Atrovent

Atrovent (Ipratropiumbromid) ist ein inhalatives Anticholinergikum, das die Bronchialmuskulatur entspannt und die Atemwege erweitert.

Es wird hauptsächlich zur Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) und bei schweren Asthmaanfällen eingesetzt.

Das Medikament ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich und wird als kurzwirksames Bronchodilatativum in der Atemwegstherapie eingesetzt.

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Einleitung: Was ist Atrovent?

Atrovent ist ein Bronchodilatator aus der Gruppe der Anticholinergika, dessen Wirkstoff Ipratropiumbromid ist.

Das Medikament wird von Boehringer Ingelheim hergestellt und ist in Deutschland seit Jahrzehnten ein etabliertes Arzneimittel zur Behandlung von Atemwegserkrankungen.

Atrovent steht in verschiedenen Darreichungsformen zur Verfügung: als Inhalationslösung für Vernebler, als Dosieraerosol sowie als Nasenspray.

Die Zulassung durch die zuständigen europäischen und deutschen Behörden stellt sicher, dass Atrovent nach aktuellen wissenschaftlichen und regulatorischen Standards bewertet wurde.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) überwacht die Sicherheit und Qualität dieses Präparats im deutschen Markt.

Atrovent wird vor allem bei obstruktiven Atemwegserkrankungen eingesetzt, insbesondere bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) und beim Asthma bronchiale.

Es gehört zu den am häufigsten verwendeten inhalativen Bronchodilatatoren in der Pneumologie und wird sowohl als Dauermedikation als auch zur Akutbehandlung von Bronchospasmen eingesetzt.

In der modernen COPD-Therapie gemäß den GOLD-Leitlinien spielt Ipratropiumbromid eine wichtige Rolle als kurzwirksames Anticholinergikum (SAMA).

Die klinische Erfahrung mit Atrovent erstreckt sich über mehr als vier Jahrzehnte.

In dieser Zeit wurde das Medikament in zahlreichen klinischen Studien untersucht, und seine Wirksamkeit sowie sein Sicherheitsprofil sind gut dokumentiert.

Patienten mit COPD profitieren von der bronchodilatatorischen Wirkung, die zu einer verbesserten Lungenfunktion, einer Reduktion von Atemnot und einer besseren Belastungstoleranz führt.

Wirkungsmechanismus von Ipratropiumbromid

Ipratropiumbromid ist ein kompetitiver Antagonist an muskarinischen Acetylcholinrezeptoren. Im Bronchialsystem verhindert es die Bindung von Acetylcholin an M3-Rezeptoren auf der glatten Bronchialmuskulatur.

Acetylcholin ist der wichtigste parasympathische Neurotransmitter, der normalerweise eine Kontraktion der Bronchialmuskulatur und eine Steigerung der Schleimsekretion bewirkt.

Durch die Blockade dieser Rezeptoren kommt es zu einer Erschlaffung der Bronchialmuskulatur und damit zu einer Erweiterung der Atemwege (Bronchodilatation).

Im Gegensatz zu systemisch wirkenden Anticholinergika wird Ipratropiumbromid bei inhalativer Anwendung kaum resorbiert.

Die quartäre Ammoniumstruktur verhindert die Passage durch biologische Membranen, sodass systemische anticholinerge Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Harnverhalt oder Tachykardie bei bestimmungsgemäßem Gebrauch selten auftreten und deutlich schwächer ausgeprägt sind als bei oralen Anticholinergika.

Die Bronchodilatation setzt nach Inhalation innerhalb von 15 Minuten ein und erreicht ihr Maximum nach etwa 1 bis 2 Stunden.

Die Wirkdauer beträgt 4 bis 8 Stunden, was eine drei- bis viermal täglich Anwendung erforderlich macht.

Im Vergleich zu langwirksamen Anticholinergika wie Tiotropium (LAMA) hat Ipratropiumbromid eine kürzere Wirkdauer, kann aber bei Bedarf schneller titriert werden.

Bei der Behandlung akuter Bronchospasmen ist die rasche Wirkung von Vorteil.

Zusätzlich zur Bronchodilatation hat Ipratropiumbromid eine hemmende Wirkung auf die Schleimdrüsensekretion.

Dies kann bei Patienten mit übermäßiger Schleimproduktion, wie sie bei chronischer Bronchitis häufig vorkommt, von klinischem Nutzen sein.

Die Kombination aus Bronchodilatation und reduzierter Schleimhypersekretion trägt zur Verbesserung der Atemfunktion bei COPD bei.

Indikationen: Wann wird Atrovent eingesetzt?

Atrovent ist zur Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) aller Schweregrade zugelassen.

Die COPD umfasst chronische Bronchitis und Lungenemphysem und ist durch eine persistierende, nur teilweise reversible Atemwegsobstruktion gekennzeichnet.

Atrovent verbessert bei diesen Patienten die Lungenfunktionsparameter, insbesondere das forcierte Einsekundenvolumen (FEV1) und die Vitalkapazität.

Ein weiteres Anwendungsgebiet ist das Asthma bronchiale, insbesondere in Kombination mit Beta-2-Agonisten bei mittelschweren bis schweren Asthmaanfällen.

In der Notaufnahme und im intensivmedizinischen Bereich wird Atrovent als Inhalationslösung häufig mit Salbutamol kombiniert, um eine synergistische Bronchodilatation zu erzielen.

Diese Kombination ist auch in der pädiatrischen Pneumologie etabliert.

Bei akuten Bronchospasmen, die durch verschiedene Auslöser wie Infektionen, Allergene oder Reizstoffe ausgelöst werden, kann Atrovent als Bedarfsmedikation eingesetzt werden.

Es eignet sich auch für Patienten, die Beta-2-Agonisten nicht vertragen, etwa bei Herzrhythmusstörungen oder ausgeprägten Tremor-Nebenwirkungen.

Das Nasenspray-Präparat ist zur Behandlung der Rhinorrhoe bei allergischer und nicht-allergischer Rhinitis indiziert.

In der Palliativmedizin wird Atrovent gelegentlich zur Symptomkontrolle bei terminaler Atemnot eingesetzt. Die bronchodilatatorische Wirkung kann die Lebensqualität von Patienten mit fortgeschrittenen pulmonalen Erkrankungen verbessern, auch wenn keine kurativen Therapieziele mehr verfolgt werden.

Dosierung und Anwendung

Die Dosierung von Atrovent richtet sich nach der Darreichungsform, dem Indikationsgebiet und dem Schweregrad der Erkrankung.

Für die Inhalationslösung zur Vernebelung beträgt die empfohlene Erwachsenendosis bei akuten Bronchospasmen und COPD 0,25 bis 0,5 mg Ipratropiumbromid (1 bis 2 Ampullen zu 2 ml mit 0,25 mg/ml) bis zu viermal täglich.

Bei schweren Attacken kann die Dosis unter ärztlicher Aufsicht auf 2 mg erhöht werden.

Das Dosieraerosol enthält 20 Mikrogramm Ipratropiumbromid pro Hub. Die übliche Dosierung beträgt 2 Hübe (40 Mikrogramm) drei- bis viermal täglich.

Zur Bedarfstherapie können bei akuter Atemnot bis zu 8 Hübe als Einzeldosis inhaliert werden, allerdings sollte die Tageshöchstdosis von 320 Mikrogramm (16 Hübe) nicht überschritten werden.

Die korrekte Inhalationstechnik ist entscheidend für die Wirksamkeit und sollte vom Arzt oder Apotheker demonstriert werden.

Für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren empfiehlt sich eine Dosierung von 1 Hub (20 Mikrogramm) bis zu dreimal täglich.

Bei Kindern unter 6 Jahren sollte die Anwendung nur unter strenger ärztlicher Aufsicht und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.

Die Inhalationslösung für Kleinkinder ab 1 Monat ist in der Lage, rasch eine klinisch bedeutsame Bronchodilatation zu bewirken.

Bei der Anwendung des Dosieraerosols ist auf die richtige Technik zu achten: Das Aerosol vor jeder Anwendung schütteln, tief ausatmen, das Mundstück dicht umschließen, langsam und tief inhalieren und anschließend die Luft für einige Sekunden anhalten.

Nach der Inhalation den Mund ausspülen hilft, oropharyngeale Ablagerungen des Wirkstoffs zu reduzieren.

Patienten mit Glaukomrisiko sollten beim Vernebeln eine Schutzbrille tragen, um eine direkte Exposition der Augen zu vermeiden.

Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen von Atrovent sind auf seine anticholinerge Wirkung zurückzuführen, treten bei inhalativer Anwendung jedoch deutlich seltener auf als bei systemischen Anticholinergika.

Mundtrockenheit ist die am häufigsten berichtete Nebenwirkung und betrifft bis zu 10 Prozent der Patienten bei bestimmungsgemäßem Gebrauch.

Sie ist in der Regel mild und nimmt bei fortgesetzter Behandlung häufig ab.

Gastrointestinale Nebenwirkungen wie Nausea, Obstipation und Bauchschmerzen können auftreten, insbesondere wenn Aerosol versehentlich geschluckt wird. Husten und paradoxe Bronchospasmen wurden in seltenen Fällen berichtet.

Letztere erfordern das sofortige Absetzen des Medikaments und eine alternative Therapie. Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Atropin oder andere Anticholinergika ist das Risiko einer Hypersensitivitätsreaktion erhöht.

Okuläre Nebenwirkungen können auftreten, wenn das Aerosol oder die Nebellösung in die Augen gelangt.

Dies kann zu Mydriasis (Pupillenerweiterung), Augeninnendruckerhöhung, Akkommodationsstörungen und im schlimmsten Fall zu einem akuten Glaukomanfall führen. Besonders gefährdet sind Patienten mit einem vorbestehenden Engwinkelglaukom.

Beim Auftreten von Augenschmerzen, Sehstörungen oder Halos um Lichtquellen sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Urogenitale Nebenwirkungen wie Harnverhalt oder Dysurie können auftreten, insbesondere bei Männern mit Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie). Bei Auftreten dieser Symptome sollte der behandelnde Arzt informiert werden.

Herzrhythmusstörungen wie Tachykardie, Vorhofflimmern und supraventrikuläre Tachykardie wurden selten berichtet, überwiegend bei Patienten mit vorbestehenden Herzerkrankungen oder bei Hochdosisanwendung.

Allergische Reaktionen einschließlich Hautausschlag, Urtikaria und im seltenen Fall einer Anaphylaxie wurden beschrieben.

Patienten, die nach einer Inhalation Zeichen einer schweren allergischen Reaktion entwickeln, sollten umgehend den Notruf 112 anrufen.

Nervosität, Kopfschmerzen und Schwindel wurden ebenfalls als mögliche Nebenwirkungen genannt, sind aber bei inhalativer Anwendung selten.

Kontraindikationen

Atrovent ist kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Ipratropiumbromid, Atropin oder seine Derivate sowie gegen einen der sonstigen Bestandteile des Präparats.

Bei Patienten mit einem Engwinkelglaukom sollte Atrovent mit besonderer Vorsicht angewendet werden, da eine direkte Augenexposition den Augeninnendruck erhöhen kann.

Bei bestimmungsgemäßer Anwendung und sorgfältiger Vermeidung einer Augenexposition ist Atrovent bei diesen Patienten jedoch nicht absolut kontraindiziert.

Eine weitere relative Kontraindikation besteht bei Patienten mit bekannter Obstruktion des Harnabflusses, beispielsweise bei benigner Prostatahyperplasie oder Blasenhalsobstruktion.

Bei diesen Patienten sollte die Behandlung mit Atrovent nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung und unter engmaschiger Überwachung erfolgen. Tachyarrhythmien und andere signifikante Herzrhythmusstörungen können eine relative Kontraindikation darstellen.

Bei Patienten mit cystischer Fibrose ist Vorsicht geboten, da die Verringerung der mukoziliaren Clearance theoretisch nachteilig sein könnte, obwohl klinisch keine eindeutigen Belege dafür vorliegen.

Das Präparat enthält Benzalkoniumchlorid als Konservierungsmittel in einigen Formulierungen, was bei entsprechend sensibilisierten Patienten zu bronchospastischen Reaktionen führen kann.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Die gleichzeitige Anwendung von Atrovent mit anderen Anticholinergika kann zu einer additiven Verstärkung der anticholinergen Wirkungen führen.

Dies betrifft sowohl inhalative als auch systemische Anticholinergika wie Tiotropium, Glycopyrronium, Oxybutynin oder trizyklische Antidepressiva.

Eine solche Kombination sollte vermieden oder, wenn sie klinisch notwendig ist, unter engmaschiger Überwachung durchgeführt werden.

Beta-2-Agonisten wie Salbutamol oder Formoterol können die bronchodilatatorische Wirkung von Atrovent verstärken (synergistischer Effekt).

Diese Kombination ist klinisch erwünscht und wird in der COPD-Therapie und bei schweren Asthmaanfällen gezielt eingesetzt.

Fixkombinationen aus Ipratropiumbromid und Salbutamol sind im Handel erhältlich und bieten Vorteile hinsichtlich der Therapietreue.

Xanthinderivate (Theophyllin, Aminophyllin) und Kortikosteroide werden häufig zusammen mit Atrovent in der COPD-Behandlung eingesetzt, ohne dass klinisch relevante pharmakokinetische Wechselwirkungen bekannt sind. Methylxanthine verstärken die Bronchodilatation durch einen komplementären Wirkmechanismus (Phosphodiesterase-Hemmung) und können additive kardiale Nebenwirkungen verursachen.

Disopyramid, Amiodaron und andere Antiarrhythmika können die anticholinergen Wirkungen von Atrovent additiv verstärken. Patienten, die diese Arzneimittel gleichzeitig einnehmen, sollten engmaschig auf Zeichen einer anticholinergen Toxizität überwacht werden.

MAO-Hemmer können die sympathomimetischen Wirkungen von Beta-2-Agonisten, die häufig zusammen mit Atrovent gegeben werden, potenziell verstärken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Zur Anwendung von Ipratropiumbromid in der Schwangerschaft liegen nur begrenzte klinische Daten vor.

Tierexperimentelle Studien haben keine teratogenen Wirkungen gezeigt, jedoch sind die Ergebnisse aus Tierversuchen nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragbar.

Atrovent sollte in der Schwangerschaft nur dann angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen für die Mutter das potenzielle Risiko für den Fötus überwiegt.

Bei gut kontrollierbaren Atemwegserkrankungen sollten alternative, besser untersuchte Bronchodilatatoren bevorzugt werden.

Es ist nicht bekannt, ob Ipratropiumbromid in die Muttermilch übergeht.

Aufgrund der geringen systemischen Resorption nach Inhalation und der damit verbundenen niedrigen Plasmaspiegel ist das Risiko für den gestillten Säugling wahrscheinlich gering.

Dennoch sollte in der Stillzeit eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen werden.

Die Entscheidung über die Weiterführung der Behandlung oder das Abstillen sollte in Absprache mit dem behandelnden Arzt getroffen werden.

Schwangere und stillende Frauen, die Atrovent benötigen, sollten dies mit ihrem Hausarzt oder Facharzt besprechen und die niedrigste wirksame Dosis verwenden.

Eine regelmäßige Überprüfung der Therapie ist wichtig, um eine Überbehandlung zu vermeiden. Physiologische Veränderungen der Lungenfunktion in der Schwangerschaft können die Dosierung beeinflussen.

Aufbewahrung

Atrovent-Präparate sollten bei Raumtemperatur (nicht über 25 Grad Celsius) aufbewahrt werden.

Das Dosieraerosol darf nicht eingefroren werden und sollte vor direkter Sonneneinstrahlung und Hitze geschützt werden, da der Treibgasbehälter unter Druck steht und bei Überhitzung bersten kann.

Das Dosieraerosol nicht ins Feuer oder in heißes Wasser werfen.

Inhalationslösungen in Einzeldosisbehältnissen (Unit-dose-Ampullen) sind vor Licht zu schützen und sollten erst unmittelbar vor der Anwendung geöffnet werden. Angebrochene Ampullen sind sofort zu verwerfen, nicht aufzubewahren.

Das Inhalationsgerät (Vernebler) muss regelmäßig nach Herstelleranleitung gereinigt werden, um eine Kontamination und damit verbundene Infektionen zu verhindern.

Das Haltbarkeitsdatum auf der Packung ist unbedingt zu beachten. Arzneimittel sollten generell sicher und für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.

Nicht mehr benötigte Arzneimittel sind beim Arzt oder in der Apotheke zurückzugeben und nicht in den Hausmüll oder das Abwasser zu entsorgen, um die Umwelt zu schützen.

Hinweise für besondere Patientengruppen

Bei älteren Patienten (ab 65 Jahren) ist keine generelle Dosisanpassung erforderlich, jedoch sollte das erhöhte Risiko von anticholinergen Nebenwirkungen wie Harnverhalt, Obstipation und kognitive Beeinträchtigungen beachtet werden.

Ältere Patienten nehmen häufig mehrere Medikamente gleichzeitig ein (Polypharmazie), was das Risiko anticholinerger Wechselwirkungen erhöht. Eine regelmäßige Überprüfung des Medikationsplans durch den Hausarzt ist empfehlenswert.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Leberfunktion ist keine Dosisanpassung bekannt erforderlich, da Ipratropiumbromid nach Inhalation nur minimal resorbiert wird.

Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz oder koronarer Herzkrankheit sollten bei der Anwendung engmaschig überwacht werden, da in seltenen Fällen kardiale Ereignisse beschrieben wurden.

Bei Kindern mit Asthma kann Atrovent in Kombination mit einem Beta-2-Agonisten bei akuten Anfällen eingesetzt werden. Die Dosierung sollte dem Körpergewicht und dem Alter angepasst werden.

Bei Säuglingen und Kleinkindern ist besondere Vorsicht geboten, da die Sicherheitsdaten für diese Altersgruppe begrenzt sind.

Vergleich mit anderen Bronchodilatatoren

Im Vergleich zu kurzwirksamen Beta-2-Agonisten (SABA) wie Salbutamol (Ventolin) hat Atrovent einen anderen Wirkmechanismus und kann additiv wirken.

Bei COPD-Patienten ist der Bronchodilatationseffekt von Ipratropiumbromid häufig stärker ausgeprägt als bei Beta-2-Agonisten, da die parasympathische Überaktivität eine wichtigere Rolle bei der Atemwegsobstruktion bei COPD spielt als bei Asthma.

Bei Asthma hingegen sind Beta-2-Agonisten in der Regel als Erstlinientherapie bevorzugt.

Langwirksame Anticholinergika (LAMA) wie Tiotropium (Spiriva) bieten den Vorteil einer einmal täglichen Dosierung bei vergleichbarer oder überlegener Wirksamkeit in der Langzeittherapie der COPD.

Für viele stabile COPD-Patienten sind LAMA-Präparate der bevorzugte Wirkstoff.

Atrovent behält seine Bedeutung als kurzwirksame Option zur Bedarfstherapie und in der Akutsituation sowie bei Patienten, die LAMA nicht vertragen.

Die GOLD-Leitlinien zur COPD-Therapie empfehlen die Auswahl des Bronchodilatators basierend auf der Krankheitsschwere, den Patientenpräferenzen, den Nebenwirkungen und dem Ansprechen auf die Therapie.

Eine Kombinationstherapie aus LAMA und LABA (langwirksamen Beta-2-Agonisten) ist für viele Patienten mit mittelschwerem bis schwerem COPD die bevorzugte Dauertherapie.

Atrovent kann in diesen Therapieschemas als Bedarfsmedikation ergänzt werden.

Haeufig gestellte Fragen (FAQ)

Frage: Wie schnell wirkt Atrovent nach der Inhalation? . Antwort: Die Bronchodilatation setzt in der Regel innerhalb von 15 Minuten nach der Inhalation ein.

Die maximale Wirkung wird nach etwa 1 bis 2 Stunden erreicht. Diese vergleichsweise schnelle Wirkung macht Atrovent auch zur Bedarfstherapie bei akuter Atemnot geeignet.

Im Vergleich zu Beta-2-Agonisten wie Salbutamol, die innerhalb von 5 Minuten wirken, ist der Wirkungseintritt etwas verzögert.

Frage: Kann ich Atrovent dauerhaft anwenden? . Antwort: Ja, Atrovent ist zur Dauerbehandlung der COPD zugelassen.

Bei langfristiger Anwendung sollte die Therapie in regelmäßigen Abständen vom behandelnden Arzt überprüft werden.

In der modernen COPD-Therapie werden jedoch haeufig langwirksame Anticholinergika (LAMA) wie Tiotropium bevorzugt, da sie nur einmal täglich angewendet werden müssen und eine konsistentere Bronchodilatation bieten.

Frage: Was soll ich tun, wenn ich eine Dosis vergessen habe? .

Antwort: Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese so bald wie möglich nach, es sei denn, die naechste Dosis steht kurz bevor.

In diesem Fall lassen Sie die vergessene Dosis aus und setzen Sie die regulaere Dosierung fort. Nehmen Sie niemals die doppelte Dosis ein, um eine vergessene Dosis nachzuholen.

Frage: Darf ich Atrovent zusammen mit anderen Inhalatoren anwenden? . Antwort: Ja, Atrovent wird häufig zusammen mit Beta-2-Agonisten wie Salbutamol oder Formoterol angewendet.

Diese Kombination ist klinisch erprobt und zeigt synergistische bronchodilatatorische Wirkung.

Wenn Sie mehrere Inhalatoren verwenden, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach der optimalen Reihenfolge und dem zeitlichen Abstand zwischen den Inhalationen.

Frage: Kann Atrovent einen akuten Asthmaanfall stoppen? . Antwort: Atrovent kann bei schweren Asthmaanfällen als Ergänzung zu Beta-2-Agonisten eingesetzt werden.

Es ist jedoch kein Ersatz für Salbutamol oder andere schnell wirkende Beta-2-Agonisten, die bei Asthma als Erstlinientherapie empfohlen sind.

Im Notfall sollten Sie immer den Notruf 112 anrufen, wenn die Inhalation eines Bronchodilatators keine ausreichende Linderung bringt.

Frage: Ist Atrovent fuer Kinder sicher? . Antwort: Atrovent kann bei Kindern ab 6 Jahren zur Behandlung von Bronchospasmen eingesetzt werden, jedoch in reduzierten Dosen.

Bei Kindern unter 6 Jahren sollte die Anwendung nur unter strenger ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Die Wirksamkeit und Sicherheit bei sehr kleinen Kindern ist weniger gut dokumentiert als bei Erwachsenen. Sprechen Sie mit dem Kinderarzt über die geeignete Dosierung.

Frage: Wie erkenne ich, ob mein Dosieraerosol leer ist? . Antwort: Die meisten Atrovent-Dosieraerosole verfügen über einen Dosiszähler, der die verbleibenden Hübe anzeigt.

Wenn kein Zähler vorhanden ist, können Sie das Gerät in Wasser legen: Ein volles Gerät sinkt, ein teilweise gefülltes kippt, ein leeres Gerät schwimmt oben.

Bewahren Sie immer ein Ersatzgerät auf, damit Sie bei Leerung nicht ohne Medikament sind.

Quellen und weiterfuehrende Informationen

Detaillierte Informationen zu Atrovent finden Sie in den folgenden offiziellen und wissenschaftlichen Quellen:

  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de, Zulassungsinformationen und Sicherheitsbewertungen
  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de, Nutzenbewertungen und Therapiehinweise
  • Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de, Evidenzbasierte Arzneimittelbewertungen
  • Gelbe Liste Pharmindex: www.gelbe-liste.de, Arzneimittelinformationen und Interaktionsdatenbank
  • Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD): goldcopd.org, Internationale COPD-Leitlinien
  • Deutsche Atemwegsliga: www.atemwegsliga.de, Patienteninformationen und Leitlinien

Bei Fragen zu Ihrer Behandlung wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder Pneumologen. Im medizinischen Notfall wählen Sie den Notruf 112 .

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt in der Regel die Kosten für Atrovent bei den zugelassenen Indikationen nach aerztlicher Verordnung.

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