Alles über die Wechseljahre
Die Wechseljahre (Klimakterium) sind ein natürlicher Lebensabschnitt jeder Frau, in dem die Produktion der weiblichen Geschlechtshormone in den Eierstöcken allmählich nachlässt. Die letzte Monatsblutung (Menopause) tritt durchschnittlich mit 51-52 Jahren ein. Viele Frauen erleben in dieser Zeit Beschwerden, die sich heute gut behandeln lassen.
Phasen der Wechseljahre
- Prämenopause: Erste Unregelmäßigkeiten im Zyklus, kann bereits ab Mitte 40 beginnen
- Perimenopause: Die Zeit unmittelbar vor und nach der letzten Blutung, häufigste Beschwerden
- Menopause: Die letzte Regelblutung (erst im Rückblick feststellbar nach 12 Monaten ohne Blutung)
- Postmenopause: Zeit nach der Menopause
Typische Beschwerden
- Hitzewallungen: Plötzliche Wärmewellen, oft mit Schweißausbrüchen. Das häufigste Symptom, betrifft etwa 75% der Frauen.
- Schlafstörungen: Oft durch nächtliche Schweißausbrüche
- Stimmungsschwankungen: Reizbarkeit, Niedergeschlagenheit, Angstgefühle
- Scheidentrockenheit: Kann zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen
- Blasenbeschwerden: Häufiger Harndrang, Blasenschwäche
- Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
- Gelenkschmerzen
- Gewichtszunahme: Besonders am Bauch
- Haut- und Haarveränderungen: Dünnere Haut, trockeneres Haar
Behandlungsmöglichkeiten
Hormontherapie (HRT):
- Die wirksamste Behandlung für Hitzewallungen und andere Wechseljahresbeschwerden
- Östrogen + Gestagen für Frauen mit Gebärmutter
- Nur Östrogen für Frauen ohne Gebärmutter
- Als Tabletten, Pflaster, Gel oder Spray
- Lokale Östrogentherapie (Creme, Zäpfchen) bei reinen Scheidenbeschwerden
Nicht-hormonelle Behandlungen:
- Pflanzliche Präparate: Traubensilberkerze (Cimicifuga), Rotklee, Soja-Isoflavone. Wirksamkeit wissenschaftlich nicht eindeutig belegt, aber viele Frauen profitieren.
- Antidepressiva (niedrig dosiert): Venlafaxin, Paroxetin können Hitzewallungen reduzieren
- Gabapentin: Kann bei Hitzewallungen helfen
- Clonidin: Blutdruckmedikament, kann Hitzewallungen lindern
Lebensstiländerungen
- Bei Hitzewallungen: Schichtkleidung, kühles Schlafzimmer, kalte Getränke, Auslöser meiden (scharfes Essen, Alkohol, Koffein, Stress)
- Bewegung: Regelmäßiger Sport verbessert viele Symptome und beugt Osteoporose vor
- Gewicht: Normalgewicht anstreben – Übergewicht verstärkt Beschwerden
- Nicht rauchen: Raucherinnen haben früher und stärkere Wechseljahresbeschwerden
- Kalzium und Vitamin D: Für die Knochengesundheit wichtig
Langfristige Gesundheit nach den Wechseljahren
Der sinkende Östrogenspiegel hat auch langfristige Auswirkungen:
- Osteoporose: Knochenschwund beschleunigt sich – Vorsorge wichtig!
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Risiko steigt nach der Menopause
- Urogenitale Beschwerden: Können sich ohne Behandlung verschlechtern
Wechseljahre-Medikamente online erhalten
Über seriöse Online-Arztdienste können Sie Medikamente für Wechseljahresbeschwerden erhalten. Sie füllen einen medizinischen Fragebogen aus, in dem Sie Ihre Beschwerden, Vorerkrankungen und Risikofaktoren angeben. Ein EU-lizenzierter Arzt prüft Ihre Angaben und stellt bei Eignung ein Rezept aus. Für die Ersteinstellung auf Hormontherapie empfiehlt sich jedoch ein Gespräch mit Ihrem Gynäkologen.



















