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Cholesterinsenker

Cholesterinsenker (Statine) zur Senkung erhöhter Blutfettwerte. Medikamente wie Atorvastatin, Simvastatin und Rosuvastatin.

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In Deutschland sind Cholesterinsenker (Statine) verschreibungspflichtig. Wir verweisen auf legale Online-Arztdienste für eine Online-Konsultation. Nach ärztlicher Prüfung wird ein Rezept ausgestellt. Regelmäßige Blutuntersuchungen werden empfohlen.

Alles über Cholesterin

Cholesterin ist ein lebenswichtiger fettartiger Stoff, der in jeder Körperzelle vorkommt und für viele Funktionen unerlässlich ist: Er dient als Baustein für Zellmembranen, ist Ausgangsstoff für Hormone und Vitamin D und wird für die Gallenproduktion benötigt. Problematisch wird Cholesterin erst, wenn zu viel davon im Blut zirkuliert – dann steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich an. In Deutschland haben etwa 60% der Erwachsenen erhöhte Cholesterinwerte.

Gutes und schlechtes Cholesterin

Cholesterin wird im Blut an Transportproteine (Lipoproteine) gebunden transportiert. Dabei unterscheidet man:

  • LDL-Cholesterin (Low Density Lipoprotein): Das „schlechte“ Cholesterin. LDL transportiert Cholesterin von der Leber in die Gewebe. Bei Überschuss lagert es sich an den Gefäßwanden ab und führt zu Arteriosklerose (Gefäßverkalkung). Zielwert je nach Risikoprofil: unter 116 mg/dl bis unter 55 mg/dl bei Hochrisikopatienten.
  • HDL-Cholesterin (High Density Lipoprotein): Das „gute“ Cholesterin. HDL sammelt überschüssiges Cholesterin ein und transportiert es zur Leber zurück, wo es abgebaut wird. Hohe HDL-Werte schützen die Gefäße. Werte über 40 mg/dl bei Männern und über 48 mg/dl bei Frauen sind wünschenswert.
  • Triglyceride: Eine weitere Art von Blutfett. Erhöhte Werte (>150 mg/dl) sind ebenfalls ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Gesamtcholesterin: Die Summe aller Cholesterinarten. Sollte idealerweise unter 200 mg/dl liegen.

Risiken durch hohen Cholesterinspiegel

Ein dauerhaft erhöhter LDL-Cholesterinspiegel führt zur Ablagerung von Cholesterin in den Arterienwänden (Plaques). Diese Plaques verengen die Blutgefäße und können aufreißen, was zur Bildung von Blutgerinnseln führt. Die Folgen können lebensbedrohlich sein:

  • Koronare Herzkrankheit: Verengung der Herzkranzgefäße, führt zu Angina pectoris (Brustenge) oder Herzinfarkt
  • Schlaganfall: Wenn Hirnarterien betroffen sind
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit: Durchblutungsstörungen der Beine („Schaufensterkrankheit“)

Ursachen für hohes Cholesterin

Erhöhte Cholesterinwerte können verschiedene Ursachen haben:

  • Ernährung: Hoher Konsum gesättigter Fettsäuren (fettes Fleisch, Wurst, Sahne, Butter) und Transfette
  • Bewegungsmangel: Senkt HDL und erhöht LDL und Triglyceride
  • Übergewicht: Besonders Bauchfett fördert hohe Cholesterinwerte
  • Genetische Veranlagung: Familiäre Hypercholesterinämie kann zu extrem hohen Werten führen
  • Andere Erkrankungen: Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion, Nierenerkrankungen
  • Alter und Geschlecht: Cholesterin steigt mit dem Alter, Frauen nach den Wechseljahren sind stärker betroffen

Statine – die wichtigsten Cholesterinsenker

Statine sind die am häufigsten verschriebene Medikamentengruppe zur Cholesterinsenkung. Sie hemmen das Enzym HMG-CoA-Reduktase in der Leber, das für die körpereigene Cholesterinproduktion verantwortlich ist. Dadurch sinkt der LDL-Cholesterinspiegel um 30-50%, je nach Wirkstoff und Dosis.

  • Atorvastatin: Sehr potent, kann LDL um bis zu 50% senken. Kann zu jeder Tageszeit eingenommen werden.
  • Rosuvastatin: Das stärkste verfügbare Statin, auch „Super-Statin“ genannt. Besonders geeignet bei sehr hohen Ausgangswerten.
  • Simvastatin: Bewährtes Statin mit langer Erfahrung. Sollte abends eingenommen werden, da die Cholesterinproduktion nachts am höchsten ist.
  • Pravastatin: Weniger Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten als andere Statine. Geeignet bei Patienten mit vielen Begleitmedikamenten.
  • Fluvastatin: Milderes Statin, oft bei Statin-Unverträglichkeit versucht.

Weitere Cholesterinsenker

Wenn Statine allein nicht ausreichen oder nicht vertragen werden, kommen andere Wirkstoffe zum Einsatz:

  • Ezetimib: Hemmt die Cholesterinaufnahme im Darm. Wird oft mit Statinen kombiniert für eine stärkere Senkung.
  • PCSK9-Hemmer: Biologika als Spritzen (Evolocumab, Alirocumab). Äußerst wirksam, aber teuer und für Hochrisikopatienten reserviert.
  • Bempedoinsäure: Neuerer Wirkstoff für Patienten, die Statine nicht vertragen.
  • Fibrate: Senken hauptsächlich Triglyceride (z.B. Fenofibrat).

Nebenwirkungen von Statinen

Statine sind im Allgemeinen gut verträglich, können aber Nebenwirkungen verursachen:

  • Muskelschmerzen (Myalgien): Häufigste Nebenwirkung, betrifft etwa 5-10% der Anwender. Meist mild und verschwindet nach Dosisreduktion oder Wechsel des Statins.
  • Erhöhte Leberwerte: Selten und meist vorübergehend. Regelmäßige Blutkontrollen werden empfohlen.
  • Erhöhtes Diabetesrisiko: Minimal erhöhtes Risiko, das durch den kardiovaskulären Nutzen überwogen wird.
  • Magen-Darm-Beschwerden: Übelkeit, Blähungen, Verstopfung oder Durchfall.

Wichtig: Informieren Sie Ihren Arzt sofort bei starken oder anhaltenden Muskelschmerzen, Muskelschwäche oder dunklem Urin – in seltenen Fällen kann eine ernste Muskelschädigung auftreten.

Lebensstiländerungen zur Cholesterinsenkung

Neben Medikamenten spielen Lebensstiländerungen eine entscheidende Rolle:

  • Ernährung umstellen: Weniger gesättigte Fette (Wurst, fettes Fleisch, Butter, Käse), keine Transfette, mehr ungesättigte Fette (Olivenöl, Nüsse, fetter Fisch)
  • Ballaststoffe erhöhen: Haferflocken, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse binden Cholesterin im Darm
  • Pflanzenstoffe: Phytosterine (in angereicherten Margarinen) können LDL um 7-10% senken
  • Regelmäßige Bewegung: Mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche erhöhen HDL und senken Triglyceride
  • Gewichtsreduktion: Schon 5-10% Gewichtsverlust verbessern die Blutfettwerte deutlich
  • Rauchstopp: Rauchen senkt HDL und schädigt die Gefäße zusätzlich
  • Mäßiger Alkoholkonsum: Kleine Mengen können HDL erhöhen, größere Mengen erhöhen Triglyceride

Regelmäßige Kontrollen

Bei Statin-Therapie sind regelmäßige ärztliche Kontrollen wichtig:

  • Blutfettwerte: 6-8 Wochen nach Therapiebeginn, dann jährlich
  • Leberwerte: Vor Beginn und bei Bedarf
  • Blutzucker: Regelmäßig, da Statine das Diabetesrisiko leicht erhöhen können

Setzen Sie Statine niemals eigenmächtig ab – der Cholesterinspiegel steigt sonst schnell wieder an.

Cholesterinsenker online erhalten

Über seriöse Online-Arztdienste können Sie Ihre Cholesterinmedikamente bequem nachbestellen. Für eine sichere Verschreibung benötigt der Arzt Ihre aktuellen Blutfettwerte – halten Sie einen aktuellen Laborbefund bereit. Sie füllen einen medizinischen Fragebogen aus, ein EU-lizenzierter Arzt prüft Ihre Angaben und stellt bei Eignung ein Rezept aus. Das Medikament wird von einer zugelassenen Apotheke direkt zu Ihnen geliefert. Diese Methode eignet sich besonders für Folgerezepte bei stabiler Einstellung.