Flucloxacillin
Flucloxacillin ist ein verschreibungspflichtiges Penicillin-Antibiotikum, das gegen penicillinasefeste Staphylokokken (MSSA) wirksam ist.
Es wird bei Haut-, Weichteil- und Knocheninfektionen eingesetzt und muss auf nuechternen Magen eingenommen werden. Gegen MRSA ist Flucloxacillin nicht wirksam.
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Was ist Flucloxacillin und wofuer wird es angewendet?
Flucloxacillin ist ein verschreibungspflichtiges Penicillin-Antibiotikum aus der Gruppe der Isoxazolylpenicilline.
Es ist in Deutschland zur Behandlung von Infektionen zugelassen, die durch penicillinasefeste (Beta-Laktamase-produzierende) Staphylokokken verursacht werden, insbesondere durch Staphylococcus aureus, der gegen herkoemmliches Benzylpenicillin resistent ist.
Flucloxacillin ist stabil gegenueber der Penicillinase von Staphylokokken und ist daher das Mittel der Wahl bei Haut- und Weichteilinfektionen, Knochen- und Gelenkinfektionen sowie Infektionen durch empfindliche Staphylokokken.
Die Zulassung und Ueberwachung in Deutschland obliegt dem BfArM.
Typische Anwendungsgebiete in Deutschland umfassen: Hautinfektionen wie Impetigo, Furunkel, Karbunkel, Erysipel und infizierte Wunden; Weichteilinfektionen wie Phlegmone; Knocheninfektionen (Osteomyelitis); Gelenkinfektionen (septische Arthritis); Pneumonie durch Staphylokokken; Endokarditis durch Staphylokokken (in der Regel intravenoes im Krankenhaus).
Flucloxacillin ist wirksam gegen methicillin-sensible Staphylokokken (MSSA), nicht jedoch gegen methicillin-resistente Staphylokokken (MRSA). Bei MRSA-Verdacht muessen alternative Antibiotika wie Vancomycin oder Daptomycin eingesetzt werden.
Wirkmechanismus von Flucloxacillin
Flucloxacillin wirkt, wie alle Penicilline, durch Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese.
Es bindet an bestimmte Penicillin-Bindungsproteine (PBP) in der Bakterienzellwand, hemmt die Transpeptidase-Reaktion und verhindert so die Vernetzung der Peptidoglykan-Ketten, die der Zellwand ihre Festigkeit verleihen.
Ohne intakte Zellwand koennen die Bakterien dem osmotischen Druck nicht standhalten und sterben ab. Flucloxacillin wirkt daher bakterizid.
Die Isoxazolylgruppe im Flucloxacillin-Molekuel schuetzt den Beta-Laktamring sterisch vor dem Angriff der staphylokokkalen Penicillinase (Beta-Laktamase), die das Penicillin normalerweise inaktivieren wuerde.
Dadurch ist Flucloxacillin bei penicillinasebildenden Staphylokokken wirksam, waehrend Benzylpenicillin von diesen Erregern zerstoert wird. Gegenueber Streptokokken ist Flucloxacillin ebenfalls wirksam, jedoch sind Alternativen (Amoxicillin) vorzuziehen.
Dosierung und Einnahme von Flucloxacillin
Die Dosierung von Flucloxacillin haengt von der Schwere der Infektion, dem Alter und dem Gewicht des Patienten ab.
Bei Erwachsenen und Kindern ab 40 kg: 500-1000 mg viermal taeglich (alle sechs Stunden), jeweils 30-60 Minuten vor den Mahlzeiten.
Eine nuechterne Einnahme ist wichtig, da Mahlzeiten die Resorption von Flucloxacillin erheblich beeintraechtigen: Die Bioverfuegbarkeit sinkt bei gleichzeitiger Nahrungsaufnahme auf etwa 50 Prozent des Nuechternwerts.
Kinder unter 40 kg erhalten gewichtsadaptierte Dosen (in der Regel 12,5-25 mg/kg viermal taeglich).
Bei leichten Infektionen (z. B. nicht komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen) kann eine Tagesdosis von 2 g ausreichend sein; bei schweren Infektionen (z. B.
Osteomyelitis, Endokarditis) werden hoehere Dosen von bis zu 8 g taeglich (intravenoes) eingesetzt.
Flucloxacillin-Kapseln und -Saefte (oral) sind fuer die ambulante Therapie bestimmt; intravenoese Formulierungen werden im Krankenhausbereich verwendet.
Die Therapiedauer richtet sich nach der Erkrankung: Haut- und Weichteilinfektionen werden in der Regel 7-14 Tage behandelt, Knocheninfektionen benoetigen oft 4-6 Wochen oder laenger.
Resorption und Pharmakokinetik
Flucloxacillin wird nach oraler Einnahme im oberen Duenndarm resorbiert, jedoch beeinflusst Nahrung die Resorption erheblich: Die Bioverfuegbarkeit betraegt nuechtern etwa 50-80 Prozent und sinkt bei gleichzeitiger Mahlzeit auf 25-40 Prozent.
Daher ist die Einnahme auf nuechternen Magen (mindestens 30 Minuten vor oder zwei Stunden nach dem Essen) zwingend.
Nach Aufnahme wird Flucloxacillin gut in Gewebe und Knochen verteilt; in das zentrale Nervensystem penetriert es jedoch schlecht.
Flucloxacillin wird zum Teil hepatisch metabolisiert und sowohl renal als auch biliaar ausgeschieden.
Bei Niereninsuffizienz kann die Eliminationszeit verlaengert sein; bei schwerer Nierenfunktionsstoerung kann eine Dosisreduzierung oder Verlaengerung des Dosierungsintervalls notwendig sein.
Bei schwerer Leberinsuffizienz ist Vorsicht geboten, da selten eine schwerwiegende Lebererkrankung (Cholestase, Hepatitis) unter Flucloxacillin berichtet wurde.
Kontraindikationen und besondere Vorsichtshinweise
Flucloxacillin ist kontraindiziert bei bekannter Ueberempfindlichkeit gegenueber Penicillinen oder einem der Hilfsstoffe.
Bei Patienten mit bekannter Cephalosporin-Allergie besteht ein geringes Risiko einer Kreuzreaktion (etwa 1-2 Prozent); das Praeparat sollte in diesem Fall nur nach sorgfaeltiger Nutzen-Risiko-Abwaegung und unter aerztlicher Ueberwachung eingesetzt werden.
Patienten mit einer schweren Penicillin-Allergie (Anaphylaxie in der Vorgeschichte) duerfen Flucloxacillin nicht erhalten; alternative Antibiotika (z. B. Clindamycin bei Staphylokokken-Infektionen) sind einzusetzen.
Besondere Vorsicht ist geboten bei: schwerer Leberinsuffizienz (erhoehtes Risiko einer cholestatischen Hepatitis), schwerer Niereninsuffizienz (Dosisanpassung erforderlich), Fruehgeborenen und Neugeborenen (Kernikterus-Risiko durch Verdraengung von Bilirubin aus der Plasmaeiweissbindung).
Flucloxacillin kann falsch positive Ergebnisse bei bestimmten Urinzuckerteststreifen (Clinitest) verursachen; enzymatische Teststreifen sind zu bevorzugen.
Nebenwirkungen von Flucloxacillin
Haeufige Nebenwirkungen (betreffen 1-10 von 100 Patienten) umfassen gastrointestinale Beschwerden wie Uebelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen.
Diese sind in der Regel mild und klingen nach Ende der Therapie ab.
Eine Einnahme auf nuechternen Magen erhoehte zwar die Bioverfuegbarkeit, kann jedoch gastrointestinale Beschwerden verstaerken; bei starker Uebelkeit sollte der Arzt um Rat gefragt werden.
Gelegentliche bis seltene Nebenwirkungen: allergische Reaktionen (Hautausschlag, Urtikaria, Juckreiz), cholestatische Hepatitis und Ikterus (Gelbsucht), die noch Wochen nach Ende der Therapie auftreten koennen und insbesondere bei aelteren Patienten und Langzeitanwendung beschrieben wurden.
Schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie) sind selten, koennen aber lebensbedrohlich sein; bei Anzeichen wie Atemnot, Schwellung von Gesicht, Lippen oder Zunge oder schwerer Urtikaria sofort Notruf 112 verstaendigen.
Pseudomembranoeser Enterokolitis durch Clostridioides difficile kann nach Antibiotikabehandlung auftreten; bei schwererem anhaltendem Durchfall aerztliche Hilfe suchen. Agranulozytose und Thrombozytopenie wurden sehr selten berichtet.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Probenecid hemmt die renale Elimination von Flucloxacillin und erhoehte dadurch die Plasmakonzentration; diese Interaktion kann therapeutisch genutzt werden (z. B.
um hohe Plasmaspiegel zu erzielen), sollte aber nur unter aerztlicher Kontrolle erfolgen.
Methotrexat: Penicilline koennen die renale Elimination von Methotrexat verringern und so die Methotrexat-Toxizitaet erhoehen; bei gleichzeitiger Anwendung ist eine engmaschige Ueberwachung notwendig.
Antikoagulanzien vom Typ Warfarin und Phenprocoumon: Flucloxacillin kann durch Veraenderung der Darmflora die Vitamin-K-Verfuegbarkeit beeinflussen und so den Antikoagulationseffekt verstaerken; INR-Kontrollen sind bei gleichzeitiger Gabe empfohlen.
Tetracycline und andere bakteriostatische Antibiotika koennen die bakterizide Wirkung von Penicillinen abschwaechen; eine Kombination sollte vermieden werden. Aktuelle Wechselwirkungsinformationen: gelbe-liste.de und bfarm.de.
Resistenzproblematik: MRSA und Alternativen
Flucloxacillin ist ausschliesslich bei methicillin-sensiblen Staphylokokken (MSSA) wirksam.
Methicillin-resistente Staphylokokken (MRSA) sind gegen alle Penicilline einschliesslich Flucloxacillin resistent; bei nachgewiesenem oder vermutetem MRSA muss auf Reserveantibiotika wie Vancomycin, Teicoplanin, Daptomycin oder Linezolid ausgewichen werden.
Die Haeufigkeit von MRSA in Deutschland ist im europaischen Vergleich mittel; krankenhausassoziierte MRSA sind von besonderer Bedeutung.
Um Resistenzentwicklung zu minimieren, sollte Flucloxacillin nur bei gesicherter oder sehr wahrscheinlicher MSSA-Infektion eingesetzt werden. Ein Antibiogramm (Resistenztestung) ist bei schwerwiegenden oder rezidivierenden Infektionen anzustreben.
Das IQWiG (iqwig.de) und das BfArM (bfarm.de) sowie die EUCAST-Leitlinien geben Empfehlungen zu rationalem Antibiotikaeinsatz und Resistenzpraevention.
Anwendung bei Schwangerschaft und Stillzeit
Flucloxacillin kann waehrend der Schwangerschaft angewendet werden, wenn eine klare Indikation besteht. Umfangreiche klinische Erfahrungen zeigen kein erhoehtes Risiko fuer Missbildungen.
Allerdings besteht fuer Neugeborene, insbesondere Fruehgeborene, ein theoretisches Risiko einer Kernikterus-Entstehung durch Verdraengung von Bilirubin aus der Eiweissbindung.
Die Anwendung in der Spaetschwangerschaft und bei Fruehgeborenen sollte daher nur nach sorgfaeltiger Nutzen-Risiko-Abwaegung erfolgen.
In der Stillzeit wird Flucloxacillin in geringen Mengen in die Muttermilch abgegeben. Eine Schaedigung des Saeuglings ist bei bestimmungsmaessigem Gebrauch unwahrscheinlich.
Bei der Einnahme sollte jedoch auf moegliche Auswirkungen beim Saeaugling geachtet werden (Durchfall, Candida-Infektionen der Mundschleimhaut). Der behandelnde Arzt sollte ueber die Stillzeit informiert sein.
Verordnungsweg und GKV-Erstattung
Flucloxacillin ist in Deutschland rezeptpflichtig. Das Rezept wird in der Regel vom Hausarzt, Internisten, Chirurgen oder dem entsprechenden Facharzt ausgestellt.
Bei bakteriellen Infektionen, bei denen Staphylokokken als Erreger vermutet oder bestaetigt sind, ist Flucloxacillin ein anerkanntes Erstlinienpraeparat. Die GKV erstattet Flucloxacillin bei korrekter Indikation; Generika werden bevorzugt eingesetzt.
Patienten, die Flucloxacillin benoetigen, sollten umgehend ihren Arzt aufsuchen; bei schwerer Infektion (Fieber, starke Schmerzen, rasch zunehmende Roetung) ggf. Notaufnahme oder Notruf 112.
Lagerung und Entsorgung von Flucloxacillin
Flucloxacillin-Kapseln sollen bei Raumtemperatur (15-25 Grad Celsius), trocken und vor Licht geschuetzt aufbewahrt werden.
Zubereitete orale Loesung (Saft) ist im Kuehlschrank aufzubewahren und innerhalb von sieben bis vierzehn Tagen aufzubrauchen (Packungsbeilage beachten). Alle Arzneimittel ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
Nicht mehr benoetiigte Praeparate in der Apotheke abgeben; nicht in den Hausmuell oder Ausguss entsorgen.
Haeufig gestellte Fragen zu Flucloxacillin
Warum muss ich Flucloxacillin auf nuechternen Magen einnehmen? Nahrung vermindert die Aufnahme von Flucloxacillin in den Koerper erheblich. Nur auf nuechternen Magen (30-60 Minuten vor dem Essen) wird die volle Wirkstoffmenge aufgenommen und eine ausreichende Konzentration am Infektionsherd erreicht.
Wirkt Flucloxacillin bei MRSA? Nein. Flucloxacillin ist ausschliesslich bei methicillin-sensiblen Staphylokokken (MSSA) wirksam. Bei MRSA muessen andere Antibiotika eingesetzt werden. Die Sensibilitaet des Erregers sollte durch ein Antibiogramm gesichert werden.
Kann ich die Therapie abbrechen, wenn es mir besser geht? Nein. Die vollstaendige Therapiedauer muss eingehalten werden, auch wenn die Symptome vor Ende der Behandlung verschwinden. Ein fruehzeitiges Abbrechen kann zu Rezidiven und zur Selektion resistenter Erreger fuehren.
Welche Alternativen gibt es bei Penicillinallergie? Bei Penicillinallergie koennen je nach Schwere der Allergie und Erreger Alternativen wie Clindamycin, Cotrimoxazol, Doxycyclin oder bei schweren Infektionen Vancomycin eingesetzt werden. Die Entscheidung trifft der Arzt unter Beruecksichtigung des Antibiogramms und der Allergieanamnese.
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