Flutiform
Flutiform ist ein Kombinationsinhalator fur Asthma bronchiale, der Fluticasonpropionat (entzundungshemmend) und Formoterol (bronchienerweiternend) in einem einzigen Praparat vereint.
Es ist zugelassen fur Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren, bei denen eine ICS-LABA-Kombinationstherapie erforderlich ist.
In Deutschland ist Flutiform verschreibungspflichtig und nicht zur akuten Notfallbehandlung geeignet.
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Flutiform, Kombinationsinhalator fur Asthma bronchiale
Flutiform ist ein Kombinationsinhalator, der zwei Wirkstoffe vereint: Fluticasonpropionat (ein inhalatives Kortikosteroid, ICS) und Formoterol (ein langwirksamer Beta-2-Agonist, LABA).
Diese fixe Wirkstoffkombination in einem einzigen Inhalator bietet Patienten mit Asthma bronchiale eine effiziente Zweifach-Therapie in einer einzigen Inhalation.
In Deutschland ist Flutiform verschreibungspflichtig und steht unter der Aufsicht des BfArM (Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte).
Die Zulassung gilt fur Patienten, bei denen eine Kombinationstherapie mit ICS und LABA indiziert ist.
Die gleichzeitige Anwendung eines ICS mit einem LABA ist eine etablierte Strategie in der Asthmatherapie, da beide Wirkstoffklassen komplementare und synergistische Effekte aufweisen.
Formoterol verbessert die Bronchodilatation und erleichtert die Atmung, wahrend Fluticasonpropionat die zugrunde liegende Entzundung der Atemwege kontrolliert.
Die Kombination in einem Inhalator verbessert die Therapietreue (Compliance) der Patienten, da nur ein Inhalator statt zwei verwendet werden muss.
Wirkstoffe und Wirkmechanismen
Fluticasonpropionat (ICS)
Fluticasonpropionat ist ein potentes inhalatives Kortikosteroid mit ausgepragter lokaler antiinflammatorischer Aktivitat.
Es hemmt die Freisetzung von Entzundungsmediatoren, reduziert die Infiltration von Entzundungszellen in die Bronchialschleimhaut und vermindert die bronchiale Hyperreagibilitat.
Die systemische Bioverfugbarkeit ist gering, was das Risiko typischer Kortikosteroid-Nebenwirkungen minimiert.
Formoterol (LABA)
Formoterol ist ein selektiver Beta-2-Agonist mit schnellem Wirkungseintritt (innerhalb von 1-3 Minuten) und langer Wirkdauer (bis zu 12 Stunden).
Es relaxiert die glatte Bronchialmuskulatur durch Stimulation von Beta-2-Adrenozeptoren, fuhrt zur Bronchodilatation und verbessert den Luftstrom.
Formoterol hemmt auch die Degranulation von Mastzellen und kann so die Freisetzung von Entzundungsmediatoren reduzieren.
Synergismus der Kombination
Fluticasonpropionat und Formoterol wirken synergistisch: Glukokortikoide erhohen die Expression von Beta-2-Adrenozeptoren und potenzieren damit die Wirkung von Formoterol.
Umgekehrt aktiviert Formoterol Glukokortikoidrezeptoren und verstarkt damit die antiinflammatorische Wirkung von Fluticasonpropionat. Diese gegenseitige Verstarkung erklart, warum die Kombination oft wirksamer ist als jeder Wirkstoff allein.
Zugelassene Anwendungsgebiete
Flutiform ist zugelassen zur regelmaessigen Behandlung von Asthma bronchiale bei Erwachsenen und Jugendlichen (ab 12 Jahre), wenn:
- Eine Kombinationstherapie aus ICS und LABA indiziert ist (Asthma, das unter ICS allein nicht ausreichend kontrolliert ist)
- Patienten bereits ein ICS und einen LABA als separate Inhalatoren einnehmen
Flutiform ist nicht zur Behandlung akuter Asthmaanfalle geeignet. Zur Notfallbehandlung ist ein kurzwirksames Bronchodilatator-Spray (z.B. Salbutamol) bereit zu halten.
Verfugbare Starkter und Dosierungen
Flutiform ist als Druckgas-Dosieraerosol in drei Wirkstoffkombinationen erhaltlich:
- Flutiform 50/5 Mikrogramm pro Hub: Fluticasonpropionat 50 Mikrogramm + Formoterol 5 Mikrogramm; fur leichtes bis mittelschweres Asthma
- Flutiform 125/5 Mikrogramm pro Hub: Fluticasonpropionat 125 Mikrogramm + Formoterol 5 Mikrogramm; fur mittelschweres Asthma
- Flutiform 250/10 Mikrogramm pro Hub: Fluticasonpropionat 250 Mikrogramm + Formoterol 10 Mikrogramm; fur schweres Asthma
Empfohlene Dosierung
- Flutiform 50/5: 2 Hube zweimal taglich (bei Patienten ab 12 Jahren)
- Flutiform 125/5: 2 Hube zweimal taglich (Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren)
- Flutiform 250/10: 2 Hube zweimal taglich (nur Erwachsene)
Korrekte Anwendung des Dosieraerosols
Die richtige Inhalationstechnik ist entscheidend fur den Therapieerfolg:
- Schutzkappe des Inhalators entfernen
- Inhalator krauftig schutteln (ca. 5 Sekunden)
- Soweit wie moglich ausatmen (nicht in den Inhalator)
- Das Mundstuck mit den Lippen fest umschliessen
- Langsam und tief einatmen und gleichzeitig einen Hub auslosen
- Den Atem fur ca. 10 Sekunden anhalten
- Ausatmen
- Fur den zweiten Hub 30 Sekunden warten und die Schritte 3-7 wiederholen
- Nach der Inhalation den Mund mit Wasser ausspulen und das Wasser auswerfen (verhindert Mundsoor)
Bei koordinationsschwierigkeiten oder bei Kindern ab 12 Jahren empfiehlt sich die Verwendung einer Inhalationshilfe (Spacer). Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach geeigneten Hilfsmitteln.
Wechselwirkungen
Folgende Wechselwirkungen von Flutiform sind klinisch relevant:
- Nicht-selektive Betablocker: Konnen die Wirkung von Formoterol abschwachen und Bronchospasmus auslosen; Kombination generell zu vermeiden
- Starke CYP3A4-Inhibitoren (Ketoconazol, Ritonavir): Erhohen die systemische Exposition gegenuber Fluticasonpropionat; Kombination nur mit Vorsicht
- QT-verlangernde Medikamente: Konnen in Kombination mit Formoterol das Arrhythmierisiko erhohen
- Diuretika und Steroide: Konnen in Kombination mit Formoterol den Kaliumspiegel absenken (Hypokaliamie)
- MAO-Hemmer und trizyklische Antidepressiva: Konnen die kardiovaskularen Effekte von Formoterol verstarken
Besondere Patientengruppen
Kinder
Flutiform ist ab 12 Jahren zugelassen. Fur jungere Kinder ist Flutiform nicht geeignet. Bei Kindern zwischen 12 und 17 Jahren ist die Wachstumsuberwachung empfohlen.
Schwangere und Stillende
Die Datenlage zur Anwendung von Flutiform in der Schwangerschaft ist begrenzt. Da unkontrolliertes Asthma wahrend der Schwangerschaft erhebliche Risiken birgt, sollte die Therapie nach Nutzen-Risiko-Abwagung fortgefuhrt oder angepasst werden. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrer Arztin oder Ihrem Arzt.
Altere Patienten
Altere Patienten konnen Flutiform in den ublichen Dosierungen anwenden. Bei bestehenden Herzerkrankungen (Herzrhythmusstorungen, Koronare Herzkrankheit) ist besondere Vorsicht geboten, da Formoterol kardiovaskulare Effekte ausloeen kann.
Therapieerfolg und Monitoring
Zur Bewertung des Therapieerfolgs empfehlen sich regelmaessige Kontrollen:
- Asthmakontrolle anhand standardisierter Fragebbogen (ACT, Asthma Control Test)
- Lungenfunktionsmessungen (Spirometrie, Peak-Flow)
- Haufigkeit der Anwendung des Notfall-Relievers
- Exazerbationsrate
- Inhalationstechnik uberprufung
Flutiform in der klinischen Praxis und Verordnungsrealitat
Flutiform ist seit seiner Zulassung in Deutschland ein etabliertes Kombinationspraparat in der Behandlung des mittelschweren bis schweren Asthmas.
Pneumologen und Allgemeinmediziner verordnen Flutiform im Rahmen der nationalen Versorgungsleitlinien, die durch den G-BA und das IQWiG begleitet werden.
Die Kombination aus Fluticasonpropionat und Formoterol in einem Inhalator vereinfacht das Therapieschema und erhoht die Therapietreue (Adherence) der Patienten, ein wesentlicher Faktor fur den Therapieerfolg bei Asthma.
Studien zeigen, dass Patienten mit Fixkombinationen wie Flutiform ihre Medikamente zuverlassiger einnehmen als bei der Anwendung von zwei getrennten Inhalatoren.
Dies furhrt zu einer besseren Asthmakontrolle und weniger Notaufnahmebesuchen wegen Exazerbationen. Laut Gelbe Liste-Daten ist Flutiform in Deutschland in mehreren Starken als verschreibungsfahiges und erstattungsfahiges Arzneimittel gelistet.
Zusammenhang zwischen Asthmaexazerbationen und Lungenfunktion
Unbehandeltes oder schlecht kontrolliertes Asthma fuhrt auf lange Sicht zu einer irreversiblen Verschlechterung der Lungenfunktion durch permanentes Airway Remodeling.
Dieser Prozess beinhaltet strukturelle Veranderungen der Bronchialwand (Fibrose, Muskelhypertrophie, Becherzellhyperplasie), die die Atemwege dauerhaft verengen.
Die regelmaessige Anwendung von inhalativen Kortikosteroiden wie dem Fluticasonpropionat in Flutiform verlangsamt nachweislich das Airway Remodeling und kann den langfristigen Funktionsverlust der Lunge reduzieren.
Exazerbationen (akute Verschlechterungen) sind nicht nur fur den Patienten belastend, sondern beschleunigen auch den progressiven Verlust der Lungenfunktion.
Das IQWiG und die Deutsche Gesellschaft fur Pneumologie empfehlen daher eine aggressive Pravention von Exazerbationen durch optimierte Dauertherapie als ein zentrales Therapieziel.
Flutiform, als ICS-LABA-Kombination, reduziert in klinischen Studien die jahrliche Exazerbationsrate signifikant im Vergleich zu ICS-Monotherapie.
Umwelt und Inhalatorauswahl: okologische Aspekte
Dosieraerosole (pMDI) wie Flutiform enthalten als Treibgas Hydrofluorkohlenwasserstoffe (HFCs), die zwar die Ozonschicht nicht schadigen, jedoch einen messbaren Treibhauseffekt haben.
Im Zuge der europaischen Klimaleitlinien wird zunehmend diskutiert, ob Pulverinhalatoren (DPI) okologisch vorzuziehen sind, da diese kein Treibgas enthalten.
Die Entscheidung fur einen Inhalator-Typ sollte jedoch in erster Linie medizinische Kriterien berucksichtigen (Inhalationstechnik des Patienten, Krankheitsschwere, Koordinationsfahigkeit).
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt uber den fur Sie geeigneten Inhalator-Typ.
Haufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist Flutiform ein Notfallmedikament?
Nein. Flutiform ist ein Dauertherapeutikum (Controller) und nicht zur Notfallbehandlung bei akuten Asthmaanfallen geeignet. Halten Sie stets ein kurzwirksames Bronchodilatator-Spray (z.B. Salbutamol) fur den Notfall bereit. Bei einem schweren Asthmaanfall wahlen Sie den Notruf 112.
Warum muss ich nach der Inhalation den Mund ausspulen?
Ein Teil des inhalierten Wirkstoffs setzt sich in Mund und Rachen ab. Das Ausspulen mit Wasser entfernt diesen Anteil und verhindert lokale Nebenwirkungen wie Mundsoor (Pilzinfektion der Mundschleimhaut) und Heiserkeit.
Kann ich Flutiform mit anderen Asthmamedikamenten kombinieren?
Dies hangt von Ihrer individuellen Therapie ab. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Flutiform mit anderen Asthmamitteln kombinieren. Eine doppelte LABA-Therapie ist nicht empfohlen. Kurzwirksame Beta-2-Agonisten (Reliever) konnen weiterhin bei Bedarf eingesetzt werden.
Was soll ich tun, wenn ich eine Dosis vergessen habe?
Nehmen Sie die nachste Dosis zum gewohnlichen Zeitpunkt ein. Holen Sie nie die vergessene Dosis nach und nehmen Sie nie doppelte Dosen ein. Wenn Sie eine Dosis regelmaessig vergessen, besprechen Sie mit Ihrem Arzt Strategien zur Verbesserung der Therapietreue.
Kann Flutiform Herzprobleme verursachen?
Formoterol kann in seltenen Fallen Herzrasen (Tachykardie), Herzrhythmusstorungen oder Zittern verursachen. Bei Patienten mit bekannten Herzerkrankungen ist engmaschige Uberwachung erforderlich. Informieren Sie Ihren Arzt uber alle bestehenden Herzerkrankungen.
Wie lange dauert es, bis Flutiform wirkt?
Formoterol wirkt bronchodilatierend innerhalb weniger Minuten. Die antiinflammatorische Wirkung von Fluticasonpropionat baut sich uber Tage bis Wochen regelmaessiger Anwendung auf. Die volle Wirkung von Flutiform wird daher erst nach mehrwochiger Therapie erreicht.
Muss ich Flutiform auch bei symptomfreien Tagen verwenden?
Ja. Flutiform muss auch dann regelmaessig zweimal taglich angewendet werden, wenn keine Symptome vorhanden sind. Die prophylaktische Wirkung des inhalativen Kortikosteroids erfordert eine kontinuierliche Anwendung, auch bei guter Symptomkontrolle.
Quellen und weiterfuhrende Informationen
- Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de
- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de
- Institut fur Qualitat und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de
- Gelbe Liste Pharmindex: www.gelbe-liste.de
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