Ecural

Ecural ist ein topisches Kortikosteroidpraeparat mit dem Wirkstoff Mometasonfuroat, das zur Behandlung entzuendlicher und allergischer Hauterkrankungen wie Ekzem, Psoriasis und Kontaktdermatitis eingesetzt wird.

Es wirkt entzuendungshemmend und juckreizstillend und ist in Deutschland als Creme, Salbe und Lotion verfuegbar. Ecural ist verschreibungspflichtig und vom BfArM zugelassen.

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Was ist Ecural?

Ecural ist ein topisches (aeusseres) Kortikosteroidpraeparat, das den Wirkstoff Mometasonfuroat in einer Konzentration von 0,1 % enthaelt.

Mometasonfuroat ist ein mittelstarkes bis starkes Kortikosteroid der Klasse III (von IV), das lokal auf der Haut aufgetragen wird und eine ausgepragte entzuendungshemmende, antipruriginose (juckreizstillende) und vasokonstriktive Wirkung entfaltet.

In meiner dermatologisch orientierten Praxis setze ich Ecural regelmaessig bei Patienten mit chronischen Hauterkrankungen ein, die auf schwaecher wirksame Kortikosteroide unzureichend angesprochen haben.

Ecural ist in Deutschland vom BfArM zugelassen und auf Gelbe Liste gelistet. Es gehoert zu den am haeufigsten verordneten topischen Kortikosteroiden in Deutschland.

Wirkmechanismus von Ecural (Mometasonfuroat)

Mometasonfuroat entfaltet seine Wirkung durch Bindung an intrazellulare Glucocorticoidrezeptoren in Hautzellen. Dies fuehrt zu einer Hemmung der Synthese von Entzuendungsmediatoren wie Prostaglandinen, Leukotrienen und Zytokinen. Gleichzeitig wird die Gefaesspermeabilitaet verringert (vasokonstriktiver Effekt), was Rote, Schwellung und Juckreiz reduziert.

Im Vergleich zu anderen topischen Kortikosteroiden bietet Mometasonfuroat ein besonders guenstiges Verhaeltnis zwischen lokaler Wirksamkeit und systemischer Absorption. Die minimale systemische Bioverfuegbarkeit von unter 1 % nach einmaliger Applikation macht Ecural zu einem der sicheren Langzeit-Kortikosteroide in der Dermatologie.

Anwendungsgebiete von Ecural

Ecural ist zugelassen fuer die Behandlung folgender Hauterkrankungen bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren:

  • Atopische Dermatitis (Neurodermitis), eines der haeufigsten Anwendungsgebiete; Ecural reduziert Entzuendung und Juckreiz in Schuben
  • Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte), Ecural kann als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Praeparaten eingesetzt werden
  • Kontaktdermatitis (allergische und irritative), effektive Behandlung akuter und chronischer Kontaktallergien
  • Seborrhoeisches Ekzem, besonders in der Lotion-Formulierung bei Kopfhautbefall
  • Lichen simplex chronicus, chronisch kraetzende, verdickte Hautbezirke

Ecural im Vergleich zu anderen topischen Kortikosteroiden

Ecural vs. Hydrokortison

Hydrokortison (Klasse I) ist ein schwaches Kortikosteroid, das fuer empfindliche Hautbereiche (Gesicht, Genitale) und als erstes Mittel der Wahl bei milden Entzuendungen eingesetzt wird.

Ecural (Klasse III) ist deutlich staerker wirksam und besser geeignet bei mittelschweren bis schweren Formen von Ekzemen oder Psoriasis, die auf Hydrokortison nicht ansprechen.

Ecural vs. Betamethason

Betamethasondipropionat und Betamethasondipropionat/Clobetasol sind ebenfalls Klasse-III- bis Klasse-IV-Kortikosteroide. Mometasonfuroat (Klasse III) hat gegenueber Betamethason eine vergleichbare Wirksamkeit, aber ein guenstigeres Atrophierisiko bei laengerer Anwendung. Ecural ist daher bei Stellen, die zur Atrophie neigen (z.B. Achseln, Leiste), vorzuziehen.

Ecural vs. Advantan (Methylprednisolon)

Advantan (Methylprednisolonaceponat) ist ebenfalls ein Klasse-III-Kortikosteroid mit vergleichbarer Wirksamkeit und aehnlichem Sicherheitsprofil. Die Wahl zwischen Ecural und Advantan haengt oft von Formulierungsvorlieben des Patienten (Creme vs. Salbe vs. Lotion) und aerztlichen Erfahrungen ab.

Ecural vs. Elocom

Elocom ist ein anderes Markenpraearat mit demselben Wirkstoff Mometasonfuroat 0,1 %. Therapeutisch sind Ecural und Elocom identisch; Unterschiede bestehen nur in der Formulierungsexzipienten und dem Preis.

Verfuegbare Formulierungen

Ecural ist in Deutschland in folgenden Darreichungsformen erhaeltlich:

  • Ecural Creme 0,1 %: fuer trockene bis leicht nasse Hautbezirke und empfindlichere Hauttypen
  • Ecural Salbe 0,1 %: fuer trockene, schuppende und verdickte Hautbereiche (Psoriasis, chronisches Ekzem)
  • Ecural Lotion 0,1 %: fuer behaarte Kopfhaut und grossflachige Anwendungsbereiche
  • Ecural Fettsalbe 0,1 %: fuer sehr trockene, rissige Haut

Klinische Evidenz zu Mometasonfuroat

Mometasonfuroat ist eines der am besten untersuchten topischen Kortikosteroide. Klinische Studien belegen:

  • Bei atopischer Dermatitis: signifikante Verbesserung des Eczema Area and Severity Index (EASI) und des Pruritus-Scores im Vergleich zu Placebo nach zwei Wochen Behandlung
  • Bei Psoriasis: signifikante Reduktion der Plaque-Dicke, Schuppung und Eroetung (PASI-Score) nach zweiwochiger einmal taeglicher Anwendung
  • Geringe systemische Bioverfuegbarkeit von weniger als 1 % nach einmaliger Anwendung auf intakter Haut; bei entzundeter oder okklusiver Anwendung erhoht sich die Absorption, bleibt jedoch klinisch meist unproblematisch

Anwendung und Dosierung

Ecural wird einmal taeglich auf die betroffenen Hautbezirke aufgetragen, ein wichtiger Vorteil gegenueber zweimal taeglich anzuwendenden Kortikosteroiden, der die Therapietreue verbessert.

Eine duenne Schicht genuegt; der sogenannte "Fingertip Unit"-Ansatz (FTU) hilft, die richtige Menge abzuschaetzen: eine FTU (die Menge, die von Fingerkuppe bis Falte des Zeigefingers reicht, etwa 0,5 g) genuegt fuer eine Flaeche entsprechend zwei Handflaechen.

Ecural sollte nicht im Gesicht, in Hautfalten oder auf empfindlichen Bereichen wie Genitalien angewendet werden, ausser auf ausdrueckliche aerztliche Anweisung. Im Gesicht bevorzuge ich als Aerztin schwaechere Kortikosteroide (Klasse I oder II).

Nebenwirkungen von Ecural

Bei kurzfristiger Anwendung in angemessener Dosis ist Ecural sehr gut vertraeglich. Die meisten Nebenwirkungen sind lokal und reversibel:

Haeufig (bei Langzeitanwendung)

  • Hautatrophie: Verduennung der Haut bei zu langjaehriger Anwendung, besonders an empfindlichen Stellen
  • Striae (Dehnungsstreifen): bei okklusiver Anwendung oder an Hautfalten
  • Telangiektasien: sichtbar werdende Blutgefaesse durch dauerhafte Vasokonstriktion
  • Perioreale Dermatitis: bei Anwendung im Gesicht

Gelegentlich

  • Kontaktdermatitis auf Inhaltsstoffe der Grundlage (selten)
  • Follikulitis (Haarentzuendung) bei okklusiver Anwendung

Systemische Nebenwirkungen (selten)

Bei grossflachiger, langfristiger oder okklusiver Anwendung ist eine systemische Kortikosteroidwirkung moeglich: Nebennierenrindensuppression, Cushingoid, erhohter Blutzucker, Wachstumshemmung bei Kindern. Regelmaessige aerztliche Kontrollen sind empfehlenswert.

Warnhinweise und Kontraindikationen

  • Kontraindiziert bei Ueberempfindlichkeit gegen Mometasonfuroat oder Hilfsstoffe
  • Nicht anwenden bei Hautinfektionen (bakteriell, viral, pilzlich) ohne gleichzeitige spezifische antimikrobielle Therapie
  • Nicht verwenden bei Rosacea, Akne vulgaris, perioralem Ekzem oder bei perianaler Pruritus durch Infektion
  • Nicht in den Augenbereich auftragen (Gefahr von Glaukom und grauem Star)
  • Bei Kindern unter 2 Jahren: nicht empfohlen

Notfall: Notruf 112. Giftnotruf Berlin: 030 19240.

Ecural in der Schwangerschaft und Stillzeit

Topische Kortikosteroide sollten in der Schwangerschaft nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwaegung und unter aerztlicher Aufsicht angewendet werden. Grossflachige Anwendung, Okklusion und Langzeittherapie sind in der Schwangerschaft zu vermeiden.

In der Stillzeit sollte Ecural nicht auf Brustbereichen angewendet werden, die mit dem Saeuglingskind in Kontakt kommen koennten.

Haeufig gestellte Fragen zu Ecural

Wie lange darf ich Ecural anwenden?

Ecural sollte in der Regel nicht laenger als drei Wochen ohne aerztliche Kontrolle angewendet werden.

Bei Bedarf einer Langzeittherapie, wie bei Neurodermitis oder Psoriasis, entwickelt Ihr Arzt gemeinsam mit Ihnen ein Stufentherapiekonzept, das Kortikosteroid-Freie Intervalle (Proaktive Therapie) einbezieht, um Nebenwirkungen zu minimieren.

Kann ich Ecural im Gesicht anwenden?

Ecural ist fuer die Anwendung im Gesicht nicht der erste Wahl, da Klasse-III-Kortikosteroide dort schneller Nebenwirkungen wie Hautatrophie und Teleangiektasien verursachen koennen.

Im Gesicht werden in der Regel schwaecher wirksame Praeparate (Klasse I oder II) oder kortikosteroidfreie Alternativen bevorzugt.

Wenn Ecural ausnahmsweise im Gesicht verordnet wird, sollte die Anwendungsdauer auf wenige Tage beschraenkt bleiben.

Was mache ich, wenn die Haut nach dem Absetzen wieder aufflackert?

Ein Wiederaufflammen der Symptome nach dem Absetzen von Kortikosteroiden ist bei atopischer Dermatitis haeufig.

In diesem Fall wird oft eine proaktive Therapie empfohlen: 2-mal woechentlich praeventivsive Anwendung von Ecural auf die typischerweise betroffenen Hautbezirke, auch wenn diese aktuell erscheinungsfrei sind.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt ueber diese Option.

Kann mein Kind Ecural anwenden?

Ecural ist fuer Kinder ab 2 Jahren zugelassen, aber die Anwendungsdauer und -flaeche sollten sorgfaeltig begrenzt werden, da Kinder eine groessere Koerperoberflaeche im Verhaeltnis zum Koerpergewicht haben und somit eine hoeherer systemische Absorption aufweisen.

Fuer Kinder unter 2 Jahren ist Ecural nicht empfohlen.

Darf ich Ecural mit Feuchtigkeitscremes kombinieren?

Ja, die Kombination mit Feuchtigkeitscremes (Emollienzien) ist nicht nur erlaubt, sondern therapeutisch sinnvoll, besonders bei Neurodermitis.

Die Feuchtigkeitscreme sollte zuerst aufgetragen und einige Minuten einziehen gelassen werden, bevor Ecural aufgetragen wird, oder alternativ nach der Ecural-Anwendung.

Emollienzien verbessern die Hautbarriere und reduzieren den Bedarf an Kortikosteroiden.

Warum darf ich Ecural nicht unter Verbanden (okklusiv) anwenden?

Luftdichte Verbande erhoehen die Absorption von Mometasonfuroat durch die Haut erheblich und verstaerken damit sowohl Wirkung als auch Nebenwirkungsrisiko. Okklusion ist daher nur auf ausdrueckliche aerztliche Anordnung und fuer begrenzte Zeit zulassig.

Gibt es Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln?

Bei topischer Anwendung sind klinisch relevante systemische Wechselwirkungen sehr selten. Bei grossflachiger oder langzeitiger Anwendung koennen theoretisch Wechselwirkungen mit Arzneimitteln auftreten, die den Kortisonstoffwechsel beeinflussen. Informieren Sie Ihren Arzt stets ueber alle Arzneimittel, die Sie einnehmen.

Ecural und Hautbarrierepflege: Ein umfassendes Therapiekonzept

Topische Kortikosteroide wie Ecural bekaempfen die akute Entzuendung effektiv, adressieren jedoch nicht die zugrunde liegende Stoerung der Hautbarriere, die bei Neurodermitis und anderen chronischen Dermatosen vorliegt.

Eine konsequente Hautbarrierepflege mit Emollienzien (fetthaltigen Feuchtigkeitscremes) ist deshalb ein integraler Bestandteil jedes modernen Therapiekonzepts.

Aktuelle Studien zeigen, dass eine regelmaessige Emollienzienpflege den Kortikosteroidbedarf deutlich senken und die Haeufigkeit von Neurodermitisschueben reduzieren kann.

In der Praxis empfehle ich meinen Patienten, Emollienzien mindestens zweimal taeglich grosszuegig aufzutragen, unabhaengig davon, ob gerade ein Schub besteht oder nicht.

Ecural wird ergaenzend gezielt auf entzuendete Bezirke aufgetragen.

Moderne Therapiekonzepte wie die proaktive Therapie nutzen Ecural in niedrigen Frequenzen (zweimal woechentlich) zur Verhinderung von Schueben auf den typerweise betroffenen Hautbereichen.

Die Behandlung von Ursachen, genetische Barrieredefekte, Umgebungsallergene, psychosozialer Stress, erfordert oft ein multidisziplinaeres Team aus Dermatologen, Allergiespezialisten und ggf. psychologischer Begleitung.

Quellen und weiterfuehrende Informationen

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