Cefixim

Cefixim ist ein orales Breitspektrum-Antibiotikum der dritten Cephalosporin-Generation, das in Deutschland bei Harnwegsinfektionen, Atemwegsinfektionen und unkomplizierter Gonorrhoe eingesetzt wird.

Die Anwendung erfordert eine aerztliche Verordnung und strikte Einhaltung der vorgegebenen Therapiedauer. Bei allergischen Reaktionen ist das Antibiotikum sofort abzusetzen und aerztliche Hilfe zu suchen.

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Cefixim: Das orale Cephalosporin der dritten Generation in der deutschen Infektionstherapie

Cefixim ist ein orales Cephalosporin-Antibiotikum der dritten Generation, das in Deutschland zur Behandlung bakterieller Infektionen eingesetzt wird.

Das BfArM hat Cefixim fuer mehrere Indikationen zugelassen, darunter unkomplizierte Harnwegsinfektionen, Infektionen der Atemwege sowie unkomplizierte Gonorrhoe.

Cefixim zeichnet sich durch ein breites Wirkspektrum gegen gramnegative Bakterien, eine sehr hohe orale Bioverfuegbarkeit und eine lange Halbwertszeit aus, die in der Regel eine Einmal- oder Zweimalgabe pro Tag erlaubt.

Als Reserveantibiotikum fuer bestimmte Erreger und als wichtige therapeutische Option bei Resistenzen gegen aeltere Betalaktamantibiotika spielt Cefixim eine wachsende Rolle im Zeitalter zunehmender Antibiotikaresistenz.

Die sachgerechte Anwendung unter aerztlicher Kontrolle und strikte Beachtung der Resistenzlage sind unverzichtbar, um den langfristigen Therapieerfolg zu sichern und zur Eindaemmung von Resistenzen beizutragen.

Pharmakologie und Wirkmechanismus

Cefixim gehoert zur Klasse der Betalaktamantibiotika und wirkt durch Hemmung der Zellwandsynthese gramnegativer und einiger grampositiver Bakterien.

Wie alle Cephalosporine bindet Cefixim an Penicillin-bindende Proteine (PBPs) in der bakteriellen Zellwand, was zur Lyse und zum Absterben der Bakterien fuehrt.

Cefixim ist gegen eine Vielzahl gramnegativer Erreger wie Escherichia coli, Klebsiella pneumoniae, Haemophilus influenzae, Moraxella catarrhalis und Neisseria gonorrhoeae wirksam, ist jedoch gegenueber Pseudomonas aeruginosa und vielen grampositiven Erregern wie Staphylococcus aureus (insbesondere MRSA) nicht wirksam.

Die orale Bioverfuegbarkeit betraegt etwa 40 bis 50 Prozent bei Erwachsenen und ist bei Kindern etwas hoeher.

Die Halbwertszeit liegt zwischen 3 und 4 Stunden, was die Anwendung einmal oder zweimal taeglich erlaubt. Die Ausscheidung erfolgt ueberwiegend renal; bei eingeschraenkter Nierenfunktion ist eine Dosisanpassung erforderlich.

Cefixim ist stabil gegenueber vielen Betalaktamasen, was seine Wirksamkeit gegen resistente gramnegative Erreger erklaert.

Zugelassene Indikationen in Deutschland

In Deutschland ist Cefixim fuer die Behandlung folgender Infektionen zugelassen, sofern diese durch Cefixim-empfindliche Erreger verursacht werden: Unkomplizierte Infektionen der Harnwege (Harnblase, Nierenbecken) bei Frauen und Maennern, wobei Cefixim besonders bei Zystitiden und unkomplizierten Pyelonephritiden eingesetzt wird.

Infektionen der oberen und unteren Atemwege, einschliesslich akuter Exazerbationen einer chronischen Bronchitis, ambulant erworbener Pneumonien und Infektionen des Kehlkopfbereichs.

Ausserdem ist Cefixim bei unkomplizierter Gonorrhoe (Tripper) durch Neisseria gonorrhoeae als Erstlinientherapie zugelassen, insbesondere im Rahmen aktueller Resistenzproblematik unter Beteiligung urologischer und gynaekologischer Fachgesellschaften.

Infektionen durch Haemophilus influenzae koennen bei Otitis media oder Sinusitis ebenfalls mit Cefixim behandelt werden, obwohl hier andere Antibiotika haeufig bevorzugt werden.

Vor Therapiebeginn sollte eine Erreger- und Resistenzbestimmung angestrebt werden.

Dosierung und Therapiedauer bei Erwachsenen

Die empfohlene Tagesdosis fuer Erwachsene und Jugendliche ueber 12 Jahre mit einem Koerpergewicht von mehr als 25 kg betraegt 400 mg Cefixim, entweder als einmalige Gabe oder aufgeteilt in 200 mg zweimal taeglich.

Die Einmalgabe verbessert die Therapietreue, waehrend die zweimal taeegliche Gabe bei bestimmten Infektionen und Patientengruppen bevorzugt werden kann.

Die Therapiedauer richtet sich nach der Indikation: Unkomplizierte Harnwegsinfektionen werden in der Regel 3 bis 7 Tage behandelt; Atemwegsinfektionen erfordern haeufig 7 bis 14 Tage; unkomplizierte Gonorrhoe wird als Einmaldosis von 400 mg behandelt.

Cefixim kann unabhaengig von den Mahlzeiten eingenommen werden, wenngleich die Einnahme mit dem Essen Magenunvertraeglichkeit verringern kann.

Die Tabletten sollten mit ausreichend Fluessigkeit (mindestens ein grosses Glas Wasser) geschluckt werden. Die Therapie sollte nie eigenstaendig abgebrochen werden, auch wenn sich die Symptome fruehzeitig bessern.

Dosierung bei Kindern und Jugendlichen

Fuer Kinder wird die Dosis nach Koerpergewicht berechnet. Die empfohlene Tagesdosis betraegt 8 mg pro Kilogramm Koerpergewicht, einmal taeglich oder aufgeteilt in 4 mg/kg zweimal taeglich.

Fuer Kinder ist haeufig ein Saft oder Suspension erhaeltlich, was die Einnahme vereinfacht und eine genaue Dosierung nach Koerpergewicht erleichtert. Die maximale Tagesdosis betraegt 400 mg.

Fuer Saeuglinge unter 6 Monaten sollte Cefixim mangels ausreichender Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit nicht eingesetzt werden.

Bei Kindern mit Niereninsuffizienz gelten die gleichen Anpassungsregeln wie bei Erwachsenen, bezogen auf das Koerpergewicht.

Eltern sollten die exakte Dosierung stets mit dem Kinderarzt oder der Kinderaerztin absprechen und die Suspension stets vor Gebrauch schuetteln, um eine gleichmaessige Verteilung des Wirkstoffs zu gewaehrleisten.

Dosierung bei Niereninsuffizienz

Da Cefixim vorwiegend renal ausgeschieden wird, ist bei eingeschraenkter Nierenfunktion eine Dosisanpassung erforderlich.

Bei einer glomerularen Filtrationsrate (GFR) zwischen 20 und 60 ml/min wird eine Reduktion auf 300 mg taeglich empfohlen; bei einer GFR unter 20 ml/min sollte die Tagesdosis auf 200 mg reduziert werden.

Dialysepatienten koennen Cefixim ebenfalls einnehmen, jedoch ist die Dosierung individuell anzupassen und die Blutspiegelkontrolle empfohlen.

Leberinsuffizienz erfordert in der Regel keine Dosisanpassung, da die Lebermetabolisierung von Cefixim gering ist.

Aeltere Patientinnen und Patienten haben haeufig eine reduzierte Nierenfunktion; die Dosierung sollte nach Bestimmung der GFR angepasst werden, um Akkumulation und erhoehtes Nebenwirkungsrisiko zu vermeiden.

Kontraindikationen

Cefixim ist kontraindiziert bei bekannter Ueberempfindlichkeit gegen Cefixim, andere Cephalosporine oder andere Betalaktamantibiotika.

Patientinnen und Patienten mit schwerer Penicillin-Allergie haben eine Kreuzreaktionsrate von circa 1 bis 10 Prozent mit Cephalosporinen; bei bekannter schwerer allergischer Reaktion auf Penicillin (Anaphylaxie) sollten Cephalosporine nur mit groesster Vorsicht und unter engmaschiger aerztlicher Ueberwachung eingesetzt werden.

Bei Patientinnen und Patienten, die unter enteraler Ernaehrung (ueber eine Magensonde) stehen oder Schluckbeschwerden haben, muessen gegebenenfalls Alternativwege der Antibiotikagabe erwaogen werden, da Cefixim nur als orale Form vorliegt.

Eine Abklaerung von Allergien und Vorerkrankungen vor der Verordnung ist unverzichtbar.

Nebenwirkungen und deren Haeufigkeit

Cefixim wird im Allgemeinen gut vertraegen. Die haeufigsten Nebenwirkungen betreffen den Gastrointestinaltrakt: Durchfall, Uebelkeit, Bauchschmerzen und selten Erbrechen treten bei einem relevanten Anteil der Behandelten auf.

Diese Beschwerden sind meist mild und voruebergehend. Eine Cephalosporin-assoziierte Antibiotika-Diarrhoe durch Clostridium-difficile-Infektion kann selten auftreten und sollte bei anhaltendem oder schwerem Durchfall in Betracht gezogen werden.

Ueberempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Urtikaria und selten anaphylaktischer Schock koennen auftreten; bei ersten Anzeichen einer allergischen Reaktion muss Cefixim sofort abgesetzt und aerztliche Hilfe gesucht werden.

Im Blutbild koennen Eosinophilie, Thrombozytopenie und Granulozytopenie auftreten. Erhoehte Leberwerte (Transaminasen) wurden berichtet und bilden sich nach Absetzen zurueck.

Niereninsuffizienz kann sich unter der Therapie verschlechtern; Nierenfunktionskontrollen sind bei Risikogruppen angezeigt.

Wechselwirkungen

Cefixim hat ein ueberschaubares Wechselwirkungsprofil. Probenecid hemmt die renale Ausscheidung von Cefixim und kann zu erhoehten Blutspiegeln fuehren, was in bestimmten Faellen therapeutisch genutzt werden kann.

Antazida, Eisenpraeparate und Produkte, die Calcium enthalten, koennen die Resorption von Cefixim vermindern; diese sollten zeitlich versetzt eingenommen werden.

Cefixim kann die Wirkung von Antikoagulanzien wie Warfarin oder Phenprocoumon verstaerken und das Blutungsrisiko erhoehen; Gerinnungskontrollen sind daher bei gleichzeitiger Anwendung empfohlen.

Bei gleichzeitiger Gabe von Metformin kann Cefixim theoretisch die Metformin-Spiegel beeinflussen. Die gleichzeitige Anwendung von Cefixim und nierenschaedigenden Substanzen wie Aminoglykosid-Antibiotika oder Schleifendiuretika erhoehrt das Risiko fuer Nephrotoxizitaet.

Lebendimpfstoffe gegen Typhus koennen durch Antibiotika in ihrer Wirksamkeit beeintraechtigt werden.

Antibiotikaresistenz und rationale Verschreibung

In Deutschland nehmen Antibiotikaresistenzen, auch gegenueber Cefixim, zu. Das Robert Koch-Institut (RKI) und das BfArM weisen regelmaessig auf den verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika hin.

Cefixim sollte nur bei gesicherter oder wahrscheinlicher bakterieller Infektion und nach Beachtung der lokalen Resistenzlage eingesetzt werden.

Bei Gonorrhoe empfiehlt die Deutsche Gesellschaft fuer Infektiologie eine Kombination mit Azithromycin oder alternativ Ceftriaxon intramuskulaer, um Resistenzen zu bekaempfen; aktuelle Leitlinien sollten stets beruecksichtigt werden.

Patientinnen und Patienten sollten Antibiotika stets die volle verordnete Therapiedauer einnehmen, auch wenn die Symptome sich fruehzeitig bessern, um Resistenzentwicklungen zu vermeiden.

Nicht verbrauchte Antibiotika duerfen nicht ohne aerztliche Ruecksprache aufgespart oder an andere Personen weitergegeben werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fertilitaet

Cefixim kann in der Schwangerschaft angewendet werden, wenn eine Behandlung mit Antibiotika notwendig ist und Cefixim die geeignete Wahl darstellt.

Allerdings fehlen kontrollierte Studien an schwangeren Frauen; Cefixim sollte daher nur eingesetzt werden, wenn der Nutzen das potenzielle Risiko ueberwiegt.

Cefixim wird in die Muttermilch ausgeschieden, Stillen ist bei Einnahme aber in der Regel moeglich; der Saeugling sollte auf moegliche Nebenwirkungen wie Durchfall oder Hautausschlag beobachtet werden.

Bei Planung einer Schwangerschaft sollte die Antibiotikatherapie stets mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Es gibt keine Hinweise auf eine Beeintraechtigung der Fertilitaet durch Cefixim.

Bei Unsicherheiten sollte ein Frauenarzt oder eine Frauenaerztin hinzugezogen werden.

Praktische Hinweise fuer Patientinnen und Patienten

Cefixim sollte regelmaessig und zur angegebenen Zeit eingenommen werden, damit der Wirkstoffspiegel im Blut konstant bleibt.

Bei vergessener Einnahme: so bald wie moeglich nachholen, ausser wenn die naechste Dosis bereits in weniger als 2 Stunden faellig ist. Alkohol soll waehrend der Antibiotikatherapie vermieden werden.

Probiotische Praeparate koennen Antibiotika-assoziierte Durchfallbeschwerden lindern, sollten aber zeitlich versetzt eingenommen werden.

Bei anhaltender Verschlechterung der Beschwerden, starken Bauchschmerzen, anhaltendem Durchfall, Blut im Stuhl oder allergischen Reaktionen unverzueglich den Arzt oder die Aerztin informieren.

Im Notfall oder bei schwerer allergischer Reaktion (Atemnot, Schwellung, Kreislaufkollaps) sofort den Notruf 112 rufen.

Lagerung und Entsorgung

Cefixim-Tabletten und -Suspensionen sollten gemaess Packungshinweis bei Raumtemperatur (in der Regel unter 25 Grad Celsius) gelagert werden.

Fluessige Suspensionen sind nach dem Anmischen haeufig nur begrenzt haltbar (oft 14 Tage) und im Kuehlschrank aufzubewahren; genaue Angaben der Packungsbeilage beachten.

Nicht verwendete Antibiotika muessen sachgerecht entsorgt werden; Rueckgabe in der Apotheke ist moeglich.

Arzneimittel duerfen nicht im Abwasser oder Hausmuell entsorgt werden, da dies zur Umweltbelastung mit Antibiotikarueckstaenden beitraegt und die Entstehung von Resistenzen in der Umwelt foerdern kann.

Quellen und weiterfuehrende Informationen

Aktuelle Informationen zu Cefixim finden Sie beim BfArM (bfarm.de), der Gelben Liste (gelbe-liste.de), beim IQWiG (iqwig.de) sowie beim G-BA (g-ba.de).

Das Robert Koch-Institut (rki.de) stellt aktuelle Resistenzdaten und Empfehlungen zur Antibiotikatherapie bereit.

Die Deutsche Gesellschaft fuer Infektiologie und die Deutsche Gesellschaft fuer Innere Medizin veroeffentlichen Leitlinien zur rationalen Antibiotikaanwendung.

Bei Fragen zur Einnahme und Vertraeglichkeit wenden Sie sich stets an Ihren Hausarzt, Ihre Hausaerztin oder Ihren Apotheker. Im Notfall: Notruf 112.

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