Donepezil

Donepezil ist ein Cholinesterasehemmer, der zur symptomatischen Behandlung der leichten bis schweren Alzheimer-Demenz eingesetzt wird.

Der Wirkstoff verlangsamt den Abbau von Acetylcholin im Gehirn und kann so kognitive Funktionen und Alltagsfahigkeiten bei Betroffenen verbessern.

In Deutschland ist Donepezil verschreibungspflichtig und wird nach arztlicher Diagnose von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet.

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Donepezil, Medikament gegen Alzheimer-Demenz

Donepezil ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der Cholinesterasehemmer und wird zur Behandlung der leichten bis schweren Alzheimer-Demenz eingesetzt.

Der Wirkstoff verbessert bei vielen Betroffenen die kognitive Leistungsfahigkeit, das Gedachtnis und die alltagliche Funktionsfahigkeit, indem er den Abbau des Botenstoffs Acetylcholin im Gehirn verlangsamt.

In Deutschland ist Donepezil seit mehreren Jahrzehnten zugelassen und gehoert zu den am haufigsten verordneten Medikamenten bei der Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen.

Die Zulassung und Uberwachung erfolgt durch die europaischen und deutschen Behoerden, darunter die Europaische Arzneimittel-Agentur (EMA) und das Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Wie wirkt Donepezil im Gehirn?

Donepezil hemmt reversibel und selektiv das Enzym Acetylcholinesterase, das fur den Abbau des Neurotransmitters Acetylcholin verantwortlich ist.

Bei der Alzheimer-Erkrankung sind cholinerge Neurone im Gehirn in besonderem Mass beeintrachtigt, was zu einem deutlichen Mangel an Acetylcholin fuhrt.

Dieser Mangel ist unmittelbar mit den kognitiven Storungen verbunden, die fur Alzheimer typisch sind.

Durch die Hemmung der Acetylcholinesterase erhoht Donepezil die Verfugbarkeit von Acetylcholin in den synaptischen Spalten und verbessert so die Signalubertragung zwischen den Nervenzellen.

Dieser Mechanismus fuhrt bei einem Teil der Patienten zu einer voruberpflanzenden Stabilisierung oder sogar Verbesserung der Krankheitssymptome, obwohl der zugrundeliegende neurodegenerative Prozess dadurch nicht aufgehalten wird.

Die Wirkung ist damit symptomatisch, nicht kausal.

Klinische Studien zeigen, dass Donepezil bei einem relevanten Anteil der behandelten Patienten den Krankheitsverlauf verlangsamt und die Lebensqualitat fur Patienten und Angehoerige verbessern kann.

Das Medikament besitzt eine hohe Selektivitat fur das zentrale Nervensystem, was erklart, weshalb systemische Nebenwirkungen im Vergleich zu anderen Cholinesterasehemmern etwas weniger ausgepragt sind.

Zugelassene Anwendungsgebiete in Deutschland

In Deutschland ist Donepezil zur symptomatischen Behandlung der leichten, mittelschweren und schweren Alzheimer-Demenz zugelassen.

Die Zulassung umfasst keine anderen Demenzformen wie die Lewy-Korper-Demenz oder die vaskulare Demenz, obwohl diese in der klinischen Praxis gelegentlich ebenfalls behandelt werden.

Der Einsatz bei anderen neurodegenerativen Erkrankungen gilt als Off-Label-Use und bedarf einer ausfuhrlichen arztlichen Aufklarung und Abwagung.

Die Verschreibung erfolgt in Deutschland ausschliesslich durch Arzte, die mit der Diagnose und Behandlung von Demenzerkrankungen vertraut sind, in der Regel Facharzteeinschliesslich Neurologen, Psychiatern und Geriatern sowie erfahrene Hausarzte.

Die Kostenerstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist an bestimmte Voraussetzungen geknupft, darunter die gesicherte Diagnose und die regelmaessige arztliche Verlaufskontrolle.

Die Deutsche Gesellschaft fur Neurologie und die Deutsche Alzheimer Gesellschaft empfehlen Donepezil als Erstlinientherapie im Rahmen der aktuellen Leitlinien.

Dosierung und Einnahmeempfehlungen

Die ubliche Startdosis bei Erwachsenen betragt 5 mg Donepezil taglich, eingenommen als eine Tablette am Abend vor dem Schlafengehen.

Diese Dosis wird in der Regel uber einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen beibehalten, bevor der behandelnde Arzt eine Erhohung auf die Erhaltungsdosis von 10 mg taglich in Betracht zieht.

Die hoherdosierte Einnahme von 10 mg pro Tag ist in klinischen Studien mit einer besseren Wirksamkeit assoziiert, kann aber auch zu vermehrt auftretenden Nebenwirkungen fuhren, insbesondere zu gastrointestinalen Beschwerden.

Die Tabletten werden einmal taglich oral eingenommen, vorzugsweise am Abend, da die Einnahme zu diesem Zeitpunkt die Vertraglichkeit verbessern kann. Die Einnahme kann unabhangig von den Mahlzeiten erfolgen.

Eine Dosamanderung sollte nur nach Rucksprache mit dem behandelnden Arzt vorgenommen werden. Bei Patienten mit eingeschrankter Leberfunktion muss die Dosis moglicherweise angepasst werden.

Bei eingeschrankter Nierenfunktion ist in der Regel keine Dosisanpassung erforderlich.

Altere Patienten ab 65 Jahren werden mit denselben Dosierungen behandelt wie jungere Erwachsene, da keine spezifischen Dosierungsempfehlungen fur diese Altersgruppe existieren.

Haufige Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann Donepezil Nebenwirkungen verursachen, die jedoch nicht bei jedem Patienten auftreten mussen.

Zu den haufigsten Nebenwirkungen, die bei mehr als einem von zehn Behandelten auftreten konnen, zahlen Durchfall, Muskelkrampfe, Mudigkeit, Ubelkeit, Erbrechen und Schlaflosigkeit.

Diese Beschwerden treten typischerweise zu Beginn der Behandlung oder nach einer Dosissteigerung auf und klingen bei vielen Patienten nach einigen Wochen von selbst ab.

Haufige Nebenwirkungen, die bei einem bis zehn von hundert Patienten auftreten konnen, sind Kopfschmerzen, Schwindel, Anorexie (Appetitmangel), Halluzinationen, Agitation, aggressives Verhalten, Synkopen (Ohnmachtsanfalle), Schmerzen im Bauchbereich, Hautausschlage und Juckreiz sowie Inkontinenz.

Alle ungewohnlichen oder beunruhigenden Beschwerden sollten umgehend dem behandelnden Arzt mitgeteilt werden. Eine vollstandige Liste der moglichen Nebenwirkungen ist dem Beipackzettel zu entnehmen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen und Warnhinweise

Donepezil kann in seltenen Fallen schwerwiegende Nebenwirkungen hervorrufen, die sofortige medizinische Aufmerksamkeit erfordern.

Dazu zahlen schwere Bradykardie (verlangsamter Herzschlag), Herzrhythmusstorungen sowie das Auftreten von Magengeschwuren und gastrointestinalen Blutungen, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) oder Acetylsalicylsaure.

Bei Patienten mit bekannten Herzerkrankungen sollte Donepezil mit besonderer Vorsicht eingesetzt und das Herzrhythmus regelmaessig uberwacht werden.

In sehr seltenen Fallen sind ein malignes neuroleptisches Syndrom sowie Leberenzymerhohungen berichtet worden.

Bei Patienten, die an Epilepsie leiden oder in der Vergangenheit Krampfanfalle hatten, sollte Donepezil ebenfalls mit Vorsicht angewendet werden, da cholinerge Substanzen das Anfallsrisiko theoretisch erhohen konnen.

Schwere allergische Reaktionen, einschliesslich Angiooedem und Hautreaktionen, sind ebenfalls bekannt. Im Notfall ist in Deutschland die 112 zu rufen.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Donepezil kann mit einer Reihe anderer Arzneimittel in Wechselwirkung treten. Besondere Vorsicht ist geboten bei der gleichzeitigen Einnahme von Anticholinergika, da diese den Effekt von Donepezil abschwachen konnen.

Umgekehrt kann Donepezil die Wirkung anderer cholinerger Substanzen verstarken. Die gleichzeitige Gabe von Succinylcholin und ahnlichen Muskelrelaxanzien kann die neuromuskulare Blockade verstarken.

Bestimmte Herzmedikamente, insbesondere Betablocker und Kalziumkanalblocker, konnen in Kombination mit Donepezil zu einer weiter verlangsamten Herzfrequenz fuhren.

Arzneimittel, die uber das Cytochrom-P450-System metabolisiert werden (insbesondere CYP3A4 und CYP2D6), konnen die Konzentration von Donepezil im Blut beeinflussen. Dazu zahlen Ketoconazol, Chinidin, Rifampicin und Phenytoin.

Der behandelnde Arzt sowie der Apotheker sollten stets uber alle eingenommenen Medikamente, einschliesslich rezeptfreier Praparate und Naturheilmittel, informiert werden, um mogliche Wechselwirkungen zu identifizieren und zu vermeiden.

Gegenanzeigen und Vorsichtsmassnahmen

Donepezil darf nicht angewendet werden bei Patienten, die uberempfindlich gegenuber Donepezil, Piperidinderivaten oder einem der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind.

Besondere Vorsicht ist bei Patienten mit Herzerkrankungen geboten, insbesondere bei einem Sick-Sinus-Syndrom oder anderen supraventrikularen Ueberleitungsstorungen.

Auch bei Patienten mit Asthma bronchiale, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) oder anderen Erkrankungen der Atemwege sollte Donepezil mit Bedacht eingesetzt werden, da cholinerge Substanzen bronchospastisch wirken konnen.

Patienten mit einem erhoehten Risiko fur Magengeschwure sowie Patienten, die NSAR einnehmen, sollten wahrend der Behandlung besonders uberwacht werden.

Die Eignung fur Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz ist nicht hinreichend untersucht und erfordert eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwagung.

Bei chirurgischen Eingriffen unter Vollnarkose sollte der Anasthesist uber die Einnahme von Donepezil informiert werden, da es die Wirkung bestimmter Muskelrelaxanzien verstarken kann.

Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit

Donepezil sollte wahrend der Schwangerschaft nur dann eingesetzt werden, wenn der potenzielle Nutzen fur die Mutter das mogliche Risiko fur das Ungeborene uberwiegt.

Aus tierexperimentellen Studien liegen keine Hinweise auf teratogene Effekte vor, jedoch sind ausreichende kontrollierte Studien beim Menschen nicht durchgefuhrt worden.

Im Hinblick auf die Stillzeit wird empfohlen, entweder mit dem Stillen aufzuhoren oder auf das Medikament zu verzichten, da nicht bekannt ist, ob Donepezil in die Muttermilch ubergeht.

Frauen im gebarfahigen Alter sollten im Vorfeld einer Behandlung mit Donepezil ihren Arzt uber mogliche Schwangerschaftswunsche informieren.

Verlaufskontrolle und arztliche Begleitung

Eine regelmaessige arztliche Begleitung ist bei der Behandlung mit Donepezil unbedingt erforderlich.

Der Nutzen der Therapie sollte in regelmaessigen Abstanden, in der Regel alle drei bis sechs Monate, kritisch uberpruft werden, da Donepezil den Verlauf der Alzheimer-Erkrankung nicht aufhalt, sondern lediglich die Symptome lindert.

Kognitive Funktionstests, Beurteilungen der Alltagsfahigkeiten sowie die Einschatzung des globalen klinischen Gesamteindrucks sind gebrauliche Instrumente zur Verlaufsbeurteilung.

Sollte die Therapie keinen messbaren Nutzen mehr zeigen oder die Nebenwirkungen die Lebensqualitat deutlich beeintrachtigen, ist ein Absetzen der Behandlung nach arztlicher Beurteilung in Betracht zu ziehen.

Ein abruptes Absetzen sollte nach Moglichkeit vermieden werden, da dies zu einem rapiden Ruckgang der kognitiven Funktion fuhren kann.

Die Entscheidung uber Fortsetzen, Anpassen oder Beenden der Therapie trifft der behandelnde Arzt gemeinsam mit dem Patienten und dessen Angehorigen.

Kostenerstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung

In Deutschland wird Donepezil grundsatzlich von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erstattet, sofern die Indikation (Alzheimer-Demenz) klar gesichert ist und die Verordnung von einem approbierten Arzt vorgenommen wird.

Patienten zahlen im Rahmen der gesetzlichen Zuzahlung in der Regel einen Eigenanteil, der sich nach dem Apothekenverkaufspreis des Praparats richtet.

Generika mit dem Wirkstoff Donepezil sind in Deutschland verfugbar und bieten eine kostengunstigere Alternative zu Originalpraparaten.

Die Erstattungsfahigkeit wird regelmaessig durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) gepruft; aktuelle Informationen sind auf der Webseite g-ba.de abrufbar.

Hausarzte konnen Donepezil im Rahmen eines Hausarztvertrags verordnen, mussen dabei jedoch die Leitlinien zur Demenzbehandlung beachten.

Die Verordnung im Pflegeheim ist gesondert geregelt und erfordert eine abgestimmte Entscheidung zwischen Pflegepersonal, Arzt und Angehoerigen.

Lagerung und Haltbarkeit

Donepezil-Tabletten sollten bei Raumtemperatur, also zwischen 15 und 25 Grad Celsius, an einem trockenen Ort und vor Feuchtigkeit geschutzt aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel ist ausserhalb der Reichweite von Kindern zu lagern.

Das Verfallsdatum auf der Verpackung muss beachtet werden; abgelaufene Medikamente durfen nicht eingenommen und sollten in der Apotheke oder an entsprechenden Sammelstellen fur Altmedikamente entsorgt werden.

Das Spulen uber den Abfluss oder das Entsorgen uber den Hausmull ist nicht zulassig und umweltschadlich. Bitte beachten Sie die spezifischen Lagerhinweise auf dem Beipackzettel des jeweiligen Herstellers.

Weiterfuhrende Informationen und Quellen

Detaillierte Fachinformationen zu Donepezil sind uber das Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) unter bfarm.de sowie uber die Gelbe Liste unter gelbe-liste.de abrufbar.

Patienteninformationen zur Alzheimer-Erkrankung und ihren Behandlungsmoglichkeiten stellt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft bereit.

Das Institut fur Qualitat und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) unter iqwig.de veroffentlicht evidenzbasierte Bewertungen zu Arzneimitteln, darunter auch zu Donepezil.

Aktuelle Leitlinien zur Diagnose und Behandlung von Demenzerkrankungen finden sich auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft fur Neurologie sowie der Deutschen Gesellschaft fur Psychiatrie und Psychotherapie.

Hinweis zur medizinischen Beratung

Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen zu Donepezil dienen ausschliesslich der allgemeinen Aufklarung und ersetzen keinesfalls die individuelle arztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

Jede Anpassung der Therapie oder jede Entscheidung zur Einnahme dieses Medikaments sollte ausschliesslich in Absprache mit einem qualifizierten Arzt erfolgen.

Bei Verdacht auf eine Uberdosierung, schwere Nebenwirkungen oder einen Notfall wenden Sie sich sofort an den Notruf 112 oder suchen Sie die nachste Notaufnahme auf.

Im Zweifelsfall ist stets der behandelnde Arzt oder Apotheker die kompetente Anlaufstelle.

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