Buscopan

Buscopan enthält den Wirkstoff Butylscopolamin und ist ein Spasmolytikum, das Krämpfe der glatten Muskulatur im Magen-Darm-Trakt, den Gallenwegen und den Harnwegen löst.

Es wird bei krampfartigen Bauchschmerzen, Koliken und Regelschmerzen eingesetzt und ist in Deutschland als Dragee rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Buscopan behandelt Symptome, keine Ursachen; bei anhaltenden oder starken Schmerzen ist ein Arztbesuch erforderlich.

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Was ist Buscopan und wofür wird es angewendet?

Buscopan ist ein bekanntes Arzneimittel, das den Wirkstoff Butylscopolamin (auch als Scopolaminbutylbromid oder Hyoscinebutylbromid bezeichnet) enthält und als Spasmolytikum eingesetzt wird.

Spasmolytika sind Arzneimittel, die Krämpfe der glatten Muskulatur, also der unwillkürlichen Muskulatur in Hohlorganen wie Magen, Darm, Gallenblase, Harnblase und Gebärmutter, lösen.

Buscopan ist eines der meistgekauften und bekanntesten rezeptfreien Medikamente in Deutschland und ist seit Jahrzehnten auf dem Markt.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat Buscopan für die Behandlung von spastischen Beschwerden des Magen-Darm-Trakts sowie der Gallenwege und Harnwege zugelassen.

Das klassische Anwendungsgebiet von Buscopan sind Schmerzen und Krämpfe, die durch Spasmen der glatten Muskulatur verursacht werden, im Volksmund oft als Magenspasmus, Darmkrämpfe oder Koliken bezeichnet.

Diese Beschwerden können sich als krampfartige Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit oder Unwohlsein manifestieren. Buscopan lindert diese Symptome, indem es die übermässige Kontraktion der Darmmuskulatur hemmt und den Krampf löst.

Bei Gallenkoliken (ausgelöst durch Gallensteine) und bei Nierenkoliken (durch Harnsteine) kann Buscopan ebenfalls lindernd wirken, obwohl die Behandlung dieser Erkrankungen in der Regel zusätzliche Massnahmen erfordert.

Buscopan wird auch bei Dysmenorrhoe (Regelschmerzen, menstruationsbedingten Unterleibskrämpfen) eingesetzt, da die Gebärmutter ebenfalls glatte Muskulatur enthält und Krämpfe der Gebärmuttermuskulatur durch Buscopan gelindert werden können.

Bei schmerzhaften Untersuchungen wie der Koloskopie (Darmspiegelung) und radiologischen Untersuchungen des Gastrointestinaltrakts wird Buscopan intravenös oder intramuskulär eingesetzt, um die Darmperistaltik zu vermindern und die Untersuchungsbedingungen zu verbessern.

Wirkmechanismus von Butylscopolamin

Butylscopolamin ist ein Derivat des natürlich vorkommenden Alkaloids Scopolamin (Hyoscin), das aus der Tollkirsche (Atropa belladonna) und anderen Nachtschattengewächsen gewonnen wird.

Durch die Quartärisierung (Einführung einer positiven Ladung durch Hinzufügen einer Butylgruppe) wird Butylscopolamin im Gegensatz zum Muttersubstanz Scopolamin die Blut-Hirn-Schranke kaum durchdringen.

Dies ist ein grosser Vorteil, da die zentralnervösen Nebenwirkungen von Scopolamin (Sedierung, Halluzinationen, Verwirrtheit) bei Butylscopolamin weitgehend ausbleiben.

Butylscopolamin ist ein Antagonist an muskarinischen Acetylcholinrezeptoren (Muscarinrezeptoren), insbesondere an M3-Rezeptoren, die in der glatten Muskulatur von Magen-Darm-Trakt, Gallenwegen und Harnwegen sowie in exokrinen Drüsen vorkommen.

Durch Blockade dieser Rezeptoren wird die durch den Parasympathikus vermittelte Stimulation der Muskelkontraktion und Drüsensekretion gehemmt.

Dies führt zur Relaxation der glatten Muskulatur (Spasmolytik) und zur Verminderung von Drüsensekretionen (anticholinerge Wirkung).

Nach oraler Einnahme wird Butylscopolamin schlecht aus dem Magen-Darm-Trakt resorbiert (Bioverfügbarkeit unter 1 Prozent).

Dies mag zunächst negativ erscheinen, hat aber den Vorteil, dass systemische anticholinerge Nebenwirkungen (wie Mundtrockenheit, Herzrasen, Harnverhalt) bei oraler Einnahme der empfohlenen Dosis deutlich seltener und schwächer ausgeprägt sind als bei parenteraler Anwendung.

Die Wirkung von oral eingenommenem Butylscopolamin entsteht hauptsächlich durch lokale Wirkung im Magen-Darm-Trakt.

Nach parenteraler Anwendung ist die systemische Verfügbarkeit deutlich höher, was die Wirkung verstärkt, aber auch das Risiko systemischer Nebenwirkungen erhöht.

Darreichungsformen und Anwendung

Buscopan ist in Deutschland in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich: als Dragee (10 mg Butylscopolamin pro Dragee, für die orale Einnahme) und als Zäpfchen (10 mg Butylscopolamin pro Zäpfchen, für die rektale Anwendung).

Für den klinischen Einsatz sind Injektionslösungen erhältlich (20 mg Butylscopolamin pro Ampulle).

Als Kombinationspräparat ist Buscopan Plus erhältlich, das Butylscopolamin und Paracetamol enthält und bei krampfartigen Schmerzen eingesetzt wird.

Die Dragees können von Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren ohne Rezept in der Apotheke erworben werden. Sie werden mit ausreichend Wasser geschluckt.

Bei akuten Krämpfen können 1 bis 2 Dragees eingenommen werden, bis zu drei Mal täglich. Die maximale Tagesdosis beträgt 6 Dragees (60 mg).

Wenn die Beschwerden nach 3 Tagen nicht besser werden oder sich verschlechtern, oder wenn neue Symptome auftreten, muss ein Arzt aufgesucht werden.

Bei Kindern unter 12 Jahren darf Buscopan nicht ohne ärztliche Empfehlung eingesetzt werden.

Gegenanzeigen

Buscopan darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Butylscopolamin oder Scopolamin oder einen der sonstigen Bestandteile.

Kontraindiziert ist Buscopan ausserdem bei Myasthenia gravis (Muskelschwächekrankheit durch Autoimmunreaktion an Acetylcholinrezeptoren), Engwinkelglaukom (grüner Star mit engem Kammerwinkelteil, da Buscopan den Augeninnendruck erhöhen kann), Megakolon (enorme Erweiterung des Dickdarms), mechanischem Ileus (Darmverschluss durch mechanische Ursache) sowie Harnverhalt oder einer bekannten Neigung dazu.

Bei Prostatavergrösserung (benigne Prostatahyperplasie) und anderen Abflussbehinderungen des Harntrakts ist Vorsicht geboten, da Buscopan das Risiko eines Harnverhalts erhöhen kann.

Wechselwirkungen

Butylscopolamin kann mit anderen anticholinerg wirkenden Substanzen interagieren: die Kombination mit anderen Anticholinergika (wie trizyklischen Antidepressiva, einigen Antihistaminika, Neuroleptika) kann die anticholinergen Nebenwirkungen verstärken (additive Wirkung).

Dopaminantagonisten wie Metoclopramid können in ihrer motilitätsfördernden Wirkung durch Buscopan abgeschwächt werden. Alkohol kann die sedierende Wirkung von anticholinergen Substanzen verstärken.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Herzmedikamenten (Antiarrhythmika) können Wechselwirkungen auftreten, die zu Herzrhythmusstörungen führen können.

Schwangerschaft und Stillzeit

Zur Anwendung von Butylscopolamin in der Schwangerschaft liegen nur begrenzte Daten vor. Im ersten Trimester sollte Buscopan möglichst vermieden werden.

Im zweiten und dritten Trimester kann eine Anwendung bei strenger Nutzen-Risiko-Abwägung und nach ärztlichem Rat erfolgen.

Es sind keine embryotoxischen oder teratogenen Wirkungen von Butylscopolamin bei Menschen bekannt; tierexperimentelle Daten zeigten bei hohen Dosen gelegentlich Auffälligkeiten.

Buscopan wird in sehr geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden; stillende Frauen sollten Buscopan nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen.

Wichtige Warnhinweise

Buscopan ist ein symptomatisches Arzneimittel, das Krämpfe lindert, aber keine Ursache behandelt.

Es ist wichtig zu wissen, dass starke Bauchschmerzen auch auf ernsthafte Erkrankungen hinweisen können, zum Beispiel auf eine Appendizitis (Blinddarmentzündung), eine Perforation (Durchbruch) eines Organs, eine Ovarialzyste oder andere schwere Erkrankungen, die sofortige ärztliche Beurteilung erfordern.

Bauchschmerzen mit Fieber, Erbrechen, sehr hartem Bauch (Bauchspannung), Blut im Stuhl oder anderen Warnsymptomen sind keine Indikation für Buscopan und erfordern eine sofortige Notaufnahme (Notruf 112).

Patienten, die Buscopan zur Linderung regelmässig wiederkehrender Bauchschmerzen verwenden, sollten eine ärztliche Untersuchung zur Abklärung der Ursache veranlassen.

Chronische Anwendung ohne ärztliche Abklärung ist nicht sinnvoll und kann dazu führen, dass eine ernsthafte Erkrankung übersehen wird.

Bei fehlendem Therapieerfolg nach 3 Tagen ist immer ein Arztbesuch notwendig.

Anwendung bei endoskopischen Untersuchungen

In der Endoskopie wird Buscopan (Butylscopolamin als Injektionslösung) als Adjuvanz eingesetzt, um die Darmperistaltik zu vermindern und die Sichtbedingungen während einer Kolonoskopie oder Gastroskopie zu verbessern.

Durch die Hemmung der Darmbewegungen wird die Untersuchung erleichtert und die Untersuchungszeit kann verkürzt werden.

Vor der intravenösen Gabe von Buscopan muss der Ausschluss von Kontraindikationen (insbesondere Glaukom, Prostatahypertrophie, Herzrhythmusstörungen) erfolgen. Bei bestehenden Kontraindikationen werden alternative Spasmolytika (wie Glucagon) eingesetzt.

Abgrenzung von anderen Schmerzmitteln

Buscopan ist kein klassisches Schmerzmittel (Analgetikum) im eigentlichen Sinne, da es keine direkte schmerzstillende Wirkung auf Schmerzrezeptoren ausübt.

Die schmerzlindernde Wirkung entsteht durch die Lösung des Krampfes, der die Schmerzursache darstellt.

Bei Schmerzen, die nicht durch Muskelkrämpfe verursacht werden (wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, entzündliche Schmerzen), ist Buscopan nicht wirksam.

In diesen Fällen sind klassische Analgetika wie Paracetamol, Ibuprofen oder Diclofenac angemessener.

Buscopan Plus kombiniert Butylscopolamin (Spasmolytikum) mit Paracetamol (Analgetikum) und kann daher sowohl den Krampf als auch begleitende Schmerzen behandeln.

Geschichte und Verbreitung

Buscopan wurde in den 1950er Jahren von der Firma Boehringer Ingelheim entwickelt und ist seitdem eines der bekanntesten und meistverkauften Arzneimittel in Deutschland.

Das Medikament ist in über 100 Ländern weltweit erhältlich.

In Deutschland kann Buscopan in der Apotheke rezeptfrei erworben werden, wobei pharmakologisch ausgebildetes Apothekenpersonal bei Fragen zur richtigen Anwendung beraten kann.

Die hohe Bekanntheit und der jahrzehntelange Einsatz des Mittels haben zu einem guten Verträglichkeitsprofil und einem gut dokumentierten Nebenwirkungsspektrum geführt.

Erstattung und Kostenerstattung

Buscopan ist in Deutschland als rezeptfreies Arzneimittel (OTC-Präparat) erhältlich und wird von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in der Regel nicht erstattet, da die GKV nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel für Erwachsene in den meisten Fällen nicht übernimmt.

Ausnahmen können bei bestimmten schwerwiegenden Erkrankungen oder im Rahmen der Ausnahmeliste des G-BA gemacht werden.

Privatpatienten können die Kosten in der Regel über ihre Krankenversicherung abrechnen, abhängig vom jeweiligen Tarif. Die Apotheke ist die richtige Anlaufstelle für Informationen zur Erstattungssituation im Einzelfall.

Quellen und weiterführende Informationen

Verlässliche Informationen zu Buscopan (Butylscopolamin) finden Sie beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM, www.bfarm.de), beim Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG, www.iqwig.de), in der Gelben Liste (www.gelbe-liste.de) sowie auf der Website des Herstellers. Ihr Apotheker oder Hausarzt stehen für weitere Fragen zur Verfügung. Im Notfall wählen Sie den Notruf 112 oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) - Ergänzung

Kann ich Buscopan auch bei Menstruationskrämpfen nehmen?
Ja. Buscopan ist bei dysmenorrhoeassoziierten Krämpfen (Regelschmerzen) wirksam, da es die Krämpfe der Gebärmuttermuskulatur (glatte Muskulatur) löst. Für Jugendliche ab 6 Jahren und Erwachsene ist die Anwendung bei Menstruationsbeschwerden möglich. Bei starken oder ungewöhnlichen Menstruationsschmerzen sollte eine gynäkologische Abklärung erfolgen.
Darf ich Buscopan zusammen mit Paracetamol nehmen?
Ja, Buscopan (Butylscopolamin) und Paracetamol können kombiniert werden. Diese Kombination ist sogar als Fixpräparat im Handel erhältlich (Buscopan plus). Paracetamol ergänzt die krampflösende Wirkung des Butylscopolamins durch eine analgetische Komponente, was bei schmerzhaften Krämpfen besonders wirksam ist.
Wann sollte ich bei Bauchkrämpfen den Notarzt rufen?
Rufen Sie sofort den Notruf 112 bei: plötzlichen, sehr starken Bauchschmerzen ("Vernichtungsschmerz"), Bauchschmerzen nach einem Unfall oder Sturz, hartem, bretthartem Bauch, Schmerzen verbunden mit Fieber über 38,5 °C, blutigen Stühlen oder Erbrechen von Blut, sowie bei Schmerzen, die sich nach Buscopan innerhalb von 30 Minuten nicht verbessern.
Verändert Buscopan den Herzrhythmus?
Als Anticholinergikum kann Butylscopolamin einen leichten Anstieg der Herzfrequenz verursachen. Bei gesunden Personen ist dies klinisch nicht relevant. Bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen oder bestehender Herzerkrankung sollte die Einnahme mit dem Arzt besprochen werden. Da Buscopan kaum die Blut-Hirn-Schranke überwindet, sind zentralnervöse Nebenwirkungen sehr selten.

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