Behandlungsleitfaden für Akne
Verfügbare Behandlungsoptionen
Die Wahl der richtigen Therapie hängt von der Ausprägung Ihrer Akne ab. Bei leichten bis mittelschweren Formen beginnen wir oft mit topischen (äußerlichen) Behandlungen. Hierzu gehören antimikrobielle oder antibiotische Cremes und Lösungen wie Aknemycin , Duac , Aknemycin Plus , Clindasol , Clindamycin , Inderm , Acnatac und Zindaclin .
Um die Poren von Verhornungen zu befreien, setze ich gerne Retinoide oder säurehaltige Präparate wie Differin , Cordes Vas oder Skinoren ein. Kombinationspräparate wie Epiduo haben sich in meiner Praxis als besonders effektiv erwiesen, da sie Entzündungen hemmen und gleichzeitig die Poren klären.
Für schwerere Fälle oder wenn Cremes nicht ausreichen, können systemische Behandlungen nötig sein. Hierzu zählen orale Antibiotika wie Minocyclin , Efracea Oraycea oder Oraycea . Bei schwerster, narbenbildender Akne ist Isotretinoin oft der Goldstandard, erfordert jedoch eine engmaschige ärztliche Begleitung.
Manchmal kommen auch Präparate wie Fucidine bei spezifischen bakteriellen Superinfektionen zum Einsatz.
Für viele meiner weiblichen Patientinnen, bei denen die Akne stark zyklusabhängig ist, kann eine hormonelle Therapie (Anti-Baby-Pille) mit antiandrogener Wirkung ein Gamechanger sein. Hierzu zählen Präparate wie Diane 35 , Dienovel , Maxim , Feanolla , Bella Hexal 35 , Levomin und Yaz .
Ich bespreche jedoch immer ausführlich die Risiken und den Nutzen einer hormonellen Behandlung.
Was Sie von der Behandlung erwarten können
Der größte Fehler, den ich bei der Akne-Therapie sehe, ist Ungeduld. Haut erneuert sich in einem Zyklus von etwa 28 Tagen. Es dauert in der Regel 8 bis 12 Wochen, bis Sie den vollen Effekt einer medizinischen Behandlung sehen.
Eine wichtige Warnung vorab: Ich rate meinen Patienten immer, ihre Vergrößerungsspiegel für die ersten zwei Monate wegzusperren. Viele Cremes, insbesondere Retinoide, verursachen in den ersten Wochen ein sogenanntes "Purging" (Aufblühen).
Die Haut schält sich leicht und die Akne kann kurzzeitig schlimmer aussehen, weil tiefliegende Verstopfungen an die Oberfläche transportiert werden. Wer jetzt abbricht, bringt sich um den Erfolg.
Durchhalten ist hier die halbe Miete!
Selbstpflege und Prävention
Medikamente sind wichtig, aber Ihre tägliche Routine unterstützt den Heilungsprozess massiv. Verwenden Sie milde, pH-neutrale Reiniger und verzichten Sie auf aggressive Peelings. Achten Sie bei Feuchtigkeitscremes und Sonnencremes unbedingt auf den Hinweis "nicht komedogen" (verstopft die Poren nicht).
Hier noch ein oft übersehener Tipp aus meinem Praxisalltag: Waschen Sie sich immer erst das Gesicht und den Körper, nachdem Sie Ihr Haarshampoo und vor allem den Conditioner ausgespült haben.
Rückstände von Haarpflegeprodukten, die über Stirn, Nacken oder Rücken laufen, sind ein massiver, oft unerkannter Auslöser für hartnäckige Akne an diesen Stellen.























