Aerius

Aerius enthalt den Wirkstoff Desloratadin und wird zur Linderung von Symptomen der allergischen Rhinitis (Heuschnupfen) und der chronischen idiopathischen Urtikaria bei Erwachsenen und Kindern ab einem Jahr eingesetzt.

Als Antihistaminikum der zweiten Generation wirkt es nicht sedierend und muss nur einmal taglich eingenommen werden. Das Arzneimittel ist verschreibungspflichtig und auf arztliche Verordnung erhaltlich.

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Aerius, Desloratadin bei allergischer Rhinitis und Urtikaria

Aerius ist ein verschreibungspflichtiges Antihistaminikum der zweiten Generation mit dem Wirkstoff Desloratadin.

Es wird zur Linderung von Symptomen der allergischen Rhinitis (saisonal und ganzjahrig) sowie zur Behandlung der chronischen idiopathischen Urtikaria (Nesselsucht) bei Erwachsenen und Kindern ab einem Alter von einem Jahr eingesetzt.

In Deutschland ist Aerius unter Aufsicht des Bundesinstituts fur Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassen.

Als aktiver Metabolit von Loratadin bietet Desloratadin eine hohe antihistaminerge Wirksamkeit bei gleichzeitig sehr geringer Sedierung.

Wirkungsmechanismus

Desloratadin, der Wirkstoff in Aerius, ist ein lang wirkender, selektiver Antagonist des peripheren H1-Histaminrezeptors.

Durch die kompetitive und selektive Blockade von H1-Rezeptoren verhindert Desloratadin die Wirkung von Histamin, das aus Mastzellen freigesetzt wird.

Histamin ist der wichtigste Mediator allergischer Reaktionen und verursacht die typischen Symptome wie Niesen, Nasenausfluss, Juckreiz und Urtikaria. Desloratadin weist eine sehr geringe Affinitat zu anderen Rezeptoren (z.B.

muskarinische, adrenerge, Dopaminrezeptoren) auf, was das gunstige Nebenwirkungsprofil erklart.

Im Gegensatz zu Antihistaminika der ersten Generation uberwindet Desloratadin die Blut-Hirn-Schranke nur in sehr geringem Ausmass, weshalb es kaum sediert.

Zusatzlich hat Desloratadin antientzundliche Eigenschaften durch Hemmung der Freisetzung entzundungsfordernder Mediatoren aus Mastzellen und Basophilen.

Indikationen

Aerius ist zugelassen fur:

  • Linderung von Symptomen der saisonalen allergischen Rhinitis (Heuschnupfen) bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab einem Jahr
  • Linderung von Symptomen der ganzjahrigen allergischen Rhinitis bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab einem Jahr
  • Linderung von Symptomen der chronischen idiopathischen Urtikaria (Nesselsucht) bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab einem Jahr

Typische Symptome, die Aerius lindert, umfassen: Juckreiz, Niesen, Rhinorrhoe (Nasenausfluss), nasale Verstopfung, juckende und tranende Augen sowie Juckreiz und Quaddeln bei Urtikaria.

Dosierung und Anwendung

Aerius ist in verschiedenen Darreichungsformen erhaltlich: als Filmtablette (5 mg), als Losung zum Einnehmen (0,5 mg/ml) und als Schmelztablette. Die Einnahme erfolgt einmal taglich, unabhangig von den Mahlzeiten. Die empfohlene Tagesdosis richtet sich nach dem Alter:

  • Erwachsene und Jugendliche (ab 12 Jahre): 5 mg einmal taglich (1 Filmtablette oder 10 ml Losung)
  • Kinder von 6 bis 11 Jahren: 2,5 mg einmal taglich (5 ml Losung)
  • Kinder von 1 bis 5 Jahren: 1,25 mg einmal taglich (2,5 ml Losung)

Bei Patientinnen und Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz wird Aerius mit Vorsicht eingesetzt. Eine Dosisanpassung auf alle zwei Tage kann erforderlich sein.

Aerius sollte taglich zur gleichen Zeit eingenommen werden.

Bei saisonaler allergischer Rhinitis kann die Behandlung wahrend der Pollensaison erfolgen; bei ganzjahriger Rhinitis oder Urtikaria kann eine Dauertherapie notwendig sein.

Besprechen Sie die Behandlungsdauer mit Ihrer Arztin oder Ihrem Arzt.

Nebenwirkungen

Aerius wird im Allgemeinen gut vertragen. Die haufigsten Nebenwirkungen bei Erwachsenen sind: Kopfschmerzen, Mudigkeit sowie Mundtrockenheit. Im Vergleich zu Antihistaminika der ersten Generation tritt Sedierung sehr selten auf.

Bei Kindern sind Kopfschmerzen und Mudigkeit die am haufigsten berichteten Nebenwirkungen. Gelegentliche Nebenwirkungen umfassen Tachykardie und Palpitationen.

In seltenen Fallen wurden Uberempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlage, Juckreiz, Urtikaria, Angiodem und anaphylaktische Reaktionen gemeldet. Sehr selten wurden Leberfunktionsstorungen, Gelbsucht und Hepatitis berichtet.

Melden Sie alle unerwarteten oder belastenden Nebenwirkungen Ihrer Arztin oder Ihrem Arzt. Im Notfall rufen Sie 112 an.

Kontraindikationen

Aerius darf nicht angewendet werden bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Desloratadin, Loratadin oder einen der sonstigen Bestandteile.

Besondere Vorsicht ist geboten bei Patientinnen und Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz; hier sollte die Dosierungsfrequenz reduziert werden.

Aerius-Tabletten sind nicht geeignet fur Kinder unter 12 Jahren; fur jungere Kinder steht die Losung zur Verfugung.

Patientinnen und Patienten mit Phenylketonurie sollten beachten, dass manche Darreichungsformen von Aerius Aspartam enthalten konnen; beachten Sie die Packungsbeilage.

Wechselwirkungen

Bisher wurden keine klinisch relevanten Wechselwirkungen zwischen Aerius und anderen Arzneimitteln identifiziert.

In Studien zeigte die gleichzeitige Einnahme von Erythromycin oder Ketoconazol mit Desloratadin keine klinisch relevanten Auswirkungen auf den Desloratadin-Blutspiegel oder auf die kardiale Sicherheit.

Alkohol verstarkt in der Regel die sedierende Wirkung von Antihistaminika, jedoch hat Desloratadin in kontrollierten Studien keinen additiven Effekt mit Alkohol auf das Leistungsvermogen gezeigt.

Informieren Sie dennoch Ihre Arztin oder Ihren Arzt und die Apotheke uber alle Arzneimittel, die Sie einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Es liegen nur begrenzte Daten aus klinischen Studien uber die Anwendung von Desloratadin in der Schwangerschaft vor. Tierversuche haben keine direkten oder indirekten Hinweise auf Reproduktionstoxizitat ergeben.

Desloratadin ist ein aktiver Metabolit von Loratadin, das seit langem am Markt ist und fur das keine besorgniserregenden Sicherheitssignale bei schwangeren Frauen bekannt sind.

Dennoch sollte eine Anwendung in der Schwangerschaft nur nach arztlicher Rucksprache erfolgen.

Desloratadin geht in die Muttermilch uber; die Anwendung wahrend der Stillzeit sollte vermieden oder nur nach Abwagung des Nutzens und Risikos unter arztlicher Aufsicht erfolgen.

Aufbewahrung

Aerius-Filmtabletten sind bei Raumtemperatur (nicht uber 25 Grad Celsius) aufzubewahren. Die Losung zum Einnehmen ist bei Raumtemperatur (nicht uber 25 Grad Celsius) zu lagern.

Halten Sie alle Arzneimittel ausser Sicht- und Reichweite von Kindern. Verwenden Sie Aerius nicht nach dem Verfallsdatum.

Entsorgen Sie ubrig gebliebene Arzneimittel uber die Apotheke oder an kommunalen Sammelstellen.

Haufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen Aerius und anderen Antihistaminika?

Aerius enthalt Desloratadin, einen aktiven Metaboliten von Loratadin.

Es gehort zur zweiten Generation der Antihistaminika und hat den Vorteil, dass es im Vergleich zu Antihistaminika der ersten Generation (wie Clemastin oder Dimetinden) kaum mude macht.

Aerius hat eine langere Wirkdauer und muss daher nur einmal taglich eingenommen werden.

Kann ich Aerius bei Erkaltungssymptomen einnehmen?

Aerius ist speziell fur allergische Symptome (wie Heuschnupfen) und nicht fur Erkaltungssymptome ausgelegt. Bei einer gewohnlichen Erkaltung durch Viren wird Aerius keine wesentliche Linderung bringen.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Symptome allergischen oder infektiosen Ursprungs sind, sprechen Sie mit Ihrer Arztin oder Ihrem Arzt.

Kann ich Aerius langfristig nehmen?

Aerius kann fur langere Zeitraume angewendet werden, besonders bei ganzjahriger Rhinitis oder chronischer Urtikaria. Sprechen Sie mit Ihrer Arztin oder Ihrem Arzt uber die geeignete Behandlungsdauer fur Ihre Erkrankung. Regelmaige Kontrollen werden empfohlen.

Kann ich Auto fahren, wahrend ich Aerius nehme?

Aerius hat in der Regel keine oder nur minimale Auswirkungen auf die Fahrtauglichkeit. In klinischen Studien hat Desloratadin die Fahrtauglichkeit nicht beeintrachtigt. Jedoch reagieren Menschen unterschiedlich auf Arzneimittel. Wenn Sie nach der Einnahme Mudigkeit feststellen, sollten Sie kein Fahrzeug fuhren.

Ist Aerius fur Kinder geeignet?

Ja, Aerius ist fur Kinder ab einem Jahr zugelassen. Die Losung zum Einnehmen eignet sich fur Kleinkinder und junge Kinder.

Die Dosierung richtet sich nach dem Alter des Kindes. Sprechen Sie mit Ihrer Kinderarztin oder Ihrem Kinderarzt uber die geeignete Dosierung und Behandlungsdauer.

Was soll ich tun, wenn meine Allergiesymptome sich nicht verbessern?

Wenn die Symptome sich nach einer angemessenen Behandlungszeit (in der Regel 7 bis 14 Tage) nicht verbessern oder sich verschlimmern, konsultieren Sie Ihre Arztin oder Ihren Arzt. Moglicherweise ist eine andere Behandlung oder eine allergologische Untersuchung erforderlich.

Behandlung im deutschen Gesundheitssystem

In Deutschland leiden schatzungsweise 20 bis 25 Prozent der Bevolkerung an einer Form von allergischer Erkrankung, einschliesslich allergischer Rhinitis und Urtikaria.

Aerius ist ein verschreibungspflichtiges Antihistaminikum und wird auf arztliches Rezept in der Apotheke abgegeben.

Hausarztinnen und Hausarzte sowie Allergologinnen und Allergologen verordnen Aerius regelmaig im Rahmen der Versorgung allergischer Erkrankungen.

Gesetzlich Krankenversicherte konnen Aerius auf Kassenrezept erhalten; privatarztliche Rezepte werden von Privatversicherungen erstattet.

Neben der medikamentosen Behandlung mit Antihistaminika wie Aerius stehen weitere Therapieoptionen bei allergischer Rhinitis zur Verfugung: Nasale Kortikosteroide (z.B.

Budesonid, Fluticason) gelten als Mittel der ersten Wahl bei ganzjahriger oder schwerer saisonaler Rhinitis.

Antihistaminika wie Aerius erganzen die Therapie oder werden bei milden bis moderaten Symptomen als Monotherapie eingesetzt. Bei nachgewiesener Allergie (z.B.

durch Prick-Test oder spezifisches IgE) kann eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) eine langfristige Linderung oder Heilung bringen.

Zur Abklarung einer Allergie empfehlen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft fur Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) eine standardisierte Allergiediagnostik.

Patientinnen und Patienten sollten erkannte Allergene so weit wie moglich meiden und sich mit ihrer Arztin oder ihrem Arzt uber eine langfristige Behandlungsstrategie abstimmen.

Bei der chronischen idiopathischen Urtikaria (CIU), einer weiteren Indikation von Aerius, stellt das Antihistaminikum der zweiten Generation ebenfalls die Erstlinientherapie dar.

Spricht die Urtikaria nicht ausreichend auf eine Standarddosis an, kann laut Leitlinien der DGAKI eine Dosisverdoppelung in Betracht gezogen werden.

Bei therapieresistenter CIU steht mit Omalizumab (einem Anti-IgE-Antikorper) eine zugelassene Zweitlinientherapie zur Verfugung, die auf GKV-Rezept verordnet werden kann.

Patientinnen und Patienten mit Urtikaria profitieren von einer spezialisierten Vorstellung in einer Urtikaria-Sprechstunde, die an Universitatskliniken und grossen Hauttumorzentren angeboten wird.

Selbsthilfegruppen und Patienteninformationen werden von der Deutschen Urtikaria-Selbsthilfegruppe und dem Urtikaria-Netzwerk (UCARE) angeboten.

Fur Patientinnen und Patienten mit saisonaler allergischer Rhinitis empfiehlt sich eine vorausschauende Therapieplanung: Beginnen Sie die Einnahme von Aerius bereits einige Tage vor dem erwarteten Pollenbeginn (z.B.

entsprechend dem Pollenflugkalender des Deutschen Wetterdienstes), um einen optimalen Wirkspiegel aufzubauen. Apps und Online-Tools zur Pollenvorhersage konnen dabei helfen, die personliche Pollenbelastung abzuschatzen und die Medikamenteneinnahme entsprechend anzupassen.

Bei starker Belastung durch Pollen empfiehlt sich das Meiden von Aussenaktivitaten an pollenreichen Tagen sowie das regelmaige Ausspulen der Nasenschleimhaute mit Kochsalzlosung.

Diese kombinierten Massnahmen konnen den Bedarf an Antihistaminika reduzieren und die Lebensqualitat wahrend der Allergiesaison deutlich verbessern.

Quellen

  • Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de
  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de
  • Institut fur Qualitat und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de
  • Gelbe Liste Pharmindex: www.gelbe-liste.de
  • Fachinformation Aerius, Organon Healthcare GmbH

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