Aristelle
Aristelle ist ein kombiniertes orales Verhutungsmittel mit Ethinylestradiol (30 mcg) und Levonorgestrel (150 mcg), das bei korrekter Einnahme hochzuverlassig Schwangerschaften verhindert.
Es wird einmal taglich fur 21 Tage eingenommen, gefolgt von einer 7-tagigen Pause. Vor der Einnahme muss eine gynakologische Beratung einschliesslich Thromboserisiko-Abschatzung erfolgen.
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Was ist Aristelle und wofur wird es angewendet?
Aristelle ist ein hormonales Kombinationsverhutungsmittel (kombinierte orale Kontrazeption, KOK) zur Empfangnisverhtung. Es enthalt die Wirkstoffe Ethinylestradiol (30 Mikrogramm) und Levonorgestrel (150 Mikrogramm).
Aristelle gehort zur Gruppe der monophasischen Pillen, bei denen alle aktiven Tabletten dieselbe Hormonkonzentration enthalten.
Die Pille wird von Millionen Frauen in Deutschland eingesetzt und gilt bei korrekter Anwendung als eines der zuverlassigsten Verhutungsmittel mit einem Pearl-Index von unter 0,5.
Neben der empfangnisverhtenden Wirkung konnen unter Aristelle Regelblutungen regelmasiger, schwacher und weniger schmerzhaft werden. Eine Anwendung ausserhalb der Verhutung (z. B. bei endometriose-assoziierten Schmerzen) ist arztlich moglich, aber off-label.
Wirkmechanismus: Wie wirkt Aristelle?
Die Kombination aus synthetischem Ostrogen (Ethinylestradiol) und dem Gestagen Levonorgestrel verhindert eine Schwangerschaft auf drei Wegen:
- Hemmung des Eisprungs: Ethinylestradiol und Levonorgestrel unterdrucken durch Ruckkopplung am Hypothalamus und der Hypophyse die Ausschuttung der Gonadotropine LH und FSH, sodass kein dominanter Follikel heranreift und kein Eisprung stattfindet.
- Veranderung des Zervixschleims: Levonorgestrel verdickt den Schleim am Muttermund und erschwert Spermien den Aufstieg in den Uterus.
- Transformation des Endometriums: Das Gebarmutterschleimhaut wird so verandert, dass eine Einnistung einer befruchteten Eizelle praktisch unmoglich wird.
Einnahme und Dosierung
Aristelle enthalt 21 aktive Tabletten (weis) und 7 Placebotabletten (oder eine 7-tagige einnahmefreie Pause, je nach Packung). Die Einnahme erfolgt taglich zur gleichen Uhrzeit fur 21 aufeinanderfolgende Tage, gefolgt von einer 7-tagigen Pause. In dieser Pause tritt eine Abbruchblutung auf.
Beginn der Einnahme: Wenn Aristelle am ersten Tag der Regelblutung begonnen wird, besteht sofort Verhutungsschutz. Bei spatem Beginn (ab dem 5. Zyklustag) sind in den ersten 7 Tagen zusatzliche Verhutungsmittel (z. B. Kondom) erforderlich.
Bei vergessener Einnahme: Wird eine Tablette bis zu 12 Stunden verspatet eingenommen, ist der Verhutungsschutz noch gewahrleistet.
Liegt die Verspatung uber 12 Stunden, sollte die verpasste Tablette so bald wie moglich eingenommen und fur die nachsten 7 Tage ein zusatzliches Verhutungsmittel verwendet werden.
Wer sollte Aristelle nicht nehmen?, Gegenanzeigen
Aristelle ist kontraindiziert bei:
- Thrombose oder Thromboembolie in der Vorgeschichte (tiefe Venenthrombose, Lungenembolie).
- Schlaganfall, Herzinfarkt oder anderen arteriovaskularen Erkrankungen.
- Schwerer oder unkontrollierter Hypertonie.
- Diabetes mellitus mit Gefassbeteiligung.
- Bekannten oder vermuteten osterogenabhangigen Tumoren (z. B. Mammakarzinom, Endometriumkarzinom).
- Unklaren vaginalen Blutungen.
- Schwerer Lebererkrankung oder Lebertumoren.
- Schwangerschaft oder Verdacht auf Schwangerschaft.
- Stillen in den ersten 6 Wochen nach der Geburt.
- Migraneattacken mit Aura.
Risiken: Thrombose und kardiovaskulare Sicherheit
Kombinationspillen erhohen das Risiko fur venose Thromboembolien (VTE).
Das absolute Risiko fur VTE unter Levonorgestrel-haltigen KOK betragt etwa 5-7 Ereignisse pro 10.000 Frauenjahre, hoher als bei Nicht-Anwenderinnen (2 von 10.000), aber niedriger als in der Schwangerschaft (29 von 10.000).
Rauchen, Ubergewicht, Immobilisierung und familiare Thromboseneigung erhohen das Risiko zusatzlich. Frauen uber 35 Jahren, die rauchen, sollen kombinierte Pillen nicht einnehmen.
Bei Schwellung, Rotung oder Schmerzen in einem Bein, plotzlicher Atemnot oder Brustschmerzen sofort den Notruf 112 rufen.
Wechselwirkungen
Bestimmte Arzneimittel konnen die Wirksamkeit von Aristelle herabsetzen: Enzyminduktoren wie Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital, Johanniskraut und bestimmte HIV-Medikamente (Ritonavir, Efavirenz) beschleunigen den Abbau der Hormoner.
In solchen Fallen sind zusatzliche oder alternative Verhutungsmethoden angezeigt. Umgekehrt kann Aristelle die Wirkung von Lamotrigin und Ciclosporin beeinflussen; Dosierungsanpassungen durch den Arzt sind ggf. erforderlich.
Nebenwirkungen im Uberblick
Haufige Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Ubelkeit, Brustspannen, Stimmungsschwankungen, Gewichtsveranderungen, Libidoverlust, Zwischenblutungen (besonders in den ersten 3 Monaten). Gelegentliche Nebenwirkungen: Depressionen, Kontaktlinsenunvertraglichkeit, erhohter Blutdruck, Migrane, Gallenblasenbeschwerden. Seltene aber ernste Risiken: venose Thromboembolie, arterielle Thrombosen, Lebertumoren, Cholestase.
Aristelle und Krebs
Epidemiologische Studien zeigen ein leicht erhohtes Risiko fur Brust- und Zervixkarzinom bei langjahrigen KOK-Anwenderinnen.
Dieses Risiko nimmt nach dem Absetzen ab und ist nach 10 Jahren nicht mehr nachweisbar erhoht. Demgegenuber ist das Risiko fur Ovarial- und Endometriumkarzinom unter KOK vermindert.
Aristelle nach der Geburt und in der Stillzeit
In den ersten 6 Wochen nach der Geburt ist Aristelle wegen erhohter Thrombosegefahr und moglicher Beeintrachtigung der Milchproduktion kontraindiziert. Ab der 6. Woche kann nach Abwagung mit der Arztin eine Verschreibung erwogen werden, wenn keine Stillzeit mehr besteht.
Zulassung, GKV-Erstattung und Beratung
Aristelle ist in Deutschland als verschreibungspflichtiges Arzneimittel zugelassen. Gesetzlich versicherte Frauen unter 22 Jahren erhalten Aristelle auf Kassenrezept kostenfrei (abzuglich Zuzahlung). Ab dem 22.
Lebensjahr muss die Pille privat bezahlt werden, sofern keine Ausnahmeregelung greift. Die Verschreibung erfolgt durch den Gynakologin oder die Hausarztpraxis. Regelmassige Kontrolluntersuchungen (Blutdruck, Gewicht, gynakologische Vorsorge) sind empfohlen.
Aristelle und psychische Gesundheit, Stimmungsveranderungen und Depression
Eine der von Frauen am haufigsten genannten Grunde fur das Absetzen hormonaler Kontrazeptiva sind Stimmungsveranderungen und depressive Symptome.
Grossangelegte epidemiologische Studien aus Danemark (Skovlund et al., 2016) haben gezeigt, dass Frauen unter kombinierten hormonalen Kontrazeptiva ein leicht erhohtes Risiko fur eine erstmals diagnostizierte Depression oder die Einnahme von Antidepressiva haben, insbesondere Jugendliche.
Dieses Risiko ist relativ gering und muss gegen die erheblichen psychischen Belastungen einer ungewollten Schwangerschaft abgewogen werden.
Frauen, die unter Aristelle depressive Stimmungsveranderungen, anhaltende Antriebslosigkeit, Reizbarkeit oder Libidoverlust bemerken, sollten zeitnah das Gesprach mit der Gynakologin suchen.
In vielen Fallen kann ein Wechsel auf ein anderes Kontrazeptivum (anderes Gestagen, anderer Applikationsweg, Kupferspirale) die Stimmungssymptome lindern.
Eine Selbstdiagnose und das eigenmachtige Absetzen der Pille, ohne alternative Verhutung, erhort das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft erheblich.
Aristelle und Herz-Kreislauf-Gesundheit, Was Frauen wissen sollten
Das kardiovaskulare Risiko unter kombinierten oralen Kontrazeptiva ist ein wichtiges Thema, das arztlich individuell bewertet werden muss.
Venose Thromboembolien (VTE) sind die haufigste schwere Komplikation: Das Risiko liegt unter Levonorgestrel-haltigen Pillen (wie Aristelle) bei ca.
5 bis 7 VTE-Ereignissen pro 10.000 Frauenjahre, deutlich unterhalb der VTE-Rate in der Schwangerschaft (29 pro 10.000 Frauenjahre).
Neuere Gestagene (Desogestrel, Gestoden, Drospirenon) zeigen in einigen Studien ein leicht hoheres VTE-Risiko als Levonorgestrel-haltige Praparate, weshalb Aristelle bei Frauen mit erhohtem Thromboserisiko oft bevorzugt wird.
Das arterielle Thromboserisiko (Herzinfarkt, Schlaganfall) ist bei jungen, gesunden Nichtraucherinnen ohne Hypertonie unter KOK kaum messbar erhoht.
Rauchen in Kombination mit KOK-Einnahme multipliziert das arterielle Thromboserisiko erheblich und ist bei Frauen uber 35 Jahren absolut kontraindiziert.
Frauen mit bereits bekannter Hypertonie sollten vor Beginn einer KOK-Therapie eine sorgfaltige Blutdruckeinstellung sicherstellen und engmaschig kontrolliert werden.
Aristelle und Knochendichte
Langzeitstudien haben gezeigt, dass kombinierte orale Kontrazeptiva keinen nachteiligen Effekt auf die Knochendichte pramenopausaler Frauen haben.
Im Gegenteil zeigen einige Studien einen leichten positiven Effekt auf die Knochenmasse bei Anwenderinnen mit niedrigem Ostrogen-Ausgangsniveau.
Nach dem Absetzen kehrt die Knochendichte in der Regel rasch zum Ausgangswert zuruck.
Frauen mit bekannter Osteoporose oder hohem Osteoporoserisiko sollten dennoch mit ihrer Arztin uber die beste Verhutungsoption sprechen.
Aristelle und Fertilitat nach dem Absetzen
Die Fruchtbarkeit kehrt nach dem Absetzen von Aristelle in der Regel rasch zuruck. Die meisten Frauen haben innerhalb von 1 bis 3 Monaten wieder einen normalen Ovulationszyklus.
Eine sofortige Schwangerschaft nach dem Absetzen ist physiologisch moglich.
Fur Frauen mit Kinderwunsch wird empfohlen, die Pille mindestens 1 bis 2 Monate vor der geplanten Konzeption abzusetzen und in dieser Zeit alternative Verhutungsmethoden zu verwenden, um den Zyklus zu beobachten und den genauen Ovulationszeitpunkt zu kennen.
Es gibt keinen Hinweis darauf, dass eine langere Einnahmedauer von Aristelle die spatere Fruchtbarkeit beeintrachtigt.
Frauen, die nach dem Absetzen innerhalb von 12 Monaten trotz regelmassigem ungeschutzten Geschlechtsverkehr nicht schwanger werden, sollten einen Arzt oder eine Arztin aufsuchen, um eine Sterilitatsdiagnostik einzuleiten.
Akne, Hirsutismus und androgenbedingte Beschwerden
Levonorgestrel hat eine leichte androgene Restaktivitat. Im Vergleich zu Gestagenen mit stark antiandrogener Wirkung (z. B.
Chlormadinonacetat, Dienogest) ist Aristelle weniger geeignet zur Behandlung androgenassoziierter Beschwerden wie Akne, Seborrhoe oder Hirsutismus.
Frauen, bei denen diese Beschwerden im Vordergrund stehen, sollten dies mit der Gynakologin besprechen, die ggf. ein Praparat mit antiandrogener Gestagenwirkung empfiehlt.
Blutungsveranderungen und Zyklusregulation
Unter Aristelle treten die Blutungen in der Regel regelmassig, kurzer und schwacher auf als vor der Einnahme.
Zwischenblutungen (sogenanntes "Spotting") sind besonders in den ersten 3 Monaten der Einnahme haufig und ein Zeichen der Umstellung des endometrialen Gewebes.
In der Regel verschwinden sie nach der Eingewohnungsphase.
Bleibt die Regelblutung in der Einnahmepause vollstandig aus (keine Abbruchblutung), empfiehlt sich ein Schwangerschaftstest, bevor mit der nachsten Packung begonnen wird.
Umstieg von einem anderen Verhutungsmittel auf Aristelle
Beim Wechsel von einem anderen kombinierten oralen Kontrazeptivum kann Aristelle am Tag nach der letzten aktiven Tablette des vorherigen Praparats begonnen werden, ein sofortiger Schutz ist gewahrleistet.
Beim Wechsel von einem Gestagen-Monopraparat (Mini-Pille) kann Aristelle an jedem Tag begonnen werden, vorzugsweise am Tag nach der letzten Mini-Pillen-Einnahme; in den ersten 7 Tagen sind zusatzliche Verhutungsmassnahmen erforderlich.
Nach Entfernung eines hormonhaltigen Implantats oder einer Hormonspirale: Beginn am Tag der Entfernung, sofern nicht mehr als 5 Zyklustage vergangen sind; andernfalls zusatzliche Verhutung fur 7 Tage.
Quellen und weiterfuhrende Informationen
- Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de
- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de
- Institut fur Qualitat und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de
- Gelbe Liste Pharmindex: www.gelbe-liste.de
- Fachinformation Aristelle, aktuelle Fassung.
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