Alles über Asthma
Asthma bronchiale ist eine chronische entzündliche Erkrankung der Atemwege, von der in Deutschland etwa 8% der Erwachsenen und bis zu 10% der Kinder betroffen sind. Bei Asthma reagieren die Bronchien überempfindlich auf verschiedene Reize, verengen sich krampfartig und produzieren vermehrt zähen Schleim. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Behandlung können die meisten Asthmatiker ein weitgehend beschwerdefreies Leben führen.
Formen von Asthma
- Allergisches Asthma: Die häufigste Form, ausgelöst durch Allergene wie Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmelpilze. Beginnt oft in der Kindheit und ist häufig mit Heuschnupfen oder Neurodermitis verbunden.
- Nicht-allergisches (intrinsisches) Asthma: Tritt meist erst im Erwachsenenalter auf und wird durch Infekte, kalte Luft, körperliche Anstrengung, Stress oder bestimmte Medikamente ausgelöst.
- Mischformen: Viele Patienten haben sowohl allergische als auch nicht-allergische Auslöser.
- Belastungsasthma: Beschwerden treten vor allem bei körperlicher Anstrengung auf.
- Berufsasthma: Ausgelöst durch Stoffe am Arbeitsplatz (Mehlstaub, Chemikalien, Isocyanate).
Typische Symptome
- Anfallsartige Atemnot, besonders beim Ausatmen
- Pfeifende oder brummende Atemgeräusche (Giemen)
- Engegefühl in der Brust
- Husten, besonders nachts und frühmorgens
- Zäher, glasiger Schleim
Typisch für Asthma ist, dass die Beschwerden anfallsartig auftreten und dazwischen beschwerdefreie Intervalle liegen. Die Symptome sind oft nachts und am frühen Morgen am stärksten.
Asthma-Medikamente im Überblick
Die Asthma-Therapie basiert auf zwei Säulen:
- Controller (Dauertherapie): Werden regelmäßig eingenommen, um die Entzündung zu kontrollieren und Anfällen vorzubeugen:
- Inhalative Kortikosteroide (ICS): Budesonid, Fluticason, Beclomethason – die wichtigsten Medikamente zur Entzündungshemmung. Bei regelmäßiger Anwendung sehr sicher.
- Langwirksame Beta-2-Agonisten (LABA): Formoterol, Salmeterol – erweitern die Bronchien für 12 Stunden, immer in Kombination mit ICS.
- Kombinationspräparate: ICS + LABA in einem Inhalator (z.B. Symbicort, Foster, Relvar) – Standard bei mittelschwerem bis schwerem Asthma.
- Leukotrien-Antagonisten: Montelukast – Tabletten, die bei allergischem Asthma helfen.
- Langwirksame Anticholinergika (LAMA): Tiotropium – bei schwerem Asthma als Zusatztherapie.
- Reliever (Bedarfsmedikation): Werden bei akuten Beschwerden eingesetzt:
- Kurzwirksame Beta-2-Agonisten (SABA): Salbutamol, Terbutalin – das klassische "Notfallspray", wirkt innerhalb von Minuten für 4-6 Stunden.
- Kurzwirksame Anticholinergika: Ipratropium – Alternative oder Ergänzung zu SABA.
Richtige Inhalationstechnik
Die korrekte Anwendung des Inhalators ist entscheidend für den Therapieerfolg. Häufige Fehler führen dazu, dass nur ein Bruchteil des Wirkstoffs in der Lunge ankommt:
- Vor dem Inhalieren vollständig ausatmen
- Langsam und tief einatmen (außer bei bestimmten Trockenpulverinhalatoren)
- Atem 5-10 Sekunden anhalten
- Bei Kortikosteroiden danach Mund ausspülen (verhindert Pilzinfektionen)
- Lassen Sie sich die Technik regelmäßig zeigen und überprüfen
Asthma-Kontrolle
Gut kontrolliertes Asthma bedeutet:
- Keine oder wenige Symptome tagsüber und nachts
- Selten Reliever-Medikation nötig (weniger als 2x pro Woche)
- Keine Einschränkung der körperlichen Aktivität
- Normale oder fast normale Lungenfunktion
- Keine schweren Asthmaanfälle
Auslöser vermeiden
- Bei Allergie: Allergenkarenz (Milbenschutz, Pollenfilter, keine Haustiere)
- Rauchen: Unbedingt aufhören – auch Passivrauchen vermeiden
- Infekte: Grippeimpfung empfohlen
- Medikamente: Vorsicht mit ASS/NSAR und Betablockern
- Sport: Vor dem Sport vorbeugend inhalieren, langsam aufwärmen
Asthma-Medikamente online erhalten
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