Capval

Capval enthält den Wirkstoff Noscapin und lindert wirksam trockenen, unproduktiven Reizhusten bei Erkältungen und Bronchitis.

Es ist ohne Rezept erhältlich, wirkt zentral auf den Hustenreflex und hat im Gegensatz zu codeinhaltigen Mitteln kein Abhängigkeitspotenzial.

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Capval – Hustenstiller mit dem Wirkstoff Noscapin

Capval ist ein antitussiv (hustenstillend) wirksames Arzneimittel mit dem Wirkstoff Noscapin (früher auch Narcotinum oder Noscapinum genannt).

Es ist in Deutschland ohne Rezept in der Apotheke erhältlich und gehört zu den bewährtesten Hustenmitteln, die speziell gegen trockenen, unproduktiven Reizhusten eingesetzt werden.

Capval ist als Saft (mit und ohne Zucker), Tropfen und Kapseln verfügbar und kann für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 2 Jahren angewendet werden (alters- und gewichtsabhängige Dosierung).

Im Gegensatz zu Codein und anderen opioiden Hustenstillern hat Noscapin kein nennenswertes Abhängigkeitspotenzial und wird nicht betäubungsmittelpflichtig geführt.

Es wirkt zentral auf den Hustenreflex im Hirnstamm, ohne die Atemfunktion wesentlich zu beeinflussen, was es besonders geeignet macht für die nächtliche Hustenlinderung bei Erkältungen, Bronchitis oder anderen Atemwegserkrankungen mit Reizhusten.

Wirkungsmechanismus

Noscapin gehört zu den Isochinolin-Alkaloiden und ist ein natürlicher Bestandteil des Schlafmohns (Papaver somniferum), besitzt jedoch im Gegensatz zu Morphin und Codein keine relevante Opioid-Rezeptor-Aktivität. Seine antitussive Wirkung beruht auf einer Kombination verschiedener Mechanismen:

Erstens hemmt Noscapin den Hustenreflex im Hustenzentrum (Nucleus tractus solitarius im Hirnstamm) auf noch nicht vollständig geklärtem Weg – möglicherweise über sigma-Rezeptoren oder Bradykinin-Rezeptoren.

Zweitens hat Noscapin schwache bronchospasmolytische Eigenschaften: Es kann die Bronchialmuskulatur leicht entspannen und dadurch die durch Bronchospasmus ausgelöste Hustenreizung vermindern.

Drittens moduliert Noscapin möglicherweise die Freisetzung von Bradykinin in der Bronchialschleimhaut, einem wichtigen Auslöser des Hustenantriebs.

Wichtig ist, dass Noscapin die mukoziliäre Clearance (den Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege) nicht hemmt und die Schleimproduktion nicht wesentlich verändert. Es eignet sich daher ausschließlich für trockenen, unproduktiven Reizhusten.

Bei produktivem Husten mit schleimreicher Expectoration sollte kein Antitussivum gegeben werden, da das Abhusten des Schleims physiologisch notwendig ist.

Noscapin wird nach oraler Einnahme gut resorbiert und nach Metabolisierung in der Leber renal ausgeschieden. Die Wirkdauer beträgt etwa 3 bis 4 Stunden.

Indikationen

Capval ist indiziert zur Linderung von trockenem, unproduktivem Reizhusten bei:

  • Akuten Atemwegsinfekten (Erkältung, Grippe, Bronchitis)
  • Bronchitis im Anfangsstadium, wenn der Husten trocken und reizend ist
  • Reizhusten nach Inhalation irritierender Substanzen
  • Tracheitis (Luftröhrenentzündung)
  • Störung des Nachtschlafs durch anhaltenden Reizhusten

Capval ist nicht geeignet für produktiven Husten mit Schleimauswurf, da die Hemmung des Hustenreflexes in diesem Fall das Abhusten von Sekret behindern würde. Zudem sollte Capval nicht bei Husten unklarer Ursache oder bei chronischem Husten ohne ärztliche Diagnose eingesetzt werden.

Dosierung und Anwendung

Die Dosierung von Capval ist alters- und gewichtsabhängig. Als allgemeine Orientierung gilt für den Capval-Saft (6 mg Noscapin pro 5 ml):

  • Kinder von 2 bis 6 Jahren (ca. 13 bis 20 kg): 5 ml (6 mg Noscapin) bis zu 3 Mal täglich
  • Kinder von 6 bis 12 Jahren (ca. 20 bis 40 kg): 10 ml (12 mg Noscapin) bis zu 3 Mal täglich
  • Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene: 15 bis 20 ml (18 bis 24 mg Noscapin) bis zu 3 Mal täglich

Bei Erwachsenen beträgt die maximale Einzeldosis 25 mg Noscapin, die maximale Tagesdosis 75 mg. Die Einnahme erfolgt unabhängig von den Mahlzeiten.

Der Saft kann bei Bedarf mit etwas Wasser verdünnt eingenommen werden. Die Behandlungsdauer sollte 7 Tage nicht überschreiten; bei länger andauerndem Husten ist ein Arzt aufzusuchen.

Capval-Saft mit Zucker ist für Diabetiker und Patienten mit Fruktoseintoleranz ungeeignet; in diesem Fall sollte der zuckerfreie Saft verwendet werden.

Nebenwirkungen

Capval wird in der Regel gut vertragen. Bei höheren Dosen können Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Übelkeit auftreten.

Sehr selten wurden allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Juckreiz und in Einzelfällen Urtikaria oder Angioödem beschrieben.

Bei Angioödem-Zeichen (Schwellung von Lippen, Zunge, Rachen, Atemnot) ist sofort der Notruf 112 zu rufen.

Gastrointestinale Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen können bei zu hoher Dosierung oder empfindlichen Patienten auftreten. Da Noscapin keine klinisch relevante Opioid-Aktivität aufweist, treten keine Atemdepression, Sedierung, Obstipation oder Abhängigkeit auf, wie sie von Codein bekannt sind.

Noscapin kann in hohen Dosen theoretisch Knochenmarksuppression verursachen (bei normaler therapeutischer Anwendung nicht relevant, relevant nur bei missbräuchlicher Hochdosisanwendung). Für schwangere Frauen gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen (siehe unten).

Kontraindikationen

Capval darf nicht angewendet werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Noscapin oder einen der Hilfsstoffe
  • Produktivem Husten (mit Schleimauswurf) – antitussive Behandlung kontraindiziert
  • Schwangerschaft (insbesondere erstes Trimenon) – unzureichende Sicherheitsdaten
  • Kindern unter 2 Jahren – Hustenstiller sind in dieser Altersgruppe grundsätzlich kontraindiziert
  • Bekannter Fruktoseintoleranz (zuckerhaltiger Saft), Glukose-Galaktose-Malabsorption, Sukrase-Isomaltase-Mangel

Besondere Vorsicht ist geboten bei Leberfunktionsstörungen, da Noscapin in der Leber metabolisiert wird. Bei gleichzeitiger Anwendung sedierender Arzneimittel (Schlafmittel, Anxiolytika) kann es zu verstärkter Sedierung kommen.

Wechselwirkungen

Noscapin kann in Kombination mit zentral dämpfenden Arzneimitteln (Benzodiazepine, Schlafmittel, Antihistaminika der ersten Generation, Alkohol) die sedative Wirkung verstärken.

Eine gleichzeitige Anwendung mit anderen Hustenstillern ist zu vermeiden, da keine zusätzliche Wirkung zu erwarten ist, das Risiko von Nebenwirkungen jedoch steigt.

Noscapin kann die Wirkung von Warfarin (Cumarin-Antikoagulantien) verstärken; bei gleichzeitiger Einnahme sind engmaschige INR-Kontrollen notwendig.

Schleimlösende Mittel (Expektorantien) und Hustenstiller sollten grundsätzlich nicht gleichzeitig angewendet werden, da dies dem physiologischen Abhusten entgegenwirkt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Zur Anwendung von Noscapin in der Schwangerschaft liegen keine ausreichenden Daten am Menschen vor. Tierstudien haben bei hohen Dosen teratogene Wirkungen gezeigt.

Capval sollte daher während der Schwangerschaft, insbesondere im ersten Trimenon, nicht angewendet werden. In späteren Schwangerschaftsphasen ist die Anwendung nur nach strenger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung zulässig.

Bei Husten in der Schwangerschaft sollte immer zuerst der behandelnde Arzt oder Gynäkologe konsultiert werden, da Husten ein Symptom verschiedener Erkrankungen sein kann.

Es ist nicht bekannt, ob Noscapin in die Muttermilch übergeht. Eine Anwendung in der Stillzeit sollte vermieden werden oder nur nach ärztlicher Empfehlung erfolgen.

Aufbewahrung

Capval ist bei Raumtemperatur (15 bis 25 Grad Celsius) und vor Licht geschützt zu lagern.

Der Saft ist nach dem ersten Öffnen nur begrenzt haltbar; das genaue Datum ist auf der Verpackung angegeben und vom Patienten zu beachten.

Das Arzneimittel ist außerhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren, auch wenn es zur Behandlung von Kindern eingesetzt wird. Verfallene Arzneimittel sind sachgerecht zu entsorgen (Apotheke oder spezielle Rückgabestelle).

Capval im Vergleich zu anderen Hustenmitteln

Im deutschen Apothekenmarkt stehen mehrere rezeptfreie Antitussiva zur Verfügung.

Capval mit Noscapin unterscheidet sich von codeinhaltigen Hustenstillern dadurch, dass es keine Betäubungsmittelpflicht, kein Abhängigkeitspotenzial und keine atemdepressiven Wirkungen hat.

Codeinhaltige Mittel wie Codipertussin oder Paracodin sind zwar ebenfalls in der Apotheke erhältlich (meist ohne Rezept), werden aber wegen des Missbrauchspotenzials strenger gehandhabt. Dextromethorphanhaltige Hustenmittel (z.B.

Silomat) haben ein ähnliches Nebenwirkungsprofil wie Noscapin und sind ebenfalls rezeptfrei. Die Wahl des geeigneten Hustenstillers hängt vom Alter des Patienten, dem klinischen Bild und eventuellen Grunderkrankungen ab.

Bei anhaltendem oder produktivem Husten, Fieber, Atemnot oder Blut im Auswurf ist immer ein Arzt aufzusuchen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ab welchem Alter kann Capval gegeben werden? . Capval ist für Kinder ab 2 Jahren geeignet, wenn der Husten trocken und unproduktiv ist.

Für Kinder unter 2 Jahren sind Antitussiva generell nicht geeignet und kontraindiziert.

Bei Kleinkindern ab 2 Jahren ist die altersgerechte Dosierung strikt einzuhalten und vor Beginn sollte ein Arzt oder Kinderarzt befragt werden.

Kann ich Capval auch bei Erkältungshusten mit etwas Schleim nehmen? . Capval sollte nur bei trockenem, unproduktivem Reizhusten eingenommen werden.

Wenn bereits Schleim abgehustet wird, sollte kein Antitussivum eingesetzt werden, da das Abhusten für die Reinigung der Atemwege wichtig ist.

In diesem Fall sind schleimlösende Mittel (Expektorantien) besser geeignet.

Macht Capval abhängig?
Nein. Im Gegensatz zu codeinhaltigen Mitteln hat Noscapin kein relevantes Abhängigkeitspotenzial. Es ist nicht betäubungsmittelpflichtig und kann ohne Rezept erworben werden.

Wann sollte ich trotz Capval einen Arzt aufsuchen? .

Bei Husten, der nach 7 Tagen nicht besser wird, bei Husten mit Fieber über 39 Grad Celsius, bei Blut im Auswurf, bei Atemnot oder wenn der Husten nach einer längeren Zeit der Beschwerdefreiheit wieder auftritt, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

Chronischer Husten oder Husten mit Gewichtsverlust, Nachtschweiß oder anhaltenden Schmerzen ist immer abklärungsbedürftig.

Kann ich Capval gleichzeitig mit einem Schleimlöser nehmen? . Nein.

Hustenstiller und Schleimlöser sollten nicht gleichzeitig eingenommen werden, da sie gegensätzliche Ziele haben: Ein Antitussivum hemmt den Husten, während ein Expektorans das Abhusten von Sekret fördern soll.

Die Kombination ist sinnlos und potenziell schädlich (Sekretstau in den Bronchien).

Was ist der Unterschied zwischen Capval Saft und Capval Tropfen? . Beide Darreichungsformen enthalten denselben Wirkstoff Noscapin.

Der Saft eignet sich besser für Kinder, da er leichter dosierbar ist und häufig angenehmer im Geschmack.

Die Tropfen können präziser dosiert werden und sind für Erwachsene oder Patienten praktisch, die eine kleinere Menge bevorzugen.

Die Dosierung ist je nach Darreichungsform anhand der Packungsbeilage zu beachten.

Ist Capval rezeptfrei erhältlich und wird es von der GKV erstattet? . Capval ist ohne Rezept in der Apotheke erhältlich (OTC).

Für Erwachsene ist es in der Regel nicht über die GKV erstattungsfähig.

Für Kinder unter 12 Jahren kann eine Verordnung durch den Arzt erfolgen, woraufhin die GKV die Kosten übernimmt. Bitte klären Sie die Erstattungsfähigkeit mit Ihrem Hausarzt oder Kinderarzt.

Quellen

  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de
  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de
  • Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de
  • Gelbe Liste Pharmindex: www.gelbe-liste.de
  • Fachinformation Capval, Johnson & Johnson / Stada, aktuell gültige Fassung
  • Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde: Leitlinie Husten und Atemwegsinfekte
  • AWMF-Leitlinie Akute Bronchitis und Erkältungskrankheiten

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