Lyrica
Lyrica (Pregabalin) ist ein Antiepileptikum und Schmerzmittel zur Behandlung neuropathischer Schmerzen, als Zusatztherapie bei Epilepsie und zur Behandlung der generalisierten Angststörung bei Erwachsenen.
Seit 2020 unterliegt Pregabalin in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz und darf nur auf BtM-Rezept verordnet werden. Lyrica ist verschreibungspflichtig und vom BfArM zugelassen.
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Lyrica (Pregabalin), Behandlung von neuropathischen Schmerzen, Epilepsie und Angststörungen
Lyrica ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel mit dem Wirkstoff Pregabalin.
Es gehört zur Gruppe der Antiepileptika und wird eingesetzt zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen, als Zusatztherapie bei Epilepsie und zur Behandlung von generalisierten Angststörungen.
Lyrica ist in Deutschland vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassen und seit 2004 auf dem Markt.
Seit 2019 ist Pregabalin als Generikum verfügbar, da der ursprüngliche Patentschutz ausgelaufen ist.
Lyrica ist aufgrund seines Missbrauchspotenzials seit 2020 als Betäubungsmittel in Deutschland eingestuft und unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG).
Wirkmechanismus von Pregabalin
Pregabalin ist ein Analogon der gamma-Aminobuttersäure (GABA), wirkt aber nicht über GABA-Rezeptoren. Stattdessen bindet Pregabalin an die alpha-2-delta-Untereinheit spannungsgesteuerter Kalziumkanäle im zentralen Nervensystem.
Durch diese Bindung wird der Kalziumeinstrom in die Nervenzellen reduziert, was zu einer verminderten Freisetzung exzitatorischer Neurotransmitter (Glutamat, Noradrenalin, Substanz P) führt.
Dies erklärt die schmerzlindernde, krampflösende und angstlösende Wirkung von Pregabalin.
Im Gegensatz zu Gabapentin, dem chemisch verwandten Vorgänger, hat Pregabalin eine vorhersehbarere und dosislineare Pharmakokinetik. Die orale Bioverfügbarkeit beträgt über 90 %, unabhängig von der Dosis.
Die maximale Plasmakonzentration wird innerhalb von 1 Stunde nach Einnahme erreicht. Die Halbwertszeit beträgt etwa 6 Stunden, weshalb eine zwei- bis dreimal tägliche Einnahme erforderlich ist.
Pregabalin wird fast ausschliesslich renal eliminiert und wird nicht hepatisch metabolisiert, was Wechselwirkungen mit hepatisch metabolisierten Arzneimitteln minimiert.
Zugelassene Anwendungsgebiete in Deutschland
Lyrica ist in Deutschland für folgende Indikationen zugelassen:
- Neuropathische Schmerzen: Behandlung peripherer und zentraler neuropathischer Schmerzen bei Erwachsenen (z.B. diabetische Polyneuropathie, postherpetische Neuralgie, Schmerzen nach Rückenmarksverletzung)
- Epilepsie (Zusatztherapie): Behandlung von partiellen Anfällen mit und ohne sekundäre Generalisierung bei Erwachsenen, wenn andere antiepileptische Behandlungen nicht ausreichend wirksam waren
- Generalisierte Angststörung (GAD): Behandlung der generalisierten Angststörung bei Erwachsenen
Dosierung und Anwendungshinweise
Neuropathische Schmerzen: Die Behandlung beginnt mit 150 mg pro Tag, aufgeteilt auf zwei oder drei Einzeldosen.
Je nach Wirksamkeit und Verträglichkeit kann die Dosis nach 3 bis 7 Tagen auf 300 mg pro Tag erhöht werden, und nach weiteren 7 Tagen auf die maximale Tagesdosis von 600 mg, aufgeteilt auf zwei oder drei Einzeldosen.
Epilepsie (Zusatztherapie): Startdosis 150 mg pro Tag in zwei oder drei Einzeldosen, mit möglicher Steigerung auf 300 mg pro Tag nach einer Woche und auf 600 mg pro Tag nach weiteren zwei Wochen.
Generalisierte Angststörung: Startdosis 150 mg pro Tag in zwei oder drei Einzeldosen. Steigerung auf 300 bis 600 mg pro Tag möglich, je nach Ansprechen und Verträglichkeit.
Lyrica kann mit oder ohne Mahlzeiten eingenommen werden. Die Kapseln sollen ganz geschluckt werden. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist eine Dosisanpassung erforderlich, da Pregabalin renal eliminiert wird.
Betäubungsmittelrechtliche Einordnung
Seit dem 1. Februar 2020 unterliegt Pregabalin in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Das bedeutet, dass Lyrica nur auf einem speziellen Betäubungsmittelrezept (BtM-Rezept) verordnet werden darf.
Die Einstufung als Betäubungsmittel erfolgte aufgrund von Berichten über Missbrauch und Abhängigkeit, insbesondere in Kombination mit Opioiden oder bei Patienten mit einer Suchterkrankung in der Vorgeschichte.
Als Patient erhalten Sie von Ihrem Arzt ein dreiteiliges BtM-Rezept. Dieses Rezept hat eine begrenzte Gültigkeitsdauer.
Die Apotheke behält einen Teil des Rezepts, sendet einen Teil an die Krankenkasse und gibt Ihnen einen Teil zurück.
Eine vorzeitige Neuverordnung vor Ablauf des bestehenden Vorrats ist in der Regel nicht möglich.
Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial
Pregabalin hat ein Potenzial für Missbrauch und körperliche Abhängigkeit.
Besonders gefährdet sind Personen mit einer Suchterkrankung in der Vorgeschichte (Alkohol, Drogen, Arzneimittel) sowie Personen, die gleichzeitig Opioide oder andere zentralnervös dämpfende Substanzen einnehmen.
Zeichen eines Missbrauchs können sein: Einnahme höherer Dosen als verordnet, Einnahme zur Erzeugung von Euphorie, Beschaffung von Lyrica über nicht autorisierte Wege.
Wenn Sie Lyrica über einen längeren Zeitraum eingenommen haben und die Behandlung beendet werden soll, muss die Dosis schrittweise reduziert werden, um Entzugssymptome zu minimieren.
Entzugssymptome beim Absetzen
Lyrica darf nicht abrupt abgesetzt werden. Das plötzliche Absetzen kann zu Entzugssymptomen führen, darunter Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Angst, Durchfall, Grippeähnliche Symptome und in seltenen Fällen Krampfanfälle.
Die Dosis sollte über einen Zeitraum von mindestens einer Woche schrittweise reduziert werden. Bei langer Einnahmedauer oder hoher Dosis kann ein längerer Ausschleichzeitraum erforderlich sein.
Besondere Patientengruppen
Ältere Patienten: Ältere Patienten haben oft eine eingeschränkte Nierenfunktion und benötigen möglicherweise eine Dosisanpassung. Das Risiko für Schwindel und Stürze ist erhöht, weshalb auf Sturzsicherheit geachtet werden sollte.
Patienten mit Niereninsuffizienz: Da Pregabalin fast ausschliesslich renal ausgeschieden wird, ist eine Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion zwingend erforderlich. Die Dosis richtet sich nach der Kreatinin-Clearance.
Schwangerschaft und Stillzeit: Lyrica ist in der Schwangerschaft kontraindiziert, sofern keine zwingenden Gründe vorliegen. Tierstudien haben reproduktionstoxische Wirkungen gezeigt. Frauen im gebärfähigen Alter müssen wirksame Verhütungsmassnahmen anwenden. In der Stillzeit sollte Lyrica nicht angewendet werden.
Wechselwirkungen mit anderen Substanzen
Pregabalin kann mit folgenden Substanzen und Arzneimitteln interagieren:
- Opioide (z.B. Morphin, Oxycodon, Fentanyl): Die Kombination mit Opioiden erhöht das Risiko einer Atemdepression (verlangsamte Atmung) erheblich und kann lebensbedrohlich sein. Diese Kombination erfordert besondere Vorsicht und ärztliche Überwachung.
- Alkohol: Alkohol verstärkt die sedierende Wirkung von Pregabalin und erhöht das Risiko von Schwindel, Stürzen und Atemdepression. Alkoholkonsum sollte während der Behandlung vermieden werden.
- Benzodiazepine und andere Sedativa: Erhöhtes Risiko zentralnervöser Dämpfung, Atemdepression und Abhängigkeit.
- Andere Antiepileptika: Im Allgemeinen keine signifikanten pharmakokinetischen Wechselwirkungen.
Auswirkungen auf Fahrfähigkeit und Maschinenbedienung
Lyrica kann Schwindel, Schläfrigkeit und verschwommenes Sehen verursachen, was die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zur Bedienung von Maschinen erheblich beeinträchtigen kann.
Sie sollten nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen, bis Sie wissen, wie Lyrica auf Sie wirkt. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.
Haeufig gestellte Fragen zu Lyrica
Wie schnell wirkt Lyrica bei neuropathischen Schmerzen?
Manche Patienten berichten von einer Verbesserung der Schmerzen bereits nach einigen Tagen.
Die volle Wirksamkeit wird jedoch in der Regel erst nach 2 bis 4 Wochen und nach vollständiger Dosistitration erreicht.
Es ist wichtig, die Behandlung auch dann fortzusetzen, wenn in den ersten Tagen keine deutliche Verbesserung zu spüren ist.
Kann ich Lyrica abrupt absetzen?
Nein, Lyrica darf nicht abrupt abgesetzt werden. Beim plötzlichen Absetzen können Entzugssymptome auftreten, die unangenehm und in seltenen Fällen gefährlich sein können.
Die Dosis muss unter ärztlicher Aufsicht schrittweise reduziert werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Einnahme verändern.
Macht Lyrica abhängig?
Lyrica hat ein Potenzial für körperliche Abhängigkeit, weshalb es in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz unterliegt. Das Abhängigkeitsrisiko ist bei sachgemässer Anwendung gemäss ärztlicher Verordnung gering, aber real. Wenn Sie oder Ihr Arzt Zeichen einer Abhängigkeit bemerken, sollte die Behandlung überprüft werden.
Darf ich waehrend der Behandlung mit Lyrica Alkohol trinken?
Nein. Alkohol verstärkt die sedierende Wirkung von Pregabalin erheblich und erhöht das Risiko von Schwindel, Stürzen, Atemdepression und anderen gefährlichen Nebenwirkungen. Während der Behandlung mit Lyrica sollte kein Alkohol getrunken werden.
Was soll ich tun, wenn ich eine Dosis vergessen habe?
Nehmen Sie die vergessene Dosis so bald wie möglich ein. Wenn es jedoch fast Zeit für die nächste Dosis ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen Sie wie gewohnt weiter. Nehmen Sie keine doppelte Dosis.
Kann ich Lyrica zusammen mit anderen Schmerzmitteln einnehmen?
Die Kombination von Lyrica mit anderen Schmerzmedikamenten, insbesondere Opioiden, muss sehr sorgfältig durch einen Arzt abgewogen werden, da das Risiko von Atemdepression und anderen schwerwiegenden Nebenwirkungen steigt. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt alle Arzneimittel, die Sie einnehmen.
Ist Lyrica auch fuer Kinder geeignet?
Lyrica ist nur für Erwachsene ab 18 Jahren zugelassen. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist Lyrica nicht indiziert.
Behandlung neuropathischer Schmerzen: Hintergrund und Einordnung
Neuropathische Schmerzen entstehen durch Schädigungen oder Fehlfunktionen des Nervensystems selbst, im Gegensatz zu nozizeptiven Schmerzen, die durch Gewebeschäden ausgelöst werden.
Typische Beschreibungen neuropathischer Schmerzen sind brennend, einschliessend, schiessend, elektrisierend oder kribbeln. Häufige Ursachen sind Diabetes mellitus (diabetische Polyneuropathie), Gürtelrose (postherpetische Neuralgie), Rückenmarksverletzungen, Multiple Sklerose und Chemotherapie-bedingte Nervenschäden.
Lyrica (Pregabalin) gehört zusammen mit Duloxetin und Amitriptylin zu den ersten Behandlungsoptionen bei neuropathischen Schmerzen laut Leitlinien.
Die Wahl des geeigneten Arzneimittels hängt von der Grunderkrankung, den Begleiterkrankungen und dem individuellen Risikoprofil ab.
Viele Patienten profitieren von einer Kombination verschiedener Behandlungsansätze (multimodales Schmerzmanagement) einschliesslich Physiotherapie, psychologischer Unterstützung und ggf. interventioneller Verfahren.
Lyrica bei generalisierten Angststörungen: Besonderheiten
Die generalisierte Angststörung (GAD) ist eine häufige psychische Erkrankung, die durch anhaltende, unkontrollierbare Sorgen und körperliche Symptome wie Muskelspannung, Schlafstörungen und Reizbarkeit gekennzeichnet ist.
Lyrica ist eines der wenigen Arzneimittel, das explizit für die Behandlung der GAD zugelassen ist.
Es wirkt schneller als Antidepressiva (Wirkungsbeginn oft innerhalb 1 bis 2 Wochen) und hat kein serotonerges Syndromrisiko.
Die Behandlung der GAD sollte in der Regel eine Kombination aus medikamentöser Therapie und psychotherapeutischen Massnahmen (insbesondere kognitive Verhaltenstherapie) umfassen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Psychiater über die für Sie geeignete Behandlungsstrategie.
Notruf und Sicherheitshinweise
Rufen Sie sofort den Notruf 112 an, wenn Sie oder eine andere Person folgende Symptome nach Einnahme von Lyrica bemerken: stark verlangsamte oder unregelmässige Atmung, Bewusstlosigkeit, extreme Schläfrigkeit, Krampfanfall.
Dies kann ein medizinischer Notfall sein, besonders wenn Lyrica zusammen mit Opioiden oder Alkohol eingenommen wurde.
Regulatorische Informationen und Quellen
Lyrica ist in Deutschland vom BfArM (bfarm.de) zugelassen und seit 2020 als Betäubungsmittel eingestuft. Bewertungen durch den G-BA (g-ba.de) und das IQWiG (iqwig.de) sind öffentlich zugänglich. Weitere Informationen auf gelbe-liste.de.
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de
- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de
- Gelbe Liste Pharmindex: www.gelbe-liste.de
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