Flixotide

Flixotide ist ein verschreibungspflichtiges inhalatives Kortikosteroid mit dem Wirkstoff Fluticasonpropionat zur Langzeitbehandlung von Asthma bronchiale bei Erwachsenen und Kindern ab vier Jahren.

Es wirkt entzuendungshemmend und reduziert die bronchiale Hyperreaktivitaet, ist aber kein Notfallmedikament. Nach der Inhalation sollte der Mund grundsaetzlich mit Wasser ausgespuelt werden.

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Was ist Flixotide und wofuer wird es angewendet?

Flixotide ist ein verschreibungspflichtiges inhalatives Kortikosteroid (ICS) mit dem Wirkstoff Fluticasonpropionat. Es wird in Deutschland zur Langzeitbehandlung von Asthma bronchiale bei Erwachsenen und Kindern ab vier Jahren eingesetzt.

Darueber hinaus ist Fluticasonpropionat in bestimmten Formulierungen auch fuer die Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zugelassen.

Die Zulassung in Deutschland wurde von der europaeischen Arzneimittel-Agentur (EMA) erteilt; das BfArM (Bundesinstitut fuer Arzneimittel und Medizinprodukte) ueberwacht die nationale Sicherheit des Praeparats.

Asthma bronchiale ist eine chronisch-entzuendliche Erkrankung der Atemwege, die durch anfallsartige Atemnot, Husten, Engegefuehl in der Brust und Giemen (Pfeifen beim Atmen) gekennzeichnet ist.

Die Entzuendung der Bronchialschleimhaut fuehrt zu einer Ueberempfindlichkeit der Atemwege (bronchiale Hyperreaktivitaet) und zu reversibler Verengung der Bronchien.

Inhalative Kortikosteroide wie Fluticasonpropionat sind die wirksamste entzuendungshemmende Therapieoption und bilden den Kern der modernen Asthmabehandlung.

Wirkmechanismus von Fluticasonpropionat

Fluticasonpropionat ist ein synthetisches Glukokortikoid mit starker lokaler entzuendungshemmender Wirkung bei geringer systemischer Absorption.

Nach der Inhalation bindet es an Glukokortikoidrezeptoren in den Bronchialzellen und hemmt die Freisetzung von Entzuendungsmediatoren wie Interleukinen, Leukotrienen und Prostaglandinen.

Es reduziert die Einwanderung von Entzuendungszellen (Eosinophile, Mastzellen, Lymphozyten) in die Bronchialschleimhaut und verringert die oedematoese Schwellung der Atemwegswand.

Im Gegensatz zu kurzwirksamen Bronchodilatatoren (SABA, z. B. Salbutamol) wirkt Fluticasonpropionat nicht bronchodilatatorisch, sondern entzuendungshemmend. Es ist deshalb kein Notfallmedikament, sondern ein Dauerpraeparat zur Kontrolle der Grunderkrankung.

Der volle entzuendungshemmende Effekt tritt erst nach mehreren Tagen bis Wochen regelmaessiger Anwendung auf. Patienten sollten daher nicht die Einnahme abbrechen, wenn sie kurzfristig keine deutliche Wirkung spueren.

Verfuegbare Darreichungsformen von Flixotide

Flixotide ist in Deutschland in verschiedenen Dosierungen und Darreichungsformen erhaeltlich. Die Fluticasonpropionat-Dosieraerosole (FP-MDI) sind in den Staerken 50 Mikrogramm, 125 Mikrogramm und 250 Mikrogramm pro Hub erhaeltlich.

Als Pulverinhalator (Diskus) sind Dosierungen von 50, 100, 250 und 500 Mikrogramm pro Hub verfuegbar.

Die Wahl der Darreichungsform und Dosierung haengt vom Schweregrad des Asthmas, dem Alter des Patienten und der Inhalationstechnik ab.

Dosieraerosole muessen haeufig mit einem Spacer (Inhalationshilfe) kombiniert werden, insbesondere bei Kindern und Patienten, die Schwierigkeiten mit der Koordination von Einatmung und Spruehen haben.

Pulverinhalatoren erfordern einen kraftvollen und schnellen Atemzug.

Vor Beginn der Therapie sollte der Arzt oder Apotheker die korrekte Inhalationstechnik demonstrieren und sicherstellen, dass der Patient das Geraet sachgerecht benutzen kann.

Dosierung und Anwendung von Flixotide

Die Dosierung von Fluticasonpropionat wird individuell nach dem Schweregrad des Asthmas und dem Therapieansprechen festgelegt. Bei leichtem persistierendem Asthma werden typischerweise 100-250 Mikrogramm taeglich eingesetzt.

Bei mittelschwerem Asthma 250-500 Mikrogramm taeglich, bei schwerem Asthma bis zu 1000 Mikrogramm taeglich. Die Tagesdosis wird in der Regel auf zwei Einzeldosen aufgeteilt (morgens und abends).

Bei Kindern ab vier Jahren wird eine niedrigere Tagesdosis eingesetzt, typischerweise 50-200 Mikrogramm als Ausgangsdosis.

Nach Inhalation eines kortikosteroidhaltigen Medikaments sollte der Mund mit Wasser ausgespuelt und das Wasser ausgespuckt werden, um das Risiko einer oralen Kandidose (Pilzinfektion im Mundbereich) zu reduzieren.

Die Anpassung der Dosis (schrittweise Reduzierung bei guter Kontrolle) erfolgt unter aerztlicher Anleitung. Das abrupte Absetzen ohne aerztliche Ruecksprache kann zu einer Verschlechterung des Asthmas fuehren.

Flixotide in der Stufentherapie des Asthmas

Die Asthmabehandlung in Deutschland richtet sich nach den Leitlinien der Deutschen Atemwegsliga, der GINA (Global Initiative for Asthma) und den Empfehlungen des G-BA (g-ba.de).

Inhalative Kortikosteroide sind ab Stufe 2 der Behandlung (persistierendes leichtes Asthma) als Basistherapie vorgesehen. Bei unveraenderter unzureichender Kontrolle trotz ICS kann ein langwirksamer Beta-2-Agonist (LABA, z. B.

Salmeterol) hinzugefuegt werden; Flixotide und Salmeterol werden in der Kombination Seretide zusammen angeboten.

Bei schwerem Asthma koennen weitere Therapiestufen notwendig sein, einschliesslich oraler Kortikosteroide, Anti-IgE-Therapie (Omalizumab) oder biologischer Praeparate gegen Interleukin-5 (Mepolizumab, Reslizumab, Benralizumab).

Die Wahl der Therapiestufe und die Anpassung der Behandlung sollten durch einen Facharzt fuer Pneumologie oder Allergologie erfolgen. Eine regelmaessige Ueberpruefung der Asthma-Kontrolle (Fragebogen, Spirometrie) ist unverzichtbar.

Nebenwirkungen von Flixotide

Lokale Nebenwirkungen sind bei inhalativen Kortikosteroiden am haeufigsten und umfassen Heiserkeit, Halsirritationen und orale Kandidose (Soorbefall im Mund).

Diese koennen durch Mundspuelen nach der Inhalation und den Einsatz eines Spacers (beim Dosieraerosol) deutlich reduziert werden.

Heiserkeit tritt vor allem bei hoeheren Dosen auf und ist auf die lokale Ablagerung von Fluticasonpropionat auf den Stimmbaendern zurueckzufuehren.

Systemische Nebenwirkungen sind bei inhalativen Kortikosteroiden wesentlich seltener als bei systemischen Steroiden, koennen aber bei hohen Dosen und langfristiger Anwendung auftreten.

Dazu gehoeren: Suppression der Nebennierenfunktion (Nebennierenrindeninsuffizienz, besonders bei hohen Dosen und Kindern), Wachstumsverzoegerung bei Kindern (klinisch relevant bei hohen Dosen, weniger ausgepraegt bei niedrigen Dosen), Reduktion der Knochendichte (Osteoporose bei Langzeitanwendung hoher Dosen), Augendruckerhoehung (Glaukom) und Kataraktbildung.

Patienten unter Hochdosistherapie sollten regelmaessig auf diese Nebenwirkungen untersucht werden.

Besondere Vorsicht bei Kindern und Wachstum

Bei Kindern und Jugendlichen, die inhalative Kortikosteroide erhalten, sollte das Wachstum regelmaessig ueberwacht werden.

Grosse kontrollierte Studien zeigen, dass niedrige bis mittlere Dosen von Fluticasonpropionat (bis 200 Mikrogramm taeglich) keinen klinisch relevanten Effekt auf die Endkoerpergroesse haben.

Bei hoeheren Dosen ist ein geringer Einfluss auf das Wachstum moeglich; die Vorteile der Asthmakontrolle ueberwiegen jedoch in der Regel die Risiken.

Die Dosierung sollte stets auf die niedrigste wirksame Dosis reduziert werden.

Eltern sollten auf moegliche Anzeichen einer systemischen Kortikoidwirkung achten (z. B. Wachstumsverlangsamung, Gewichtszunahme, Mondgesicht) und bei Unsicherheiten den Paediatriker oder Pneumologen konsultieren. Kinder benoetigen haeufig eine spezifische Einweisung in die Inhalationstechnik; der Einsatz eines Spacers ist bei kleinen Kindern unverzichtbar.

Wechselwirkungen von Flixotide mit anderen Arzneimitteln

Fluticasonpropionat wird hauptsaechlich ueber das Enzym CYP3A4 metabolisiert.

Starke CYP3A4-Inhibitoren wie Ritonavir (HIV-Therapeutikum) koennen den systemischen Fluticason-Spiegel erheblich erhoehen und das Risiko systemischer Kortikoidwirkungen (einschliesslich Nebennierenrindeninsuffizienz und Cushing-Syndrom) steigern.

Die gleichzeitige Anwendung von Ritonavir und Fluticasonpropionat sollte vermieden werden, ausser wenn der Nutzen die erheblichen Risiken ueberwiegt.

Andere moderate CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Itraconazol, Erythromycin) koennen die Fluticason-Exposition ebenfalls erhoehen. Patienten sollten ihren Arzt und Apotheker ueber alle Begleitmedikamente informieren.

Aktuelle Wechselwirkungsinformationen sind in der Gelben Liste (gelbe-liste.de) abrufbar. Systemische Kortikosteroide und Flixotide verstaerken gegenseitig die Nebenniereninsuffizienz-Gefahr bei abruptem Absetzen.

Erstattung und Verordnung in Deutschland

Flixotide ist in Deutschland fuer Erwachsene und Kinder mit Asthma auf GKV-Rezept erhaltlich, sofern die Indikation korrekt gestellt ist.

Der behandelnde Arzt (Hausarzt, Pneumologe, Paediater bei Kindern) stellt das Rezept aus. Flixotide wird von der GKV erstattet und unterliegt der Zuzahlungsregelung.

Patienten koennen durch den Arzt von der Zuzahlung befreit werden, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfuellt sind.

Aktuelle Informationen zur Erstattungsfaehigkeit sind beim G-BA (g-ba.de) und bei der GKV abrufbar.

Notfallsituationen und Asthmaanfall

Flixotide ist kein Notfallmedikament und wirkt nicht sofort bei einem akuten Asthmaanfall. Im akuten Anfall muss ein kurzwirksamer Beta-2-Agonist (SABA, z. B. Salbutamol) als Notfallmedikament eingesetzt werden.

Patienten sollten stets ein SABA-Praeparat griffbereit haben.

Bei einem schweren Asthmaanfall, der nicht auf das Notfallmedikament anspricht, oder bei Atemnot in Ruhe, Zyanose (Blaeulichfaerbung der Lippen oder Fingernagel) oder Erschoepfung muss sofort der Notruf 112 verstaendigt werden.

Eine unzureichende Asthmakontrolle unter Flixotide (haeufiger Bedarf an Notfallmedikament, naechtliches Erwachen durch Asthmasymptome, Einschraenkung der taeglichen Aktivitaeten) sollte Anlass fuer eine aerztliche Konsultation und Anpassung der Therapie sein.

Die Selbstbehandlung von Asthma ohne aerztliche Begleitung ist gefaehrlich und sollte vermieden werden.

Langzeitanwendung und Monitoring

Flixotide ist fuer die Langzeitanwendung konzipiert. Regelmaessige Verlaufskontrollen beim Arzt (mindestens alle drei bis sechs Monate) sind notwendig, um den Therapieerfolg zu beurteilen und die Dosis anzupassen.

Zur Verlaufskontrolle gehoeren Spirometrie (Messung der Lungenfunktion), Erfassung der Asthmasymptome (Asthma Control Test, ACT), Beurteilung der Inhalationstechnik und des Ausloesers (Allergenexposition, Rauchen) sowie gegebenenfalls Bluttests (Eosinophile, IgE).

Patienten unter Hochdosistherapie (ueber 1000 Mikrogramm taeglich) sollten jaehrlich auf systemische Kortikoidwirkungen untersucht werden: Knochendichtemessung (DEXA), Augendruckmessung, Wachstumskontrolle bei Kindern. Weitere Informationen: bfarm.de, iqwig.de, g-ba.de sowie die Seite der Deutschen Atemwegsliga.

Flixotide bei COPD

Neben Asthma wird Fluticasonpropionat auch bei COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) eingesetzt, allerdings in der Regel in Kombination mit einem langwirksamen Beta-2-Agonisten (z. B. Salmeterol als Seretide).

Die GINA- und GOLD-Leitlinien geben klare Empfehlungen zur ICS-Therapie bei COPD: Sie ist bei Patienten mit haeufigen Exazerbationen und erhoehten Eosinophilenwerten besonders sinnvoll.

Ein ICS-Monopraeparat wie Flixotide ist bei COPD in der Regel nicht die bevorzugte Option; die Kombination mit LABA oder LAMA wird bevorzugt.

Patienten mit COPD sollten Diagnose und Therapie mit einem Pneumologen besprechen.

Haeufig gestellte Fragen zu Flixotide

Kann ich Flixotide im akuten Asthmaanfall verwenden? Nein. Flixotide ist ein Dauerpraeparat und wirkt nicht akut bronchodilatatorisch. Im Anfall verwenden Sie Ihr Notfallmedikament (Salbutamol o. ae.). Bei schwerem Anfall sofort Notruf 112.

Wie lange muss ich Flixotide einnehmen? Asthma ist eine chronische Erkrankung, die in der Regel einer Dauerbehandlung bedarf. Setzen Sie Flixotide nicht eigenmaechtig ab; sprechen Sie mit Ihrem Arzt ueber eine moegliche Dosisreduzierung bei guter Asthmakontrolle.

Kann ich Flixotide in der Schwangerschaft anwenden? Inhalative Kortikosteroide gelten in der Schwangerschaft als relativ sicher und werden bei Bedarf auch waehrend der Schwangerschaft eingesetzt.

Unkontrolliertes Asthma in der Schwangerschaft birgt groessere Risiken als die Anwendung eines ICS. Besprechen Sie die Therapie mit Ihrem Arzt.

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