Marvelon
Marvelon ist ein kombiniertes orales Kontrazeptivum mit den Wirkstoffen Desogestrel (150 Mikrogramm) und Ethinylestradiol (30 Mikrogramm), das zur Verhuetung einer ungewollten Schwangerschaft eingesetzt wird.
Als Einphasenpille enthalten alle aktiven Tabletten dieselbe Hormonmenge; der Pearl-Index liegt bei korrekter Anwendung unter 1.
Vor der ersten Einnahme sind eine aerztliche Anamnese, Blutdruckmessung und individuelle Risikobeurteilung erforderlich.
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Marvelon, Kombiniertes orales Kontrazeptivum mit Desogestrel und Ethinylestradiol
Marvelon ist ein niedrig dosiertes, kombiniertes orales Kontrazeptivum (KOK), das die synthetischen Hormone Desogestrel (150 Mikrogramm) und Ethinylestradiol (30 Mikrogramm) enthalt.
Es gehoert zur Gruppe der Einphasenpillen, bei denen jede Tablette dieselbe Wirkstoffmenge enthalt. In Deutschland ist Marvelon als verschreibungspflichtiges Arzneimittel zugelassen und wird von Gynakologen sowie Hausarzten verordnet.
Die Bundesanstalt fuer Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die Zulassung auf der Grundlage klinischer Studiendaten erteilt, die eine hohe kontrazeptive Wirksamkeit belegen. Bis zum 22.
Geburtstag werden die Kosten von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ubernommen.
Wirkungsmechanismus
Marvelon entfaltet seine verhuetende Wirkung ueber drei sich erganzende Mechanismen.
Erstens hemmt die Kombination aus Desogestrel und Ethinylestradiol die Ausschuettung der Gonadotropine LH und FSH aus der Hypophyse, wodurch die Ovulation (Eisprung) vollstaendig unterdrueckt wird.
Ohne Eisprung ist eine Befruchtung nicht moeglich. Zweitens bewirkt das Gestagen eine Verdickung des Zervixschleims, wodurch Spermien nur sehr erschwert in die Gebaermutter eindringen koennen.
Drittens wird die Gebaermutterschleimhaut (Endometrium) so veraendert, dass eine Einnistung einer eventuell befruchteten Eizelle praktisch ausgeschlossen ist.
Das Zusammenspiel dieser drei Mechanismen ergibt einen Pearl-Index von unter 1 bei korrekter Anwendung.
Desogestrel gehoert zu den Gestagenen der dritten Generation mit hoher Gestagenselektivitaet und geringer androgener Restaktivitaet, was sich positiv auf das Hautbild vieler Anwenderinnen auswirkt.
Indikationen
Marvelon ist zur oralen Kontrazeption bei Frauen im gebaerfahigen Alter zugelassen. Es wird eingesetzt, wenn eine zuverlaessige, reversible hormonelle Verhuetung gewuenscht wird.
Die Behandlungsentscheidung trifft der Arzt nach sorgfaeltiger Anamnese, koerperlicher Untersuchung und individueller Risikoabschaetzung.
Neben der primaren Indikation der Schwangerschaftsverhuetung berichten viele Anwenderinnen von positiven Begleiteffekten: Regelmaessigere und schwachere Menstruationsblutungen, Linderung von Regelschmerzen (Dysmenorrhoe) und Verbesserung des Hautbilds bei androgenisch bedingter Akne.
Diese Effekte sind klinisch dokumentiert, stellen jedoch keine eigenstaendige, offizielle Zulassungsindikation dar.
Frauen unter 22 Jahren konnen die Kosten bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse einreichen; aeltere Frauen tragen die Kosten selbst.
Dosierung und Anwendung
Marvelon wird als Einphasenpille in einem 21-Tage-Schema eingenommen. Die Tabletten werden 21 Tage lang taeglich zur selben Uhrzeit eingenommen, gefolgt von einer 7-taegigen Einnahmepause.
Waehrend der Pause tritt die sogenannte Abbruchblutung auf. Nach den 7 Tagen Pause beginnt der naechste Zyklus, unabhaengig davon, ob die Blutung noch andauert.
- Ersteinnahme: Am ersten Tag der Menstruation einzunehmen, dann ist der Verhuetungsschutz sofort vollstaendig. Beginnt die Einnahme zwischen Tag 2 und 5, sind in den ersten 7 Tagen zusaetzliche Verhuetungsmassnahmen (z.B. Kondom) erforderlich.
- Vergessene Tablette: Liegt die vergessene Einnahme weniger als 12 Stunden zurueck, wird die Tablette sofort nachgeholt, der Schutz bleibt erhalten. Liegt der Vergessenszeitraum ueber 12 Stunden, gilt die Tablette als vergessen, zusaetzliche Barriereverhutung fuer 7 Tage ist notwendig.
- Erbrechen und Durchfall: Treten innerhalb von 3-4 Stunden nach Einnahme starke gastrointestinale Beschwerden auf, gilt die Tablette als nicht resorbiert und muss durch eine weitere Tablette ersetzt werden. Barriereverhutung fuer 7 Tage anwenden.
- Wechsel von anderen Kontrazeptiva: Beim Wechsel von einer anderen KOK-Pille kann Marvelon direkt im Anschluss begonnen werden, ohne Einnahmepause. Der Arzt oder Apotheker gibt individuelle Hinweise.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann Marvelon Nebenwirkungen verursachen.
Die haeufigsten Nebenwirkungen (bei mehr als 1 von 10 Anwenderinnen) umfassen Kopfschmerzen, Zwischenblutungen (Schmierblutungen besonders in den ersten Einnahmezyklen), Brustspannen und Uebelkeit.
Haeufige Nebenwirkungen (1 von 10 bis 1 von 100 Anwenderinnen) sind Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmung, verminderte Libido, Gewichtsveraenderungen, Bauchschmerzen, Blahungen, Akne und Kontaktlinsenunvertraglichkeit.
Das bedeutsamste Sicherheitssignal bei kombinierten oralen Kontrazeptiva ist das erhoehte Risiko fuer venoese thromboembolische Ereignisse (VTE). Desogestrel-haltige Praeparate weisen gegenueber Levonorgestrel-haltigen Pillen ein leicht erhoehtes relatives VTE-Risiko auf.
Das absolute Risiko bleibt jedoch gering (etwa 9-12 Ereignisse pro 10.000 Frauenjahre gegenueber 5-7 bei Nicht-Anwenderinnen).
Bei ersten Anzeichen einer moeglichen Thrombose, anhaltende Beinschwellung, einseitige Wadenschmerzen, Brustschmerzen oder ploetzliche Atemnot, ist sofort der Notruf 112 zu waehlen und keine weitere Tablette einzunehmen.
Kontraindikationen
Marvelon darf nicht eingenommen werden bei:
- Bestehender oder frueherer Venenthrombose, Lungenembolie oder arterieller Thrombose (Schlaganfall, Herzinfarkt)
- Bekannten Blutgerinnungsstoerungen (z.B. Faktor-V-Leiden-Mutation, Protein-C- oder Protein-S-Mangel, Antiphospholipid-Antikopersy)
- Schwerer Hypertonie (Blutdruck ueber 160/100 mmHg) oder unkontrolliertem Bluthochdruck
- Diabetischer Retinopathie, Nephropathie oder anderen vaskulaeren Komplikationen des Diabetes
- Bestehenden oder frueheren Lebertumoren (gutartig oder boesartig) sowie schweren Lebererkrankungen mit eingeschraenkter Leberfunktion
- Migrane mit Aura (erhoehtes Schlaganfallrisiko)
- Bekannten oder vermuteten hormonabhaengigen Malignomen (z.B. Brustkrebs, Endometriumkarzinom)
- Schwangerschaft oder Stillzeit
- Unerklarlichen Vaginalblutungen, die noch nicht abgeklaert wurden
- Starkem Rauchen (mehr als 15 Zigaretten taeglich) bei Frauen ueber 35 Jahren
Wechselwirkungen
Verschiedene Arzneimittel koennen die Wirksamkeit von Marvelon beeinflussen oder durch Marvelon in ihrer Wirkung veraendert werden. Enzyminduzierende Substanzen beschleunigen den Abbau der Kontrazeptivhormone und koennen die verhuetende Wirksamkeit erheblich mindern:
- Antibiotika: Rifampicin ist ein starker CYP3A4-Induktor und reduziert die Hormonspiegel deutlich. Bei gleichzeitiger Einnahme und noch 28 Tage danach sind zusaetzliche Verhuetungsmassnahmen erforderlich.
- Antiepileptika: Carbamazepin, Phenytoin, Primidon, Topiramat, Felbamat und Oxcarbazepin sind ebenfalls Enzyminduktoren.
- Johanniskraut: Das pflanzliche Praparat Hypericum perforatum induziert CYP3A4 und kann die Kontrazeptionssicherheit gefaehrden.
- Antiretrovirale Arzneimittel: Bestimmte HIV-Medikamente (Proteaseinhibitoren, NRTI) koennen die Hormonspiegel sowohl erhoehen als auch erniedrigen.
- Ciclosporin, Theophyllin, Lamotrigin: Die Plasma-Spiegel dieser Substanzen koennen durch oestrogene Anteile in Marvelon veraendert werden; engmaschige Kontrollen sind erforderlich.
Informieren Sie Ihren Arzt und Apotheker stets vollstaendig ueber alle eingenommenen Medikamente, Nahrungserganzungsmittel und pflanzlichen Praeparate.
Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit
Marvelon ist waehrend der Schwangerschaft kontraindiziert. Wird eine Schwangerschaft unter der Einnahme festgestellt, muss die Einnahme sofort beendet werden.
Bislang vorliegende epidemiologische Daten zeigen kein erhoehtes Fehlbildungsrisiko bei versehentlicher Einnahme zu Beginn der Schwangerschaft, dennoch ist das Arzneimittel nicht zur Anwendung waehrend der Schwangerschaft vorgesehen.
Waehrend der Stillzeit wird empfohlen, auf kombinierte orale Kontrazeptiva zu verzichten, da Ethinylestradiol in die Muttermilch uebergeht und die Milchmenge verringern kann.
Als Alternative bieten sich reine Gestagen-Praeparate (Minipille) an, die als laktationsvertraeglich gelten. Die Entscheidung trifft die Aertzin oder der Arzt in Absprache mit der Patientin.
Aufbewahrung
Marvelon ist bei Raumtemperatur (nicht ueber 25 Grad Celsius), vor Licht geschuetzt und trocken aufzubewahren. Das Arzneimittel ist ausserhalb der Reichweite von Kindern zu lagern.
Nach Ablauf des auf der Verpackung aufgedruckten Verfallsdatums darf das Arzneimittel nicht mehr eingenommen werden.
Nicht mehr benoetiges Arzneimittel bitte in der Apotheke abgeben; es sollte weder im Hausmuell noch im Abwasser entsorgt werden, um die Umwelt zu schuetzen.
Hinweise fuer die Versorgungspraxis in Deutschland
In der deutschen Versorgungspraxis empfiehlt die Deutsche Gesellschaft fuer Gynaekologie und Geburtshilfe (DGGG) eine jaehrliche Kontrolluntersuchung fuer Frauen unter hormonaler Kontrazeption.
Hierzu gehoeren Blutdruckmessung, Gewichtskontrolle sowie eine gynaekologische Untersuchung einschliesslich Zervixabstrich (Pap-Test). Frauen mit familiaerem Thromboserisiko sollten vor Beginn der Einnahme eine Thrombophiliediagnostik erhalten.
Das Institut fuer Qualitaet und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat auf die Bedeutung einer individualisierten Risikobewertung hingewiesen und empfiehlt, bei erhohtem VTE-Risiko Alternativen zu Desogestrel-haltigen Praeparaten zu erwaegen.
Fuer Patientinnen unter 22 Jahren erstattete die GKV die Kosten auf Rezept des Hausarztes oder der Frauenaerztin.
Haufig gestellte Fragen
Wie sicher ist Marvelon als Verhuetungsmittel? . Bei korrekter und regelmaessiger Einnahme liegt der Pearl-Index unter 1, d.h.
von 100 Frauen, die Marvelon ein Jahr lang korrekt einnehmen, wird statistisch weniger als eine schwanger.
In der typischen Anwendung (mit gelegentlichen Einnahmefehlern) steigt der Wert auf etwa 3-8 pro 100 Frauenjahre.
Wann setzt die verhuetende Wirkung ein?
Beginnt die Einnahme am ersten Tag der Menstruation, ist der Schutz sofort vollstaendig. Bei spatem Beginn (Tag 2-5) sind die ersten 7 Tage zusaetzliche Verhuetungsmassnahmen wie Kondome notwendig.
Kann ich mit Marvelon die Periode verschieben?
Ja, durch Weglassen der 7-taegigen Einnahmepause und direktes Anschliessen des naechsten Blisters laesst sich die Abbruchblutung verschieben. Dies sollte nur gelegentlich und in Absprache mit dem Arzt erfolgen.
Kann ich unter Marvelon zunehmen?
Gewichtszunahme wird von manchen Frauen berichtet, ist jedoch nicht als gesicherter Klasseneffekt belegt. Klinische Studien zeigen keinen statistisch signifikanten Unterschied im Koerpergewicht gegenueber Placebo. Individuelle Reaktionen koennen jedoch vorkommen.
Darf ich unter Marvelon rauchen? . Rauchen erhoht in Kombination mit kombinierten oralen Kontrazeptiva das kardiovaskulaere Risiko erheblich, insbesondere bei Frauen ueber 35 Jahren.
Starkes Rauchen (mehr als 15 Zigaretten taeglich) gilt bei Frauen ueber 35 als relative Kontraindikation. Sprechen Sie Ihren Arzt offen auf das Rauchverhalten an.
Wann ist die Fruchtbarkeit nach dem Absetzen wiederhergestellt?
Die Ovulation setzt in der Regel innerhalb von 1-3 Monaten nach dem Absetzen wieder ein. Die meisten Frauen werden innerhalb von 12 Monaten nach Absetzen schwanger, wenn sie eine Schwangerschaft anstreben.
Schuetzt Marvelon vor sexuell uebertragbaren Infektionen?
Nein. Marvelon bietet keinen Schutz vor sexuell uebertragbaren Infektionen wie HIV, Chlamydien oder Gonorrhoe. Hierfuer ist die Verwendung von Kondomen notwendig.
Quellen
- Bundesanstalt fuer Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): Fachinformation Marvelon. www.bfarm.de
- Gelbe Liste Pharmindex: Marvelon Produktinformation. www.gelbe-liste.de
- Deutsche Gesellschaft fuer Gynaekologie und Geburtshilfe (DGGG): Leitlinie Kontrazeption.
- Institut fuer Qualitaet und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Kombinierte orale Kontrazeptiva im Vergleich. www.iqwig.de
- European Medicines Agency (EMA): Combined hormonal contraceptives, updated product information.
- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Verordnungsfahigkeit kontrazeptiver Arzneimittel. www.g-ba.de
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