Maxalt

Maxalt (Rizatriptan) ist ein selektiver 5-HT1B/1D-Rezeptoragonist aus der Gruppe der Triptane, der zur Akutbehandlung von Migraneanfallen mit und ohne Aura bei Erwachsenen eingesetzt wird.

Der Wirkstoff verengt krankheitstypisch erweiterte intrakranielle Blutgefasse und hemmt die Freisetzung schmerzausloesender Neuropeptide am Trigeminus.

In Deutschland ist Maxalt als verschreibungspflichtiges Arzneimittel in Tabletten- und Schmelztablettenform (Maxalt lingua) erhaeltlich.

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Maxalt (Rizatriptan), Akutbehandlung der Migraene

Maxalt ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel mit dem Wirkstoff Rizatriptan-Benzoat, das zur akuten Behandlung von Migraneanfallen zugelassen ist.

Es gehoert zur Substanzklasse der Triptane (5-HT1B/1D-Rezeptoragonisten) und steht in Deutschland in zwei Darreichungsformen zur Verfuegung: als Filmtablette (Maxalt 5 mg und 10 mg) und als Schmelztablette (Maxalt lingua 5 mg und 10 mg).

Die Schmelztablette bietet den Vorteil, dass sie ohne Wasser eingenommen werden kann, besonders praktisch bei Migranepatienten mit starker Uebelkeit und Erbrechen.

Die Bundesanstalt fuer Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat Maxalt auf Basis umfangreicher klinischer Studien zugelassen.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) und das IQWiG haben Triptane als Arzneimittel der Wahl bei mittelschwerem bis schwerem Migranenanfall bewertet.

Wirkungsmechanismus

Rizatriptan ist ein hochselektiver Agonist an Serotonin-5-HT1B- und 5-HT1D-Rezeptoren. Sein therapeutischer Effekt bei Migrane beruht auf zwei synergistischen Mechanismen.

Erstens bindet Rizatriptan an 5-HT1B-Rezeptoren der intrakraniellen Blutgefasse und bewirkt deren Konstriktion. Die bei Migrane pathologisch geweiteten meningealen Gefasse werden dadurch normalisiert, was zur Schmerzlinderung beitraegt.

Zweitens hemmt Rizatriptan ueber 5-HT1D-Rezeptoren an trigeminalen Nervenendigungen die Freisetzung von vasoaktiven Neuropeptiden wie dem Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) und der Substanz P.

Diese Neuropeptide sind massgeblich an der neurogenen Entzuendung und der zentralen Sensibilisierung beteiligt, die den Migraneschmerz aufrechterhalten.

Durch die Kombination beider Mechanismen unterbricht Rizatriptan den Migranenanfall auf mehreren Ebenen gleichzeitig.

Die orale Bioverfuegbarkeit betraegt etwa 45%; der Wirkungseintritt beginnt in der Regel nach 30 bis 60 Minuten.

Indikationen

Maxalt ist zugelassen zur Akutbehandlung der Kopfschmerzphase von Migraneanfallen mit und ohne Aura bei Erwachsenen.

Es ist nicht zur Migraneprophylaxe geeignet und wird ausschliesslich bei diagnostisch gesicherter Migraene eingesetzt.

Die Diagnose sollte von einem Arzt, Hausarzt oder Neurologe, gestellt worden sein, bevor Maxalt zum ersten Mal verordnet wird.

Bei atypischen Kopfschmerzsyndromen, Kopfschmerzen mit neurologischen Defiziten oder erstmaligem sehr schwerem Kopfschmerz ist eine erweiterte diagnostische Abklaerung erforderlich, bevor Maxalt eingesetzt wird.

Die Einnahme sollte zu Beginn der Kopfschmerzphase erfolgen, nicht waehrend einer etwaigen Aura-Phase.

Dosierung und Anwendung

Die empfohlene Dosis betraegt 10 mg Rizatriptan bei Auftreten des Migranekopfschmerzes. Eine niedrigere Dosis von 5 mg wird bei gleichzeitiger Einnahme von Propranolol empfohlen, da Propranolol den Rizatriptan-Plasmaspiegel deutlich erhoehen kann.

  • Standarddosis: 1 Tablette (10 mg) zu Beginn des Kopfschmerzes, nicht in der Aura-Phase.
  • Zweite Dosis: Tritt nach anfaenglichem Ansprechen ein erneutes Aufflackern der Migrane auf, kann nach mindestens 2 Stunden eine zweite Tablette eingenommen werden.
  • Tageshochstdosis: Maximal 20 mg (zwei 10-mg-Tabletten) innerhalb von 24 Stunden.
  • Monatliche Einnahmegrenze: Maxalt sollte nicht an mehr als 10 Tagen pro Monat eingenommen werden, um dem medikamentenuberinduzierten Kopfschmerz (MUK) vorzubeugen.
  • Schmelztablette (Maxalt lingua): Die Schmelztablette auf die Zunge legen, sie lost sich innerhalb von Sekunden auf und kann ohne Wasser geschluckt werden. Nicht aus der Verpackung nehmen, bis die Einnahme unmittelbar erfolgt.
  • Filmtablette: Mit Wasser einnehmen; kann mit oder ohne Mahlzeit eingenommen werden.

Nebenwirkungen

Sehr haeufige Nebenwirkungen (mehr als 1 von 10 Patienten) sind Schwindel, Somnolenz (Schlaefrigkeit) und Uebelkeit. Haeufige Nebenwirkungen umfassen Paresthesien (Kribbeln, Taubheitsgefuhl), Engegefuhl oder Druck in Brust, Hals oder Nacken (sogenannte Triptan-Sensation), Tachykardie, Mundtrockenheit, Diarrhoe, Erbrechen, Asthenie (allgemeine Schwaeche) und Waermegefuhl.

Die charakteristische Triptan-Sensation, ein Druck- oder Engegefuhl im Brustbereich, ist in der Regel gutartig und vorubergehend. Sie muss jedoch von kardialen Beschwerden abgegrenzt werden.

Bei anhaltenden Brustschmerzen, ploetzlicher Atemnot oder Herzrhythmusstorungen sofort den Notruf 112 rufen. Bei bekannter koronarer Herzkrankheit ist Maxalt kontraindiziert.

Sehr selten wurden ischaemische Koronarsyndrome und zerebrovaskulare Ereignisse berichtet, vorwiegend bei Patienten mit kardialen Risikofaktoren.

Kontraindikationen

Maxalt darf nicht eingenommen werden bei:

  • Schwerer oder unkontrollierter Hypertonie
  • Koronarer Herzkrankheit, Angina pectoris, Zustand nach Myokardinfarkt
  • Peripherer vaskulaerer Erkrankung oder Schlaganfall/TIA in der Vorgeschichte
  • Schwerer Leber- oder Niereninsuffizienz
  • Gleichzeitiger Einnahme von Ergotamin, Ergotaminderivaten oder anderen Triptanen (innerhalb von 24 Stunden)
  • Gleichzeitiger Einnahme von MAO-Hemmstoffen oder innerhalb von 2 Wochen nach deren Absetzen
  • Basilarismigrane oder hemiplegischer Migrane
  • Ueberempfindlichkeit gegen Rizatriptan oder einen der sonstigen Bestandteile

Wechselwirkungen

Propranolol erhoht den Rizatriptan-Plasmaspiegel um etwa 70% durch Hemmung des monoaminoxidaseabhaengigen Abbaus. Bei gleichzeitiger Einnahme von Propranolol ist daher ausschliesslich die 5-mg-Dosis von Maxalt zu verwenden.

MAO-Hemmstoffe (reversible und irreversible) erhohen den Rizatriptan-Spiegel erheblich und sind daher kontraindiziert. Die gleichzeitige Einnahme von Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) oder Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern (SNRI) kann in seltenen Faellen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.

Ergotaminhaltige Arzneimittel und andere Triptane muessen mindestens 24 Stunden vor oder nach Maxalt-Einnahme abgesetzt werden. Informieren Sie Ihren Arzt vollstaendig ueber alle eingenommenen Arzneimittel.

Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit

Die Datenlage zur Anwendung von Rizatriptan waehrend der Schwangerschaft ist begrenzt. Tierexperimentelle Studien zeigen keine direkte teratogene Schaedigung, jedoch liegen keine ausreichenden kontrollierten Studien beim Menschen vor.

Maxalt sollte waehrend der Schwangerschaft nur dann eingesetzt werden, wenn der mogliche Nutzen das potenzielle Risiko klar ueberwiegt und keine Alternative zur Verfuegung steht.

Rizatriptan geht in die Muttermilch ueber.

Es wird empfohlen, das Stillen fuer mindestens 24 Stunden nach der Einnahme zu unterbrechen und die waehrend dieser Zeit abgepumpte Muttermilch zu verwerfen.

Sprechen Sie Ihre Schwangerschaft oder Stillzeit mit Ihrem Arzt ab, bevor Sie Maxalt einnehmen.

Aufbewahrung

Maxalt-Filmtabletten und Maxalt lingua Schmelztabletten sind bei Raumtemperatur (nicht ueber 30 Grad Celsius) aufzubewahren. Die Schmelztabletten sind in der Originalverpackung zu belassen, um sie vor Feuchtigkeit zu schuetzen.

Das Arzneimittel ist ausserhalb der Reichweite von Kindern zu lagern. Nicht nach Ablauf des Verfallsdatums verwenden. Unbenutzte Tabletten in der Apotheke abgeben.

Medikamentenuberinduzierterkopfschmerz (MUK)

Ein besonders wichtiger Aspekt der Triptan-Therapie ist das Risiko des medikamentenuberinduzierten Kopfschmerzes (MUK), auch Rebound-Kopfschmerz genannt.

Er entsteht, wenn Schmerzmittel oder Triptane an mehr als 10 Tagen pro Monat eingenommen werden.

Betroffene leiden dann unter einem chronischen taglichen Kopfschmerz, der paradoxerweise durch den Medikamentenentzug ausgeloest wird. Das Fuehren eines Kopfschmerztagebuchs ist dringend empfohlen.

Die Deutsche Migrane- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) empfiehlt, bei haeufigen Migraeneanfallen eine Prophylaxetherapie in Betrachtung zu ziehen, um die Einnahme von Akutmedikamenten zu reduzieren.

Bei Verdacht auf MUK sollte ein Neurologe oder ein auf Kopfschmerzen spezialisierter Arzt aufgesucht werden.

Haufig gestellte Fragen

Wann soll ich Maxalt einnehmen, bei Aura oder Kopfschmerz? . Maxalt sollte zu Beginn der Kopfschmerzphase eingenommen werden, nicht waehrend der Aura.

Klinische Studien zeigen keine verbesserte Wirksamkeit bei Einnahme in der Aura-Phase; zudem ist die Sicherheit zu diesem fruehen Zeitpunkt nicht ausreichend belegt.

Was tue ich, wenn Maxalt bei mir nicht wirkt? . Spricht die erste Dosis nicht an, sollte keine zweite Dosis im selben Anfall eingenommen werden.

Beim naechsten Arzttermin besprechen, ob eine andere Triptan-Variante, eine hoehere Dosis oder eine Kombinationstherapie (Triptan und NSAID) sinnvoll ist.

Kann ich Maxalt mit Ibuprofen oder Paracetamol kombinieren? . Die Kombination aus einem Triptan und einem NSAID (z.B.

Naproxen) kann bei schweren Anfaellen wirksamer sein als ein Triptan allein. Sprechen Sie diese Kombination mit Ihrem Arzt ab, um die optimale Therapie zu ermitteln.

Ist Maxalt fuer Kinder und Jugendliche geeignet? . Maxalt in der vorliegenden Form ist nur fuer Erwachsene ab 18 Jahren zugelassen.

Fuer Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren existieren eigene Rizatriptan-Zulassungen in angepassten Dosierungen; sprechen Sie mit dem Kinderarzt oder Jugendneurologen.

Wie schnell wirkt Maxalt?
Die Wirkung setzt in der Regel innerhalb von 30 bis 60 Minuten ein. Die Schmelztablette Maxalt lingua kann bei starker Uebelkeit bevorzugt werden, da sie ohne Wasser eingenommen werden kann.

Kann ich Maxalt taeglich einnehmen?
Nein. Maxalt sollte nicht an mehr als 10 Tagen pro Monat eingenommen werden. Haeufigerer Gebrauch erhoht das Risiko des medikamentenuberinduzierten Kopfschmerzes erheblich und verringert die Wirksamkeit langfristig.

Migraneprophylaxe als Erganzung zur Akuttherapie

Maxalt ist ausschliesslich zur Akutbehandlung von Migraneanfaellen zugelassen und nicht fuer die Prophylaxe geeignet.

Patienten, die Maxalt haeufiger als 10 Tage pro Monat benoetigen, sollten mit ihrem Arzt oder Neurologen ueber eine Migraneprophylaxe sprechen.

In Deutschland stehen fuer die Migraneprophylaxe mehrere medikamentoese Optionen zur Verfuegung: Betablocker (Propranolol, Metoprolol), Antiepileptika (Topiramat, Valproinsaeure), der Calciumkanalblocker Flunarizin sowie die neuen monoklonalen Anti-CGRP-Antikoerper (Erenumab, Fremanezumab, Galcanezumab), die vom G-BA bewertet und bei geeigneten Patienten von einigen GKV-Kassen erstattet werden.

Eine prophylaktische Behandlung kann die Haeufigkeit und Schwere von Migraneanfaellen erheblich reduzieren und damit den Bedarf an Akutmedikamenten wie Maxalt senken.

Die Deutsche Migrane- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) empfiehlt die Prophylaxe, wenn Migraneanfaelle die Lebensqualitaet deutlich beeintraechtigen oder mehr als 3 intensive Anfaelle pro Monat auftreten.

Besondere Aspekte in der deutschen Versorgungspraxis

In der deutschen Regelversorgung sind Triptane wie Maxalt verschreibungspflichtig und werden auf Kassenrezept verordnet. Der Arztbesuch beim Hausarzt oder Neurologen ist somit Voraussetzung fuer die erste Verordnung.

Die Kosten fuer Maxalt werden von der GKV uebernommen, sofern die entsprechende Indikation (diagnostisch gesicherte Migraene) vorliegt.

Das IQWiG hat in seiner Nutzenbewertung Rizatriptan 10 mg als einen der am schnellsten und zuverlaessig wirkenden Triptane eingestuft.

Die Deutsche Gesellschaft fuer Neurologie (DGN) und die DMKG empfehlen gemeinsam, Patienten mit Migraene in einem individuellen Therapiegespraeche ueber alle verfuegbaren akuten und prophylaktischen Behandlungsoptionen aufzuklaeren.

Ein Migraenetagebuch ist hierbei ein wertvolles Dokumentationsinstrument, das dem Arzt hilft, die Therapie optimal anzupassen.

Quellen

  • Bundesanstalt fuer Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): Fachinformation Maxalt. www.bfarm.de
  • Gelbe Liste Pharmindex: Maxalt/Maxalt lingua Produktinformation. www.gelbe-liste.de
  • Deutsche Migrane- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG): Therapieempfehlungen Migrane.
  • Institut fuer Qualitaet und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Triptan-Vergleich. www.iqwig.de
  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Nutzenbewertung Triptane. www.g-ba.de

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