungen gehen von bis zu 6 Millionen Betroffenen aus, wobei viele Faelle nicht diagnostiziert sind.

Die Deutsche Gesellschaft fuer Pneumologie (DGP) und die Deutsche Atemwegsliga haben in ihren Leitlinien klare Empfehlungen zur medikamentoesen COPD-Therapie etabliert, in der LAMA-Praeparate wie Selgamis eine zentrale Rolle spielen.

Hausaerzte koennen Selgamis im Rahmen der GKV-Verordnung verschreiben; Pneumologen uebernehmen oft die Spezialversorgung bei fortgeschrittener COPD.

Die Nutzenbewertung gemaess Paragraf 35a SGB V durch den G-BA stellt sicher, dass nur Arzneimittel mit belegtem Zusatznutzen zu einem fairen Preis in die GKV-Erstattung aufgenommen werden.

Patienten, die sich ueber die Erstattungsfaehigkeit von Selgamis informieren moechten, wenden sich an ihre Krankenkasse oder ihren Arzt.

Das IQWiG erstellt unabhaengige Bewertungsberichte, die dem G-BA als Entscheidungsgrundlage dienen.

Sauerstofftherapie und weitere Massnahmen bei fortgeschrittener COPD

Bei Patienten mit fortgeschrittener COPD und chronischer Hypoxaemie (Sauerstoffpartialdruck unter 55 mmHg) wird neben der medikamentoesen Therapie mit Selgamis eine Langzeitsauerstofftherapie (LTOT) empfohlen.

Die LTOT kann die Ueberlebenszeit verlangern und die Lebensqualitaet verbessern. Selgamis unterstuetzt als Bronchodilatator die Effizienz der Atemarbeit und erleichtert damit auch den Sauerstofftransport in der Lunge.

Weitere nichtmedikamentoese Massnahmen wie Atemgymnastik, Lungensport (angeboten durch die Deutsche Atemwegsliga) und pulmonale Rehabilitation sind wichtige Ergaenzungen zur Therapie mit Selgamis.

Bei sehr fortgeschrittener COPD (GOLD IV) kann eine chirurgische Lungenvolumenreduktion oder im Extremfall eine Lungentransplantation erwaogen werden. Diese Entscheidungen werden in spezialisierten COPD-Zentren gemeinsam mit dem Patienten getroffen.

Regelmaessige Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken sind fuer alle COPD-Patienten empfohlen und koennen das Exazerbationsrisiko deutlich senken.

Quellen und weiterfuehrende Informationen

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