Alles über Hauterkrankungen
Hauterkrankungen gehören zu den häufigsten Gründen für einen Arztbesuch. Die Haut ist unser größtes Organ und erfüllt wichtige Schutzfunktionen – entsprechend vielfältig sind die Erkrankungen, die sie betreffen können. Von Akne über Ekzeme bis hin zu Schuppenflechte: Viele Hautkrankheiten lassen sich heute sehr gut behandeln.
Häufige Hauterkrankungen
- Akne: Verstopfte Poren, Pickel und Mitesser. Betrifft hauptsächlich das Gesicht, aber auch Rücken und Brust. Behandlung mit topischen Retinoiden, Benzoylperoxid, Antibiotika oder Isotretinoin.
- Neurodermitis (atopisches Ekzem): Chronisch-entzündliche Erkrankung mit starkem Juckreiz und trockener Haut. Beginnt oft im Säuglingsalter, kann sich aber im Erwachsenenalter fortsetzten.
- Psoriasis (Schuppenflechte): Autoimmunerkrankung mit silbrig-weißen Schuppen auf geröteter Haut. Häufig an Ellbogen, Knien und Kopfhaut.
- Rosacea: Chronische Rötung im Gesicht mit erweiterten Äderchen, Papeln und Pusteln. Wird oft fälschlicherweise als Akne behandelt.
- Kontaktekzem: Allergische oder irritative Reaktion auf Hautkontakt mit bestimmten Substanzen (Nickel, Latex, Reinigungsmittel).
- Pilzinfektionen: Fußpilz, Nagelpilz, Ringelflechte – ansteckende Infektionen, die mit Antimykotika behandelt werden.
- Nesselsucht (Urtikaria): Juckende Quaddeln, die plötzlich auftreten und wandern können.
- Herpes: Virusinfektionen, die Bläschen verursachen – Lippenherpes oder Genitalherpes.
Topische Behandlungen
Die meisten Hauterkrankungen werden zunächst mit Medikamenten zum Auftragen behandelt:
- Kortikosteroide: Die wichtigsten entzündungshemmenden Wirkstoffe bei Ekzemen, Psoriasis und anderen entzündlichen Hauterkrankungen. Verschiedene Stärken: mild (Hydrocortison) bis stark (Clobetasol). Nicht im Gesicht oder langfristig ohne ärztliche Kontrolle anwenden.
- Calcineurin-Inhibitoren: Tacrolimus, Pimecrolimus – Alternativen zu Kortikosteroiden, besonders für empfindliche Hautstellen und Langzeittherapie geeignet.
- Retinoide: Tretinoin, Adapalen – Vitamin-A-Derivate für Akne und Hautalterung.
- Antibiotika: Clindamycin, Erythromycin – bei Akne und bakteriellen Hautinfektionen.
- Antimykotika: Clotrimazol, Terbinafin – bei Pilzinfektionen.
- Antivirale: Aciclovir – bei Herpes-Infektionen.
Hautpflege als Basistherapie
Bei vielen Hauterkrankungen ist die richtige Basispflege ebenso wichtig wie Medikamente:
- Bei trockener Haut/Ekzemen: Reichhaltige, rückfettende Cremes und Salben. Feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Urea, Glycerin, Ceramide.
- Sanfte Reinigung: Seifenfreie, pH-neutrale Reinigungsprodukte.
- Baden: Nicht zu heiß, nicht zu lange. Ölbäder bei trockener Haut.
- Bei Akne: Leichte, ölfreie Pflege. Nicht zu viele Produkte gleichzeitig.
Systemische Therapien
Bei schweren oder ausgedehnten Hauterkrankungen können innerliche Medikamente notwendig sein:
- Antibiotika: Doxycyclin, Minocyclin bei schwerer Akne oder Rosacea
- Isotretinoin: Bei schwerer, therapieresistenter Akne – sehr wirksam, aber strenge Überwachung nötig
- Immunsuppressiva: Methotrexat, Ciclosporin bei schwerer Psoriasis oder Neurodermitis
- Biologika: Moderne, zielgerichtete Medikamente bei Psoriasis und schwerer Neurodermitis
- Antihistaminika: Bei Juckreiz und Nesselsucht
Lichttherapie
UV-Licht kann bei bestimmten Hauterkrankungen therapeutisch eingesetzt werden:
- UVB-Therapie: Bei Psoriasis, Neurodermitis, Vitiligo
- PUVA: Kombination aus Psoralen und UVA-Licht bei schweren Fällen
Hautmedikamente online erhalten
Über seriöse Online-Arztdienste können Sie verschreibungspflichtige Hautmedikamente bequem erhalten. Sie füllen einen medizinischen Fragebogen aus und laden bei Bedarf Fotos der betroffenen Hautstellen hoch. Ein EU-lizenzierter Arzt bewertet Ihren Fall und stellt bei Eignung ein Rezept aus. Das Medikament wird von einer zugelassenen Apotheke direkt zu Ihnen geliefert. Diese Methode eignet sich besonders für Folgerezepte bei bekannten Erkrankungen wie Akne, Rosacea oder Ekzemen.

























































