Caverject
Caverject enthaelt den Wirkstoff Alprostadil (Prostaglandin E1) und wird als intrakavernoese Injektion zur Behandlung der erektilen Dysfunktion eingesetzt, wenn orale Medikamente nicht wirken oder kontraindiziert sind.
Die Therapie erfordert eine aerztliche Schulung und strikte Hygiene bei der Selbstinjektion.
Bei einer Erektion von mehr als 4 Stunden ist sofort der Notruf 112 oder die naechste Notaufnahme aufzusuchen.
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Caverject: Alprostadil-Injektionstherapie bei erektiler Dysfunktion in Deutschland
Caverject ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das den Wirkstoff Alprostadil (Prostaglandin E1) enthaelt und zur intrakavernoesen Injektion bei erektiler Dysfunktion (ED) eingesetzt wird.
Das Praeparat ist in Deutschland vom BfArM zugelassen und bietet eine wirksame Alternative fuer Maenner, bei denen orale PDE-5-Hemmer wie Sildenafil oder Tadalafil nicht ausreichend wirksam sind oder kontraindiziert werden.
Die Injektion direkt in den Schwellkoerper des Penis fuehrt zu einer lokalen Vasodilatation und ermoeglicht eine Erektion, die typischerweise innerhalb von 5 bis 20 Minuten einsetzt und 30 bis 60 Minuten andauert.
Caverject wird als Pulver zur Herstellung einer Injektionsloesung oder als gebrauchsfertige Injektionsloesung angeboten, je nach Darreichungsform.
Die Anwendung erfordert eine eingehende aerztliche Schulung, da die intrakavernoese Injektion praezise Technik und sorgfaeltige Hygiene erfordert.
In Deutschland ist die Verordnung auf Urologen und Spezialisten beschraenkt, die die initiale Titration und Schulung durchfuehren.
Alprostadil: Pharmakologie und Wirkmechanismus
Alprostadil (Prostaglandin E1) ist ein natuerlich vorkommendes Prostaglandin, das stark vasodilatatorische und antiplatelettaere Eigenschaften besitzt.
Nach intrakavernoeeser Injektion bindet es an spezifische Prostanoid-Rezeptoren (EP-Rezeptoren) in der glatten Muskulatur der Kavernosen Koerper.
Dies fuehrt ueber einen Anstieg des intrazellularen cyclischen Adenosinmonophosphats (cAMP) zur Relaxation der glatten Gefaessmuskelzellen und zur Dilatation der Kavernosen Arterien.
Der erhoehte Bluteinstrom in die Schwellkoerper fuehrt zur Erektion.
Im Gegensatz zu PDE-5-Hemmern ist Alprostadil auch bei Patienten wirksam, bei denen der cGMP-abhaengige Mechanismus (der durch PDE-5-Hemmer verstaerkt wird) ungenuegend aktiviert werden kann, beispielsweise bei schweren Nervenschaeden oder vaskulaeren Ursachen der ED.
Die systemische Bioverfuegbarkeit nach intrakavernoeeser Injektion ist gering, da Alprostadil rapide lokal metabolisiert wird. Eine relevante systemische Wirkung, insbesondere Blutdrucksenkung, kann dennoch auftreten und muss beachtet werden.
Indikationen und aerztliche Verschreibung
Caverject ist fuer die Behandlung der erektilen Dysfunktion bei Maennern zugelassen, bei denen die Erkrankung vaskulaere, neurogene, psychogene oder gemischte Ursachen hat.
Typische Patientengruppen sind Maenner nach radikaler Prostatektomie, Maenner mit Diabetes mellitus und neurogener oder vaskulaerer ED, Maenner mit Rueckenmarksverletzungen sowie Patienten, die auf orale ED-Medikamente nicht ansprechen oder diese nicht einnehmen koennen.
Die Verschreibung und die Erstanwendung muessen zwingend durch einen Arzt oder eine Aerztin, in der Regel einen Urologen, erfolgen.
In Deutschland ist Caverject nicht standardmaessig durch die GKV erstattungsfaehig, es sei denn, es liegen bestimmte versicherungsrechtliche Ausnahmen vor. Privatpatienten haben in der Regel eine hoehere Erstattungswahrscheinlichkeit.
Der behandelnde Arzt kann im Einzelfall eine Kostenuebernahme durch die Krankenkasse beantragen, zum Beispiel bei schwerer organischer ED nach tumorchirurgischen Eingriffen.
Vor der Verordnung sollte eine umfassende urologische Abklaerung der ED-Ursache erfolgen.
Dosierung und Titration unter aerztlicher Aufsicht
Die Dosierung von Caverject ist streng individuell und muss durch den Arzt oder die Aerztin titriert werden.
Die Erstanwendung findet ausschliesslich in der urologischen Praxis statt, um die optimale Dosis zu bestimmen und die korrekte Injektionstechnik zu schulen.
Die niedrigste moegliche Dosis, die zu einer fuer den Geschlechtsverkehr ausreichenden Erektion fuehrt, soll angestrebt werden.
Startdosen liegen in der Regel bei 2,5 Mikrogramm; Steigerungen erfolgen in Schritten von 2,5 bis 5 Mikrogramm. Die maximale Dosis betraegt 40 Mikrogramm pro Injektion.
Die Anwendungshaeufigkeit darf 3-mal pro Woche nicht ueberschreiten, und zwischen zwei Injektionen muessen mindestens 24 Stunden liegen. Eine selbststaendige Injektion zuhause ist erst nach vollstaendiger aerztlicher Einschulung erlaubt.
Sicherstellen, dass die Erektion nach der Injektion nicht laenger als 4 Stunden andauert; bei Priapismus sofortige notfallmaessige Behandlung erforderlich.
Injektionstechnik und hygienische Grundsaetze
Die korrekte Injektionstechnik ist entscheidend fuer Wirksamkeit und Sicherheit der Therapie.
Die Injektion erfolgt seitlich in den Schwellkoerper des Penis (Corpus cavernosum), idealerweise abwechselnd auf beiden Seiten, um lokale Gewebeschaeden und Narbenstellen (Fibrose) zu vermeiden.
Vor der Injektion muss die Einstichstelle gruendlich mit einem Alkoholtupfer gereinigt werden.
Haut und Penisschaft mit den Fingern fixieren, die Nadel unter einem Winkel von 90 Grad einfuehren und nach Aspiration (kein Blutrueckfluss) langsam injizieren.
Die Pulverzubereitung muss gemaess Gebrauchsanweisung mit dem mitgelieferten Loesungsmittel aufgeloest werden; die fertige Loesung ist sofort zu verwenden. Gebrauchte Nadeln muessen in einem stichsicheren Behaelter entsorgt werden.
Die Injektionsstelle soll nach der Gabe einige Minuten vorsichtig massiert werden, um die Verteilung des Wirkstoffs zu foerdern.
Eine umfassende Schulungseinheit mit dem Urologen vor der ersten Selbstanwendung ist obligat.
Kontraindikationen und Risikogruppen
Caverject ist kontraindiziert bei Ueberempfindlichkeit gegen Alprostadil oder einen der sonstigen Bestandteile des Praeparates.
Weiter darf Caverject nicht angewendet werden bei Erkrankungen, die zu Priapismus praeisponieren, wie Sichelzellanamie, Multiplem Myelom oder Leukaemie; bei anatomischen Deformierungen des Penis (z.B.
schwere Peyronie-Krankheit oder Kavernosen-Fibrose), die die Injektion unmoeglich machen oder ein unakzeptables Risiko darstellen; und bei Patienten, fuer die sexuelle Aktivitaet kontraindiziert ist (z.B.
schwere kardiovaskulaere Erkrankungen wie instabile Angina pectoris oder kuerzlich durchgemachter Herzinfarkt oder Schlaganfall).
Die gleichzeitige Anwendung mit vasoaktiven Substanzen, die ebenfalls zur ED-Behandlung eingesetzt werden, kann das Priapismus-Risiko verstaerken und ist in der Regel zu vermeiden.
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Frauen sind keine zugelassenen Anwendergruppen.
Nebenwirkungen: Schmerzen, Priapismus und Fibrose
Die haeufigste Nebenwirkung von Caverject ist lokaler Penisschmerz nach der Injektion, der bei einem grossen Anteil der Anwender auftritt, aber meist mild und voruebergehend ist.
Haematome oder Blutungen an der Injektionsstelle kommen vor, insbesondere bei falscher Technik.
Die schwerwiegendste akute Nebenwirkung ist der Priapismus, eine Erektion, die laenger als 4 Stunden andauert und schmerzhaft werden kann.
Priapismus ist ein medizinischer Notfall, da unbehandelt bleibende Erektionen (ueber 6 Stunden) zu dauerhafter Schaedigung des Schwellkoerpergewebes und irreversibler Impotenz fuehren koennen.
Patientinnen und Patienten muessen genau ueber dieses Risiko aufgeklaert werden und bei einer Erektion ueber 4 Stunden sofort die naechste Notaufnahme oder den Notruf 112 anrufen.
Bei langfristiger Anwendung koennen Verhartungen und Bindegewebsveraenderungen (Fibrose) im Schwellkoerper auftreten, die eine Verformung des Penis verursachen koennen (Peyronie-artige Veraenderungen). Regelmaessige urologische Kontrollen sind daher obligat.
Systemische Nebenwirkungen und Wechselwirkungen
Systemische Nebenwirkungen sind aufgrund der raschen lokalen Metabolisierung von Alprostadil selten, koennen aber bei hoeheeen Dosierungen auftreten. Dazu gehoeren Blutdruckabfall, Schwindel und Kopfschmerzen.
In sehr seltenen Faellen wurden Ohnmacht und Herzrhythmusstoerungen berichtet. Die gleichzeitige Einnahme von antihypertensiven Medikamenten kann den blutdrucksenkenden Effekt verstaerken.
Sympathomimetika wie Adrenalin oder andere vasoaktive Substanzen koennen die Wirksamkeit von Alprostadil herabsetzen. Antikoagulanzien erhoehen das Risiko fuer Blutungen an der Injektionsstelle.
Prostaglandinsynthetasehemmer (NSAR, Acetylsalicylsaeure) koennen die Wirkung von Alprostadil theoretisch vermindern. Alkoholkonsum sollte vor der Anwendung vermieden werden, da dieser die vasodilatatorische Wirkung verstaerken und den Blutdruck senken kann.
Patienten mit bekanntem niedrigem Blutdruck sollten nach der Injektion einige Minuten ruhen, bevor sie aufstehen.
Praktische Handhabung: Lagerung und Haltbarkeit
Caverject-Pulverzubereitungen muessen im Kuehlschrank (2-8 Grad Celsius) aufbewahrt werden, sofern der Hersteller nichts anderes angibt. Einmal angemischte Loesungen sind sofort zu verwenden und duerfen nicht aufbewahrt werden.
Verfallsdaten beachten und abgelaufene Praeparate entsorgen. Das Praeparat ist lichtgeschuetzt aufzubewahren.
Fertige Injektionsloesungen in vorgefuellten Injektoren (Caverject Impulse) koennen je nach Hersteller bei Raumtemperatur gelagert werden; dabei stets die Packungsbeilage beachten.
Alle Verpackungshinweise genau lesen und den Arzt oder die Aerztin bei Unklarheiten ansprechen.
Nicht mehr verwendete oder abgelaufene Praeparate in der Apotheke abgeben und nicht im Hausmuell oder Abwasser entsorgen.
Priapismus-Notfallplan: Was im Ernstfall zu tun ist
Patientinnen und Patienten, die Caverject anwenden, muessen einen klaren Notfallplan kennen.
Dauert die Erektion laenger als 4 Stunden an, muss sofort eine Notaufnahme aufgesucht werden, oder der Notruf 112 angerufen werden.
Der Arzt oder die Aerztin wird das Blut aus den Schwellkoerpern absaugen (Aspiration) und/oder ein alpha-sympatikomimetisches Medikament (zum Beispiel Phenylephrin) direkt in den Schwellkoerper injizieren, um die Erektion zu beenden.
Die Behandlung ist zeitkritisch: Jede Stunde unbehandelter Priapismus erhoehrt das Risiko fuer eine dauerhafte erektile Dysfunktion erheblich.
Patientinnen und Patienten sollten den Notfallplan in schriftlicher Form bei sich haben und die Notaufnahmennummer der naechsten Klinik kennen.
Beim Notruf die Situation klar und sachlich schildern, damit eine schnelle Erstversorgung gewaehrleistet werden kann.
Psychologische Aspekte und partnerschaftliche Kommunikation
Die Entscheidung fuer eine intrakavernoese Injektionstherapie ist fuer viele Maenner mit Hemmschwellen und psychologischen Barrieren verbunden.
Eine offene Kommunikation mit dem behandelnden Urologen und, sofern moeglich, mit der Partnerin oder dem Partner ist wichtig fuer den Therapieerfolg.
Sexualtherapeutische Unterstuetzung kann ergaenzend angeboten werden, insbesondere wenn psychogene Anteile zur ED beitragen.
Das Ansprechen auf die Therapie sollte realistisch besprochen werden: Nicht alle Patienten profitieren gleich stark, und bei einem Teil ist die intrakavernoese Therapie sehr effektiv.
Langfristige Compliance und regelmaessige urologische Kontrollen sind entscheidend, um Langzeitrisiken wie Fibrose fruehzeitig zu erkennen und das Injektionsschema anzupassen.
Scham und Verunsicherung sind normale Reaktionen; offenes Gespraech mit dem Arzt ist der wichtigste Schritt zu einer erfolgreichen Therapie.
Vergleich mit anderen Therapieoptionen bei erektiler Dysfunktion
In der deutschen urologischen Praxis werden bei erektiler Dysfunktion verschiedene Therapiestufen empfohlen.
Als Erstlinientherapie gelten orale PDE-5-Hemmer wie Sildenafil (Viagra), Tadalafil (Cialis) und Vardenafil (Levitra), die bei vielen Patienten wirksam und gut vertraegen sind.
Wenn diese nicht ausreichen oder kontraindiziert sind, stellt Caverject eine effektive Zweitlinientherapie dar. Intraurethrale Alprostadil-Staebchen (MUSE) bieten eine weniger invasive Alternative, sind aber haeufig weniger wirksam.
Vakuumerektionshilfen koennen insbesondere bei aelteren Patienten eingesetzt werden. Penile Implantate stellen bei therapieresistenter schwerer ED die invasivste, aber oft dauerhafteste Loesung dar.
Die Wahl der geeigneten Therapie erfolgt individuell in Abhaengigkeit von Ursache, Schweregrad und Patientenpraeferenz sowie Begleiterkrankungen.
Weitergehende Informationen und Quellen
Detaillierte Informationen zu Caverject und Alprostadil stehen beim BfArM (bfarm.de) in der aktuellen Fachinformation zur Verfuegung. Die Gelbe Liste (gelbe-liste.de) bietet eine Arzneimitteldatenbank fuer Patientinnen und Patienten.
Das IQWiG (iqwig.de) bewertet den Zusatznutzen von Praeparaten. Der G-BA (g-ba.de) regelt die Erstattung durch die GKV.
Die Deutsche Gesellschaft fuer Urologie veroeffentlicht aktuelle Leitlinien zur Behandlung der erektilen Dysfunktion.
Im Notfall bei Priapismus oder anderen schwerwiegenden Reaktionen sofort den Notruf 112 anrufen oder die naechste Notaufnahme aufsuchen.
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