Arcoxia

Arcoxia (Etoricoxib) ist ein verschreibungspflichtiger COX-2-Hemmer zur Behandlung von Arthrose, rheumatoider Arthritis, Morbus Bechterew und akutem Gicht.

Er wird einmal taglich eingenommen und sollte in der niedrigsten wirksamen Dosis so kurz wie notig verwendet werden.

Vor Beginn der Therapie ist eine arztliche Nutzen-Risiko-Abwagung, insbesondere hinsichtlich kardiovaskularer Risiken, zwingend erforderlich.

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Was ist Arcoxia und wofur wird es angewendet?

Arcoxia ist ein verschreibungspflichtiges Schmerz- und Antirheumatikum aus der Gruppe der selektiven Cyclooxygenase-2-Hemmer (COX-2-Inhibitoren).

Der Wirkstoff Etoricoxib hemmt gezielt das Enzym COX-2, das massgeblich an der Entstehung von Schmerz und Entzundung beteiligt ist.

Im Gegensatz zu klassischen nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac beeinflusst Etoricoxib das Enzym COX-1 deutlich geringer, was die Magenvertraglichkeit verbessert.

Arcoxia wird angewendet bei: Symptomen der Arthrose (Gelenkarthrose), rheumatoider Arthritis, ankylosierender Spondylitis (Morbus Bechterew), akutem Gichtanfall sowie zur kurzfristigen Behandlung von masssig starken bis starken akuten Schmerzen nach Zahnarztbehandlung.

Es steht in den Starken 30 mg, 60 mg, 90 mg und 120 mg zur Verfugung, wobei die 90-mg- und 120-mg-Starken nur fur bestimmte Indikationen und zeitlich begrenzt eingesetzt werden durfen.

Wirkmechanismus: Wie wirkt Etoricoxib im Korper?

Etoricoxib blockiert selektiv COX-2, ein Enzym, das Arachidonsaure in Prostaglandine umwandelt. Prostaglandine sensibilisieren Schmerzrezeptoren und fordern Entzundungsreaktionen.

Durch die Hemmung von COX-2 sinken die Prostaglandinkonzentrationen im Gewebe, was Schmerz, Schwellung und Steifigkeit lindert.

COX-1 hingegen schutzt die Magenschleimhaut und reguliert die Thrombozytenaggregation; da Etoricoxib dieses Enzym nur wenig hemmt, ist das Risiko fur Magenblutungen geringer als bei unselektiven NSAR.

Die Bioverfugbarkeit nach oraler Einnahme betragt rund 100 Prozent. Die maximale Plasmakonzentration wird nach etwa einer Stunde erreicht.

Die Halbwertszeit liegt bei circa 22 Stunden, was eine einmal tagliche Einnahme ermoglicht. Etoricoxib wird hepatisch uber CYP3A4 metabolisiert; Metaboliten werden uberwiegend renal ausgeschieden.

Dosierung und Einnahme

Arcoxia wird einmal taglich oral eingenommen, mit oder ohne Mahlzeit, zu einer festen Tageszeit. Die empfohlenen Tagesdosen betragen:

  • Arthrose: 30 mg einmal taglich; bei unzureichender Wirksamkeit bis zu 60 mg moglich.
  • Rheumatoide Arthritis und Morbus Bechterew: 60 mg einmal taglich; Steigerung auf 90 mg nur bei akuten Beschwerden moglich.
  • Akuter Gichtanfall: 120 mg einmal taglich, maximal 8 Tage.
  • Postoperative Zahnschmerzen: 90 mg einmal taglich, maximal 3 Tage.

Bei Patienten mit eingeschrankter Leberfunktion (Child-Pugh A) soll 60 mg pro Tag nicht uberschritten werden; bei Child-Pugh B maximal 30 mg.

Bei schwerer Leberinsuffizienz (Child-Pugh C) ist Arcoxia kontraindiziert.

Eine Dosisanpassung bei eingeschrankter Nierenfunktion ist in der Regel nicht erforderlich, solange die glomerulare Filtrationsrate uber 30 ml/min liegt; bei darunter liegenden Werten ist das Mittel kontraindiziert.

Gegenanzeigen: Wer darf Arcoxia nicht nehmen?

Arcoxia ist kontraindiziert bei:

  • Uberempfindlichkeit gegen Etoricoxib oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Aktiven peptischen Ulzera oder gastrointestinalen Blutungen.
  • Schwerer Herzinsuffizienz (NYHA Klasse II-IV).
  • Bestehender ischamischer Herzerkrankung, peripherer arterieller Verschlusskrankheit oder zerebrovaskularer Erkrankung.
  • Unkontrollierter arterieller Hypertonie (Blutdruck dauerhaft uber 140/90 mmHg trotz Therapie).
  • Schwerer Leber- und schwerer Niereninsuffizienz.
  • Schwangerschaft (3. Trimester) und Stillzeit.
  • Entzundlicher Darmerkrankung (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa).
  • Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Arcoxia kann die Wirkung von Antikoagulanzien wie Warfarin und Phenprocoumon verstarken und dadurch das Blutungsrisiko erhohen; der INR-Wert sollte nach Beginn oder Anderung der Arcoxia-Dosis engmaschig kontrolliert werden.

Die gleichzeitige Anwendung mit anderen NSAR oder Acetylsalicylsaure in hohen Dosen erhoht das Risiko gastrointestinaler Nebenwirkungen. Etoricoxib kann die Methotrexat-Clearance verringern und damit dessen Toxizitat steigern.

Lithiumspiegel konnen unter Arcoxia ansteigen. Rifampicin reduziert die Etoricoxib-Exposition um etwa 65 Prozent; bei gleichzeitiger Anwendung kann eine Dosisanpassung notwendig sein.

Orale Kontrazeptiva konnen durch COX-2-Hemmer in ihrer Wirksamkeit beeinflusst werden; Rucksprache mit dem behandelnden Arzt ist ratsam. ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Antagonisten verlieren unter Etoricoxib teilweise ihre antihypertensive Wirkung.

Nebenwirkungen im Uberblick

Haufige Nebenwirkungen (betreffen 1 bis 10 von 100 Anwendern): Hypertonie, Odeme, Dyspepsie, Bauchschmerzen, Diarrhoe, Flatulenz, Kopfschmerzen, Schwindel, erhohte Leberenzymwerte (ALT, AST).

Gelegentliche Nebenwirkungen (1 bis 10 von 1.000 Anwendern): Herzinsuffizienz, Palpitationen, Stomatitis, gastroduodenale Ulzera, gastrointestinale Blutungen, Verwirrtheit, Schlaflosigkeit, Angst, Bronchospasmus, Hautausschlag, Urtikaria.

Seltene Nebenwirkungen schliessen Angiodem, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse sowie akutes Nierenversagen ein.

Wichtige Sicherheitshinweise fur Patienten

Da COX-2-Hemmer das kardiovaskulare Risiko erhohen konnen, soll Arcoxia in der niedrigsten wirksamen Dosis und fur die kurzest mogliche Behandlungsdauer eingesetzt werden.

Patienten mit bekannten Herzerkrankungen, Schlaganfall in der Vorgeschichte oder mit mehreren kardiovaskularen Risikofaktoren (Rauchen, Diabetes, Hypertonie, erhohte Blutfette) sollten Arcoxia nur nach sorgfaltiger arztlicher Nutzen-Risiko-Abwagung erhalten.

Blutdruckmessungen empfehlen sich in den ersten Wochen der Therapie.

Bei Auftreten von Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, plotzlichem Krafteverlust in Armen oder Beinen, Sprachstorungen oder Sehstorungen ist umgehend der Notruf 112 zu rufen.

Arcoxia in der Schwangerschaft und Stillzeit

Im ersten und zweiten Schwangerschaftstrimester sollte Arcoxia nur nach strenger arztlicher Indikationsstellung angewendet werden; ab dem 6. Schwangerschaftsmonat (3.

Trimester) ist es kontraindiziert, da es den vorzeitigen Verschluss des Ductus arteriosus sowie renale Dysfunktionen beim Ungeborenen verursachen kann.

Etoricoxib geht in die Muttermilch uber; in der Stillzeit ist Arcoxia kontraindiziert.

Auswirkungen auf die Fahrtauglichkeit

Arcoxia kann Schwindel und Mudigkeit verursachen. Patienten, die unter diesen Nebenwirkungen leiden, sollen keine Fahrzeuge fuhren oder Maschinen bedienen, bis die individuellen Auswirkungen bekannt sind.

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Arcoxia-Tabletten sind bei Raumtemperatur (unter 30 Grad Celsius) zu lagern. Das Arzneimittel soll auBer Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Nach Ablauf des auf der Packung aufgedruckten Verfallsdatums darf das Mittel nicht mehr verwendet werden.

Nicht verwendete Arzneimittel sollen nicht uber den Haushaltsabfall entsorgt werden; Abgabe in der Apotheke ist moglich.

Zulassung, Erstattung und arztliche Beratung

Arcoxia ist in Deutschland als verschreibungspflichtiges Arzneimittel zugelassen und unterliegt der Zulassungspflicht gemas Arzneimittelgesetz (AMG). Die Zulassung erfolgte durch die Europaische Arzneimittel-Agentur (EMA). Das Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) uberwacht die Pharmakovigilanz im nationalen Rahmen.

Gesetzlich krankenversicherte Patienten (GKV) konnen Arcoxia auf arztliches Rezept erhalten, mussen jedoch die gesetzliche Zuzahlung leisten. Eine langfristige Einnahme sollte regelmasig mit dem Hausarzt oder Rheumatologen besprochen werden.

Fur Fragen steht der behandelnde Arzt sowie die Apotheke vor Ort zur Verfugung.

Arcoxia im Vergleich zu anderen NSAR und COX-2-Hemmern

Im Vergleich zu unselektiven NSAR wie Diclofenac oder Naproxen zeigt Etoricoxib in klinischen Studien eine gleichwertige Schmerzlinderung bei reduziertem gastrointestinalem Risiko.

Endoskopische Studien belegen weniger Magenulzera unter COX-2-Hemmern gegenuber nicht selektiven NSAR.

Gleichzeitig ist das kardiovaskulare Risiko bei Etoricoxib im Vergleich zu Naproxen, einem NSAR mit pleiotropem kardiovaskularem Schutzeffekt, tendenziell erhoht; diese Unterschiede sind bei der Indikationsstellung durch den Arzt zu berucksichtigen.

Innerhalb der COX-2-Hemmer-Klasse ist Etoricoxib durch seine sehr hohe Selektivitat (COX-2:COX-1-Selektivitatsindex deutlich uber Celecoxib) und seine lange Halbwertszeit (Einmaldosis) gekennzeichnet.

Die MEDAL-Programmstudien untersuchten gezielt die kardiovaskulare Sicherheit von Etoricoxib gegenuber Diclofenac und fanden vergleichbare kardiovaskulare Ereignisraten, bei gleichzeitig hoherem gastrointestinalem Sicherheitsprofil fur Etoricoxib.

Langzeittherapie und Verlaufskontrollen

Bei Patienten, die Arcoxia dauerhaft einnehmen (z. B. bei rheumatoider Arthritis oder Morbus Bechterew), sind regelmasige arztliche Kontrollen unerlasslich.

Empfohlene Verlaufskontrollen umfassen: Blutdruckmessungen (zunachst wochentlich in den ersten 4 Wochen, dann vierteljahrlich), Nierenfunktionsparameter (Kreatinin, GFR, Elektrolyte) nach 4 Wochen und dann halbjahrig, Leberenzymwerte (GOT, GPT, gamma-GT) nach 4 Wochen und alle 6 Monate sowie Blutbild bei Langzeitanwendung.

Patienten sollten informiert werden, dass eine subjektive Besserung kein Zeichen dafur ist, dass das Mittel sicher ist; subklinische Nebenwirkungen wie ein schleichend ansteigender Blutdruck oder eine leise Nierenfunktionsverschlechterung erfordern Laborkontrollen, um nicht ubersehen zu werden.

Die minimale wirksame Dosis fur die klinische Symptomkontrolle sollte regelmasig gepruft werden.

Arcoxia bei Arthrose, Krankheitsbild und Therapieziel

Arthrose ist die haufigste Gelenkerkrankung in Deutschland; laut Robert Koch-Institut (RKI) leiden rund 5 Millionen Menschen hierzulande an symptomatischer Kniearthrose.

Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch den fortschreitenden Abbau des Gelenkknorpels, reaktive Knochenveranderungen (Osteophyten), Synovitis und, im fortgeschrittenen Stadium, Deformierung des Gelenks.

Leitsymptome sind anlaufbedingte und belastungsabhangige Schmerzen, Morgensteifigkeit (in der Regel unter 30 Minuten) und funktionelle Einschrankungen.

Arcoxia setzt nicht an der Knorpeldegradation an, es heilt keine Arthrose -, sondern lindert die entzundliche Schmerzkomponente. Nicht-pharmakologische Massnahmen (Physiotherapie, Gewichtsreduktion, Gelenkschulung) sollten stets begleitend eingesetzt werden.

Laut der aktuellen OARSI-Leitlinie zur Arthrosetherapie sind orale NSAR und COX-2-Hemmer nach dem Versagen von Paracetamol und topischen Praparaten indiziert.

Arcoxia bei rheumatoider Arthritis, Hintergrundinformationen

Rheumatoide Arthritis (RA) ist eine chronisch-entzundliche Systemerkrankung, die in Deutschland etwa 800.000 Menschen betrifft. Die Erkrankung ist durch synoviale Entzundung, symmetrischen Gelenkbefall und extraartikulare Manifestationen (z. B.

Perikarditis, Lungenbeteiligung, Vaskulitis) charakterisiert. Die Therapiestrategie richtet sich nach dem Treat-to-Target-Prinzip (T2T): Ziel ist die Remission oder niedrige Krankheitsaktivitat (DAS28-Score).

Basistherapeutika (DMARDs) wie Methotrexat bilden die Grundlage; Etoricoxib wird additionell zur symptomatischen Schmerzlinderung eingesetzt.

Die gleichzeitige Gabe von Arcoxia und Methotrexat muss aufgrund moglicher pharmakokinetischer Wechselwirkungen (verminderte Methotrexat-Clearance) engmaschig uberwacht werden. Regelmassige Blutbild- und Nierenwertkontrollen sind bei dieser Kombination Pflicht.

Quellen und weiterfuhrende Informationen

  • Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de
  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de
  • Institut fur Qualitat und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de
  • Gelbe Liste Pharmindex: www.gelbe-liste.de
  • Fachinformation Arcoxia, MSD Sharp & Dohme GmbH, aktuelle Fassung.

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