Fluconazol
Fluconazol-Kapseln sind ein verschreibungspflichtiges Antimykotikum zur systemischen Behandlung von Pilzinfektionen wie Candidiasis und Kryptokokkose.
Der Wirkstoff hemmt die pilzliche Ergosterolsynthese und ist nach einmaliger Gabe bei vaginaler Candidose wirksam.
In Deutschland wird Fluconazol vom BfArM uberwacht und ist in verschiedenen Dosierungen erhaltlich.
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Fluconazol Kapseln, Behandlung von Pilzinfektionen
Fluconazol ist ein Antimykotikum aus der Klasse der Triazole, das zur Behandlung einer Vielzahl von Pilzinfektionen eingesetzt wird.
Als orales Medikament in Kapselform bietet Fluconazol eine systemische Wirkung gegen Candida-Arten, Cryptococcus neoformans und andere pathogene Pilze.
In Deutschland ist Fluconazol in verschiedenen Dosierungen verschreibungspflichtig erhaltlich und wird sowohl in der ambulanten als auch in der stationaren Medizin eingesetzt.
Das Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat Fluconazol fur spezifische Anwendungsgebiete zugelassen, und die Therapieempfehlungen werden regelmaessig durch das Institut fur Qualitat und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet.
Wirkmechanismus von Fluconazol
Fluconazol wirkt durch selektive Hemmung des pilzlichen Enzyms Lanosterol-14-alpha-Demethylase, das fur die Biosynthese von Ergosterol unverzichtbar ist.
Ergosterol ist ein wesentlicher Bestandteil der pilzlichen Zellmembran und erfullt ahnliche Funktionen wie Cholesterol in menschlichen Zellen.
Durch die Blockierung der Ergosterolsynthese wird die Zellmembranintegritat des Pilzes gestort, was zur Hemmung des Pilzwachstums (fungistatische Wirkung) und bei hoheren Konzentrationen zum Absterben der Pilzzellen (fungizide Wirkung) fuhrt.
Die Selektivitat von Fluconazol gegenuber pilzlichen Enzymen ist wesentlich hoher als gegenuber menschlichen Enzymen der Sterolsynthese, was die relative Sicherheit des Medikaments erklart.
Dennoch konnen bei hoheren Dosen oder langerer Anwendung Wechselwirkungen mit menschlichen Cytochrom-P450-Enzymen auftreten, die fur zahlreiche Arzneimittelinteraktionen verantwortlich sind.
Zugelassene Anwendungsgebiete
Gemaess der Zulassung durch das BfArM und in Ubereinstimmung mit der europaischen Zulassung durch die EMA ist Fluconazol in oraler Kapselform fur folgende Indikationen zugelassen:
- Genitale Candidiasis: Vaginale Candidose (Hefepilzinfektion der Scheide) und Balanitis candidosa beim Mann
- Oropharyngeale Candidose: Pilzinfektionen der Mundschleimhaut und des Rachens
- Oesophageale Candidose: Pilzinfektionen der Speiserohre, haufig bei immungeschwachten Patienten
- Candidurie: Pilzinfektionen der Harnwege
- Candidose der Haut und Nagel: Chronische mucocutane Candidose
- Systemic Candida-Infektionen: Candidamie, disseminierte Candidose und andere Formen invasiver Pilzinfektionen
- Kryptokokken-Meningitis: Behandlung und Prophylaxe bei immungeschwachten Patienten, insbesondere bei HIV-Infektion
- Prophylaxe: Vorbeugung von Pilzinfektionen bei Patienten unter Chemotherapie oder nach Knochenmarktransplantation
Dosierung und Einnahme
Die Dosierung von Fluconazol richtet sich nach der Art und Schwere der Infektion sowie nach dem Allgemeinzustand des Patienten. Die Kapseln werden mit ausreichend Flussigkeit geschluckt und konnen unabhangig von Mahlzeiten eingenommen werden. Folgende Dosierungsrichtlinien gelten allgemein fur Erwachsene:
- Vaginale Candidose: Einmalige Dosis von 150 mg
- Oropharyngeale Candidose: 50 mg einmal taglich fur 7-14 Tage; bei immungeschwachten Patienten bis zu 100 mg einmal taglich
- Oesophageale Candidose: 200-400 mg am ersten Tag, dann 100-200 mg einmal taglich fur mindestens 3 Wochen
- Systemische Candida-Infektionen: 400 mg am ersten Tag, dann 200-400 mg einmal taglich
- Kryptokokken-Meningitis: 400 mg am ersten Tag, dann 200-400 mg einmal taglich fur mindestens 6-8 Wochen
- Prophylaxe bei Immunsuppression: 50-400 mg einmal taglich, je nach Risiko
Bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 50 ml/min) muss die Dosis reduziert werden. Bei Patienten unter Haemodialyse sollte die ubliche Tagesdosis nach jeder Dialysesitzung verabreicht werden.
Pharmakokinetik
Fluconazol weist gunstige pharmakokinetische Eigenschaften auf, die es zu einem wirksamen systemischen Antimykotikum machen. Nach oraler Einnahme wird Fluconazol gut resorbiert, mit einer Bioverfugbarkeit von uber 90%.
Die maximale Plasmakonzentration wird nach 1-2 Stunden erreicht.
Die Plasmaproteinbindung betragt etwa 11%, was bedeutet, dass der Wirkstoff gut in verschiedene Gewebe und Korperflussigkeiten einschlielich Liquor cerebrospinalis, Speichel, Sputum, Nageln und Scheidensekret verteilt wird.
Die Eliminationshalbwertszeit von Fluconazol betragt beim gesunden Erwachsenen etwa 30 Stunden, was eine einmal tagliche Dosierung ermoglicht.
Die Ausscheidung erfolgt uberwiegend renal, wobei etwa 80% der verabreichten Dosis unverandert im Urin erscheinen.
Dies erklart sowohl die gute Wirksamkeit bei Harnwegsinfektionen als auch die Notwendigkeit zur Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz.
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Fluconazol ist ein starker Inhibitor des Cytochrom-P450-Isoenzymes CYP2C9 und ein moderater Inhibitor von CYP3A4. Dies fuhrt zu einer Vielzahl klinisch relevanter Wechselwirkungen:
- Vitamin-K-Antagonisten (Warfarin, Phenprocoumon): Erhohtes Blutungsrisiko durch verlangerte Prothrombinzeit; engmaschige Kontrolle des INR erforderlich
- Sulfonylharnstoffe (Glibenclamid, Glipizid): Verstarkte blutzuckersenkende Wirkung mit Hypoglykamierisiko
- Phenytoin: Erhohte Phenytoin-Plasmakonzentrationen; Therapieuberwaachung erforderlich
- Ciclosporin und Tacrolimus: Erhohte Immunsuppressiva-Spiegel; Nierenfunktion und Wirkspiegel uberwachen
- Statine (Simvastatin, Lovastatin): Erhohtes Myopathie- und Rhabdomyolyserisiko
- Rifampicin: Verringerte Fluconazol-Wirksamkeit durch beschleunigte Metabolisierung
- QT-verlangernde Arzneimittel: Erhohtes Risiko fur ventrikulare Arrhythmien; gleichzeitige Anwendung mit Terfenadin, Cisaprid und Pimozid ist kontraindiziert
Gegenanzeigen
Fluconazol darf nicht angewendet werden bei:
- Bekannter Uberempfindlichkeit gegen Fluconazol, andere Azol-Antimykotika oder einen der sonstigen Bestandteile
- Gleichzeitiger Einnahme von Terfenadin bei Patienten, die Fluconazol in Dosen von 400 mg oder hoher erhalten
- Gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlangern und uber CYP3A4 metabolisiert werden, wie Cisaprid, Astemizol, Pimozid und Chinidin
Mit Vorsicht anzuwenden bei Patienten mit Lebererkrankungen, Niereninsuffizienz, bekannten Herzrhythmusstorungen oder Elektrolytstorungen (insbesondere Hypokaliumie und Hypomagnesiamie).
Schwangerschaft und Stillzeit
Fluconazol sollte wahrend der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es liegt eine schwere oder lebensbedrohliche Pilzinfektion vor und der Nutzen fur die Mutter uberwiegt das potenzielle Risiko fur den Fetus.
In Tierversuchen wurden bei hohen Dosen teratogene Wirkungen beobachtet.
Epidemiologische Studien beim Menschen haben bei Einnahme einer Einzeldosis von 150 mg wahrend des ersten Trimenons keinen signifikant erhohten Anstieg kongenitaler Anomalien gezeigt, jedoch sind die Daten noch nicht ausreichend fur eine abschlieende Bewertung.
Fluconazol geht in die Muttermilch uber und erreicht dort ahnliche Konzentrationen wie im Plasma. Das Stillen sollte wahrend der Fluconazol-Behandlung unterbrochen werden, da Auswirkungen auf den Saugling nicht ausgeschlossen werden konnen.
Lagerung und Haltbarkeit
Fluconazol-Kapseln sind bei Raumtemperatur (nicht uber 25 Grad Celsius) aufzubewahren. Die Kapseln sollten vor Licht und Feuchtigkeit geschutzt werden.
Das Arzneimittel ist ausserhalb der Reichweite von Kindern zu lagern. Nach Ablauf des Verfallsdatums darf das Arzneimittel nicht mehr verwendet werden.
Bitte beachten Sie die Hinweise zur sachgerechten Entsorgung von Arzneimitteln, geben Sie nicht mehr benotige Medikamente in die Apotheke zuruck oder nutzen Sie die Schadstoffsammelstellen Ihrer Gemeinde.
Resistenzentwicklung
Die Entstehung von Resistenzen gegen Fluconazol ist ein zunehmendes Problem, insbesondere bei immungeschwachten Patienten oder nach langerer prophylaktischer Anwendung.
Resistente Candida-Stamme, insbesondere Candida glabrata und Candida krusei (letztere ist intrinsisch resistent), spielen eine wachsende klinische Rolle.
Das BfArM und die europaischen Antimikrobiotika-Uberwachungsprogramme empfehlen daher einen rationalen Einsatz von Fluconazol, eine konsequente Diagnosestellung vor Therapiebeginn und gegebenenfalls eine Empfindlichkeitstestung des isolierten Erregers.
Qualitatsstandards und Zulassung in Deutschland
Fluconazol-Praparate in Deutschland unterliegen der Zulassungspflicht und werden durch das BfArM (Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte) uberwacht.
Die Verschreibungspflicht gilt fur alle Packungsgrossen mit Ausnahme der Einzeldosis-Praparat fur die vaginale Candidose (150 mg), das unter bestimmten Voraussetzungen auch rezeptfrei in Apotheken erhaltlich ist.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) regelt die Erstattungsfahigkeit durch die gesetzlichen Krankenkassen. Fluconazol als Generikum ist in Deutschland weit verbreitet und kostengunstig verfugbar.
Hinweise fur Patienten
Bitte teilen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Arztin vor der Einnahme von Fluconazol alle Medikamente mit, die Sie derzeit einnehmen, einschlielich rezeptfreier Praparate und pflanzlicher Heilmittel.
Informieren Sie Ihren Arzt uber bekannte Allergie gegen Fluconazol oder andere Azol-Antimykotika.
Nehmen Sie Fluconazol genau nach Anweisung Ihres Arztes ein und brechen Sie die Behandlung nicht vorzeitig ab, auch wenn Sie sich besser fuhlen.
Pilzinfektionen konnen bei zu kurzer Behandlungsdauer zuruckkehren.
Bei Auftreten von Gelbsucht (Gelbfarbung der Haut oder Augen), starken Hautreaktionen, Herzrhythmusstorungen oder anderen ungewohnlichen Symptomen wenden Sie sich sofort an einen Arzt. Im Notfall wahlen Sie den Notruf 112.
Haufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie schnell wirkt Fluconazol?
Bei vaginaler Candidose setzen viele Patientinnen bereits nach 24 Stunden eine Verbesserung der Symptome fest. Die vollstandige Heilung der Pilzinfektion dauert jedoch meist 3-7 Tage. Bei anderen Pilzinfektionen kann die Behandlungsdauer mehrere Wochen betragen.
Kann Fluconazol wahrend der Menstruation eingenommen werden?
Ja, Fluconazol kann unabhangig vom Menstruationszyklus eingenommen werden. Die Menstruation beeinflusst weder die Wirksamkeit noch die Sicherheit des Medikaments.
Darf ich Alkohol trinken, wahrend ich Fluconazol einnehme?
Obwohl es keine direkte Wechselwirkung zwischen Fluconazol und Alkohol gibt, sollten Sie wahrend einer aktiven Pilzinfektion Alkohol moglichst meiden, da Alkohol das Immunsystem schwacht und die Heilung verzogern kann. Bei Lebererkrankungen ist besondere Vorsicht geboten.
Kann ich Fluconazol in der Schwangerschaft einnehmen?
Die Anwendung von Fluconazol in der Schwangerschaft ist generell nicht empfohlen. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrer Arztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen und eine Pilzinfektion behandeln mussen.
Was mache ich, wenn ich eine Dosis vergessen habe?
Nehmen Sie die vergessene Dosis so bald wie moglich ein.
Ist es jedoch fast Zeit fur die nachste geplante Dosis, lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen Sie einfach die nachste Dosis zum ublichen Zeitpunkt ein.
Nehmen Sie niemals die doppelte Dosis, um eine versaumte Dosis zu kompensieren.
Kann eine Pilzinfektion durch den Sexualpartner ubertragen werden?
Ja, Pilzinfektionen konnen durch sexuellen Kontakt ubertragen werden. In manchen Fallen kann es sinnvoll sein, den Sexualpartner oder die Sexualpartnerin ebenfalls zu behandeln, um Reinfektionen zu vermeiden. Sprechen Sie hieruber mit Ihrem Arzt.
Wie lagere ich Fluconazol-Kapseln richtig?
Lagern Sie Fluconazol-Kapseln bei Raumtemperatur (nicht uber 25 Grad Celsius), geschutzt vor Licht und Feuchtigkeit. Bewahren Sie das Arzneimittel auserhalb der Reichweite von Kindern auf und verwenden Sie es nicht nach dem aufgedruckten Verfallsdatum.
Quellen und weiterfuhrende Informationen
- Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de
- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de
- Institut fur Qualitat und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de
- Gelbe Liste Pharmindex: www.gelbe-liste.de
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