Dymista

Dymista ist ein Nasenspray, das die Wirkstoffe Azelastin (Antihistaminikum) und Fluticasonpropionat (Kortikosteroid) kombiniert.

Es wird zur Behandlung mittelschwerer bis schwerer allergischer Rhinitis (Heuschnupfen und ganzjaehrige Allergie) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren eingesetzt, wenn eine Monotherapie nicht ausreicht.

In Deutschland ist Dymista verschreibungspflichtig und vom BfArM zugelassen.

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Was ist Dymista?

Dymista ist ein Kombinationsnasenspray, das zwei bewaehrte Wirkstoffe in einem einzigen Praeparat vereint: Azelastin (ein Antihistaminikum der zweiten Generation) und Fluticasonpropionat (ein intranasales Kortikosteroid).

In meiner Praxis erlebe ich haeufig, dass Patienten mit allergischer Rhinitis trotz Antihistaminika-Tabletten oder nasalen Steroiden allein keine ausreichende Kontrolle ihrer Symptome erreichen.

Dymista bietet in diesen Faellen einen klaren therapeutischen Mehrwert durch seinen Kombinationsansatz.

Das Praeparat ist vom BfArM fuer Deutschland zugelassen und auf Gelbe Liste dokumentiert. Die Nutzenbewertung durch das IQWiG bestaetigt die Wirksamkeit bei mittelschwerer bis schwerer allergischer Rhinitis.

Wirkmechanismus: Wie wirkt Dymista?

Dymista wirkt ueber zwei komplementaere Mechanismen, die zusammen die Allergiesymptome effektiver bekaempfen als jeder Wirkstoff allein:

Azelastin (Antihistaminikum)

Azelastin blockiert H1-Histaminrezeptoren und verhindert so die Bindung von Histamin, dem Hauptmediator allergischer Reaktionen.

Es hemmt zudem die Freisetzung von Entzuendungsmediatoren wie Leukotrienen und wirkt so auf mehreren Ebenen der Allergiekaskade.

Die Wirkung setzt bereits innerhalb von 15-30 Minuten nach der Anwendung ein.

Fluticasonpropionat (Kortikosteroid)

Das intranasale Kortikosteroid reduziert die Entzuendungsreaktion der Nasenschleimhaut auf breiter Ebene: Es hemmt die Freisetzung von Entzuendungsmediatoren, reduziert die nasale Schleimhautoedem und senkt die Empfindlichkeit der Schleimhaut gegenueber Allergenen.

Der volle antiinflammatorische Effekt des Kortikosteroids entfaltet sich nach einigen Tagen regelmaessiger Anwendung.

Die Kombination beider Wirkstoffe in einer gemeinsamen Formulierung erzielt durch Synergieeffekte eine deutlich starkere Wirkung als die additive Anwendung beider Monopreparate. Dies wurde klinisch nachgewiesen.

Anwendungsgebiete

Dymista ist in Deutschland zugelassen fuer die Behandlung der mittelschweren bis schweren allergischen Rhinitis bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren, wenn eine Monotherapie mit entweder einem intranasalen Antihistaminikum oder einem intranasalen Kortikosteroid nicht ausreichend wirksam ist.

Es kann bei saisonaler allergischer Rhinitis (Heuschnupfen) und bei ganzjaehriger allergischer Rhinitis angewendet werden.

Typische ausloesende Allergene sind:

  • Baum- und Graspollen (saisonal)
  • Hausstaubmilben (ganzjaehrig)
  • Tierhaarallergie (ganzjaehrig)
  • Schimmelpilzsporen

Dymista im Vergleich zu anderen Behandlungen

Dymista vs. intranasale Kortikosteroide allein

Praeparate wie Mometasonfuroat oder Fluticasonpropionat als Monopreparate sind wirksam bei nasaler Obstruktion und nasalem Pruritus, wirken jedoch langsamer und weniger effektiv bei akuten Symptomen wie Niesreiz und Rhinorrhoe. Dymista bietet durch den zusaetzlichen Antihistaminikakomponenten einen schnelleren und umfassenderen Schutz.

Dymista vs. orale Antihistaminika

Orale Antihistaminika (z.B. Cetirizin, Loratadin) sind systemisch wirksam, aber bei nasaler Obstruktion deutlich schwaecher als intranasale Kortikosteroide. Dymista kombiniert die schnelle antihistaminische Wirkung mit der lokalen entzuendungshemmenden Wirkung des Kortikosteroids, ohne die systemischen Nebenwirkungen oraler Praeparate.

Dymista vs. orale Kortikosteroide

Orale Kortikosteroide sind hochwirksam, aber wegen ihrer systemischen Nebenwirkungen nur kurzfristig und in Ausnahmesituationen geeignet. Dymista wirkt lokal an der Nasenschleimhaut mit minimaler systemischer Absorption und bietet ein deutlich guenstigeres Sicherheitsprofil fuer die Langzeitanwendung.

Klinische Evidenz

Die klinische Wirksamkeit von Dymista wurde in mehreren randomisierten kontrollierten Studien untersucht.

In der grossen Phase-III-Studie von Carr und Kollegen (2012) zeigte Dymista gegenueber den Monokomponenten eine signifikant staerkere Reduktion des Total Nasal Symptom Score (TNSS) und des Total Ocular Symptom Score (TOSS).

Patienten berichteten zudem ueber eine bessere Lebensqualitaet und hoehere Patientenzufriedenheit.

Das IQWiG und der G-BA haben Dymista im Rahmen der fruehen Nutzenbewertung bewertet. Die Datenlage bestaetigt den klinischen Mehrwert bei Patienten mit unzureichend kontrollierter allergischer Rhinitis unter Monotherapie.

Anwendung und Dosierung

Die empfohlene Dosierung fuer Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren betraegt 1 Spruehstoss in jedes Nasenloch, zweimal taeglich (morgens und abends). Jeder Hub liefert 137 Mikrogramm Azelastin und 50 Mikrogramm Fluticasonpropionat.

Wichtige Hinweise zur korrekten Anwendung:

  • Schnaeuzen Sie die Nase vor der Anwendung
  • Halten Sie die Flasche aufrecht und fuehren Sie die Duese vorsichtig in ein Nasenloch ein
  • Schnueffeln Sie beim Spruehen leicht ein, keine tiefen Atemzuege
  • Vermeiden Sie Kontakt mit den Augen
  • Schuetteln Sie die Flasche vor jeder Anwendung

Nebenwirkungen von Dymista

Dymista wird von den meisten Patienten gut vertragen. Die Nebenwirkungen sind ueberwiegend lokal und leicht:

  • Unangenehmer Geschmack, die haeufigste Nebenwirkung, tritt bei bis zu 10 % der Anwender auf und ist auf den Azelastin-Anteil zurueckzufuehren
  • Nasale Irritation (Brennen, Kribbeln, Niesen nach der Anwendung), bei etwa 5-8 %
  • Epistaxis (Nasenbluten), bei etwa 1-5 %, meist leicht
  • Kopfschmerzen, bei etwa 1-2 %

Bei langjaehriger Anwendung hoher Dosen intranasaler Kortikosteroide sind systemische Effekte moeglich (Adrenalinsuppression, Katarakt), jedoch ist das Risiko bei regelmaessiger Anwendung in empfohlener Dosis sehr gering. Bei Kindern sollte das Wachstum regelmaessig kontrolliert werden, Dymista ist ab 12 Jahren zugelassen.

Warnhinweise und Kontraindikationen

Dymista ist kontraindiziert bei bekannter Ueberempfindlichkeit gegen Azelastin, Fluticasonpropionat oder einen der sonstigen Bestandteile. Besondere Vorsicht ist geboten bei:

  • Aktiven Naseninfektionen oder nasalen Tuberkulose
  • Nach Nasenoperationen oder Nasenverletzungen (Wundheilung abwarten)
  • Patienten mit unkontrolliertem Glaukom (der Kortikosteroidanteil kann den Augeninnendruck erhoehen)

Bei schweren allergischen Reaktionen auf Dymista waehlen Sie sofort den Notruf 112.

Haeufig gestellte Fragen zu Dymista

Wie schnell wirkt Dymista?

Dank des Azelastin-Anteils setzt die symptomatische Wirkung bereits innerhalb von 15-30 Minuten ein. Die volle entzuendungshemmende Wirkung des Fluticasonpropionats entfaltet sich nach einigen Tagen regelmaessiger Anwendung.

Kann ich Dymista dauerhaft anwenden?

Dymista kann waehrend der Allergiesaison kontinuierlich angewendet werden. Ausserhalb der Saison sollte die Notwendigkeit der Fortsetzung mit Ihrem Arzt besprochen werden. Bei ganzjaehriger Allergie ist eine Dauertherapie unter aerztlicher Kontrolle moeglich.

Darf ich Dymista in der Schwangerschaft anwenden?

Fuer die Anwendung in der Schwangerschaft liegen nur begrenzte Daten vor.

Als Vorsichtsmassnahme wird die Anwendung in der Schwangerschaft, besonders im ersten Trimester, nur nach sorgfaeltiger Nutzen-Risiko-Abwaegung durch den Arzt empfohlen.

In der Stillzeit sollte Dymista ebenfalls nur nach aerztlicher Beratung eingesetzt werden.

Kann Dymista die Fahrtuechtigkeit beeinflussen?

Azelastin in der intranasalen Formulierung kann in seltenen Faellen Muedigkeit verursachen. Im Vergleich zu oralen Antihistaminika ist das Risiko jedoch sehr gering. Sollten Sie Muedigkeit bemerken, fahren Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen.

Ist Dymista fuer Kinder geeignet?

Dymista ist fuer Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen. Fuer juengere Kinder stehen andere, altersgerechte Praeparate zur Verfuegung, sprechen Sie mit dem Kinderarzt.

Kann ich Dymista mit anderen Allergiemitteln kombinieren?

Grundsaetzlich ist eine Kombination mit oralen Antihistaminika oder Antiallergika moeglich, aber oft nicht notwendig, da Dymista bereits beide Komponenten abdeckt. Besprechen Sie jede Kombination mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um Wechselwirkungen und uebermassige Sedierung zu vermeiden.

Was tun bei Nasenbluten durch Dymista?

Leichtes Nasenbluten ist eine bekannte und zumeist harmlose Nebenwirkung.

Neigen Sie den Kopf leicht nach vorne (nicht zurueck), klemmen Sie die Nase zu und atmen Sie durch den Mund.

Bei anhaltendem oder starkem Nasenbluten konsultieren Sie Ihren Arzt oder waehlen Sie im Notfall die 112 .

Allergische Rhinitis in Deutschland: Epidemiologie und Bedeutung

Die allergische Rhinitis gehoert zu den haeufigsten chronischen Erkrankungen in Deutschland. Laut Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) leiden etwa 15 % der Erwachsenen an Heuschnupfen.

Besonders in den Fruehlings- und Sommermonaten fuehren Baum- und Graspollen zu einem deutlichen Anstieg der Arztkonsultationen.

Die Erkrankung beeintraechtigt nicht nur die Lebensqualitaet, sondern auch Schlaf, Arbeitsfaehigkeit und schulische Leistungen erheblich.

Unbehandelte oder schlecht kontrollierte allergische Rhinitis erhoht zudem das Risiko der Entwicklung von Asthma bronchiale, ein als "etagenweise Entwicklung" (Allergic March) bekanntes Phaenomen.

Dymista adressiert genau die Patientengruppe, die unter Monotherapie nicht ausreichend profitiert: Studien zeigen, dass bis zu 40 % aller Patienten mit allergischer Rhinitis mit einem einzigen Wirkstoff nicht ausreichend behandelt sind.

Die fruehe Nutzenbewertung durch den G-BA hat Dymista fuer diese Gruppe einen Hinweis auf einen betraechtlichen Zusatznutzen bescheinigt.

Allergenimmuntherapie und Dymista: Ergaenzende Therapieoptionen

Dymista ist eine symptomatische Therapie und beeinflusst nicht den Verlauf der Allergie selbst.

Eine spezifische Allergenimmuntherapie (SIT) , fruher als Hyposensibilisierung bezeichnet, ist die einzige kausale Behandlungsoption bei allergischer Rhinitis.

Die SIT wird als subkutane Injektion (SCIT) oder als sublinguale Tropfen/Tabletten (SLIT) durchgefuehrt und kann bei Erfolg die Allergiemedikamentation langfristig reduzieren.

Dymista und SIT schliessen sich nicht aus: Waehrend einer laufenden Immuntherapie kann Dymista die Symptome in stark belasteten Perioden weiterhin kontrollieren.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einem Allergiespezialisten ueber diese Kombination.

Dymista und Lebensqualitaet: Was Studien zeigen

Neben den klinischen Messgrosssen wurde die Auswirkung von Dymista auf die gesundheitsbezogene Lebensqualitaet in mehreren Studien untersucht.

Patienten berichten unter Dymista signifikant bessere Scores beim Rhinitis Quality of Life Questionnaire (RQLQ) gegenueber Monopreparaten.

Besonders die Schlafstoerungen durch Niesreiz und nasale Obstruktion verbessern sich unter Dymista deutlich, was Wohlbefinden, Kognition und Alltagsleistung positiv beeinflusst.

Zudem reduziert die verbesserte Symptomkontrolle haeufige aerztliche Kontakte und den Bedarf an Bedarfsmedikationen.

Praktische Tipps fuer Allergiesaison und Reisenplanung mit Dymista

  • Beginnen Sie Dymista einige Tage vor dem erwarteten Pollenflugbeginn, um den antiinflammatorischen Effekt des Fluticasonpropionats aufzubauen
  • Polleninformationen erhalten Sie taeglich auf den Seiten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und des Deutschen Polleninformationsdienstes
  • Halten Sie die Flasche bei Reisen im Handgepaeck und kontrollieren Sie die Restmenge rechtzeitig
  • Dymista-Flaschen enthalten 23 ml Loesung mit 120 Spruehstoessen, bei zweimal taeglich beidseitiger Anwendung reicht eine Flasche ca. 30 Tage
  • Lagerung: Bei Raumtemperatur (15-30 Grad Celsius), aufrecht stehend, ausser Reichweite von Kindern

Quellen und weiterfuehrende Informationen

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