Arlin Rapid
Arlin Rapid ist ein verschreibungspflichtiges Antibiotikum mit dem Wirkstoff Metronidazol (400 mg) zur Behandlung von anaeroben bakteriellen Infektionen, Trichomonadeninfektionen, Amobiasis, Giardiasis und bakterieller Vaginose.
Wahrend der Einnahme und fur 48 Stunden danach darf kein Alkohol konsumiert werden. Die vollstandige Einnahme der verordneten Dosis ist zur Vermeidung von Resistenzentwicklung zwingend.
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Was ist Arlin Rapid und wofur wird es angewendet?
Arlin Rapid ist ein verschreibungspflichtiges Antibiotikum, das den Wirkstoff Metronidazol enthalt. Es gehort zur Gruppe der Nitroimidazole und wirkt gegen anaerobe Bakterien sowie bestimmte Protozoen (Parasiten).
Arlin Rapid ist als Filmtablette mit 400 mg Metronidazol erhaltlich und zeichnet sich durch eine schnelle Freisetzung des Wirkstoffs aus ("Rapid").
Arlin Rapid wird angewendet bei: bakteriellen Infektionen durch anaerobe Erreger (z. B.
Abszesse, intraabdominale Infektionen, Infektionen des Beckens und der Genitalorgane), Trichomonas-vaginalis-Infektionen, Amobiasis (Amoebenruhr und Leberabszess), Giardiasis (Lambliasis), bakterieller Vaginose sowie zur perioperativen Prophylaxe anaerober Infektionen.
Eine Helicobacter-pylori-Eradikation erfolgt in Kombination mit anderen Antibiotika und Protonenpumpeninhibitoren.
Wirkmechanismus: Wie wirkt Metronidazol?
Metronidazol ist ein Prodrug, das in anaeroben Mikroorganismen durch Nitroreduktasen zu reaktiven Verbindungen aktiviert wird.
Diese Verbindungen interagieren mit der mikrobiellen DNA, fuhren zu Strangbrichen und hemmen dadurch die DNA-Synthese und Reparatur.
Die selektive Aktivierung unter anaeroben Bedingungen erklart die spezifische Wirksamkeit gegen anaerobe Erreger und Protozoen. Aerobe Bakterien werden von Metronidazol nicht in gleicher Weise erfasst.
Die Bioverfugbarkeit von Metronidazol nach oraler Einnahme betragt nahezu 100 Prozent. Die maximale Plasmakonzentration wird 1 bis 2 Stunden nach Einnahme erreicht. Die Halbwertszeit liegt bei 6 bis 10 Stunden. Metronidazol wird hepatisch metabolisiert; Metaboliten werden uberwiegend renal ausgeschieden.
Dosierung und Einnahme
Die Dosierung von Arlin Rapid richtet sich nach der Indikation und dem Schweregrad der Infektion:
- Anaerobe bakterielle Infektionen: 400 mg dreimal taglich fur 7 Tage.
- Trichomonadenvaginitis: 2.000 mg einmalig (Einmaldosis) oder 400 mg zweimal taglich fur 7 Tage; Partnermitbehandlung empfohlen.
- Bakterielle Vaginose: 400 mg zweimal taglich fur 7 Tage, oder 2.000 mg einmalig.
- Amobiasis: 800 mg dreimal taglich fur 5-10 Tage (Leberabszess: 10 Tage).
- Giardiasis: 400 mg dreimal taglich fur 5 Tage, oder 2.000 mg einmalig fur 3 Tage.
- H.-pylori-Eradikation: 400 mg zweimal taglich fur 7 Tage (in Kombination mit Amoxicillin und PPI).
- Perioperative Prophylaxe: 400-500 mg 2 Stunden praoperativ, dann ahnliche Dosierungen fur 24-48 Stunden.
Arlin Rapid-Tabletten werden wahrend oder nach einer Mahlzeit eingenommen, um gastrointestinale Beschwerden zu minimieren. Die Tabletten werden im Ganzen mit einem Glas Wasser geschluckt.
Gegenanzeigen
Arlin Rapid ist kontraindiziert bei: Uberempfindlichkeit gegen Metronidazol oder andere Nitroimidazole, organischen Hirnerkrankungen (einschliesslich Epilepsie, Vorsicht bei vorbestehenden ZNS-Erkrankungen), gleichzeitiger Einnahme von Alkohol oder alkoholhaltigen Praparaten (Disulfiram-ahnliche Reaktion), gleichzeitiger Einnahme von Disulfiram sowie bei schwerer Leberinsuffizienz.
Im ersten Schwangerschaftstrimester ist Metronidazol kontraindiziert; im zweiten und dritten Trimester nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwagung.
Wichtig: Alkohol und Metronidazol
Die gleichzeitige Einnahme von Metronidazol und Alkohol kann zu einer schweren Disulfiram-ahnlichen Reaktion fuhren: Flush (Gesichtsrotung), Schweissausbruche, Kopfschmerzen, Ubelkeit, Erbrechen, Tachykardie und Blutdruckabfall.
Wahrend der gesamten Behandlungsdauer und fur mindestens 48 Stunden nach der letzten Einnahme von Arlin Rapid darf kein Alkohol getrunken werden, auch nicht in kleinen Mengen oder in alkoholhaltigen Arzneimitteln oder Lebensmitteln.
Wechselwirkungen
Metronidazol hemmt CYP2C9 und interagiert mit verschiedenen Arzneimitteln: Warfarin und andere Vitamin-K-Antagonisten: stark erhorte Blutungsneigung (INR-Kontrollen notwendig). Lithium: erhohte Lithiumspiegel und Toxizitatsrisiko. Phenytoin: erhohte Phenytoin-Spiegel und Halbwertszeit.
Ciclosporin: erhohte Ciclosporinspiegel. Fluorouracil: verminderter 5-FU-Abbau, erhohte Toxizitat. Busulfan: erhohte Busulfan-Exposition. Die gleichzeitige Einnahme von Disulfiram ist kontraindiziert (Psychose-Risiko).
Nebenwirkungen im Uberblick
Sehr haufige Nebenwirkungen: Ubelkeit, Metallischer Geschmack im Mund. Haufige Nebenwirkungen: Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Stomatitis.
Gelegentliche Nebenwirkungen: periphere Neuropathie (Kribbeln oder Taubheit in Handen und Fussen, bei langen Therapiezyklen), ZNS-Symptome (Verwirrtheit, Ataxie, Konvulsionen bei hoher Dosierung), Hautausschlag, Urtikaria, Geschmacksstorungen, dunkle Verfarbung des Urins.
Seltene Nebenwirkungen: Leukopenie, Panzytopenie, schwere Leberreaktionen, anaphylaktische Reaktionen.
Arlin Rapid und Schwangerschaft sowie Stillzeit
Im ersten Schwangerschaftstrimester ist Metronidazol kontraindiziert. Im zweiten und dritten Trimester ist die Anwendung nur nach strenger arztlicher Nutzen-Risiko-Abwagung erlaubt.
Metronidazol und seine Metaboliten gehen in die Muttermilch uber; das Stillen sollte wahrend der Behandlung und fur 24 Stunden nach der letzten Dosis unterbrochen werden.
Resistenzentwicklung und sachgemasse Anwendung
Die Entstehung von Antibiotikaresistenzen ist ein globales Gesundheitsproblem. Arlin Rapid soll nur auf arztliche Verordnung eingenommen werden, die vorgeschriebene Behandlungsdauer vollstandig eingehalten werden und nicht an andere Personen weitergegeben werden. Angebrochene Packungen nach Therapieende bitte in der Apotheke abgeben.
Auswirkungen auf die Fahrtauglichkeit
Arlin Rapid kann Schwindel, Verwirrtheit und Sehstorungen verursachen. In diesen Fallen soll auf das Fuhren von Fahrzeugen und das Bedienen schwerer Maschinen verzichtet werden.
Zulassung, Erstattung und arztliche Beratung
Arlin Rapid ist in Deutschland als verschreibungspflichtiges Arzneimittel zugelassen. Gesetzlich krankenversicherte Patienten (GKV) erhalten das Rezept beim Hausarzt, dem Gynakologin oder dem behandelnden Facharzt.
Die Zuzahlung berechnet sich nach den gesetzlichen Regelungen. Bei Fragen zu Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen steht die Apotheke oder der behandelnde Arzt zur Verfugung.
Metronidazol und das Mikrobiom, Was Patienten wissen sollten
Antibiotika beeinflussen nicht nur die pathogenen Erreger, sondern auch das Gleichgewicht der korpereigenen Mikrobiota, das sind die naturlich im Darm, in der Vagina und auf der Haut lebenden Mikroorganismen.
Metronidazol (Wirkstoff in Arlin Rapid) wirkt gezielt gegen anaerobe Bakterien und Protozoen; aerobe Darmflora-Bakterien (wie Laktobazillen) werden weniger stark beeinflusst als durch Breitspektrumantibiotika.
Dennoch konnen nach einer Metronidazol-Therapie Dysbiosen auftreten, die sich als Durchfall oder genitale Pilzinfektionen (Candidiasis) manifestieren.
Probiotika konnen nach einer Antibiotikabehandlung zur Wiederherstellung der Darmflora beitragen; die Evidenzlage fur spezifische Stamme (Lactobacillus rhamnosus GG, Saccharomyces boulardii) ist am besten.
Probiotika und Metronidazol sollen zeitversetzt eingenommen werden (mindestens 2 Stunden Abstand).
Frauen, die unter oder nach der Metronidazol-Therapie eine vaginale Candidainfektion entwickeln, konnen diese mit einer Einmaldosis Fluconazol 150 mg (auf arztliche Verschreibung) oder einem Vaginalantimykotikum behandeln.
Arlin Rapid bei Trichomonadeninfektionen, Krankheitsbild und Behandlung
Trichomonas vaginalis ist ein einzelliger Parasit (Protozoon), der sexuell ubertragen wird und weltweit eine der haufigsten sexuell ubertragbaren Infektionen (STI) verursacht.
In Deutschland wird die Zahl der Neuinfektionen auf mehrere Hunderttausend pro Jahr geschatzt, obwohl keine Meldepflicht besteht.
Bei Frauen manifestiert sich die Infektion als schaumiger, grun-gelblicher Ausfluss mit fischartigem Geruch, Juckreiz, Brennen und Rotung der Schleimhaute sowie Dyspareunie (Schmerzen beim Geschlechtsverkehr).
Manner sind haufig asymptomatische Trager, konnen jedoch eine Urethritis, Epididymitis oder Prostatitis entwickeln.
Metronidazol (Wirkstoff in Arlin Rapid) ist das Mittel der ersten Wahl zur Behandlung der Trichomoniasis. Entscheidend ist die gleichzeitige Mitbehandlung des Sexualpartners, da sonst Reinfektionen unvermeidlich sind.
Sexueller Kontakt sollte bis zur vollstandigen Ausheilung beider Partner (Kontrolle nach 2 bis 4 Wochen) vermieden oder Kondome verwendet werden. Bei Metronidazol-Resistenz steht Tinidazol als Alternative zur Verfugung.
Arlin Rapid bei bakterieller Vaginose, Hintergrundwissen
Bakterielle Vaginose (BV) ist die haufigste vaginale Infektion bei Frauen im gebarfahigen Alter.
Sie entsteht durch eine Dysbiose der Vaginalflora: Die schutzendem Laktobazillen nehmen ab, wahrend anaerobe Erreger wie Gardnerella vaginalis, Mobiluncus spp. und Prevotella spp. uberwiegen.
Leitsymptome sind ein grau-weisslicher, homogener Ausfluss mit fischartigem Geruch (besonders nach dem Geschlechtsverkehr), der pH-Wert der Vaginalflussigkeit liegt uber 4,5.
Metronidazol, der Wirkstoff in Arlin Rapid, ist aufgrund seiner Wirksamkeit gegen anaerobe Erreger das Mittel der ersten Wahl bei bakterieller Vaginose (oral oder als Vaginalgel).
Partnerinnen und Partner mussen bei bakterieller Vaginose in der Regel nicht mitbehandelt werden, anders als bei der Trichomonadencolpitis, wo eine Partnermitbehandlung zwingend erforderlich ist.
Ein Ruckfall nach Behandlung der BV ist haufig (bis zu 30 Prozent innerhalb von 3 Monaten); chronisch-rezidivierende Falle erfordern eine individualisierte Therapiestrategie durch den Frauenarzt.
Arlin Rapid bei Amobiasis, Krankheitsbild und Behandlung
Amobiasis wird durch den Parasiten Entamoeba histolytica verursacht und ist weltweit verbreitet, tritt aber uberwiegend in tropischen und subtropischen Regionen auf. In Deutschland sind Erkrankungen uberwiegend importiert (Reiseruckkehr).
Die intestinale Amobiasis manifestiert sich als Amobenruhr mit blutigen Durchfallen, krampfartigen Bauchschmerzen und Fieber.
Die extraintestinale Amobiasis, insbesondere der Leberabszess, ist eine ernste Komplikation mit hohem Fieber, rechtsseitigem Oberbauchschmerz und allgemeinem Krankheitsgefuhl.
Metronidazol (Arlin Rapid) besitzt hervorragende antiprotozoale Aktivitat gegen Entamoeba histolytica in Gewebe und Leber.
Im Anschluss an eine systemische Metronidazol-Therapie muss eine luminale Sanierung mit Paromomycin erfolgen, um intraluminale Zysten zu eliminieren und Rezidive zu verhindern.
Die Therapiedauer und -dosis richtet sich nach der Manifestation (intestinal vs. Leberabszess).
Arlin Rapid bei Helicobacter-pylori-Eradikation
Helicobacter pylori ist ein gramnegatives Bakterium, das die Magenschleimhaut besiedelt und an der Entstehung von Magenulzera, Magenkrebs und MALT-Lymphomen beteiligt ist. Die Eradikation von H.
pylori ist leitlinienkonform bei Nachweis des Keims im Rahmen eines Ulkus, von funktioneller Dyspepsie oder auf Patientenwunsch indiziert.
Die Standardtherapie in Deutschland ist die Triple-Therapie: Metronidazol + Amoxicillin + Protonenpumpeninhibitor (PPI) fur 7 bis 14 Tage (oder Clarithromycin-basierte Therapie).
Die Eradikationserfolge sollten nach 4 bis 6 Wochen durch Atemtest oder Stuhlantigentest kontrolliert werden.
Durch zunehmende Metronidazol-Resistenzen von H. pylori (in Deutschland uber 30 Prozent) verliert die Metronidazol-basierte Triple-Therapie an Effektivitat; Biopsat-basierte Resistenztestung oder Quadrupeltherapien (z. B. Bismut-basiert) werden in Leitlinien zunehmend bevorzugt.
Quellen und weiterfuhrende Informationen
- Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de
- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de
- Institut fur Qualitat und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de
- Gelbe Liste Pharmindex: www.gelbe-liste.de
- Fachinformation Arlin Rapid, aktuelle Fassung.
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